1. bis 7. Januar        Marina di Palma - Pozzallo

Mo

01

Jan

2018

Marina di Palma

Wir verabschieden uns von Sus und Franz, sie wollen in's Valle di Tempeli von Agrigento. Wir fahren daran vorbei durch die Plastikplantagen. Früher war hier ein Sumpfgebiet und die Region unfruchtbar. Nach der Trockenlegung desselben, ist eines der grössten Gemüseanbaugebiete Siziliens entstanden.

 

In Marina di Palma finden wir neben dem Turm das ideale Stellplätzli. Schade nur frischt der Wind auf. Es geht also mit viel Gegenwind dem Strand entlang in Städtchen. Alois meint:" Dieser ständige Wind geht mir ganz schön auf die Nerven." Ich:" Ist aber nicht so, dass es immer stürmt." Alois: "Ja, ja, man kann es sich auch schön reden."

 

Zurück zum Camper geht es mit Rückenwind sehr viel schneller. 

 

Später stellen wir fest, dass wir den Deckel vom Frischwassertank auf dem Stellplatz bei Porto Empedocle liegen gelassen haben. Also werden wir morgen wohl nochmals zurück durch die Plastikplantagen fahren, in der Hoffnung, dass dieser noch irgendwo da rumliegt.

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Di

02

Jan

2018

Sturmtag

Morgens um 07.00 Uhr werde ich ziemlich unsanft oben in meinem Alkoven geweckt. Der Wind rüttelt am Gehäuse und der Regen prasselt auf's Dach. An Schlaf ist nicht mehr zu denken. Eine Stunde später regnet es nicht mehr, aber der Sturm bleibt uns erhalten.

 

Bei unserer Ankunft auf dem gestrigen Stellplatz nimmt sich der Dauercamper unserem Problem mit dem Frischwassertank an. Ja ein blauer Deckel lag gestern hier auf dem Tisch und jetzt ist er weg. Die Betreiberin des Stellplatzes ist telefonisch nicht erreichbar. Wir wollen eigentlich warten, aber der Dauercamper gibt uns einen von seinen zahlreichen Deckeln als Ersatz. Danke vielmals. Sollte unserer wieder auftauchen, wird er diesen behalten.

 

Den Rest des Tages verbringen wir mit der Suche nach einem windstillen Uebernachtungsplatz. Einen schönen Platz verlassen wir wegen nicht nachlassend wollenden Sturmes am späteren Nachmittag wieder.

 

In Scoglitti lassen wir uns mit dem Sinken der Sonne schliesslich zwischen zwei noch nicht ganz fertiggestellten Wohnhäusern windgeschützt nieder. Zwei weitere italienische Womos suchen hier ebenfalls Schutz vor der Sturm.

 

In den nächsten Tagen soll es weiterhin stürmisches Wetter geben. Keine schönen Aussichten.

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Mi

03

Jan

2018

Tournanten und Nebel

Wir wollen nach Ragusa, einem Städtchen ein Stück im Landesinneren. Die Strasse führt fast unmerklich von Meeres-, auf 600 müM. Bereits in der Vorstadt von Ragusa überkommt mich der Wunsch ins nahegelegene Comiso zu fahren.

 

Mein Wunsch ist wie fast immer Alois Befehl. Dass die Strasse in etlichen Tournanten auf wieder Meereshöhe runtergeht, wird mir erst klar, als wir den Flugzeugblick über das Städtchen geniessen können. " War wohl doch nicht so eine gute Idee." Aber Alois meint nur:" Wir haben ja Zeit."

 

Die Strässchen werden mal wieder schmäler und schmäler. Alois:" Irgendwann wird es uns erwischen, eines Tages rasieren wir einen Balkon ab." Doch wir haben nochmal Glück und stehen bald mitten im historischen Zentrum von Cosimo. Die Siestazeit erweist sich einmal mehr als ideal. Die Parkplätze sind leer und über die Mittagszeit wie üblich umsonst. Natürlich ist auch sonst nicht viel los. " Aber man kann nicht alles haben."

 

Beim Kaffee erreicht uns die Nachricht aus der Schweiz, dass unser Scheunendach vom Sturm zum Teil abgedeckt worden ist. 

 

Wieder rauf über die Tournanten. Beim Einkaufsparadies ein paar Kilometer vor Ragusa stellen wir uns für die Nacht auf den riesigen Parkplatz. Alois meldet den Schaden per Internet der Versicherung und Janik, Alois Sohn, organisiert den Dachdecker. Zu früheren Zeiten wäre das nicht so einfach gegangen.

 

Um 17.00 Uhr zieht der Nebel über den Parkplatz. Das Einkaufscenter verschwindet vor unseren Augen und wir werden ebenfalls unsichtbar. irgendwie spannend, haben wir doch noch selten Italiener so langsam fahren gesehen. Die Lichter der Autos bewegen sich, wie eigentlich vorgeschrieben, im Schritttempo.

 

Die Windböen legen zu bis 75 Stundenkilometer und um 22 Uhr erschallt die Alarmanlage  im Einkaufscenter neben uns. Ich finde das gar nicht so gemütlich, Alois schon.

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Do

04

Jan

2018

Ibleo Ragusa

Am Morgen ist die Welt um uns rum wieder da und wir fahren nach dem Einkauf im Coop nach Ragusa. Dank den von Franz durchgegeben Koordinaten finden wir den Gratis-Stellplatz in Ragusa auf Anhieb und haben sogar das Glück noch einen der Plätze in der ersten Reihe zu ergattern. Was für einen Kulisse und so windstill.

 

Sofort die Turnschuhe an und hoch in die Altstadt. Die verschiedenen Sehenswürdigkeiten sind sehr gut ausgeschildert. Aber eben ist eben nichts. Es geht rauf und runter. Auf dem Piazza Duomo steigen wir deshalb ins barocke Zügli und lassen uns chauffieren. Die 5 Euro hätten wir uns sparen können, fahren wir doch wieder runter, am Camper vorbei, auf der anderen Seite hoch zum Stadtpark und schon sind wir wieder am Piazza Duomo. 

 

Na dann eben nicht, schliesslich haben wir Turnschuhe an und können weiter rauf und runter wandern. Die Stadt ist sehr ergiebig. Man könnte Tage hier verbringen und hätte noch nicht alles gesehen. Verlässt man die Hauptrouten der Sehenswürdigkeiten, könnte man sich aber auch sehr gut in den Gässchen verlieren. 

 

Alois gönnt sich noch eine neue Frisur für 8 Euro und dann werden die heissen Füsse hochgelegt.

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Fr

05

Jan

2018

Sizilianische Schokolade

Wir Schokoladeexperten müssen unbedingt nach Modica zur Hochburg deren Produktion.

 

Leider sind wir eine Stunde zu früh und fast schon bereit weiterzufahren, als wir ausserhalb doch noch einen Parkplatz ergattern.

 

Der Lauf durch die Stadt vorbei an den verschiedenen Schokoladengeschäften mit Degustation dauert natürlich länger. Schliesslich sind wir als Schweizer ja Kenner derselben. In einer Seitengasse entdecken wir die älteste Manifaktur, die einen Blick in den hinteren Fabrikteil erlaubt. Natürlich wird alles in Handarbeit und zwei Sorten sogar noch wie anno dazumal mit ganz wenigen Zutaten hergestellt.

 

Mit vollen Taschen und nach dem " Genuss" einer Trinkschokolade, verlassen wir das hübsche Barockstädtchen. Uebrigens gäbe es jetzt wieder Parkplätze zu Hauf.

 

Egal wir fahren runter ans Meer nach Pozzallo und stellen uns neben den Hafen an den Strand. Unsere Tessiner stehen 2 km weiter auf dem Stellplatz. Morgen werden wir wohl ebenfalls dahin zügeln.

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So

07

Jan

2018

Abschied von unseren Tessinerfreunden

Sie stehen natürlich nicht lediglich 2 km weiter. Es sind tatsächlich 15km der Küste entlang Richtung südlichster Punkt Siziliens. 

 

Zuerst bin ich ein bisschen angepisst. Pozzallo ist nämlich für den Dreikönigstag richtig herausgeputzt, die Strasse für den Verkehr gesperrt und ich hatte die doofe Vorstellung mit den anderen zahlreichen Besuchern das Fest im Städtchen begehen zu können.

 

Doch schnell krieg ich mich wieder ein. Der Stellplatz ist schön gelegen. Sieht aus wie eine Mini Algarve. Den Abend verbringen wir zusammen mit 3 Schweizer-, und 3 Deutschen Pärchen bei Wein und Bier. 

 

Heute nun gilt es Abschied nehmen von unseren Tessiner Freunden. Da sie im Februar die Hochzeit ihres Sohnes feiern, machen sie sich ab Morgen schneller auf die Reise, oder besser gesagt langsam auf die Rückreise. 

 

Bei einem letzten Umtrunk lassen wir die gemeinsamen Erlebnisse Revue passieren und wünschen uns gegenseitig eine gute Weiterreise. War schön mit Euch. Bis bald mal wieder im Tessin oder wo auch immer.

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