Aktuelles

Do

13

Dez

2018

Termas del Arapey

Auf der 4-stündigen gemächlichen Weiterfahrt zu den Termas del Arapey begegnen uns auf den nächsten 50 km genau zwei Fahrzeuge, unzählige Vögel, Rindviecher, Pferde, Schafe und sogar ein Hase, der ein rechtes Tempo vorlegt. " Das ist ja fast wie eine Safari."

 

200 m vor dem Eingang zum grossen Thermalgelände, mit Hotels, Motels, Camping, Restaurants und unzähligen kleinen Läden, ist die Strasse wieder Strasse. Wären wir nicht querfeld gefahren, wäre das immer so gewesen, aber dann hätten wir nicht soviel gesehen und wohl auch nicht so eine ruhige Nacht verbracht.

 

Wir bezahlen 32 Euro für zwei Uebernachtungen mit Strom, Wasser, Grillstelle und W- Lan, inkl. Baden in allen Pool's, stellen uns auf's Campinggelände, packen unser Badezeug und tauchen ins nicht gerade erfrischende, aber sicher gesunde Thermalwasser ein. Lufttemperatur 33 Grad, Wassertemperatur in etwa gleich.

 

Bei unserer Rückkehr vom Rundgang liegt bereits "Lassie" unter unserem Womo und begrüsst uns liegenderweise. Ist wohl auch ihm etwas zu heiss.

 

Die Anlage ist sehr schön gestaltet, nur wenige Urlauber sind da, Europäer sehen wir überhaupt keine, die sind wohl alle bereits im kalten Süden Argentinien's.

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Mi

12

Dez

2018

Gauchos

Das Wetter hält sich gut. Nach dem Besuch des kleinen Indio-, und Gauchosmuseums in Tacaurembo wollen wir sie nun bei Arbeit sehen.

 

Die Estancia Panagea, die wir dafür auserkoren haben, liegt 10 km abseits der Strasse. Nach der abenteuerlichen Fahrt und ein paar mal nachfragen finden wir sie tatsächlich. Schade Juan und seine Schweizer Frau Susanne sind nicht vor Ort. Das Angebot vom Gaucho Billnga, diese telefonisch zu erreichen lehnen wir ab und fahren weiter.

 

Später sehen wir dann doch noch Gauchos bei der Arbeit. 

 

Wieder ziemlich abseits und nachdem wir etwas Luft aus unseren Pneus abgelassen haben, in der Hoffnung an der nächsten Tankstelle diese wieder ersetzen zu können, stellen wir uns kurz vor Sonnenuntergang neben die Erdpiste ca. 50km vor der nächsten Ortschaft, irgendwo ins Nirgendwo im Hinterland von Urugay, um zu übernachten.

 

In der völligen Dunkelheit leuchten die Sterne am Himmel und fast ebensoviele Glühwürmchen in Bodennähe. Nebst den Geräuschen von nachtaktiven Vögeln und dem weit entfernten Ruf eines Esels ist es absolut ruhig.Wir schlafen herrlich. 

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Di

11

Dez

2018

Tacuarembo

Heute das totale Kontrastprogramm.

 

Der Himmel zieht sich zu, der Wind nimmt zu, die Temperaturen sinken auf 20 Grad.

 

Wir verlassen fluchtartig den Ort und sind erstaunt, dass die Strasse von A - Z geteert ist, wenn auch auf den ersten 40 km schon etwas verbraucht.

 

Aber es nützt alles nichts, wir fahren voll in die Gewitterfront rein und stellen uns schliesslich auf die Seite um das Ganze über uns ergehen zu lassen.

 

In Tacuarembo, der Gauchohochburg Urugays suchen wir mittels google maps einen Optiker, der Alois defektes Brillengestell durch ein neues ersetzt. In der Zwischenzeit lassen wir uns nebenan die Haare schneiden.

 

Während wir im Supermarkt einen Toaster erstehen, da es oftmals in den kleinen Läden lediglich Toastbrot zu kaufen gibt, braut sich das nächste Gewitter zusammen. Der Aufpasser im Laden sieht sich gezwungen die Eingangstüre zu verschliessen, damit der peitschende Regen nicht ins Geschäft dringt. Wir warten eine halbe Stunde, wagen uns dann raus und müssen heute abend unsere Füsse nicht mehr waschen. Crocks sei Dank werden nämlich nur die nackten Füsse nass.

 

Schliesslich stellen wir uns 5 km ausserhalb der Stadt neben einen See und schauen uns das Spektakel der immer von neuem aufziehenden Gewitter gut geschützt aus dem Inneren unser rollenden Heims an.

 

Das Womo ist nun von oben, den Seiten und von unten wieder sauber. Für das Innere werden wir wohl mehr Zeit aufwenden müssen um den ganzen Sand und Staub wieder raus zu bringen.

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Mo

10

Dez

2018

Im Landesinneren von Urugay

Genug vom Meer, nun geht es rein ins Zentrum von Urugay. Schliesslich möchten wir die echten Gauchos bei der Arbeit erleben.

 

Zuerst sieht alles noch gut aus. Die Strasse ist gut ausgebaut. Aber die Freude währt nur kurz. Die gelben Linien auf der Landkarte sind nämlich Pisten, wie wir schnell merken. So holpern wir zumeist auf Wellblech die nächsten 100 km dahin. Die höchste Erhebung Urugays ist 300 m, nichtsdestotrotz ist das Land nicht eben. Immer wieder geht es „hügeliauf und hügeliab“.

 

Die Palmenfelder verschwinden mehr und mehr und machen Laubwäldern Platz. Ein feiner Duft von Eukalyptus dringt ins Womo. Links und rechts der Strasse Zäune. Viele Möglichkeiten anzuhalten gibt es nicht, zumal die Bäume nicht bis an die Piste reichen und es bei über 30 Grad, so leider keine Schattenplätzchen gibt. Anhalten ist fast nur in den weit auseinander liegenden Ortschaften oder in den Einfahrten der ebenfalls ziemlich weit auseinanderliegenden Estancias möglich. Ich: „ Hier kannst du deine Kinder nicht mal schnell zum Nachbarn schicken um etwas Salz zu holen.“ Alois: „ Kannst du schon, wenn du das Salz erst abends brauchst.“

 

Dafür gibt es umsomehr zu sehen. Vögel aller Arten, Grössen und Farben. Leider erheben sich die richtig Grossen, die gerade mal 5m vor uns auf den Zäunen sitzen, fast jedesmal in die Lüfte, bevor meine Kamera startklar ist, um sie sitzend auf den Zaunpfählen festzuhalten. Die kleineren Exemplare oftmals in Gruppen, sitzen auf der Strasse oder auf den Telefonleitungen, fliegen auf, begleiten uns ein Stück, fliegen knapp vor unserem Womo durch und scheinen sich prächtig zu amüsieren. Wir wähnen uns in einer riesigen Voliere.

 

Immer wieder Rinderherden, Pferde, Schafe und auch anderes Getier. Bäche, Teiche und grössere Seen vervollständigen die Kulisse.

 

Eher als geplant, was dem Umstand der Pistenfahrt zuzuschreiben ist, stellen wir uns in Jose Battle y Ordonez auf den Municipal Park für die Nacht hin. Er ist total mit Büchsen und Flaschen zugemüllt. Gestern und heute gab es hier ein Fest und die Besucher haben sich wohl nicht an die gute Urugayer Sitte, der Ordnung gehalten. Jedoch bereits am anderen Morgen um 07.00 Uhr sind fleissige Frauen am Werk und der Park sieht wieder tiptop aus.

 

Nachdem wir den Aufräumarbeiten genug zugesehen haben, nehmen wir die nächsten 100 km Piste unter die Räder und schlucken von den selten auftauchenden Lastwagen und PW‘s noch mehr Staub als sonst schon. Alois bleibt die ganze Zeit erstaunlich ruhig und meint nur lakonisch:“ Unser Womo wird wohl, bei unserer Rückkehr nach Europa, nicht mehr so sein wie jetzt.“ „ Ja und das ist ja erst der Anfang.“

 

Die Tierwelt ist jedoch genauso faszinierend wie am gestrigen Tag.

 

Am Lago Rincon del Bonete erreichen wir den Rio Negro, der hier nur per Fähre überquert werden kann. Alois:“ Ich würde für die Ueberfahrt 50 Dollar verlangen, denn wer bereits hier ist, kehrt sicher nicht mehr um.“ Es kostet dann erstaunlicherweise gar nichts. Die Rückwärtsabfahrt von der Fähre geht wohl nur dank Luftfederung ohne Beschädigung vonstatten.

 

 

Auf der anderen Seite des Flusses stellen wir uns in San Gregorio de Polanco auf den Camping direkt am See und auch hier will niemand Geld von uns. Ich stürze mich ins warme Wasser und danach ist Erholung angesagt.

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Sa

08

Dez

2018

Barra de Valizas

Von der netten Dame an der Information für Bootstouren bekommen wir Wasser um unseren Tank zu füllen. Waschen steht auf dem Programm, der Wind ersetzt den Tumbler.

 

Am Nachmittag sind die anderen Camper weg und wir stehn am Abend ganz alleine auf dem Platz. 

 

Unser Camper ist auch heute wieder ein gerngesehenes Fotomotiv. Liegt es am Gruss an die Südamerikaner oder an unserem Marokkogemälde. Wer kann es sagen?

 

Ein paar Gedanken zu Urugay:

 

  • In Urugay ist es sehr sauber, nicht im wörtlichen Sinn, denn es staubt ja ganz schön, bei dem Wind. Aber es stehen überall Container und auf den Strassen und Wiesen liegt kein Müll rum. 
  • Urugay ist zwar teuer, aber lediglich in den grossen Städten und Touristenorten. Seit wir weg von den Zentren sind, ist alles erheblich günstiger.
  • Die Menschen sind entspannt, freundlich, hilfsbereit und interessiert an uns Reisenden.
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Fr

07

Dez

2018

Cabo Polonio

Heute steht der Nationalpark Cabo Polonio auf unserem Programm. Mit dem Womo um die grosse Lagune rum und schon stehen wir vor dem Eingang.

 

Ab hier geht es per Lastwagenbussen 7 km über die Dünen, runter zum geschichtsträchtigen Fischerdörfchen. " Oben will ich nicht sitzen." " Musst du auch nicht, sieht auch so gefährlich aus." Wir sitzen unten und lassen uns mächtig durchschütteln bis an die Küste, wo es dann rasant aber ruhig dem Strand entlang bis zum Cabo Polinio geht.

 

Cabo Polonio muss man einfach gesehen haben. Erinnerungen an frühere Zeiten kommen hoch. Viele kleine Hostels und Restaurants wurden von den ehemaligen Aussteigern errichtet. In der Hochsaison die jetzt dann bald beginnt, muss hier die Hölle los sein.

 

Nun aber auf zum Leuchtturm, wo sich eine der grössten Seelöwenkolonien befindet. Auf den zwei vorgelagerten Inseln gibt es noch mehr. Es sollen mehr als 200'000 sein. Einfach nur genial den schwerfällig wirkenden Tieren zuzusehen, wie sie aus dem tosenden Atlantik, die Felsen hoch an die Sonne kommen. Riechen tut es zwar etwas streng, weshalb wir für einmal froh um den Wind sind, der nach wie vor bläst.

 

Wieder zurück im Dörfchen treffen wir im Kaffee auf einige unserer Frachtermitreisenden und setzen uns natürlich sofort zu ihnen. " Urugay ist ja wirklich ein kleines Land, dass man sich so oft über den Weg läuft."

 

Gemeinsam geht es dann mit einem der Busse zurück, nur leider gibt es unten keinen Platz mehr und so sitzen wir oben und erst noch zuvorderst. " Auch nicht schlecht, so sehen wir was auf uns zukommt und zum fotografieren natürlich noch viel besser."

 

Zum kleinen Oertchen Barra de Valizas, fahren wir zusammen mit unseren französischen Freunden und stellen uns windgeschützt auf den Parkplatz hinter die Dünen. Nach dem überqueren derselben staunen wir nicht schlecht über die Aussicht, die sich uns da bietet.

 

Nach einem Kurztrip mit unseren Tretrollern in's Zentrum, lassen wir den Abend bei Sekt ausklingen. So ein schöner Tag muss einfach gebührend gefeiert werden.

 

Fotos aussuchen ist heute eine echte Herausforderung, das verschiebe ich auf morgen.

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Do

06

Dez

2018

Punta del Este

So jetzt aber zusammenpacken und losfahren. Zwar geht Alois Brillengestell noch kurz vor der Abfahrt kaputt, aber die Ersatzbrille ist schnell zur Hand und nach der Verabschiedung von den anderen Reisenden sind wir nun endlich bereit für unser grosses Abenteuer.

 

Der Wind aus Süden ist ja bereits da, uns gelüstet es im Moment nicht, diesem entgegenzufahen, also fahren wir stattdessen der Küste entlang nach Norden, natürlich immer in Begleitung des frischen Windes.

 

Erster Halt in Punta Ballena, Besuch des Museums Casapueblo, erbaut vom berühmtesten Künstler Urugays, dessen Sohn einer der 16 Ueberlebenden des Flugzeugabsturzes in den Anden war. Wir sind beeindruckt. Nach dem Besuch des Museums geht es mit dem altertümlichen Gitterlift 9 Stockwerke in die Tiefe zum Restaurant das fast auf Meereshöhe liegt. 

 

Nur kurz ist die nächste Etappe, denn die Hand am Strand von Punta del Este lassen wir uns natürlich auch nicht entgehen. Alois:" Da stelle man ein paar Betonpfeiler in den Sand und schon strömen die Touristen." " Schon, aber trotzdem möchte ich es bildlich festgehalten haben." Was somit geschehen ist.

 

Auf der Weiterfahrt staunen wir ob der langen Kolonnen vor den Tankstellen. " Was das wohl zu bedeuten hat?" " Keine Ahnung, aber wir haben noch genügend Diesel im Tank." " Vielleicht ist das immer so am Donnerstag oder es gibt am heutigen Klaustag eine besondere Bescherung." 

 

Beim Faro Julio Ignacio mit guter Sicht auf den Leuchtturm richten wir den Camper für die Nacht so aus, dass unsere Gasanlage nicht dem Wind ausgesetzt ist, dafür zieht es unten durch den Türschlitz rein.

 

Wir schauen den Wellen zu, die sich an der Küste brechen. Das Wasser scheint zu kochen, ein echtes Spektakel.

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Mi

05

Dez

2018

Letzter Tag auf dem Paraiso Suizo

Es sieht ganz so aus, als ob sich unsere Lithiumbatterien tatsächlich erholt haben. Irgendwas scheint zwar noch zu spinnen, denn alles funkioniert tadellos bis zu dem Moment wo wir die Wasserpumpe in Betrieb nehmen. Robert macht sich an die Arbeit und nun funktioniert auch diese. Vielen, vielen herzlichen Dank für dein unermüdlichen Einsatz.


Es folgt der Belastungstest. Die Lichter, der Mixer, die Ventilatoren, der Wechselrichter, etc. laufen nun bereits seit Stunden lediglich über unsere Bordbatterien. Die Spannung hält und die Batterien entladen sich ganz langsam.

 

Abends gibt es auf dem Paraiso Suizo feine Pizza aus dem Holzofen und morgen werden wir wohl tatsächlich wie geplant unsere Reise starten.

 

Dank des guten Internets auf dem Paraiso Suizo, hatte ich in den letzten Tagen  Gelegenheit, viele meiner Fersehsendungen am Laptop zu schauen. Die Entzugserscheinungen der letzten Wochen sind mehr als kompensiert.

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Di

04

Dez

2018

Tretroller im Einsatz

Erstmals in Südamerika kommen unsere Elektrotretroller zum Einsatz. Die Bord-Batterien können sich, wenn sie denn wollen, schliesslich selber laden.

 

Auf der " Autobahn" geht es ein paar Kilometer nach Santa Anna. Die Segway-Kickscooter funktionieren tadellos, sogar auf der Naturstrasse.

 

Das Städtchen, in den nächsten Wochen wohl gut besucht, macht zur Zeit noch einen verschlafenen Eindruck. Wir finden jedoch ein offenes Restaurant und einen kleinen Supermarkt, in dem es alles zu kaufen gibt was man für den täglichen Bedarf braucht.

 

Schlussendlich haben wir ca. 14 km zurückgelegt, einzig der Daumen vom "Gasgeben" ist mir beinahe eingeschlafen, sonst alles paletti.

 

Wieder zurück kümmert sich mein stressgeplagter Alois wieder um unser Stromproblem, denke ich, während ich mich am Strand amüsiere, aber auch Alois lässt sich die gute Laune nicht verderben, die Boulekugeln wollen schliesslich auch mal wieder bewegt werden.

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Mo

03

Dez

2018

Gas aus Pirapolis

Dank der Hilfe von Robert und Amumot hat sich unser Stromsystem ein bisschen wiederbelebt. Die Stromspannung steigt etwas an, aber natürlich noch keine Ladung der Batterien.

 

Zusammen mit Mireille und Jean-Jaques, die ein Problem mit ihrem Gasdruckminderer haben, fahren wir nach Pirapolis. Wir geben unsere leere Flasche bei Riogas ab und sollen sie in zwei Stunden wieder befüllt abholen. Unseren französischen Freunden können sie da leider nicht weiterhelfen.

 

Im Städtchen parken wir vor dem im Jahre 1930 erbauten, historischen Hotel, das das Casino beherbergt und einst das grösste von ganz Südamerika gewesen sein soll.

 

Wir flanieren auf der Promenade, speisen gut und fahren nach der Zeit zurück zu Riogas, wo wir auf Sonja und Rene treffen, die sich ebenfalls mit neuem Gas eingedeckt haben. Also zurück ins Städtchen zum Apero. Die zwei stehen frei an der Küste, was wir auch gerne tun würden, täten unsere Batterien das, was ihre eigentliche Arbeit wäre.

 

So fahren wir halt zurück auf den Campingplatz, stellen fest, dass die Stromspannung mittlerweile noch ein klitzekleines bisschen gestiegen ist und schliessen uns von Neuem am Landstrom an. Es bleibt jedoch dabei, die Hoffnung stirbt zuletzt.

 

Abends bereitet Andre das erste Asado vor. Das Fleisch dafür legt jeder selber auf den Grill. 

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