Aktuelles

Fr

15

Dez

2017

Palermos Plätze und Gassen

Am Morgen bekommen wir Meldung von unseren Tessiner Freunden. Sie seien wegen des Sturms , erst um 06.00 Uhr mit der Fähre in Genua gestartet und kämen am Samstag Morgen in Palermo an. "Gute Reise und einen guten Magen."

 

Wir geniessen den warmen Sonnentag mit dem Erforschen der Plätze, Gassen und Sehenswürdigkeiten. Palermo ist sehr reizvoll. Einiges ist fast autofrei und der Stress mit den hupenden Autos hält sich dementsprechend in Grenzen. Auch auf den vielbefahrenen Strassen werden wir langsam zu Sizilianern, vorallem Alois, der fleissig seine Klingel benutzt und auch ab und an einen Autofahrer beschimpft.

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Do

14

Dez

2017

Gar nicht so einfach

Frohen Mutes schwingen wir uns, mit den Weihnachtspäcklein, auf die Räder um die ausgegoogelte Post anzufahren.Ich: "Mein Fahrrad eiert immer mehr, das fühlt sich gar nicht gut an." Alois:" Dein hinterer Pneu ist lädiert, wir müssen einen Velomech suchen." Ich: " Die Post hat Vorrang."

 

In der Post gibt es sicher ein Dutzend Schalter und ganz, ganz viele Leute. Man sollte ein Ticket ziehen, geht aber nur mittels Handy und App. Wir stehen eine Viertelstunde blöde rum, schliesslich kapere ich einen Schalter und verlange nach Schachteln, die ich da auf dem Tresen liegen sehe. " Nein die gehen nicht, die sind nur für Italien." Dann macht sie sich auf die Suche nach internationalen Schachteln. Nach 10 Minuten ist sie wieder da. " Ich habe nur noch zwei." Eine andere Schalterbeamtin mischt sich ein:" Für die Schweiz gehen die sowieso nicht, die sind nur für die EU." " Aha und jetzt?" " Packen sie sie in eigene Schachteln und kommen dann wieder." " Super Danke." Nun ist guter Rat teuer.

 

Alois:" Jetzt erstmal Kaffee und dann zum Velomech."  Wir werden zuerst in die falsche Richtung geschickt, dann wieder zurück in die Stadtmitte. Für die schönen Gebäude und Plätze haben wir fast keinen Blick, es heisst sich konzentieren bei diesem Verkehr. 

 

Auf dem Weg zum Mech sehen wir einen  "Pakete in alle Welt Versand". Also rein, wir werden sehr freundlich empfangen und bedient:" Natürlich schicken wir ihre Pakete in die Schweiz und auch wie gewünscht, eines nach Japan." Es wird richtig, richtig teuer und ob sie rechtzeitig ankommen ist fraglich. Ich frage mich, ob sie überhaupt ankommen. Aber was soll's, weg ist weg. Alois:" So machen wir das nie mehr. Nächstes Jahr werden die Päckli vorgängig bereit gemacht und persönlich übergeben." " Du hast ja recht, aber bis jetzt, hat das immer gut und günstig mit dem Verschicken funktioniert, egal ob in Ungarn, der Türkei oder sonstwo." " Ja Schatz, aber hier sind wir in Italien." 

 

Nach drei weiteren Malen nachgefragt erreichen wir im alten Zentrum, die via Diviso oder von uns auch Velomechstrasse genannt. Da wird uns schnell und kompetent ein neuer Pneu montiert und die Speichen werden auch noch nachgezogen, da das Rad schräg drin war und darum wohl der "Schwalbe" kaputt ging. Er schickt mich zum Probefahren und ich bin echt glücklich. Super Arbeit und das Ganze für insgesamt 10 Euro. Die Welt ist wieder in Ordnung. 

 

Den zweiten Kaffe geniessen wir entspannt, haben nun endlich Lust und Musse die Gegend und die Menschen um uns rum zu beobachten.

 

Die Heimfahrt im Dunkeln ist abenteuerlich und wir sind echt froh, gesund und munter den Stellplatz zu erreichen. 

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Mi

13

Dez

2017

Palermo

Nachdem wir die Schneestürme von England bis Norditalien im TV gesehen haben, sind wir mit dem hier tobenden Föhnsturm richtig zufrieden.

 

In San Nicola sind wir mal wieder zur falschen Zeit im Ort unterwegs, alles geschlossen. Später mögen wir nicht mehr nach draussen, da der Sturm erneut an Stärke zulegt.

 

Obwohl sich heute der Sturm gelegt hat, entscheiden wir uns nach Palermo zu fahren, wo es grosse Geschäfte gibt. Die Weihnachtseinkäufe für unsere 9 Enkel sollten wir nicht mehr weiter nach hinten schieben. Im Forum Palermo werden wir fündig. Morgen werden die Päckli gemacht und dann ab auf die Post. Wenn wir Glück haben erreichen sie die Ziele noch vor Weihnachten.

 

Auf dem bewachten Stellplatz für 15 Teuro, warten wir auf unsere Tessiner Freunde, die am Freitag Abend mit der Fähre hier in Palermo ankommen werden.

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Mo

11

Dez

2017

Gar nicht so lustig

Die Sonne scheint, aber es stürmt, wir wollen weiter. Heute mal per Autobahn mit dem Ziel Cefalu. Das soll ein nettes Städtchen sein.

 

Es bläst uns beinahe von der Bahn. Tunnels und Galerien wechseln sich in kurzen Abständen ab. Ich:" Denkst du nicht, es wäre besser die Küstenstrasse zu benutzen? Dort unten ist es sicher windstiller." Aiois:" Das glaube ich zwar nicht, aber dein Wunsch sei mir Befehl." Auf der Küstenstrasse gibt es nicht weniger Wind und eigentlich ist es schlimmer, da die Strasse schmaler ist und wir Gefahr laufen die Leitplanke zu touchieren, wenn uns eine Böe zur Seite drängt. Aber schöner ist es trotzdem entlang der Küste.

 

Zum Rasten finden wir einen einigermassen geschützten Parkplatz. Blickt man über den Abfall hinweg, ist die Aussicht wunderschön.

 

Gegen Abend treffen wir in Cefalu ein. Einmal wenden an Ort, kein Durchkommen möglich und dann durch die ebenfalls schmalen, vollgeparkten Strassen auf den grossen Parkplatz. Die wollen doch tatsächlich 15 Euro für's nur Stehen, ohne jeglichen Service. Das wollen wir nicht, also fahren wir auf der SS113 weiter auf der Suche nach einem geeigneten Parkplatz.

 

Es ist bereits stockdunkel, als wir Campofelice di Rocella erreichen und uns in einer nicht vorher angezeigten Sackgasse festfahren. Eine Viertelstunde später und nach zehnminüter Rückwärtsfahrt auf schmalstem Strässchen stehen wir endlich auf der Strandstrasse.

 

Trotz der Hubstützen rüttelt und schüttelt der Camper, gemütlich ist anders. Aber wenigstens gibt es keine hohen Bäume in unserer Nähe. 

 

Um 23.00 Uhr sollte der Sturm etwas nachlassen, wir merken nichts davon. Irgendwie war dieser Tag gar nicht so lustig.

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So

10

Dez

2017

Geruhsamer Tag in Milazzo

Wir nehmen's gemütlich. Kein Stromboli und keine Delfine zu sehen.

 

Später laufen wir in die Stadt, finden ein von aussen unscheinbares Lokal, das sehr gut und ausschliesslich von Einheimischen besetzt ist. Wir geniessen, wie alle anderen auch, leckere Fischspeisen zu normalen Preise.

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Sa

09

Dez

2017

Hin und her

Viel Verkehr in der Nacht. Wir hoffen, dass wir durch unsere Anwesenheit niemanden stören. Am Morgen gibt es einen Sack Orangen von einem Coiffeur, der früher in Lausanne gearbeitet hat. Danke vielmal.

 

Ich möchte auf einen Stellplatz auf dem wir des nachts Ruhe haben. In Vigliatore ist einer offen. Der Besitzer ist sehr freundlich, doch ein paar Kilometer nach rechts, nur Ferienwohnungen, ansonsten alles zu und danach einige Kilometer nach links. In Tonarella ist wenigstens ein Kaffee offen. Es dunkelt wir machen uns mit den Rädern auf den Heimweg. Wie gewohnt gehen um diese Zeit die Läden auf und die Restaurants öffnen ebenfalls ihre Pforten. Nun gut, wir mögen es wie bereits schon mal erwähnt nicht bei Dunkelheit auf der Strasse zu sein. 

 

Zu ruhig, also weiter über Hügel mit herrlichen Ausblicken auf die Küste. San Giorgio sieht nett aus. Auch gibt es genügend Platz um zu stehen. Beim Kaffee studiert Alois die Zeitung und " liest" darin, dass der Stromboli spukt.  Im Internet per live Webcame sieht man kleine Eruptionen. Wir nehmen die Autobahn zurück nach Milazzo, hoffen wir doch etwas vom Ausbruch zu sehen.

 

Ganz zuvorderst auf dem Cap Milazzo stürmt es gewaltig, sehen tun wir nichts vom Stromboli, wenigstens schaffen wir es zurück zum Camper, bevor wir verregnet werden. Auf unserem " Stammplatz" richten wir uns für die Nacht ein und staunen nicht schlecht, als ein paar Delfine vor uns eine Show darbieten. Schade nur ist es für Fotos bereits zu dämmrig.

 

In der Nacht meine ich, dass ich draussen auf dem Meer etwas Helles scheinen sehe. Alois meint:" Du träumst, dann würde man auf der Live Webcame nicht nur schwarz sehen."

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Do

07

Dez

2017

Milazzo in Sizilien

Ein Opa mit seinem Enkel wartet bis wir endlich wegfahren, damit er seinen Müll entsorgen kann. Wir sind noch nicht mal ganz weg, liegen die Abfallsäcke auch schon am Strandparkplatz. Schade, auch auf dem Weg zur Strasse ist alles vermüllt.

 

Kurz darauf sind wir in Villa San Giovanni, erstehen das Ticket für 55 Euro, fahren auf die Fähre und eine halbe Stunde später sind wir auf der Insel. 

 

Wir haben uns gewundert, dass in Italien entgegen früher, gar nicht mehr soviel gehupt wird, doch in Sizilien ist das wieder so wie früher. Also bloss schnell raus aus Messina, für einmal benutzen wir dazu die Autobahn. An der ersten Ausfahrt um 2.20 Euro leichter verlassen wir diesselbe und durchqueren ein paar Dörfer. 

 

Gegenüber des Stromboli stellen wir uns auf einen grossen Parkplatz. Hier möchten wir bleiben, eigentlich. Alois meint nach einer Weile:" Ich weiss jetzt wieso die Italiener eine so lange Siesta brauchen." Pärchen um Pärchen fahren den Parkplatz an und gehen zu Werke. Wir schliessen die Jalousien, damit sie sich nicht gestört fühlen, entscheiden uns dann aber doch weiterzufahren. " Wer weiss, wie es hier abends zugeht?" 

 

Die Siesta ist um und die Strassen voll. Ich: " Irgendwann werden wir den Camper, verschmälern." Alois:" Ich möchte eigentlich schon lange mal dich fahren lassen." " Ja gern, du hängst wohl nicht am Womo." " Mir kann da auch was passieren." " Denk einfach mal zurück an die Ukraine und meine dortigen Fahrkünste." Damit ist das Thema erledigt.

 

Es dämmert bereits, als wir auf dem angepeilten Parkplatz bei Milazzo eintreffen. Uebrigens ist es sowohl am letzten Platz, wie auch hier erstaunlich sauber.

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Mi

06

Dez

2017

Luftsprünge

In der Frühe raus aus dem Camper, Blick übers Meer und ich traue meinen Augen nicht. Ich springe im Quadrat. Der Aetna in seiner ganzen Grösse direkt vor uns. Wer hat gesagt, es wäre ein schlechter Uebernachtungsplatz? Ich nehme alles zurück. Ein älterer Herr lässt sich von meiner Begeisterung anstecken. Jede Ortschaft an der anderen Küste wird mir gezeigt und erklärt. Später hält ein Italien-Schweizer bei uns. Auch von ihm erfahren wir viel über die Region.

 

So nun aber eine Wäscherei suchen. In Reggio di calabria gibt es eine die mit Self lavanderia angeschrieben ist. Aber wie schon bei den letzten Malen, sitzt eine Frau da, die mir sagt was ich wie und wo machen muss. Zwei Maschinen waschen und trocknen macht 20 Euro. Ich finde, dass das ein stolzer Preis ist, bin aber einverstanden. Ich soll sofort zahlen. Es soll dann aber 20 Euro pro Wäsche kosten, also insegesamt 40 Euro. " Wie bitte? Soviel habe ich noch nie bezahlt, für dieses Geld kann ich mir ja alles neu kaufen." Ich springe heute zum zweiten Mal im Quadrat. " Dann will ich bloss waschen." Bezahle zähneknirschend die velangten 16 Euro und warte neben den Maschinen bis die Wäsche fertig ist.

 

Ein paar Kilometer weiter, nach einmal umdrehen, wegen Niedrigbrücke stehen wir mit zwei Engländern an einem ziemlich zugemüllten Strand und lassen die Wäsche an der Luft trocknen. Alois meint zu alledem:" Das Leben ist nicht immer Schoggi." " Wenn du das sagst."

 

Später erreicht uns eine Nachricht von unseren Tessinerfreunden. Sie werden am 15. Dezemer mit der Fähre in Palermo ankommen. Zum dritten Mal an diesem Tag mache ich Luftsprünge im Quadrat. So eine freudige Ueberraschung und aller Aerger ist vergessen.

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Di

05

Dez

2017

Lazzaro

So schön es auch gewesen ist, wir müssen uns zwecks Stromproduktion bewegen.

 

In Lazzaro kommen wir erst nach einigen vergeblichen Versuchen unter der Strasse und Bahn durch. 

 

Endlich am Strand ist es zwar nicht so wie wir uns das wünschen, aber in Anbetracht des fortgeschrittenen Tages und des abnehmenden Lichtes, entscheiden wir uns unser Lager hier aufzuschlagen. Sizilien, das direkt uns gegenüber liegt, ist von Wolken verhüllt.

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Mo

04

Dez

2017

Bovalino

Laut Wetterbericht soll es heute regnen. Aber es ist uns lieber so als andersrum.

 

Beim Spaziergang durch die Ortschaft staunen wir über eine Auto-, und Menschenansammlung. " Was ist denn hier los?" " Eine Demo?" Denkste, die Schule ist aus und die in Viererreihe geparkten Autos hupen los, sobald ihre eigenen Schützlinge im Wagen sitzen. Nach einer Viertelstunde ist der Spuk vorbei und es kehrt die obiigate Mittagsruhe ein.

 

Auch wir kehren zum Camper zurück und stellen fest, dass unsere Batterien nur noch zu 25% geladen sind. " Das kommt davon, wenn man sich seit Tagen höchstens um 6 km verstellt. Also Faltmodul aufstellen und Produktion starten. 

 

Später bestaunen wir die Kunst am Himmel und erwarten den angesagten Regen, aber der ist auch um 19.00 Uhr noch nicht da.

 

Alois läuft los und besorgt uns eine Pizza. Praktisch, günstig und erst noch fein. 

 

 

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So

03

Dez

2017

Bovalino Marina

Natürlich wurden wir in der Nacht nicht mehr behelligt und die Fahrräder sind auch noch hinten oben.

 

Ueberhaupt sind wir immer begeisterter von Italien. Stehen können wir überall. Platz gibt es im Winter ohne Ende. Wir treffen stets auf freundlich grüssende und oftmals zu einem Schwätzchen aufgelegte Menschen.

 

Die grösste Herausforderung ist es, jeweils einen für's Womo passenden Uebergang auf die Strandstrasse zu finden, da zwischen Hauptstrasse und Meer die Bahnlinie verläuft. Die Tünneleli sind nie genug hoch für einen Camper. 

 

Aber wer suchet der findet und dann steht nur noch die schwierige Entscheidung bevor, wo wir uns auf dem leeren Strand hinstellen möchten. So schön.

 

In der Mittags geöffneten Pizzeria, klärt uns Italienneulingen der Kellner auf, dass es Pizza nur am Abend gibt, wie meist in ihrem Land. Wir essen Nudeln mit Meeresfrüchten ( Prima piatti)  und teilen uns einen feinen Dessert.

 

Am Strand beobachten wir die Schatzsucher und fragen nach der Ausbeute. " Hier Lira, die schenk ich dir." " Oh Danke, eine Antiquität."

 

Der Mond scheint helle, ich versuche ihn fotografisch einzufangen, was mir einfach nicht gelingen will. Alois konsultiert das Internet und der Mann im Mond ist nun fotografisch festgehalten, ein Profi. 

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Sa

02

Dez

2017

Marina di Santilario

Die Sonne zeigt sich wieder. Wir füllen den Wassertank, verabschieden uns von unseren Nachbarn und fahren entlang der Küste, auf der Suche nach einer Pizzeria.

 

Fast jedes dritte Haus ist mit Pizzeria angeschrieben, aber geöffnet hat keine, oder wir entdecken keine solche.

 

Kein Problem für uns, wir ersetzen das gestern Gefutterte und finden in Marina di Santilario die kleine Strasse an der wir die Bahnlinie überqueren können. 

 

Dort stellen wir uns an's Meer und kochen Zuhause. 

 

Um 20.00 Uhr klopft es an's Womo. Zwei junge Marokkaner fragen nach Wasser?!?!

" Hoffentlich sind die nicht gekommen, um uns auszuspionieren."

 

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Fr

01

Dez

2017

Faulenzertag

Grau in grau zeigt sich der Himmel, dazwischen immer mal etwas Regen.

 

Kurze Begegnung mit unseren Nachbarn, ansonsten wird geruht, fern gesehen, gegesssen gelesen, geinternetet und zwischen den Mahlzeiten genascht.

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Do

30

Nov

2017

Ueber die Berge

Um 1.30 Uhr, die Böen sind bei 19 Grad immer stärker geworden und die riesigen Palmen um uns rum knacksen verdächtig, lässt sich Alois erweichen, die wohl schönste Kulisse auf unserer Reise zu verlassen und einen Parkplatz mit niedrigen Bäumen anzusteuern. Ich:  " Direkt vor uns liegt eine tote Ratte." Alois leicht entnervt:" Muss ich jetzt nochmal umparken?" " Nein, natürlich nicht, ich sag's ja bloss." Dank den Stützen rüttelt es im Camper drin nur mässig und Ruhe kehrt ein.

 

Was machen wir denn nun? Es soll in den nächsten Tagen auf dieser Seite der Küste mehr oder weniger regnen, auf der anderen Seite nur zwei Tage. Den Stromboli sehen wir nicht mal mehr ansatzweise und der Sturm scheint sich auch nicht zu legen. Alois:" Wir müssen jetzt schauen gehn, ob die Palmen am Parkplatz noch stehen." " Bitte nicht, das würde bedeuten, nochmals ganz rum um Tropea zu kurven, denn zurück geht ja nicht."

 

Wir schauen uns auf Google maps eine Strecke aus, die relativ gerade an die andere Küste führt. Mal schmal, mal breit aber immer kurvig, leitet uns das Navi in die Berge. Erstaunlich viel Verkehr auf den Strassen. Alois." Wir sind wohl eine Stunde zu früh unterwegs."

 

Wir durchqueren eine landwirtschaftlich gut bewirtschaftete Hochebene, fahren durch Vibo Valentia mit seiner Burg, kommen wieder runter auf 135 m ü. Meer, wo kein Lüftchen weht und dann in Vazzano ein Verbotsschild mit dem Hinweis "Strada chiuso". Da ist guter Rat teuer. Wohin sollen wir uns denn nun wenden? Die Tante aus dem Navi bietet uns keine andere Strecke an, also Augen zu und durch.

 

Die ersten Kilometer kein Problem, vereinzelte Fahrzeuge sind ebenfalls hier unterwegs. Wir lassen, wie immer wenn irgend möglich, einen eiligen Fahrer vor. Einen Kilometer weiter dann ein "Achtung Gefahr" Schild mitten auf der Strasse. So, so wir wollen bereits drum rum fahren, da sehen wir den Ueberholer von vorhin auf einem Seitensträsschen, eher Piste stehen. Er steigt aus, ruft uns zu, die Strasse sei geschlossen und wir sollen ihm folgen. Ich: " Der könnte uns auch in einen Hinterhalt lotsen." Alois: " Mal sehen." und fährt ihm nach. Abenteuerlich, aber gut erreichen wir wieder die Strasse. Unser Vorfahrer winkt uns zu und weg ist er. Herzlichen Dank. Alois meint:" Hätten wir ein Bimobil, würdest du sagen, Gottseidank, hier wären wir sonst nie durchgekommen." " Ja, ja wir haben ein tolles Womo."

 

Wieder hoch auf 800m.ü.M. und dann runter nach Soverato ans ionische Meer. Der beschriebene Stellplatz ist nicht anfahrbar, Baustellen.

 

Also weiter der Küste entlang nach Isca Marina wo wir uns auf einen Parkplatz am Strand zu einem Deutschen Pärchen gesellen, das ebenso wie wir seit 2012 im Womo lebt und ständig unterwegs ist. Der Gesprächsstoff ist vorprogrammiert.

 

Es ist um 21 Uhr immer noch 20 Grad warm und windstill. War wohl eine gute Entscheidung.

 

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Mi

29

Nov

2017

Tropea

Wir sehen des Morgens ganz schemenhaft den Stromboli in der Ferne. Henning war doch ganz nah dran. Da wollen wir auch hin.

 

Also rum um die Bucht und auf teils sehr schmalen Strassen, die Autobahn lassen wir links liegen, rein nach Tropea.

 

Wir landen mitten in der Altstadt und schaffen es nach einer abenteuerlichen Durchquerung und Wendung, doch noch runter zum Hafen und fahren entlang der Felsen zu den Stellplätzen, alle geschlossen. Zurück geht nicht, Einbahnstrasse, also wieder rauf und rein in die Altstadt. 

 

 

Jetzt wo wir schon zum zweiten Mal oben sind, durchstreifen wir die Altstadt mit ihrem morbiden Charme. Beim Blick in die Tiefe machen wir " unseren Stellplatz" für die heutige Uebernachtung aus.

 

Als sich die Italiener aus ihren Häusern wagen, es ist 16 Uhr vorbei, ziehen wir uns in unser Schneckenhaus zurück, denn es wird kühl und der Wind frischt auf.

 

Nochmals quer durch den Ort und runter zum Hafen auf den auserwählten Platz, direkt neben der Inselkirche. Hier gefällt es uns ausnehmend gut. 

 

Ein freundlicher Einheimischer, der mal Grenzer in Chiasso war, erklärt uns, dass Tropea im Sommer aus allen Nähten platzt. Im Winter gerade mal 7400 Einwohner, im Sommer 240'000 Menschen, aus aller Herren Länder. Russen, Japaner, Chinesen, Franzosen, und lächelnd setzt er hinzu, auch Schweizer.

 

Direkt neben uns gibt es eine Pizzeria, in die wir später, wir lernen, einkehren.

 

Uebrigens den Stromboli sehen wir von hier, zwar grösser, aber auch bloss schemenhaft.

 

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Di

28

Nov

2017

Ein paar Kilometer nach Falerno

Einmal links und einmal rechts der Küste entlang, das reicht. Uns zieht es weiter.

 

Eigentlich möchten wir nach Paola, sind aber bereits vorbei ehe wir es richtig bemerken.    " Was soll's , es gibt sicher noch andere Möglicheiten sich an's Meer zu stellen." 

 

In Amantea gibt es tatsächlich einen Lidl, in den es uns fast magisch hineinzieht. Einige Artikel sind sogar in Deutsch angeschrieben. Wir schlagen zu und decken uns mit Nötigem und Unnötigem ein, ganz nach dem Lustprinzip.

 

Links die bebauten und bewaldeten Hügel, rechts die Bahn und das Meer fahren wir weiter bis Falerno. Da gibt es zwei grosse Parkplätze, aber ohalätz, was sind denn das für Schilder? " Jetzt haben wir doch heute früh mit unserem deutschen Nachbarn auf dem Stellplatz, die italienische Toleranz gegenüber uns Womobilisten gelobt und dann das." Alois:" Also ich stell mich da nicht hin." Einige Kilometer weiter stehen wir dann am Meer und das ganz ohne Tafeln.

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Mo

27

Nov

2017

Sonne und Wind

Wusch und die Wolken sind wieder weg, aber der Wind sorgt für die nötige Frische. Die 16 Grad fühlen sich höchstens wie 10 Grad an. Spannend sind die Wellen die sich auf dem Strand brechen.

 

Trotz des Windes wenden wir uns heute per Rad nach rechts. Cirella ist nun wirklich echt verschlafen. Wir haben Glück ist wenigstens ein Restaurant offen, welches uns Frisches aus dem Meer serviert.

 

 

Rauf auf den Hügel mit seiner ausgestorbenen mittelalterlichen Stadt mögen wir nicht, fürchten wir doch, dass es uns vom rechten Weg weg wehen könnte.

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So

26

Nov

2017

Samichläusle

In Diamante tobt sich ein gewaltiges Gewitter über uns aus. Später kommt Sturm und noch mehr Regen dazu.

 

Wir igeln uns ein, drehen die Heizung hoch, zünden Kerzlein an und feiern mit Nüssen, Schokolade und Früchten ein verfrühtes St. Niklaus Fest. 

 

Auch mal ganz schön, so ein Tag im Schneckenhaus.

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Sa

25

Nov

2017

Diamante

Wir sind immer noch in der gleichen Gegend. Es reiht sich Camping an Camping und Sosta Camping an Sosta Camping. Die meisten sind geschlossen. Beim Zio Tom stellen wir uns hin und füllen die Waschmaschine. Strom und Wasser gibt es für 10 Euro. Wir beziehen Landstrom, da wir uns jeweils nur wenige Kilometer fortbewegen und die flachaufliegenden Solarpanels praktisch keinen Strom liefern.

 

Am Nachmittag bekommen wir Besuch von einem Deutschen auf seinem Motorrad. Ein paar Kilometer weiter in Diamante gäbe es auch noch einen offenen Stellplatz für nur gerade 8 Euro, inkl. Strom. Dort ständen noch ein paar Reisende.

 

Also zügeln wir andernstags nach Diamante und hängen die noch immer feuchte Wäsche wieder an die Sonne, solange diese noch scheint.

 

Der Motorradfahrer erzählt stolz, dass er ohne Winterpneus unterwegs ist. Alois:" Hast du Schneeketten dabei?" " Nö, warum?" " Dann würde ich mir schnellstens welche zulegen, denn die Busse ist sehr hoch." Er will sich jetzt doch drum kümmern.

 

Später fahren wir mit den Rädern nach Diamante rein. Vor 16.00 Uhr ist es noch sehr ruhig. Alois:" Alles schläft."  Bald darauf belebt sich der Ort, die Geschäfte, Bars und Restaurants öffnen. Für uns gibt es Kaffee und leckeres Eis. " Wir müssen uns wohl wirklich mal an den südländischen Rhythmus gewöhnen." " Nur blöd ist es um 17.00 Uhr bereits dunkel und das Fahren mit dem Rad irgendwie unangenehm."

 

Also schauen wir, dass wir zurück zum Camper kommen. Alois wird dabei tatsächlich beinahe von einem Lieferwagen gestreift, der nicht abbremst, als der Bus entgegen kommt. 

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Do

23

Nov

2017

Begegnung mit ehemaligem Radrennfahrer

Wir bewegen uns von einer Bucht zur nächsten. Viel machen mögen wir nicht. Die Luft ist raus, wir hängen rum, legen die Füsse hoch und geniessen die sommerlichen Temperaturen.

 

Während einer Pause auf einem der schönsten Küstenabschnitte Italiens, zum Teil schmal und sehr kurvig, mit immer wieder tollen Blicken in die Tiefe und Weite, hält ein Radfahrer bei uns.

 

" Ich könnte dein Vater sein", sagt er Alois. "Ah, was?" " Ja,ich bin 88 Jahre alt und mit meinem Rad in aller Welt unterwegs." Wir glaubens nicht. Er zeigt uns bei Google, die verschiedensten Einträge. Es ist Robert van de Herde aus Lille, ein ehemaliger Radrennfahrer. Wir staunen nicht schlecht. 

 

Beiläufig erwähnt er, dass er vor drei Tagen während des Schlafens bestohlen worden sei. Geld und Dokumente seien weg. Er sei bereits unterwegs zum Konsulat gewesen, als ihn das Telefon erreichte, er könne auf dem Polizeioposten, die gefundenen Dokumente abholen. Hätte er ein paar Euros könnte er mit dem Zug zurückfahren. Wir haben Erbarmen und helfen aus. Nach einer interessanten Plauderstunde trennen wir uns wie alte Freunde.

 

Später beim Durchstöbern des Internet, stellen wir fest, dass die Masche mit den verschwundenen Dokumenten bereits bei vielen anderen funktioniert hat. Na was soll's, wir haben schon für Dümmeres Geld ausgegeben, als für Sponsoring. Robert wird uns trotzdem in guter Erinnerung bleiben.

 

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Di

21

Nov

2017

Golfo di Policastro

Der Besuch von Paestum ist eher ein Zufall. Die Strasse führt uns automatisch daran vorbei. Rein wollen wir nicht, aber auch von aussen ist der gut erhaltene Neptunpempel wunderbar zu sehen. Wir geben uns damit zufrieden.

 

Eigentlich möchten wir ja der Küste entlang fahren, aber unser Navi schickt uns auf  direktem Weg, über die Berge in den Golf von Policastro. Alois meint:" So eine gute Strasse, das ist ja fast wie Sonntag." Wir fahren weiter und geniessen.

 

in Villamare, wo wir uns an der Strandpromenade auf einen Längsparkplatz stellen, müssen wir flüchten, da die Bauarbeiter kommentarlos direkt neben uns damit beginnen mit grossen Maschinen die Strasse aufzureissen. Kurz hinter dem Städtchen können wir uns dann problemlos an den Strand stellen und den Rest des Tages in Ruhe verbringen.

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Mo

20

Nov

2017

Salerno bei Nacht

Wir kommen erstaunlich gut wieder auf die Strasse nach Salerno.

 

Vorbei am Hafen, entlang der Strandpromenade erreichen wir einen wohl ehemaligen Wohnmobilstellplatz, der 1 Euro pro Tag kostet. Der gefällt uns sehr. 

 

Nach der ausgedehnten Siesta schwingen wir uns auf die Räder und fahren auf der Promenade vorbei am Riesenrad, zurück zum Park mit den Weihnachtsinstallationen. Wir staunen ebenso wie die vielen anwesenden Kindern.

 

Zurück geht es dann über die autofreie, zum Teil sehr schmale Einkaufsstrasse. Auch hier bezaubert die Beleuchtung die vielen, vielen Passanten und das an einem Montag.

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So

19

Nov

2017

Pompei

Unsere Schultern sind wieder entspannt, also ziehen wir zum zweiten Mal auf dieser Reise unsere Turnschuhe an und machen uns auf, die Ausgrabungen der antiken Stadt zu erkunden. Alles sehr eindrücklich, nur der Vesuv im Hintergrund, wirkt in Anbetracht der Geschichte etwas bedrohlich.

 

Nach über zwei Stunden Marsch, tun uns die Füsse genügend weh und wir kehren zum Camper zurück, wo wir zusammenpacken.

 

 

Wir entscheiden uns per Autobahn, es werden wieder 2.10 Euro fällig, an die Amalfiküste zu fahren. Zwar machen wir wohlweislich nicht Amalfi selbst zum Ziel, sondern peilen Vietri sul Mare an. Aber auch da ist die Durchfahrt durch die Ortschaft grenzwertig, bangen wir doch um unseren Alkoven.

 

Unten angekommen stellen wir uns auf den Parkplatz am Strand. Wir löhnen 7 Euro für den Rest des Tages und könnten nun bis nächsten Samstag hier stehen bleiben, denn die Kosten, 1 Euro pro Stunde sind nur am Wochenende fällig.

 

Um 23.00 Uhr knallt es und wir erfreuen uns an einem 10 minütigen wunderschönen Feuerwerk. 

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Sa

18

Nov

2017

Napolis Strassen

Wir möchten Neapel auf der Schnellstrasse umfahren, so wie es uns Sus empfohlen hat, finden jedoch nicht die richtige Zufahrt.

 

Auf einmal ist um uns rum ein Gewümsel von Autos. Geparkt wird nicht nur in der zweiten, sondern auch in der dritten Reihe. "Machen die denn heute keine Siesta?" " Nee es ist Samstag, da wird herumgekurvt, was das Zeug hält." Es wird zum Teil richtig, richtig eng.

 

Endlich ein Strassenschild Richtung Autobahn. Mitnichten eine Vollsperrung voraus. In Neapel ist es so, dass der der hält verloren hat. Alois wird immer besser und manches Duell geht zu seinen Gunsten aus. Er meint:" Ich habe gar nicht gewusst, dass es so wahnsinnig viele Italiener gibt."

 

Endlich sind wir auf der Autobahn, sehen den Vesuv, den wir hinter uns bringen wollen vor uns, löhnen 95 Cts., einige Kilometer später 2.10 Euro und Schwupps nach einigen hundert Metern werden wir wieder ausgespuckt und sehen den Vesuv immer noch vor uns. Die Fahrt durch Strassenschluchten, Einbahnstrassen, über Kopfsteinpflaster geht weiter.

 

Der Vesuv liegt endlich links hinter uns, wir sind bereits in " Sichtweite" von Pompei, erwischen die falsche Strasse und fahren vorbei. Die Tante mit ihrem ständigen " Bitte wenden"  geht uns ganz schön auf den Wecker. Endlich 5 km weiter können wir an einem Kreisel wenden. Die Tante ist zufrieden und leitet uns wieder auf die Autobahn. Wir können nicht mehr zurück und bezahlen nochmals 2.10 Euro. Die Tante:" Verlassen sie die Strasse!" Wer hat denn sowas schon mal von seinem Navi gehört? Einen Kilometer später endlich das Strassenschild Pompei, wir also wieder runter von der Bahn, durch das Städtchen durch und den ersten Campingplatz genannt " Pompei" angepeilt.

 

Wir haben für die 36 Kilometer insgesamt 5 1/2  Stunden gebraucht und das bei ständigem "Fahren". Unser persönlicher Rekord. Alois Empfehlung: " Wer was wirklich Spannendes erleben will, soll die Autobahn meiden." 

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Fr

17

Nov

2017

Wetter wie aus dem Bilderbuch

Ich werde heute von der Sonne wachgekitzelt. Bereits um 7.30 Uhr ist es 15 Grad warm und lockt zu einem Spaziergang an den Hafen von Sperlonga.

 

Ich möchte gerne noch einen Tag hier verweilen, aber Aois meint:" Wir müssen weiter, da der Wassertank fast leer ist."  Gegen dieses Argument komme ich nicht an.

 

Der nächste Küstenabschnitt entlang des Thyrrenischen Meeres mit  seiner Steilküste ist sehr eindrücklich. Danach geht es auf der Schnellstrasse bis kurz vor Neapel.

 

Nur das mit dem Wasser ist nicht so einfach. An der dritten Tankstelle hat der Tankwart Erbarmen und hilft uns sogar beim Befüllen.

 

Da Alois sich einen See wünscht, fahren wir auf der engen Strasse runter nach Fusaro. Der See ist schön, aber mit dem SUP wird es hier auch nichts. Wir stehen in der ersten Reihe am Wasser, nur den Abfall muss man sich wegdenken, was gar nicht so einfach ist.

 

Im Städtchen versuchen wir nochmal das Glas vom Smartphone ersetzen zu lassen, was jedoch auch hier über 200 Euros kosten würde. Der Chef klebt eine Folie drauf, damit das Ganze zusammenhält und verkauft uns noch ein  Etui, made in Italie. Das ganze für 25 Euros. 

 

Beim anschliessenden Pizzaessen, besucht uns eine fette Ratte, was aufgrund des vielen rumliegenden Abfalls kein Wunder ist, und unser Appetit ist fast dahin. Foto gibt es vom Tierchen leider keines, da die Kamera im Womo liegt. 

 

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Do

16

Nov

2017

Sperlonga

In der sternenklaren Nacht wird eine riesige Yacht mit fünf Begleitfahrzeugen abtransportiert. Das erinnert uns an die Zeit von vor gut vier Jahren, als ebenfalls in der Nacht, unsere Holzmobilheime auf Tiefladern in Orsingen eingetroffen sind.

 

Das Städtchen Sperlonga ein paar Kilometer südlich, hängt gefährlich über der Küste. Es ist spannend dieses Labyrinth zu erkunden. Stägeli uf Stägeli ab, kleine Gässchen, kleine Plätze und immer mal wieder den Blick raus aufs Meer.

 

Eigentlich möchten wir uns an den Lungosee stellen. Vielleicht wird ja morgen tatsächlich das Wetter besser und Alois könnte das SUP-Board auspacken. Der Platz direkt am Meer ist schön, aber an den See können wir uns nicht stellen. Das Ufer ist mit zugesperrten Campingplätzen und Zäunen verstellt. 

 

Da fahren wir halt wieder nach Sperlonga und stellen uns neben den Strand, ohne Meersicht. Später gesellen sich noch zwei andere Camper auf den grossen, im Winter kostenlosen Parkplatz.

 

Wie gestern zeigt sich auch heute Abend der Himmel versöhnlich und morgen soll es laut Wetterprognosen blauen Himmel geben. Wäre schon toll.

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Mi

15

Nov

2017

Ostia Antico und Terracina

Die Flugzeuge haben unseren Schlaf nicht gestört und so sind wir bereit die alte Hafenstadt Roms zu erlaufen. Sie ist die grösste und die besterhaltene antike Stadt Italiens.

 

Sogar das Wetter hat ein Einsehen mit uns, Regen setzt erst ein, nachdem wir uns zwei Stunden später zum Camper begeben.

 

Rom lassen wir links liegen, schliesslich wollen wir endlich an die Wärme. Entlang der Küste ist es jedoch etwas trostlos. Der endlos lange Strand ist zumeist mit Toren versperrt und die Fensterläden der Häuser geschlossen. Das Wetter tut das seine um das triste Bild zu vervollständigen. Einmal mehr stellen wir uns vor, wie es hier wohl im Sommer mit viel Remmidemmi aussieht.

 

Am Fischerhafen in Terracina stellen wir uns auf den fast leeren Parkplatz und machen uns sofort auf ins Städtchen.

 

Später fragen wir im Beizchen nebenan, ob es Fisch gibt. Der Wirt zählt einiges auf und wir vereinbaren, dass wir um 18.30 Uhr wieder eintrudeln. " Ich glaube, jetzt haben wir einen Fehler gemacht." " Wieso?" " Wir haben nicht nach dem Preis gefragt."

 

Das Essen : Meerefrüchtesalat, Spaghetti mit Muscheln und Riesen-Garnelen, danach gibt es nochmal eine Portion Garnelen und die Flasche Wein aus der Gegend, anscheinend preisgekrönt, ist lecker. Der Kaffee und die Küchlein werden vom Wirt kredenzt. Wir hätten uns keine Sorgen über den nicht erfragten Preis machen müssen, mit der Rechnung sind wir zufrieden.

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Di

14

Nov

2017

Cerveteri

Am Morgen sehen wir dann ganz genau wo wir übernachtet haben. Im Sommer ist es hier sicher total voll. Jetzt kühl, windig und ........

 

Gestern ist Alois's Smartphone in der Kaffeebar auf seine Marmeladenseite gefallen und sieht entsprechend aus. Internet sei Dank peilen wir eine Reparaturwerkstatt in Cerveteri an. Das neue Originalglas soll 210 Euro kosten. Schluck, schluck: " Zu teuer, dann lassen wir das Smartphone wie es ist, da es ja noch voll funktionstüchtig ist." Die Dame versteht das.

 

Cerveteri hat eine wunderschöne Altstadt. Dort verdauen wir unseren Frust zusammen mit einer feinen Pizza. Alois meint:" So eine leckere Pizza habe ich noch nie gegessen."

 

Es wird bereits Abend bis wir in Ostia Antica eintreffen, wo wir uns direkt neben den Antiken Stätten auf einen ruhigen Parkplatz stellen. Ruhig ist es am Boden, doch wir befinden uns direkt in der Anflugschneise des Leonardi da Vinci Flughafens von Rom und in regelmässigen, kurzen Abständen donnern die Flugis über unseren Kopf. Stören lassen wir uns von denen nicht." Hauptsache es fällt uns keiner auf den Camper."

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Mo

13

Nov

2017

Irgendwo an der Küste

Noch um 10.00 Uhr ist es 8 Grad kalt. Wir fahren nach Civitavecchia ans Meer. Oberhalb der Stadt gibt es eine kleine Therme mit schöner Aussicht auf den Hafen. Da stellen wir uns hin und möchten über Nacht bleiben.

 

Leider wird es nicht wärmer und der Wind ist auch nicht ohne. Wir packen zusammen und fahren runter ans Meer.

 

Entlang der Küste, es ist bereits dunkel, finden wir einen grossen Platz in Meer-, und Schlossnähe, welcher uns ganz alleine gehört. 

 

Später fährt die Polizei vorbei, erkundigt sich ob bei uns alles in Ordnung ist und wünscht uns eine gute Nacht.

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So

12

Nov

2017

Waschtag in Montefiascone

Der Himmel bedeckt sich im Laufe des Vormittags sehr schnell. Wir sehen keinen Grund uns länger in Bolsena auf dem zwar schönen aber 16 Euronen teuren Stellplatz aufzuhalten.

 

Im nur wenige Kilometer entfernten Montefiascone soll es nicht nur eine Münzwäscherei geben, auch einen kostenlosen Stellplatz gibt es neben der Weinkellerei. 

 

Die saubere Wäsche ist nach kurzer Zeit wieder in den Kästen verstaut und der Stellplatz danach schnell gefunden.

 

Sicht ist gleich null und um 16.00 Uhr kommt Regen und kräftiger Wind dazu. Wir igeln uns ein und haben es kuschelig warm.

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Sa

11

Nov

2017

Sportliche Betätigung auf dem Lago di Bolsena

Am Vormittag sind wir mit den Rädern im hübschen Städtchen unterwegs.

 

Am Mittag dann die erste Ausfahrt mit dem Standupboard. Frau staunt, Mann wird nicht nass und beherrscht das Ding bereits nach einer halben Stunde perfekt.

 

Abends tun Alois dann verschiedene Muskeln weh. 

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Fr

10

Nov

2017

Bolsena

Vormittags nochmals ins warme Wasser. Alois ist schneller wieder draussen, als er drinnen ist, sobald er die Würmer entdeckt. Ich lasse mich vorerst nicht ins Boxhorn jagen. Später zeigt er mir ein Würmchen, dass es sich in seiner Badehose gemütlich gemacht hat.

 

Zurück beim Camper springe ich sofort unter die Dusche, noch bevor ich mich im Internet schlau mache. Die gemeinen Schlammröhrenwürmer sind absolut harmlos.

 

Alois meint:" Wieso reagieren wir eigentlich so hysterisch? Gestern wo wir nichts gemerkt haben, hatten wir doch auch kein Problem." " Das sagt gerade der Richtige!"

 

Das Solothurner Pärchen, das schon jahrelang hierher zum Baden kommt, bestätigt unsere Recherchen und meint:" Die kleinen harmlosen Würmchen waren schon immer hier."

 

Beruhigt verlassen wir Saturnia und kurz darauf die Toscana. Wir sind nun in der Region Lazio.

 

In Bolsena am gleichnamigen See stellen wir uns auf den Stellplatz direkt am See und geniessen den tollen Sonnenuntegang vor unserer Haustüre.

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Do

09

Nov

2017

Saturnia

Auf den nächsten 30 km für einmal keine Kurven. Die Schnellstrasse ist eine angenehme Erholung, bevor es wieder kurvig in die Hügel geht.

 

Wir freuen uns schon lange auf das Thermalwasser von Saturnia. Franz und Sus haben es uns sehr anschaulich schmackhaft gemacht.

 

Leider ist das Stehen oberhalb der Becken nicht mehr erlaubt und so stellen wir uns auf den über 1 km entfernten Stellplatz, schwingen uns auf die Räder und tauchen ein ins warme, schwefelhaltige und auch so riechende gesunde Wasser. Herrrlich!

 

Abends gibt es nach dem kühlen Veloritt zurück zum Camper,  zum Aufwärmen ein heisses Fondue.

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Mi

08

Nov

2017

Sasso Pisano

Wahrscheinlich befinden wir uns zurzeit im „ Auge“ des Mittelmeertiefs. Der Himmel erstrahlt jedenfalls in seinem schönsten Blau.

 

In der Nähe soll die grösste geothermische Energiegewinnung der Toscana sein. 27% der Elektrizität der Toscana wird hier produziert. Henning www.leben-unterwegs.com hat dies in seinem Reisebericht Italien 2015/2016 beschrieben. Da wollen wir natürlich auch hin.

 

Zuhinterst im Tal in Sasso Pisano gibt es einen Stellplatz, der im Sommer wohl etwas kostet. Jetzt ist der Automat zugesperrt und wir stehen kostenlos.

 

Es dampft und brodelt im Hang. Riechen tut es so, wie wenn wir keine Möglichkeit haben unser Brauchwasser abzulassen. Zum Teil dampft, zischt und pfeift es direkt auf dem Weg unter den Füssen. Echt spannend aber auch etwas unheimlich.

 

Nach der Kraxelei in den dampfenden, nach Schwefel riechenden Hügeln sind wir ziemlich geschafft und der Kaffee in der Bar im Ort schmeckt umso besser.

 

Wer sagt’s denn, gerade rechtzeitig vor dem Regen erreichen wir unseren Camper und können die Füsse hochlegen.

 

 

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Di

07

Nov

2017

Volterra

Wir haben uns auf Anraten des Arbeiters etwas an den Rand des Platzes gestellt. Doch um 07 Uhr fliehen wir dann doch, bevor wir total eingemarktet sind.

 

Eine unserer befüllbaren Gasflaschen ist alle. Wir peilen eine Gpl Tanksäule an und werden nach kurzer Diskussion: „ Automatico stopp“, bedient.

 

San Giminagno mit den berühmten Geschlechtertürmen ist nichts für Camper. Jeglicher Parkplatz in Städtchennähe ist für Womos gesperrt und der Stellplatz über 2 km entfernt. Wir kurven ein paarmal rum und sagen uns dann:“ Die können uns mal. Ich war ja sowieso vor 20 Jahren schon mal hier.“

 

Ab heute sind wir beruhigt, dass die Aussage des Wallisers, der uns in Magenta davon abgeraten hat, Winterpneus montieren zu lassen und stattdessen für 40 Euro Schneeketten anzuschaffen, absolut zutreffend ist. Siehe Strassenschild unten.

 

Nach der kurvigen Fahrt, stellen wir uns in Volterra auf den Parkplatz neben dem Stellplatz, denn dieser ist von einer Filmcrew besetzt.

 

Die Besichtigung der Stadt muss mit Treppensteigen verdient werden. Lohnt sich aber. Früh haben die Menschen diesen schönen Fleck Erde für sich entdeckt. Bereits die Etrusker lebten hier.

 

Die Filmschaffenden sind fleissig am Werk. Zusätzliche mittelalterliche Kulissen wurden aufgebaut. Beim Drehen der Henkerszene wird drum rum alles Blickdicht gemacht.

 

 

Obwohl am Nachmittag die Sonne scheint ist es empfindlich frisch, unter 10 Grad.

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Mo

06

Nov

2017

Lucca und San Miniato

Vormittags wieder rein nach Lucca. Es ist immer noch sehr voll, aber beim Fussballstadion werden wir parkplatztechnisch fündig.

 

Fussmarsch durch das Tor und hinter die Mauern. Es beginnt zu regnen. Alois:" Jetzt bekommst du einen Schirm." " Will ich aber nicht." " Keine Diskussion, du wirst ja ganz nass." 7 Euro leichter und 5 Minuten später hat es aufgehört zu regnen. Alois meint:" Den kannst du auch als Sonnenschirm nutzen."

 

Interessant die alten Mauern und Kirchen. Puccini war augenscheinlich auch aus Lucca. An allen Ecken gibt es noch Ueberreste vom Event und die Aufräumarbeiten sind in vollem Gange.

 

Schritte haben wir heute genügend absolviert. Ziemlich geschafft fahren wir ca. 60 km weiter. " Schau mal da oben auf dem Hügel gibt es sicher einen guten Uebernachtungsplatz für uns." Wir fahren hoch und durch die engen Gassen. Alois:" Ich habe doch gesagt, dass ich nicht mehr irgendwo hoch fahre, irgendwann bleiben wir stecken." Heute nicht. Wir stellen uns auf den Marktplatz, studieren die Tafeln und entscheiden, dass wir hier stehen dürfen. 

 

Kaum haben wir uns eingerichtet, klopft es an die Türe. Der Arbeiter meint:" Wollt ihr hier schlafen? Kein Problem, aber Morgen um 06 Uhr müsst ihr weg, dann ist Markttag. " " Ups, ich dachte nur jeden 3. Sonntag im Monat." " Ja dann auch."  Grübel, grübel und studier.

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So

05

Nov

2017

Toscana

Um 6.30 Uhr schüttelt es uns aus dem Schlaf. Zuerst Sturm, Blitz und Donner, eine halbe Stunde später öffnen sich die Himmelsschleusen und wir stehen allsbald im Wasser.

 

Wir fahren weiter über den Paso del Bracco bei gerade mal noch 8 Grad. In der Toscana klettern die Temperaturen wieder auf bis zu 20 Grad und es zeigt sich sogar zwischendurch mal die Sonne, wenn auch nicht für lange.

 

Carrara möchten wir uns von der Nähe ansehen, fahren ganz nach hinten, wo wir jedoch nicht mehr sehen, eher weniger.

 

Da die Italiener zwischen 13.00 Uhr bis 16.00 Uhr Siesta machen, können wir an einer Tankstelle ungestört Wasser bunkern. Auch das Fahren ist während dieser Zeit am angenehmsten. Keine pressierenden Autolenker unterwegs.

 

In Lucca gibt es mehrere Stellplätze. Wir entscheiden uns für den der 10 Euro kostet. " Wieso ist die Stadt so voll Reisecars?" " Ich war mal im Sommer da und damals erschien es mir normal, aber jetzt." Das Rätsel löst sich schnell. Seit Mittwoch findet in Lucca der Comics und Games Event statt und an diesen Tagen kostet der Stellplatz 20 Euro. Nicht mit uns, wir fahren raus aus Lucca und übernachten irgendwo gratis.

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Sa

04

Nov

2017

Chiavari

Bis Genua ist die Küstenstrasse zwar zum Teil schmal, aber auch sehr eindrücklich.

 

Durch die Hafenstadt braucht es dann viel Geduld und noch bessere Nerven. Alois steuert uns jedoch in gewohnt unaufgeregter Weise durch Genua.

 

Es regnet und trotzdem wollen wir den Parkplatz mit der tollen Aussicht, gemäss park4night anpeilen. Sehr kurvig und schmal führt uns das Navi die 2 km nach Pive ligure. " Sie haben ihr Ziel erreicht", aber einen Parkplatz entdecken wir nicht. Wenden an Ort und schon geht`s die schmale Strasse zurück ans Meer.

 

Weiter Richtung Süden ist der Himmel hell und da wollen wir hin. In Chiavari scheint die Sonne und der Platz direkt am Meer passt uns auserordentlich gut. Alois meint:" Für heute sind wir am Ziel."  Weiter nördlich ist es im übrigen immer noch schwarz.

 

 

 

 

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Fr

03

Nov

2017

Varazze

Während die Wäsche wäscht und trocknet gibt es Kaffee gleich daneben.

 

In der Apotheke fragen wir nach Artemesia-Pulver( Beifuss). Kann bestellt werden und ist am Nachmittag abholbereit. Sehr gut, da bleiben wir halt eine weitere Nacht im hübschen, sonnigen Varazze.

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Do

02

Nov

2017

Varazze

Die Wolken sind da und die Sonne dafür weg. Es ist auch kühler geworden. 

 

Auf der Weiterfahrt werweissen wir, was zuerst da war, die Haselnussplantagen oder Ferrero. 

 

Barolo möchten wir unbedingt noch sehen. In jedem zweiten Haus ist eine Vinothek. Ein Paradies für Weinliebhaber. Von 20 Euro bis weit über 1000 Euro sollen die Flaschen kosten. Ich:" Stell dir vor, du kaufst so einen teuren Wein und der hat dann Zapfen." Alois: " Der wird sowieso nicht mehr getrunken, nur gesammelt." " Aha."

 

Wir erstehen zwei Flaschen vom " Billigen" und weiter geht die Fahrt Hügeli auf Hügeli ab. Bald gibt es keine Weinberge mehr, dafür Gedenktafeln von den Schlachten mit Napoleon.

 

Wir verlassen das Piemont und tauchen ein in Ligurien. Die Temperaturen bewegen sich am Meer wieder um 20 Grad obwohl die Wolken noch viel schwärzer sind. Entlang der italienischen Riviera erreichen wir Varazze. Hier gibt es einen grossen Stellplatz, der 15 Euro kosten soll. Wir schauen uns den Platz mal an. Tickets können keine erstanden werden. Von einem netten Herrn werden wir aufgeklärt, dass jetzt umsonst gestanden werden darf. Noch besser.

 

In der Fussgängerzone genehmigen wir uns Wein und Mojito. Der Wirt stellt ein Antipasto-Plättchen vor uns. Ich:" Hast du das bestellt?" " Nein." Ein Präsent des Hauses! Alois meint:" So werden wir nach unserer Italienreise 20 Kilo mehr auf den Rippen haben, anstatt 5 weniger." 

 

Wenige hundert Meter vor unserem Stellplatz entdecken wir eine Münzwäscherei. Super morgen wird gewaschen.

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Mi

01

Nov

2017

Alba

Beeilen müssen wir uns nicht mit dem Fahren gegen Süden. Das Wetter ist nach wie vor toll und die Temperaturen angenehm.

 

Also wenden wir uns einige Kilometer weiter nach Westen, denn in Alba findet der alljährliche internationale Trüffelmarkt statt. Nicht etwa, dass wir Trüffel mögen, aber diesen speziellen Anlass möchten wir uns dann doch nicht entgehen lassen. 

 

Wir finden einen guten Parkplatz und machen uns auf in die sehenswerte Altstadt. Auf allen Plätzen und in vielen Gassen sind Stände aufgestellt mit vielen feinen Sachen. Auch tummeln sich verschiedene Gaukler auf den Plätzen.

 

Wir streifen durch die Gassen auf der Suche nach dem grossen Zelt. Nach längerem Suchen, mehrmaligen Nachfragen und Konsulation von google maps werden wir beim Museum fündig. Die Transparente und der Geruch von alten Socken, zeigt uns das wir richtig sind.

 

Der Eintritt kostet 3.50 Euro,  mit Weindegustation 13 Euro. Ich: " Komm das leisten wir uns, schliesslich müssen wir heute nicht mehr Autofahren."

 

Die Degustation entpuppt sich dann als " Verarsche". Je zwei wenig befüllte Gläser Wein können mit dem Ticket probiert werden. Alois:" Dann probiere ich beim zweiten Glas einen Barolo."  Sein Glas wird dann noch weniger befüllt! Wir stellen fest, dass wir uns die 9.50 Euro pro Person hätten sparen können, denn an all den anderen Ständen wäre das Degustieren umsonst gewesen und das Kaufen meines leichten Weissweines sowieso günstiger. Auf jeden Fall verlassen wir das Zelt nicht besoffen.

 

Es gibt nicht nur Wein und Trüffel. Viele andere Spezialitäten aus der Region sind für uns fast noch interessanter.

 

Vollbepackt mit Käse, Salami und Panetone kehren wir zurück zum Camper und geniessen die letzten Sonnenstrahlen vor dem Camper.

 

Alois:" Sieh mal die Solarpanels funktioneren doch. Der Ertrag ist bei diesem Sonnenstand halt nur sehr gering." Glück gehabt, keine Sucherei nach den Sicherungen.

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Di

31

Okt

2017

Mango la trava

Wir queren den Po, verlassen die Ebene, es wird hügelig und "weinig" im Piemont. Auf fast jedem der Hügel gibt es ein Dorf, ein Gehöft, eine Burg oder eine Kirche und an allen Hängen stehen Reben.

 

Anpeilen tun wir Mango, ein Supertip von Franz und Sus. Das Panorama ist fantastisch. Maria bedankt sich für die Grüsse. 

 

Das Dorf liegt noch im Nachmittagsschlaf, als wir es durchstreifen. So können wir ganz in Ruhe alles betrachten. Eine Gruppe Schweizer Radfahrer besucht wie wir das einzige offene Kaffee. 

 

Punkt 16.00 Uhr belebt sich die Ortschaft und das kleine Lebensmittelgeschäft. Es heisst anstehen. Die ältere Dame, der wir freundlicherweise den Vortritt lassen. kauft alle noch übriggebliebenen Brötchen ( ca. 25 Stk.) auf. Pech für uns. Dann gibt es halt Rösti zum Znacht.

 

Sobald die Sonne untergeht werden aus den 20 Grad Wärme 12 Grad Kälte. Zum Glück haben wir eine gute Heizung.

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Mo

30

Okt

2017

Breme

Es klappt tatsächlich. Am Mittag ist der neue Batterie Switcher drin und der Test mit dem Landstrom erfolgreich. Wir fahren weg und stellen bei der Rast fest, dass die Solarpanels die Batterie jedoch nach wie vor nicht laden. Ich:" Da muss doch irgendwo am Solar-Regler noch eine Sicherung sein." " Wahrscheinlich schon, aber das schauen wir uns dann mal in Ruhe an."

 

Durch die Poebene, vorbei an vielen, vielen abgeernteten Reisfeldern erreichen wir Breme mit dem historischen Ortskern.

 

Direkt hinter dem Kloster stellen wir uns auf den leeren Stellplatz. Es ist sehr, sehr ruhig im Oertchen und viele der halbverfallenen Häuser könnten wir kaufen.

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So

29

Okt

2017

Magenta

Alois möchte heute sein Standupboard ausprobieren. Der Lago Maggiore ist total ruhig, kein Lüftchen weht. Es ist 08.00 Uhr, gestern wäre es 09.00 Uhr gewesen und...... 7 Grad kalt. Also lässt er sein Vorhaben bleiben. 

 

Wir machen uns auf den Weg nach Magenta zum Womocenter. Die Strecke ist voll von Einkaufscentern die alle heute am Sonntag geöffnet haben. Ist das in italien immer so? 

 

Auch das Camping Sport Magenta hat geöffnet. Allerdings nur der Laden. Ein Paradies für Camper. Hier gibt es einfach alles was ein Camper so braucht oder auch nicht. Der Verkäufer greift ins Regal und nimmt das genau richtige Teil heraus. In Deutschland haben sie das nicht bekommen. Alois:" Da hätten wir uns die Bosch-Garage in Gottmadingen sparen können." " Ja schon, aber jetzt müssen wir abwarten, ob das morgen auch tatsächlich funktioniert." " Wird schon."

 

Der mailändische Sonnenuntergang ist einfach nur spektakulär.

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Sa

28

Okt

2017

Arona

Viel weiter fahren möchten wir heute nicht, da wir am Montag in der Womowerkstatt in der Nähe von Mailand sein möchten.

 

Gemäss "park 4 night" soll es in Arona schöne Parkplätze direkt am Wasser und Nähe Zentrum geben. Diesmal stimmt es so.

 

Viel los im Städtchen. Ein  internationaler "Fressmarkt" lockt. Stände mit feinen Spezialitäten aus den verschiedensten Ländern werden angeboten. Die Schweiz ist nicht vertreten. Wir entscheiden uns schliesslich für Argentinien und werden nicht enttäuscht.

 

Danach sind wir gestärkt für einen Spaziergang durch die Altstadt.

 

Auf dem Rückweg nochmals am Markt vorbei, ist dieser übervoll und auch der Parkplatz ist rappelvoll. Zum Glück sind wir bereits am Vormittag in Arona eingetroffen.

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Fr

27

Okt

2017

Tschüss Schweiz

Mit vielen guten Tipps für Italien verabschieden wir uns von Franz und Sus. Bis bald mal wieder.

 

Entlang des Lago Maggiore, auf recht schmaler Strasse fallen wir im schönen Italien ein.

 

Wir haben ja jetzt die "park 4 night", die uns viele Parkplätze auf der Route anzeigt. Denkste, der erste von uns angepeilte Platz nahe Stresa ist mit einem Ketteli gesichert, also nichts zum Parken für eine Nacht. Auf der Weiterfahrt finden wir ein Plätzchen ohne App, mit direkter Seesicht, zwar auch direkt an der Strasse, aber in der Nacht wird es ruhig.

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Do

26

Okt

2017

Und los geht's

Der Pass ist da und wir unterwegs. Rauf auf den Gotthard, unten durch gibt es mal wieder Stau und rein ins  Maggiatal.

 

Erster Halt bei Sus und Franz.

 

Dort wird uns geholfen bezüglich Termin in Milano für den Stromverteiler. Mein Italienisch reicht für komplizierte technische Telefonate nicht aus. Am Montag können wir uns dort mal zeigen lassen. Das Teil haben sie am Lager. Danke Franz

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Mo

23

Okt

2017

Abwarten und .......

Auf dem Passamt in Aarau gibt Alois seine Fingerabdrücke ab und wird fotografiert. Jetzt heisst es warten auf den biometrischen Pass. Max. 10 Tage sollen es werden. Ich:" Kann nicht sein, der kommt sicher in dieser Woche." Alois:" Deine Worte in Gottes Ohr."

 

Die ersten Stunden der Wartezeit verbringen wir bei Regina und Walter in Rupperswil.       "Gerade noch" haben wir uns in Polen getroffen und heute sitzen wir bereits wieder bei ihnen in der warmen Stube bei Speis und Trank. Danke vielmals und bis bald mal wieder irgendwo.

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So

22

Okt

2017

Luzern

Wir sind noch in der Gegend, so kommen wir in den Genuss von Hannas Geburtstagskuchen. Ein lebhaftes Fest in Luzern.

 

Auf dem Heimweg nach Sarmenstorf kommen wir in den Genuss vom Spätherbstwetter. Es gibt einige spezielle Stimmungsbilder. Die Temperaturen sind von gestern 20 Grad auf heute unter 10 Grad gefallen. Brrrr......

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Sa

21

Okt

2017

Indiansummer ade

Der Indiansummer scheint sich langsam zu verabschieden. Zeit für uns weiterzuziehen.

 

Wir warten noch bis der Gasmensch auf den Platz kommt und lassen uns die Dichtigkeit unserer Anlage im Womo bestätigen. So das wäre erledigt.

 

Das Stromproblem ist natürlich noch nicht gelöst, aber sowohl das Mobil wie auch das Stromverteilungsteil sind italienischer Herkunft und so hoffen wir dieses auf unserer Winterreise lösen lasssn zu können.

 

Für die letzte Nacht stellen wir uns in Singen auf den Stellplatz. Für einmal sind keine bekannten Gesichter da. Morgen geht es dann in die Schweiz

 

Am anderen Morgen haben wir den Flohmarkt direkt vor der Türe.

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