8. bis 13. Januar     Avola - Brucoli

Mo

08

Jan

2018

Avola

Der Weg zum südlichsten Punkt Siziliens, gegnüber der Isola delle Correnti will verdient sein. Wir kämpfen uns durch Plastikplantagen und an tiefgrünen Aeckern vorbei. Irgendwann stehen wir dort, wo es nicht mehr weitergeht. Schade gibt es eine Tafel mitten im Strässchen, wären schöne Stellplätze hier.

 

So kämpfen wir uns halt wieder zurück durch das landwirtschaftliche Gebiet, nehmen einige neue Kratzer in Kauf, aber schaffen es danach weder in Portopalo noch in Pachino einen uns genehmen Parkplatz zu finden. im Gegenteil wir sind froh, dass wir die engen Strässchen schadlos hinter uns bringen.

 

Was nun? Im Landesinnern sieht es neblig und schwärzlich aus. Also entscheiden wir uns Avola anzupeilen. Zumal es da einen Lidl und gleich daneben einen Chinesen mit Mittagsbuffet gibt. Gleichwohl werden wir per Navi über Note, das wir wegen siehe oben nicht anfahren möchten, zu unserem eingegeben Ziel geleitet.

 

Der Chinese ist nicht so gut wie in Deutschland, aber wir werden satt und füllen danach im Lidl unsere Vorräte auf.

 

In Avola stellen wir uns neben den verfallenden Torre. Es ist diesig, 20 Grad warm und absolut windstill, trotzdem schlagen die Wellen über die Kaimauer. 

 

Gegenüber gibt es einen Fischhändler. Wir wollen dass er uns zwei wie Forellen aussehende Fische ausnimmt. Er lacht und meint:" Kann ich schon, aber gleich nebenan gibt es ein Restaurant." " Wann öffnet es?" " Um 20.00 Uhr könnt ihr ganz bequem eure Fische hier essen." Sehr gut, dann kommen wir um 20.00 Uhr wieder." Nach dem Preis haben wir nicht gefragt, ob das wohl ein Fehler ist?

 

Nachtrag: War kein Fehler. Der leckere gegrillte Fisch mit Kartoffeln und Gemüse hat uns 10 Euro gekostet.

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Di

09

Jan

2018

Gemütlicher Tag

Heute zeigt sich die Sonne nicht und der Wind hat ein wenig zugelegt.

 

Wir verbringen den Tag plauernd mit den Leuten, die uns besuchen. Ein Junge von 10 Jahren, erzählt uns, dass das verfallende Gebäude neben uns eine Thunfischfabrik war und noch vieles mehr über seine Heimatstadt. Auch gibt es wieder vieles zu beobachten und staunen.

 

Im Fischgeschäft erstehen wir Meeresgetier. Alois kocht sie am Mittag mit Spaghetti. Das ist unser leckeres prima piatti.

 

Den Abend verbringen wir in der romantischen Taverne und staunen , was die Italiener so alles pro Mahlzeit verdrücken können. Wir essen Pizza. Das ist unser secondo piatti. Den Rest bekommen wir sauber vepackt in einer Pizzaschachtel. Werden wir morgen im Omni Backofen aufwärmen.

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Mi

10

Jan

2018

Immer noch in Avola

Beim Aufwachen töggelet es auf's Dach und der Sturm fordert uns auf, etwas näher an die Mauer zu rücken. Eine gute Entscheidung. Obwohl der Regen bald nachlässt und der Sturm es ihm später gleich tut. Die Lust zum Weiterfahren ist immer noch nicht da.

 

Jedoch Lust auf Fisch, die Pizzareste sparen wir für abends auf. Beim Fischhändler lassen wir die Fische putzen und ausnehmen. Unsere Bratpfanne ist fast zu klein. Ich:" Aber sag jetzt bloss nicht, wir brauchen eine längliche Pfanne." Alois:" Ich sag ja gar nichts, obwohl...."

Den Schwanz essen wir ja sowieso nicht und der Rest ist richtig fein.

 

Am Nachmittag gibt es für Alois Anschauungsunterricht im SUP. Nicht jede Welle wird stehend überstanden und sie halten es bewundernswert lang im Wasser aus. " Sie sind ja auch gut angezogen," so Alois.

 

Abends zeigt sich sogar noch die Sonne. Einfach schön hier.

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Do

11

Jan

2018

Natur pur

Bevor wir noch von den freundlichen Avolanern adoptiert werden, verlassen wir den für uns attraktiven Ort und fahren zurück in's Naturreservat Oasis di Vendicari.

 

Nicht ganz einfach die Anfahrt. Die letzten 2 km Piste zum Stellplatz sind schmal, bei Gegenverkehr kreuzen nicht möglich. Schliesslich stehen wir auf dem ausgewiesenen Stellplatz, haben aber das Gefühl nicht am richtigen Ort zu sein. Google kontaktieren und tatsächlich ist unser Wunschplatz 7 km südwestlich. Also wieder zurück und nach einer Viertelstunde stehen wir auf einem Platz, ziemlich direkt vor dem Eingang zum Naturreservat.

 

In diesem Sumpfgebiet sollte ursprünglich eine Raffinerie gebaut werden. Umweltschützer haben das verhindert und so entstand 1984 dieses Vogelparadies.

 

Vom Rancher am Schlagbaum werden wir freundlich eingeladen, das riesige eingezäunte Areal zu besuchen. Kosten tut das nichts.

 

Auf schön angelegten Pfaden erkunden wir die Seen, die Ueberreste der ehemaligen Thunfischfabrik und den mittelalterlichen Turm. Das Museum ist geschlossen.

 

Die unzähligen Bewohner, unter anderem Flamingos, Marabuts, Kormorane, Enten usw. lassen sich von den wenigen Wanderern überhaupt nicht stören. Stundenlang könnte man hier die Gegend erkunden. 

 

Wir kehren nach 2 Stunden zurück zum Camper, zumal der Himmel nichts Gutes erahnen lässt. Regnen tut es dann aber erst um 19.00 und das auch nur einige wenige Tropfen.

 

Absolute Stille und Dunkelheit umgeben uns.

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Fr

12

Jan

2018

Siracusa

Es donnert in der Ferne und sieht richtig schwarz aus, also fahren wir nach Siracusa. Wähend der Fahrt erhaschen wir einen kurzen Blick auf den Aetna. Wird wohl nicht der letzte gewesen sein.

 

Auf der Halbinsel Ortigia/ Siracusa stellen wir uns in die Ecke des Parkplatzes beim Fischerhafen. Im Wnter sind die Parkuhren zugedeckt, wie schon so oft unserer Reise. 

 

Direkt neben uns sind die Fischer am Arbeiten. Sie bieten uns frischen Fisch an, doch ungeputzt mag ich ihn nicht und so lassen wir es und kochen uns Tortellini. 

 

Kein Wunder habe ich mich so auf das geschichtsträchtige Siracusa gefreut. Mal wieder ein Fotomotiv nach dem anderen. Viele kleine schmale Gässchen, grosse Plätze, schöne barocke Gebäude, eine grosse Festung, leider nicht besuchbar, klares Wasser um die Halbinsel herum und alles sauber und gepflegt. 

 

Archimedes einem Sohn von Siracusa wurde zusammen mit Leonarda da Vinci ein Museum gewidmet, in dem all die Erfindungen der beiden nachgebildet wurden. Die meisten Apparaturen dürfen ausprobiert und in Gang gesetzt werden, Einfach spannend. Schade nur ist das Fotografieren im Innern strikte verboten.

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Sa

13

Jan

2018

Siracusa zum Zweiten

Am Morgen ist noch alles gut. Die Netze flickenden Fischer freuen sich über meine Fotografiererei. Ich frage sie, was sie denn für eine Sprache sprechen. "Italienisch". Ich verstehe aber nur ein paar Brocken." Sie lachen: " Wir sprechen ja auch sizilianisch." 

 

Kurz darauf ist am heutigen Tag der Wurm drin. Wir wollen zum griechischen Theater mit dem Hop-on, hop-off Bus, erwischen jedoch den falschen Bus, löhnen 1 Euro nur um an einer anderen Haltestelle wieder auszusteigen und am richtigen Ort fast eine Stunde  zu warten. Für 5 Euro könnten wir den ganzen Tag ein-, aus-, und wieder zusteigen.

 

Schliesslich sind wir beim Archeologischen Park Neapolis. Für 10 Euro sind wir im weitläufigen Gelände. Die Besichtigung lohnt sich sehr und man sollte unbedingt genügend Zeit mitbringen.

 

Das haben wir und verpassen danach den Bus um ein paar Minuten. Kein offenes Kaffee oder Restaurant in Sicht, also laufen wir runter in die Stadt und warten an einer anderen Haltestelle. Zur richtigen Zeit stehen wir am richtigen Ort und ich winke heftig, damit der Bus hält. Der Fahrer starrt geradeaus und fährt an uns vorbei. " Was soll denn das?" " Hättest halt raus auf die Strasse stehen sollen," so Alois. " Denkst du ich will überfahren werden, das ist doch ganz einfach ein A.... und überhaupt möchte ich hier ein Polizist sein, so wie die Autos durch die Stadt rasen." " Dann würdest du vermutlich nicht lange leben."  Laufen ist gesund und wir sind bald einmal wieder auf der Halbinsel Ortigia. 

 

Beim Porta Marina gibt es endlich was in den Magen und bei unserer Rückkehr zum Camper verabschiedet sich bereits die Sonne. Antonio ein Sizilianer, der 24 Jahre in Basel gearbeitet hat, gesellt sich mit seinem Womo und Familie zu uns. Es vergehen keine 10 Minuten, da kommt ein Jüngling angetrabt, wohl kaum älter als 15 Jahre, behauptet von der Commune zu kommen und verlangt Geld für's Parken. Ich gehe ziemlich schnell in die Luft, bin ich doch noch etwas geladen wegen vorher. Antonio spricht ganz ruhig mit dem Kleinen, möchte gerne eine Quittung mit Stempel, was er natürlich nicht bekommt,  meint aber schliesslich:" Dann geb ich ihm halt 5 Euro."  Wir haben absolut keine Lust Schutzgeld zu zahlen, verabschieden uns von Antonio und suchen das Weite, zumal das freche Gör droht, was doch so alles in der Nacht passieren könnte. Für Nachwuchs ist augenscheinlich gesorgt.

 

In der Dunkelheit fahren wir nach Brucoli und stehen so scheint es an einem schönen Platz, sind doch bereits 6 andere Camper hier. Aber richtig werden wir das wohl erst Morgen bei Tagslicht beurteilen können. 

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