Aktuelles

So

24

Mär

2019

Antofagasta

Der Samstag ist ein erfolgreicher Tag. 

 

Am Morgen kommen die Gärtner mit dem Schlauch um die Pflanzen zu giessen. Gerade richtig, denn wir hatten in den letzten Tagen Mühe an Wasser zu kommen, genauso wie unser französischer Hintermann. " Selbstverständlich dürft ihr euren Tank füllen." " Muchas gracias."

 

Alois:" So jetzt versuchen wir unser Glück beim Michelinvertreter." " Die haben sicher nicht die passenden für unser Mobil." " Fragen kostet ja nichts und unsere würden in Europa ausgemustert werden müssen."  Wir stehen an der Strasse, der Händler geht an den Computer, kommt ein paar Minuten später zurück mit der Meldung, dass er genau unsere Pneus am Lager hat. Nach einer Stunde sind sie oben. Alois:" Das das so schnell klappt, hätte nicht mal ich geglaubr."

 

Dann beim Autogasco noch die Flaschen gefüllt und los geht es der Küste entlang nach Norden ans Ende der langgezogenen Stadt zum Portada. Ein sehr imposantes Naturdenkmal an der Steilküste.

 

Ein paar Kilometer weiter stellen wir uns für die Nacht an die " Kitesurfbucht".

 

Am Morgen, noch bevor es dämmert rücken die ersten Fischer an und die Zeltler besingen und betrommeln den Sonnenaufgang.

 

Der Küste entlang durch Antofagasta, diesmal nach Süden besichtigen wir die Ruinen der Silbergiesserei, die lediglich 10 Jahre in Betrieb war, fahren anschliessend zu den Fischern ganz am Ende der Bucht und freuen uns einmal mehr über die Robben. Alois." Wo ein Fischmarkt ist und sei er auch noch so klein, sind auch die Robben zu Stelle. 

 

Gegen Abend geht's wieder zurück ins Zentrum, wo wir uns nochmal an die Paraiso Beach stellen für die Nacht.

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Fr

22

Mär

2019

Natur pur

Durch Caldera wo wir uns nur kurz umschauen und Alois eine chilenische SIM-Karte kauft in der Hoffnung besseres Internet zu haben, als mit der Worldflat von Vodafon, die uns mitgeteilt haben, dass sie auf die Netzwerke keinen Einfluss haben. " Super, Danke, denen werde ich aber nochmal schreiben," meint Alois. Wir haben zum Teil sogar in Städten, wo jedermann am Surfen ist, keine Verbindung.

 

Der Küste entlang geht es weiter durch den Nationalpark, den wir sogleich durchqueren, denn das Licht ist gegen Abend sehr gut und wir denken am Morgen wird es ohnehin wieder neblig sein.

 

In Taltal stellen wir uns schliesslich an die Promenade, wo es nachts ruhig, aber am anderen Tag zwar keinen Nebel, dafür viel Lärm von der Grundschule gleich neben uns gibt. 

 

Also weiter auf der Ruta 1, zum Teil ist sie sehr gut ausgebaut, aber auch wieder holperig und sandig.

 

Wir sind erstaunt in dieser lebendsfeindlichen Wüstenregion soviele kleine Weiler zu entdeciken, in denen sich Fischer niedergelassen haben. 

 

Wir werden mit grandiosen Ausblicken belohnt. Am Nachmittag stellen wir uns auf ein Plätzchen mit kleinen vorgelagerten Felsen, auf denen sich hunderte Seevögel und Robben tummeln und geniessen das Rauschen des Meeres.

 

Nach einer nur von der Meeresmusik begleiteten Nacht, fahren wir die letzten spannenden Kilometer entlang des Pazifik, bevor wir uns quer durchs Gebirge, nach kurzer Zeit auf 1700 m befinden. Alois meint:" Hoffentlich ist die Strasse durchgängig,"  denn kein einziges Auto begegnet uns. 

 

Zuoberst hindert uns tatsächlich ein Mann und Schild an der Weiterfahrt. " Wo wollt ihr hin?" " Nach Antofagasta." Er versucht seinen Kollegen per Funk zu erreichen. Nach 5 Minuten gelingt ihm das endlich, der hat wohl geschlafen, bei soviel Verkehrsaufkommen und wir bekommen das OK für die Durchfahrt der Baustelle.

 

Die Temperatur steigt rasant und als wir die Ruta 5 erreichen und die paar Kilometer zurück zur Hand fahren, sind es bereits 33 Grad und das Atmen fällt bei der trockenen Wüstenluft richtig schwer.

 

Antofagasta, "die Perle der Nordens", wie die Einwohner ihre Stadt selber bezeichnen, ist schnell erreicht, wir stellen uns an den Playa Paraiso und erkunden erstmal die lebhafte Stadt, mit ihrem grossen sozialen Gefälle.

 

Später steige ich zum ersten Mal in den erfrischenden Pazifik, denn bald schon werden wir den Ozean für längere Zeit hinter uns lassen.

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Di

19

Mär

2019

In der Wüste im Norden Chiles

Der Küste entlang geht es hier nicht weiter. Also die 40 km hoch auf die Ruta 5 bis Vallenar, aber da sofort die 50 km durch ein sehr fruchtbares Tal wieder an die Küste nach Huesco wo die Ruta del Desierto beginnt.

 

Links der tosende Pazifik mit seinen Klippen und rechts die Sandwüste. Nach einer Stunde Fahrt stellen wir uns irgendwo zwischen die Felsen ans Meer und lauschen über Nacht der Brandung.

 

Weiter geht es auf der gut ausgebauten Strasse durch die Wüste, bis wir Bahia Inglesia erreichen, ein Touristenstädtchen, in dem im Sommer wohl der Teufel los ist.

 

Platz für uns zum Stehen gibt es jetzt in der Nachsaison zur Genüge. Wir müssen uns erst an den weissen Sandstrand, der die Augen fast blendet, gewöhnen, bevor wir uns ins Dorf begeben.

 

Die Preise in den Restaurants sind jenseits von Gut und Böse, aber das ist ja in St. Tropez auch nicht anders.

 

Wie üblich hebt sich der Nebel am Nachmittag und wir können einen herrlichen Sonnenuntergang und Mondaufgang bestaunen.

 

Um 22 Uhr spaziert eine Chilenische Familie an uns vorbei, die ebenfalls mit dem Camper hier übernachten. Es sind ganz liebe und wir unterhalten uns die nächste halbe Stunde über Land und Leute. Es geht tatsächlich immer ein bisschen besser mit meinem Spanisch.

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So

17

Mär

2019

Delfine und Co

Schnell sind wir unten an der Küste in Punta Choros.

 

Wir müssen eine knappe Stunde warten, bis sich wieder genügend Leute (12) für eine Bootstour zu den drei vorgelagerten Inseln eingefunden haben. Kosten für die dreistündige Bootsfahrt mit dem Einlass in den Naturpark betragen 21 Euro.

 

Die Zeit bis zur Abfahrt vergeht wie im Fluge, beim Zuschauen der Fischers Leut und den sich um die Abfälle streitenden Möwen.

 

Mit 11 Passagieren legt das Boot bei vorerst noch recht ruhiger See ab. Wir sind begeistert. Die Delfine führen ihre Künste rund um unser Bötchen auf, tauchen unten durch und ennet des Schiffchen wieder auf.

 

Die kleinste Insel, La Damas dürfen wir nach dem Vorzeigen des Tickets und dem Lauschen der Ausführungen des Rangers betreten und bewandern. Sehr viele verschiedene Vogelarten leben hier oder machen auf ihrer Reise einen Zwischenstopp.

 

Ganz nah fahren wir danach an der Insel Choros vorbei, unser Guide zeigt uns die manchmal gut getarnten Tiere in den Felsen. Die See gerät mehr und mehr in Bewegung, was das Fotografieren massiv erschwert. Alois findet:" Wir können froh sein, wenn wir wieder heil an Land kommen," und ich bin froh im Vorfeld eine Reisetablette gegessen zu haben.

 

Nach dem wir wieder ruhig stehen können, fahren wir 18 km der Küste entlang und stellen uns für die Nacht ins nächste Fischerdörfchen, namens Caleta Chaneral de Aceituno.

 

Das Chilenische Pärchen, das mit ihrem Camper neben uns parkt, gibt uns gute Tipps für die Weiterfahrt nach Norden.

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Sa

16

Mär

2019

Der Küste entlang auf der Ruta 5

Am Morgen gibt es keinen schönen Sonnenaufgang, der Hochnebel ist wieder da.

 

Weiter die Küste nordwärts peilen wir Guanaquenos. Das kleine Fischerstädtchen ist im Sommer sicher auch überfüllt. Nun aber können wir uns unseren Uebernachtungsplatz aussuchen und stellen uns auf den grossen Parkplatz am Strand, neben dem Hafen.

 

Die Pelikane und die Seelöwen warten beim kleinen Fischmarkt auf Abfälle. Wir können die „ Flugsaurier“ aus nächster Nähe beobachten. Es müssen an die Hundert sein. Die Landungen und die Starts auf dem Wasser sehen anstrengend aus.

 

Ein Chilenischer Radfahrer, der von Kolumbien nach Süden unterwegs ist, erklärt uns, auf meine Nachfrage, dass er ebenfalls auf der Ruta 5, der Zahlautobahn unterwegs sei. „ Ich muss keine Maut zahlen, denn eine andere Strasse Richtung Süden gibt es ja nicht.

 

Gegen Abend hebt sich der Hochnebel und wieder erwartet uns eine sternenklare Nacht. Leider ist am Morgen der Nebel wieder da.

 

Auf der Ruta 5, der chilenischen Panamericana, fahren wir nach Serena. Dort gibt es eine Münzwäscherei. Nach der Grosswäsche sehen wir uns die Innenstadt an. Hier gibt es noch Häuser aus der Kolonialzeit, richtig schön.

 

Wir lassen uns abschleppen, in ein Terrassen-Restaurant mit Blick auf einen der Plätze mitten in der Altstadt. Ausgerechnet hier oben und während wir auf unser Mittagessen warten, bebt die Erde. Ich stehe schon halb, will flüchten, da hält mich der Tischnachbar hinter mir fest, meint:“ Nur ruhig, es ist schon vorbei.“ „Woher wollen sie wissen, dass das vorbei ist, vielleicht ist das ja auch der Anfang.“ Er lacht: „ Das ist halt Chile.“

Irgendwie bin ich froh, als wir gegessen haben und wieder auf festem Boden stehen.

 

Auf der Weiterfahrt über einen kleinen Pass, ist der Nebel weg und die Sonne strahlt vom Himmel. „ Wollen wir wirklich wieder runter an die Küste nach Punta de Choros?" Wollen wir. Aber zuerst stellen wir uns noch für die Nacht zu den Guanakos, den Hasen und den Füchsen.

 

 

In der Dämmerung, lässt der Wind nach und leider legt sich auch da wieder die Nebeldecke über uns.

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Do

14

Mär

2019

Los Libertadores

Bevor wir den Grenzübergang Los Libertadores nach Chile auf 3200m erreichen passieren wir den Puente del Inca der uns vorallem durch seine Farbenpracht beeindruckt.

 

Auch den Aconcagua, den höchsten Berg Südamerikas, der noch auf Argentinischer Seite liegt, können wir mit vielen anderen Touristen bestaunen und fotografieren.

 

Die Piste über den Pass " verpassen" wir, ich bin nicht unglücklich darüber, denn ich habe auch auf der gut ausgebauten Strasse beim Aufwärtsfahren das Gefühl wir fahren abwärts." Du bist wohl höhenkrank und dadurch etwas wirr im Kopf." " Muss so sein."

So passieren wir das letzte Stück bis zur Grenze per Tunnel.

 

"Die kontrollieren aber die Autos sehr genau." " Ups nicht so gut."

Richtig giggerig stürzen sich eine Zöllnerin und ein Zöllner in unser Womo und nehmen es fast auseinander. Die Opferkartoffel und Birne ist schnell weg, aber was die noch alles finden. Zeugs das wir nicht mal mehr auf dem Schirm hatten. Alte auf der Schiffsreise in Brasilien gekaufte, nicht geröstete Erdnüsse. Auch die gefroreren Heidelbeeren aus Chile und die Feigen sind weg. Die gekochten Eier zertütscht Alois jedes einzelne. Das Aronia, Moringa und Artemesia lassen sie uns nur nach langem Diskutieren. Sowohl der Alkoven und das hintere Bett werden inspiziert. Alois räumt danach die halbe Garage aus. Den Wein aus Italien, den wir immer noch mitschleppen, lassen sie uns. " Zum Glück haben wir in Mendoza keinen Wein eingekauft." Da sie alles finden, wo es hingehört, lassen sie uns nach 3/4 Stunden, mit den Worten:" You makes a good job",  ziehen. Nachdem alles wieder eingeräumt ist, fahren wir die Serpentinenstrasse runter und erreichen bald Los Andes.

 

Nach einem kurzem Zwischenstopp, wir entscheiden uns definitiv dafür, nicht nach Santiago de Chile und Valparaiso zu fahren, wenden wir uns auf einer auf unserer Karte noch als Piste gekennzeichnete Strecke durch ein Tal nach Norden. Die Strasse ist jedoch völlig neu asphaltiert. Nach 60km und wieder auf 1200m Höhe stellen wir uns irgendwo ins Nirgendwo. 

 

Wir wähnen uns in Marokko, hören von weit her Ziegen, Kühe und Hähne, einziger Unterschied wir werden absolut von Niemandem behelligt.

 

Nach der sternenklaren Nacht fahren wir das Tal runter, passieren einige typische, nicht touristische Dörfer, viel Landwirtschaftsland, kaufen neues Gemüse und Früchte ein und erreichen die Ruta 5 auf der wir entlang des Pazifik unter der Hochnebeldecke bis nach Los Vilos fahren, ein sehr touristischer Ort. Die Saison ist jedoch vorbei, die Strandrestaurants kämpfen um Gäste und das Parken und Uebernachten an der Strandpromenade ist daher überhaupt kein Problem.

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Di

12

Mär

2019

Kontrastprogramm

Wir fahren nach dem Mittag los, finden die RP 52 auf Anhieb. Die ersten 30 km alles geradeaus auf der Betonstrasse.

 

Was wir vor uns in den Bergen sehen ist wettermässig nicht gerade erbauend und tatsächlich da wo die befestigte Strasse aufhört und sich die schmale kurvenreiche Piste den Berg hochschlängelt sind wir voll im Nebel. Nicht nur, dass wir nichts von der wohl imposanten Kulisse sehen, auch die Piste mit den kantigen von den Felsen runtergefallenen Steinbrocken erahnt Alois mehr, als er sie sieht. Vielleicht ist das auch besser so, denn auf der anderen Seite ist der Abgrund manchmal gefährlich nah und die Piste zum Teil „ ausgelatscht“.

 

Wir überlegen uns, im Nebel auf einem Plätzchen die Nacht zu verbringen und den morgigen Tag, der hoffentlich besseres Wetter bringt abzuwarten. Fahren dann aber doch weiter.

 

Nach ca. 20 Kilometer, auf 2500 müM lichtet sich der Nebel plötzlich und wir sehen unter uns ein tolles Nebelmeer und staunen über die zahlreichen Guanakos, die ebenfalls die Sonne geniessen. Die letzten haben wir gesehen, bevor wir auf die Ruta 7 gefahren sind.

 

Auf 2600 m stellen wir uns auf ein Plateau, geniessen die letzten Sonnenstrahlen, bevor eine eiskalte Nacht, mit dem nun nebelfreien Blick auf das Lichtermeer im 50 km entfernten Mendoza und dem tollen Sternenhimmel über uns, hereinbricht.

 

Wir haben in dieser Höhe erstaunlich gut geschlafen. Alois verspürt am Morgen lediglich einen leichten Druck im Kopf. Mit der Sonne kommt auch schnell die Wärme.

 

Wir trauen unseren Augen nicht, sogar Pampastrausse entdecken wir auf 2800m Höhe.

 

Endlich haben wir so viele Kurven hinter uns, wie das Jahr Tage hat und passieren den höchsten Punkt auf knapp 3000 m Höhe, das Cruz del Paramillo. Hier stand bereits der ebenfalls von dieser Bergwelt begeisterte Charles Darwin, der die rauhe Strecke mit dem Pferd abritt. Es steht eine Gedenktafel da.

 

Der Andenschakal, der uns hier erwartet, scheint sich diesen Punkt gezielt ausgesucht zu haben. Ich:" Der ist ja riesig, ich bleib im Womo." " Dann opfere ich mich halt, denn schliesslich wollen wir ja ein paar Fotos machen." Der Andenschakal stürzt sich auf das von Alois spendierte Brot und trägt es fort.

 

Unten in Uspallata auf 1900 m staunen wir über den Baumbestand, die vielen Cabanas, Hotels, Läden und Touristen. Wir besichtigen das kleine Museum im ehemaligen Jesuitenkloster, wo sie Gold und Silber gegossen haben sollen und stellen uns danach für die Nacht auf einen der grossen Plätze mitten im Oertchen.

 

Das Kaffee Tibel, wo sie verschiedene Requisiten vom hier gedrehten Film " 7 jahre in Tibet" ausgestellt haben, hat leider heute geschlossen.

 

Hier erreicht uns die Nachricht, dass auf der Grande America, mit der wir von Hamburg nach Montevideo während 34 Tage auf See waren, vorletzte Nacht ein Feuer ausgebrochen ist und der Frachter heute gesunken ist. Die Mannschaft und der einzige Passagier, konnten sich mittels Rettungsboot in Sicherheit bringen. Alois:“ Es wäre vermutlich nicht schlecht, wenn wir für der Rückfahrt eine Versicherung abschliessen würden.“

 

So ruhig wie letzte Nacht wird es in Uspallata nicht sein, denn wir sind nun auf der RN 7, die von Mendoza kommend über die Anden nach Chile führt und wie es scheint sind die Lastwagen auch nachts unterwegs.

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Mo

11

Mär

2019

Chiles und Argentiniens Städte

Die Städte und Dörfer in Chile und Argentinien sind wirklich quadratisch, praktisch und gut.

 

Die Strassen verlaufen alle geometrisch gerade. Fast alles sind Einbahnstrassen, eine Querstrasse in die eine Richtung und eine Querstrasse weiter umgekehrt. Das wechselt sich also immer ab.

 

Nachdem wir die kleinen Pfeile an den Kreuzungen gesehen und auch richtig gedeutet haben, fahren wir fast nie mehr in die den Gegenverkehr und biegen auch nur noch selten falsch ab. So entgehen wir mehrheitlich einem Hupkonzert.

 

 

Auch zum Durchlaufen der Städte ist diese Stadtplanung ideal, man kann sich praktisch nicht verlaufen.

 

Nun nachdem wir Mendoza auf Herz und Nieren studiert haben und sich zwischen den Wolken immer mal wieder ein bisschen blau zeigt, nehmen wir die kurvenreiche Strasse Richtung Uspallata unter die Räder, zumal während der Siestazeit die Strassen leergefegt sind.

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So

10

Mär

2019

Mendoza

Bereits bevor wir in Mendoza eintauchen, zeigen uns die Plakate, dass hier zurzeit, das alljährlich, mehrere Tage dauernde Weinlesefest stattfindet. Ob das gut für uns ist?

 

Dank IOverlander finden wir den kleinen Gasfüllbetrieb in einer Seitenstrasse auf Anhieb. Flasche rein in den Laden und nach einer Viertelstunde frisch befüllt wieder raus.

 

Was nun? Freistehen in der Grossstadt möchten wir nicht und die Campings liegen zu weit draussen. Wieder dank IOverlander finden wir den zentral gelegenen, eingezäunten und ständig überwachten Parkplatz mit Super W-Lan, in den wir auch mit unserem hohen Camper reinfahren können und für 24 Stunden 300 Peso/ 6.60 Euro bezahlen. Genau das Richtige für uns.

 

Die Engländer die neben uns geparkt haben, erklären uns das Festprogramm und so marschieren wir die 500m an die Avenida San Martin wo sich am heutigen Internationalen Frauentag eine friedliche Kundgebung von über Tausend Teilnehmern mit Plakaten und Sprechgesang für Frauenrechte, legale Schwangerschaftsabbrüche und weiteren Forderungen, begleitet durch viel Polizei, langsam durch die abgesperrte Strasse bewegt.

 

Wir setzen uns schliesslich in eines der zahlreichen Strassenrestaurants unter einen "Sonnenschirm", die Schirm und Pellerinenverkäufer machen gute Geschäfte. Essen obligatorisch, dafür gute Sicht auf die zu erwartende Parade.

 

Um 22.00 Uhr geht es los. Die Polizeimusikkapelle und einige Reiter eröffen das Spektakel, gefolgt von den prächtig geschmückten Wagen mit den Weinköniginnen aus den verschiedenen Regionen. Als wir nach Mitternacht, ziemlich durchgefroren zu unserem rollenden Heim zurückkehren ist die Parade immer noch im Gange. 

 

Am Samstag sehen wir die prächtige Stadt mit ihren breiten Strassen und Plätzen, den über 45'000 schattenspendenden Platanen, den zahlreichen Strassencafes, mit ihrem ein bisschen an Aix-en-Provence erinnernden Flair, auch bei Tageslicht. 

 

Mendoza wurde schon mehrfach von immer wiederkehrenden fürchterlichen Erdbeben fast gänzlich zerstört. Deshalb sind die Häuser eher niedrig gehalten, fast keine Häuser aus der Kolonialzeit erhalten, grosse Plätze als Fluchtpunkte entstanden und die Avenidas sehr breit.

 

Der Umzug dauert über 5 Stunden. Die Gauchos aus den verschiedenen Regionen, mit ihren Pferden und Wagen faszinieren uns am meisten. Auch Kinder, die wohl bereits im Sattel geboren wurden, reiten wie selbstverständlich durch die Menge.

 

Mendoza gefällt uns sehr gut, also gedenken wir hier zu bleiben, bis sich die Sonne wieder zeigt und wir uns über die Anden nochmals nach Chile aufmachen werden.

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Fr

08

Mär

2019

Canon Atuel und Grande Canon

So jetzt aber rein in den Canon Atuel. Von 1500m geht es immer entlang des Rio Atuel, des an verschiedenen Stellen zur Stromproduktion gestauten Flusses, runter auf knapp 800m. Die Piste ist zumeist breit und trotz der zahlreichen Touribusse und anderen langsam fahrenden Touristen sehr gut befahrbar, denn es gibt ja soviel zu sehen und die Fahrt ist entsprechend entspannt. 

 

Mitten im Canon Atuel stellen wir uns für die Nacht auf einen Picknickplatz unter die Bäume. Es ist 35 Grad warm. Ziemlich genau um 16.30 Uhr schwingen sich die Kondore auf und ziehen ihre Kreise über uns. Wir zählen mindestens 8 Stück. Nach 17 Uhr gibt es keine vorbei fahrenden Autos mehr, wir sind allein und es ist erstmal absolut ruhig. Einfach herrlich.

 

Leider zieht sich der Himmel später zu, ein gewaltiges Gewitter mit Hagel und Regen entlädt sich über uns und anderntags ist es so ziemlich vorbei mit der Sonne und die Temperatur beträgt gerade mal 15 Grad.

 

Bevor es wieder runter in den Grande Canon geht, schlängelt sich die Piste nach oben. 

Wieder in der Schlucht geht die Piste in eine Asphaltstrasse über. Hotels, Restaurants und Cabanas links und rechts der Strasse und viele junge Touristen, die sich bei Riverrafting, Klettern und sonstigen Aktivitätigen vergnügen.

 

Von hier aus einen herzlichen Gruss und Dank an Schorsch aus der Schweiz, den wir in Urugay kennen gelernt haben. Er hat uns den Tipp mit den Canons gegeben. Der Abstecher in die Canons war für uns ein tolles Erlebnis.

 

Raus aus der Schlucht erstmal wieder Pampa und später Weingüter. Unser Plan in San Rafael die Gasflasche befüllen zu lassen geht auch nach mehrmaligem Fragen nicht auf, also fahren wir 200 km weiter nach Mendoza.

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