Aktuelles

Di

14

Mai

2024

Schneckentempo

Zuerst will die Kupplung am Morgen nicht reagieren, doch nach mehrmaligem Pumpen, ist die Luft wohl draussen und wir können starten.

 

Wir sind immer noch auf über 2000m ü M, aber bald geht es runter auf Meereshöhe. Hoffentlich hält der Draht, ansonsten......

 

Im Schneckentempo, fast nur Lastwagen sind auf dieser Route unterwegs fahren wir zweispurig durch die Kurven nach Cordoba und dann wird es heiss. 36 Grad, gefühlt über 40 und die Luftfeuchtigkeit beträgt 80%. Das Schlafen ist irgendwie nicht mehr so erholsam.

 

Nur noch 1000 km bis Cancun. Wir treffen auf 4 Lastwagenchauffeure, die mit ihren Brückenteilen für den Mayazug ebenfalls unterwegs sind nach Cancun. " Wir wollen morgen Abend da eintreffen. " Bei uns wird das Tage länger dauern." Als wir von der Raststätte wegfahren, sitzen sie immer noch da. " Ich glaube das sind Mexikanische Tage, ein oder zwei mehr sind nicht erwähnenswert."

 

Vorbei an Veracruz und neuerliche Uebernachtung auf einer Pemex.

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Mo

13

Mai

2024

Africam und ups

Also fahren wir nach einer kühlen Nacht, die Temperatur geht nachts unter 15 Grad.

 

Auf dem Arco Norte geht es weitläufig um Mexiko City rum, die ersten 70 km auf guter Strasse, danach wird die teure Autobahn löchrig. Wie hat uns doch Jaime gesagt:" Zahle ich pro Loch?"

 

Wir übernachten auf einer Pemex und dann geht es weiter in den Safaripark, haben wir doch nach dieser tierlosen Zeit, Lust auf wilde Tiere.

 

Heute ist Montag und wir haben den Park fast für uns alleine. Manchmal geht es steil runter und danach wieder hoch, was nicht so gut für unser Womo ist.

 

Nun wir sind wieder draussen und durch die Marmor und Keramik Region geht es wieder runter auf die Autobahn.

 

Aber oha, nach ein paar Kilometern fällt die Kupplung durch, ohne Motorenzeichen und sonstige Vorwarnung. Zum Glück können wir das Auto die nächsten 600 m rollen lassen und stehen auf dem Parkplatz der Tankstelle.

 

Das ist aber seltsam. Nun der erste angeforderte Mechaniker erscheint auch nach 2 Stunden noch nicht und so wird ein anderer geordert. Die Männer kommen nach einer halben Stunde. " Da ist guter Rat teuer, ihr müsst von der Autopista in eine Garage abgeschleppt werden." Kein Abschleppdienst ist bereit zu kommen. Also liegt der Mech nochmals unter das Womo und meint, er könne das Problem doch beheben. Eine Pride vom Schlauch der Pumpe ist weg. Er befestigt den Schlauch mit einem Draht, füllt Bremsflüssigkeit nach und tatsächlich die Kupplung reagiert.

 

Bereits ist es stockdunkel und wir übernachten auf der Tankstelle.

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Sa

11

Mai

2024

Morelia

Wir schaffen es gerade mal bis Morelia.

 

Nach der Wäscherei fahren wir zu unserem schönen Stellplatz im Park, ups der ist leider besetzt. Findet doch das Fest der Ureinwohner der Region statt. Alles hermetisch abgeschlossen.

 

Wir stellen uns in eine  Nebenstrasse und besuchen das Fest.  Die Eingangskontrolle gleicht der beim Flughafen. Keine Getränke, keine Sprühdosen ( Deos ). Alles wird kontrolliert und eingesackt. Nun das muss ja richtig gefährlich sein.

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Fr

10

Mai

2024

Bei Charly

Die Tage plätschern dahin. Ursula und Markus sind auch einige Zeit hier. Es ist heiss, so um die 35 Grad. Die tägliche Erfrischung im Pool ist einfach herrlich.

 

Beim Balanceo wird die Spur neu eingestellt.

 

Rene und Brigitta treffen ein, wie auch Robert und Ursula allesamt aus der Schweiz. 

 

Wir versuchen über Stunden einen Flug in die Schweiz zu buchen, sei es von Guadalajara oder Mexiko City aus. Es ist überhaupt nicht einfach, immer wenn wir es fast geschafft haben, fliegen wir aus dem Programm oder die Bezahlung wird abgelehnt. Alois versucht es nochmals von Cancun aus und siehe da, die Buchung klappt. Wir werden also mit dem Womo die 2000 km unter die Räder nehmen.

 

Die Mexikaner feiern den Muttertag immer am 10 Mai, egal auf welchen Wochentag dieser fällt. Wir geniessen ein gemeinsames Frühstück in Atotonilco.

 

Bei Yuka werden währenddessen die verschiedenen Plessuren am Womo wieder gefllckt, sowie die immer stärker lotternde Einstiegsstufe verstärkt.

 

Die Temperatur hat inzwischen 42 Grad erreicht. Wir werden uns morgen auf den Weg nach Cancun machen.

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Mi

01

Mai

2024

Santa Elena

Eigentlich möchten wir noch die Spur einstellen lassen, läuft doch der linke Pneu einseitig ab. Wir staunen: "Wieso ist die Garage an einem Donnerstag geschlossen?"" Es ist doch Mittwoch." Ich kontrolliere den Kalender. " Es ist nicht nur Mittwoch, nein auch der 1.Mai." "Alles klar, ein Feiertag." Wir fahren weiter und geniessen die Landschaft. Wüssten wir nicht das wir in Jalisco sind, würden wir das sofort merken, ist doch der Schnapsanbau allgegenwärtig.

 

Wir passieren kleine Dörfer, wähnen uns einmal mehr in Afrika, erblicken wir doch Zebras und erreichen schliesslich, nachdem wir einen kleinen Pass überwunden haben Santa Elena.

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Di

30

Apr

2024

Grossstädte

Am Morgen sehen wir wieder mal das andere Mexiko. Es gäbe noch so viel zu tun, beim Umweltschutz, Wir, übernachten in Aguacaliente, die Altstadt sehen wir nicht, alles viel zu eng und sehr viel Verkehr. Tatsächlich wird Plastik auch hier gesammelt, schade nur fällt immer noch zu vieles einfach in die Natur.

 

Wieder über Land erreichen wir Leon, ohne und die Altstadt anzusehen, wir übernachten beim Walmart und mögen nicht mehr mit dem Taxi fahren, sind irgendwie ausgepowert und wollen nur noch die Beine hochlegen.

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So

28

Apr

2024

Zacatecas

Es gibt tatsächlich Windräder die ich mir in den Garten stellen würde. Weiter geht es durch die " Kalahari", jedoch ohne Elefanten, Giraffen und Löwen. Wir befinden uns nun immer zwischen 2000 und 2500m, was wir jedoch nicht spüren.

 

Wir passieren kleinere Ortschaften und in Fresnillo ergänzen wir im Alsuper,  dem für uns seit Nuevo Casas Grandes neu entdeckten Supermarkt, ähnlich schön gestaltet wie der Coop in der Schweiz, unsere Vorrräte.

 

In der Nähe von Zacatecas, sehen wir zum ersten Mal wieder 2 Camper. Seit Nogales der Grenze zu den USA nach über 1500 km.

 

Da wir Zacatecas die hübsche Stadt, bereits vor 2 Jahren besucht haben, fahren wir durch und übernachten nach der Zahlstelle beim Oxxo. Viele Lastwagen machen dasselbe, was eine unruhige Nacht verspricht.

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Sa

27

Apr

2024

Nationalpark Sierra de Organos

Wir verlassen diesen beschaulichen Ort und reisen in den Bundesstaat Zacatecas ein, wo uns die obligate Kontrolle erwartet.

 

Kurz danach wenden wir uns von der Hauptstrasse ab um in den Nationalpark Sierra de Organos einzufahren. Doch zuerst müssen wir uns in Geduld üben und sind froh, dass der Bulle keine Hörner trägt und wir kein rotes Auto haben.

 

Im knochentrockenen Park, ein kleiner Funke könnte wohl einen Brand auslösen, zwischen den imposanten Felsformationen verbringen wir eine ruhige Nacht.

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Fr

26

Apr

2024

El Saltito/ Ojo de Agua de San Juan

Nun aber wieder raus aus der Stadt. 50 km weiter südlich gibt es anscheinend eine schöne grüne Gegend.

 

Zuerst geht es vorbei an einem Wasserfall. Wasser fällt leider keines, denn es ist ja keine Regenzeit. Irgendwo unten hören wir das Wasser rauschen. Also die 180 Stufen in die Tiefe. Das Rauschen entpuppt sich als plätschern und wir " sportlichen" Raucher erklimmen bei über 30 Grad wieder die Stufen nach oben. " Jetzt wissen wir wieso wir die einzigen Besucher dieses Kleinodes sind."

 

Nun aber zur Quelle mit der hübschen Lagune, wo das Uebernachten möglich ist. Viele Kleinbauern mit ihrem Vieh verteilen sich in der Landschaft. Nach 8 km und vorbei an Los Berros erreichen wir in der kleinen Ortschaft San Juan das Ojo de Agua.

 

Wir werden nicht enttäuscht. Nicht nur ist das Wasser herrlich, für Alois etwas zu kühl, nein auch die Enten, Pferde und Hunde sind ein Hingucker. Die Bäume bieten angenehmen Schatten. 

 

 

In der Nacht sind wir mit den Hunden ganz alleine an der Lagune und es ist absolut still. Hier werden wir wohl noch einen Tag verweilen.

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Mi

24

Apr

2024

Garagen Hopping

Natürlich ist das Motorenzeichen am Morgen wieder da. Wir noch in Durango peilen die Garage unseres Vertrauens an.

 

Obwohl sehr viele Autos vor der Werkstatt stehen, werden wir sofort bedient. " Klar erinnern wir uns an euch. Alois ist immer noch per Whats App mit mir verbunden." " Könnt ihr eine Diagnose vornehmen" " Selbstverständlich, wir werden uns bei euch melden, sobald wir mehr wissen."

 

Nach einem Tag in der Stadt, stellt sich heraus, dass ein Sensor des Pedals defekt ist. Schnell ist dieses Teil ersetzt und wir werden jetzt hoffentlich das Garagen Hopping beenden können.

 

Für die Nacht dürfen wir uns direkt neben die Garage stellen und verbringen eine ruhige Nacht.

 

Vielen Dank an Walter, einen Reisebekannten aus Griechenland, der uns den Tipp und gleich auch passende Links dazu gegeben hat, uns doch ein Diagnosegerät anzuschaffen, damit wir nicht immer auf spezielle Garagen angewiesen sind, die über ein solches Gerät für europäische Modelle verfügen.

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Mi

24

Apr

2024

Durango

Spannend, am Morgen beim Starten des Fahrzeugs ist das Motorenzeichen wieder weg. Ich: " Weisst du, diese Elektronik ist einfach zu blöde. Gäbe es die nicht, würden wir uns nicht über Tausende von Kilometern Sorgen machen. Haben wir ein Problem, merken wir das auch so." Alois:" Ja stimmt schon, aber wir müssen doch die Sache kontrollieren lassen." Wir überlegen was nun zu tun ist. " Vielleicht kommt ja die Lampe wieder, also weiter nach Durango zur Garage unseres Vertrauens."

 

Diese Region ist viel abwechslungsreicher. Wir befinden uns jetzt immer so zwischen 1500 und 2000m.ü.M. Die Strasse ist sehr gut und wir kommen super voran.

 

Das Zeichen ist nicht mehr da und es ist bereits wieder abends, also übernachten wir irgendwo in der Stadt.

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Di

23

Apr

2024

Fiat in Gomez Palacio

In Gomez Palacio, 240 km südlich gibt es ebenfalls eine Garage.

 

Durch die Wüste, geht es ein bisschen auf und ab. Wir befinden uns jedoch immer zwischen 1100 m und 1500m. Nicht viel Abwechslung. Nach 120 km die nächste Zahlstelle und einen Oxxo, ansonsten überhaut nichts.

 

Endlich erreichen wir Gomez Palacio. Das Maps me führt uns mitten durchs Zentrum. Es ist 16.00 Uhr und fast nichts mehr los in der Werkstatt. Wir fahren rein und lassen uns von einem Mitarbeiter erklären, dass sie weder über einen Computer verfügen für europäische Wagen, noch eine Equipe, die solche Autos reparieren kann. OK, dann halt weiter nach Durango.

 

Bei der Zahlstelle Richtung Westen gibt es einen grossen Parkplatz, auf den wir uns für die Nacht hinstellen. Ziemlich laut, aber was soll's.

 

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Mo

22

Apr

2024

Ojo de Dolores

Nach weiteren 150 km immer noch durch landwirtschaftlich und industriell gut genutztes Gebiet peilen wir ein Balinerio caliente an, das per Plakaten grossartig beworben wird. Ups, das ist aber gar nichts für uns. Also weiter, denn eigentlich hatten wir sowieso einen anderen Ort im Blick.

Es ist zum " Haaröl seichen", denn auf der Weiterfahrt, nach zurückgelegten 500km, erscheint wieder das Motorenzeichen auf dem Armaturenbrett. 

 

"Waren wir nicht vor 2 Jahren schon mal bei diesem Ojo Caliente?" Wir haben ein Dejavu. " Klar waren wir bereits mal hier, aber es ist auch schön in dieser kleinen Oase und das Wasser einfach herrlich. 

 

Wir übernachten 2x, geniessen das Landleben und das badewannenwarme Quellwasser. Auch kommt mal wieder der Grill zum Zug, feine Sparibs, die wir bereits Wochenlang im Tiefkühlfach mitführen, werden von uns verspeist und wir versuchen das Motorenzeichen aus unseren Gedanken zu verdrängen.

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Fr

19

Apr

2024

Wieder mobil

Die letzten Handgriffe, Probefahrt und auf dem Computer sehen wir, dass die Fehler behoben sind. Eriberto löscht die Angaben auf dem Compi. Verabschiedung, Gas füllen und wir sind unterwegs  durch die Wüste Richtung Süden. Ein gutes Gefühl, kein Motorenzeichen mehr.

 

In einer der wenigen Ortschaften, überholen wir bei einem Topes einen Lastwagen. War wohl nicht so gut. Ein Polizeiauto hält uns an." Ihr müsst einen Busse bezahlen, überholen darf man da nicht." " Oh je sorry." Wir bezahlen einen kleinen Obulus, der vom Polizisten in der Hand zerknüllt wird und er wünscht uns eine gute Weiterreise.

 

Dann durchqueren wir eine grüne landwirtschaftliche Region, die sich über 100 km hinzieht.

 

In Chihuahua, der Hauptstadt des Bundesstaates mit 900'000 Einwohnern machen wir Halt für die Nacht.

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Do

18

Apr

2024

Es geht los

Die Teile sind da und sofort machen sie sich ans Werk. Die Kupplung wird ebenfalls ersetzt. Irgendwie verstehe ich jetzt, warum man nicht in der Werkstatt sein darf, wenn die Arbeiten beginnen. Sieht so aus, als ob wir nie mehr mit dem Auto losfahren werden, alles ist auseinander genommen.

 

Die Dame des Hauses bringt uns ins Zentrum, denn die Busse sind nur für die Schüler und die Arbeiter bestimmt.

 

Nach dem Mittagessen stehen wir vor einem Kaffee und überlegen, ob wir ein Taxi für die 4 km zurück bestellen sollen, oder uns wieder per pedes aufmachen. Da fragt uns Gabriel, ein junger Mann, ob er uns irgendwohin bringen kann. Herzlichen Dank, denn Geld will er auf keinen Fall.  Also verbinden wir uns auf Whats App und schauen wie es in der Zwischenzeit mit den Arbeiten voran gegangen ist.

 

Der Mechaniker arbeitet bis 19.00 Uhr. " Morgen Mittag werdet ihr weiterfahren können." 

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Di

16

Apr

2024

Zahnarzt

Gestern meinte Eriberto, dass das Teil am Donnerstag wohl hier wäre und er werde dann den Zylinder am Wochenende reinmechen. Also Tee, äh Kaffee trinken und abwarten.

 

Ich erkundige mich der Hausherrin nach einem Zahnarzt. Liegt doch meine Krone immer noch in einem Sahnedöschen. Sie ruft ihre Zahnärztin an und bringt uns eine Stunde später ins Zentrum. Ein bisschen schleifen an der Krone und am Zahn und die Krone ist wieder an Ort und Stelle. Danke schön, auch für den kleinen Preis. Mal sehen wie lange die hält.

 

Wir wollen uns das Zentrum von Nuevo Casas Grandes ansehen und ein paar kleine Einkäufe machen. Alles ist sehr weitläufig, fast wie in den  USA. Doch gibt es einen schönen Platz und Park und natürlich auch viele Einkaufsmöglichkeiten. Beim kleinen Bahnhof wird gearbeitet. Sind wir hier in Japan? Beim Einkaufsladen wähnen wir uns in Deutschland. Sehr international.

 

In einer Pizzeria verköstigen wir uns und machen uns dann bei 30 Grad auf den 4.5 km langen Heimweg per pedes. Nicht eine kleine Bank oder einen kleinen hübschen Park zum Ausruhen. Gibt es denn hier keine Busse? Google maps sagt nein. Doch 3x fährt ein Bus vorbei! Uebermorgen werden wir versuchen den Bus ins Zentrum nehmen.

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So

14

Apr

2024

Pueblo Magico

Am Sonntag möchten wir uns dann doch Casas Grande, das Pueblo Magico mit den Ruinen der Indios ansehen.

 

Die freundliche Hausherrin muss mit ihren 2 Kindern sowieso ins Zentrum und erklärt sich bereit uns ins 14 km entfernte Dorf zu fahren.

 

Auf dem zentralen Platz orientieren wir uns zuerst mal und wenden uns dann per pedes nach Westen. Nach 1.5 Km erreichen wir Paquime. Das Museum ist geschlossen und Eintritt kostet es auch nicht.

 

Die Anlage ist weitläufig mit vielen Erklärungen auf Tafeln. Es gibt vor allem Theorien wie die Menschen hierher kamen und wer es überhaupt war. Nichts genaues weiss man. Auf jeden Fall wurde das Dorf bereits im 7.Jhrd. gegründet und hat sich immer erweitert und vergrössert. Sie hatten ein ausgeklügeltes Wassersystem und hielten per Feuerzeichen die Kommunikation mit anderen Dörfern aufrecht.

 

Irgendwann wurde das Dorf von anderen Wüstenbewohnern angegriffen, die Menschen getötet und das Pueblo zerstört. Alois:" Kriege seit es die Menschheit gibt." J.F. Kennedy hat mal gesagt;" Die Menschheit muss dem Krieg ein Ende setzen, bevor der Krieg der Menschheit ein Ende setzt." Der Ausspruch ist so aktuell wie schon lange nicht mehr.

 

Wir laufen bei starkem Wind zurück ins Zentrum, verköstigen uns und nehmen ein Taxi zurück nach Nuevo Casas Grandes, machen einen kurzen Halt für Einkäufe und legen beim Womo  die Füsse hoch um uns von unserem Ausflug zu erholen.

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Sa

13

Apr

2024

Nuevo Casas Grande

Tatsächlich kommt am nächsten Vormittag Eriberto mit Jesus, sieht das es nicht am Kabel liegt, holt Bremsflüssigkeit, füllt diese nach, bringt jedoch nichts. " Es ist wohl der Zylinder, den kann ich am Montag bestellen. Was wollt ihr machen, wollt ihr ins Hotel?" " Nein eigentlich nicht, schliesslich haben wir unser Hotel bei uns."  Ja dann nehme ich euch doch mit zu mir nach Hause, da könnt ihr problemlos stehen. Gesagt getan und nun stehen wir bei ihm Zuhause, haben Wasser und eine Toilette, was braucht es mehr?

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Fr

12

Apr

2024

Stillstand

Am Freitag Morgen fahren wir zu Fiat in Nogales. Da Alois sich im Internet schlau gemacht hat, fragen wir nach einem Zylinder für die Kupplung. " Ja den können wir bestellen, dauert ungefähr eine Woche bis er da ist." Da fahren wir doch weiter, haben ja jeweils nur 2x pro Tag einen Kupplungsklemmer.

 

Entlang der Grenze und des Zauns geht es nach Osten durch's Gebirge. Es geht rauf und runter. Sehr viele Lastwagen haben die selbe Idee wie wir. Sie fahren jedoch sehr vorsichtig über die kurvige Strecke. 

 

Schliesslich erreichen wir den Bundesstaat Chihuahua. An der obligaten Militärkontrolle erklären wir den Militärs unser Problem mit der Kupplung und dem Motorenzeichen. Beim Anlassen des Motors ist das Zeichen weg. Vorführeffekt. Sie wünschen uns eine gute Reise und viel Erfolg bei der Reparatur.

 

In Janos wenden wir uns gegen Süden und weg von der Grenze. Wir wollen in Casas Grande, dem hübschen Pueblo, nach 450 km Fahrt, den nächtlichen Zwischenstopp einlegen. Kurz vor dem Ziel in Nuevo Casas Grande fällt die Kupplung durch und lässt sich nicht mehr hochziehen, nichts geht mehr. Dank 2 freundlichen Helfern können wir das Womo  von der Strasse auf die Seite schieben. Es ist Freitag 19.00 Uhr, die Werkstätten haben gerade geschlossen. Also werden wir halt über Nacht hier stehen bleiben und morgen weiter sehen. Hätte ja auch an einem dümmeren Ort passieren können, z.B im Gebirge.

 

Es ist bereits stockdunkel, da hält ein Auto. Die 3 Männer erkundigen sich nach unserem Problem. Schauen sich das Ganze an, meinen ein Kabel sei wohl gerissen. Arnoldo erklärt:" Ich rufe morgen früh einen Mechaniker an, der wird dann mit seinem Camionetta hier her kommen, den Schaden begutachten und wenn möglich beheben. Hier steht ihr ja gut bis morgen früh. Braucht ihr irgendwas?" " Nein, wir haben alles und herzlichen Dank." 

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Sa

02

Mär

2024

In Mexicali klicken die Handschellen

Am Morgen um 09.00 Graupelschauer, Sturm und immer noch erst 5 Grad.

 

Wir fahren weiter. Bald haben wir die Schlechtwetterphase hinter uns, doch der stürmische Wind bleibt uns erhalten. 

 

Wir fahren in einen imposanten Canon rein. Wow, das hätten wir verpasst, wären wir in Tecate über die Grenze. Ein Radrennen mitten zwischen den Autos und Lastwagen, ein gewagtes Unternehmen für die Teilnehmer.

 

Bald sind wir wieder auf Meereshöhe und erreichen Mexicali. Wir stehen am Zoll. " Habt ihr ein ESTA?" " Nein, wir schaffen es einfach nicht, könnt ihr uns vielleicht helfen?" Wir sollen zur Inspektion fahren und warten und das Auto nicht verlassen. Nach einer halben Stunde kommt ein netter Beamter der uns mit dem ESTA zur Seite steht. Tatsächlich wird der Antrag von Alois nach Bezahlung mit der Kreditkarte, schliesslich angenommen. Bei meinem Antrag stürzt das Programm immer wieder ab. Da kommt eine Offizierin ans Auto und meint:" Ihr habt doch gestern schon versucht in die USA einzureisen" " Ja aber es ging nicht und die Beamtin in Tecate hat gemeint, hier könnten sie uns eher helfen." Sie geht weg und ein anderer Beamter tritt an den Camper und meint." Stellt euer Womo auf die andere Seite und kommt mit.

 

Wir betreten ein Büro. Werden einzeln abgetastet, müssen alles ausser dem Geld, das wir in die Hosentaschen stecken sollen, abgeben. Fotos werden gemacht. Fingerabdrücke abgenommen. " Sind wir Kriminelle?" " Nein, nein, das ist nur zu unserer Sicherheit." Der Pass wird Seite für Seite kopiert. Die Beamtin arbeitet eine Stunde am Computer. Dann bekommen unsere abgenommen Dinge eine Etikette. Wieso das? Ein Beamter holt meine Medikamente und unsere Jacken aus dem Camper. Ein sehr korpulenter Officer kommt herein und zeigt uns auf dem Google Uebersetzer: Ihr seid illegal in die USA eingereist,, seid jetzt verhaftet. Kommt in Auslieferungshaft, werdet in die Schweiz abgeschoben und kommt nie mehr in die USA. Alois:" Und was ist mit unserem Camper." " Der bleibt hier und wird es bleiben, da ihr nicht mehr in die USA einreisen dürft." Wir erbleichen jetzt endgültig. Alois darf nochmals mit einem Officer zum Womo, holt Computer und Geld heraus. Dieses Prozedere wiederholt sich noch 2 mal, kommt uns doch immer wieder etwas in den Sinn, doch plötzlich muss alles sehr schnell gehen und der begleitende Beamte ist bereits ziemlich entnervt. Ich jammere inzwischen bei der Beamtin, dass das unser Haus ist und unser ganzes Hab und Gut drin ist. Sie beruhigt mich. Wenn ihr am anderen Ort seid, sprecht ihr mit dem Officer, der euer Problem behandelt und könnt dann jemanden anrufen, der in die USA einreisen darf, damit er das Fahrzeug zurück nach Mexiko holen kann. Ich bin tatsächlich etwas ruhiger. 

 

Dann klicken die Handschellen auf dem Rücken, tut weh. Wir werden zusammen mit einer ebenfalls inhaftierten Peruanerin sehr unsanft in einen Gefängniswagen verfrachtet. Nach einer 5-Minütigen Fahrt werden wir in einen vergitterten Raum gebracht, wo sich noch ca. 20 Menschen und einige Officers an einem Tresen befinden.  Die Handschellen werden abgenommen, wir nochmals komplett abgetastet. Dann soll sich Alois auf die Männerseite und ich auf die Frauenseite setzen und wir sollen nicht miteinander sprechen.

 

Wir werden dem Arzt vorgestellt, das sei so üblich. Alois Werte sind gut, mein Blutdruck auf 190. Sie geben mir eines meiner Medikamente. Nach einer Stunde wird die Prozedur wiederholt. BD auf 186. Die Aerztin gibt mir ein stärkeres Medikament und will mir zusätzlich ein Beruhigungsmittel geben, dieses will ich jedoch nicht. Nach einer weiteren Stunde ist der BD auf 147. Sie ist zufrieden.

 

Der Officer, der unseren Fall behandelt, erklärt uns, dass in der Zwischenzeit Alois ESTA anerkannt wurde. Meines ist ja nicht gegangen. Er gibt Alois sein Handy und fordert ihn auf, meinen Antrag nochmals zu machen. Ich frage den Officer, ob wir nun schlimme Kriminelle seien, da wir so dumm und so alt seien. Er lacht:" Nein ihr seid nicht gefährlich, sonst wärt ihr hinten in einer Zelle."  Es klappt aber einfach nicht mit dem Antrag. Alois zeigt ihm sein Handy. Der Beamte merkt, dass das mit Alois Email nie klappen wird und beginnt mit seinem eigenen Handy den Antrag zu stellen. Das Foto braucht mehrere Anläufe, bis es hochgeladen ist. Der Officer ist sehr geduldig." Sie bekommen jetzt einen Code in ihre Email um diese zu verifizieren. " Ups, mein Handy liegt noch im Handschuhfach des Womos. Nach einer Viertelstunde ist mein Handy da. Der Code ist inzwischen verfallen. Alles nochmals von vorne. Dann nach 2 Stunden klappt es endlich, er hält den Daumen hoch, auch mein Antrag ist hochgeladen. Wir bekommen etwas zu essen und sollen warten. Ich leg mich auf der Frauenseite auf eine der harten Matten und nicke tatsächlich ein. Dann hört Alois plötzlich den Ruf: " Yonne", weckt mich und es kommt der erlösende Bescheid des netten Officers. Ihr ESTA Antrag für 2 Jahre wurde ebenfalls bewilligt. " Und was bedeutet das jetzt?" " Ihr dürft in die USA einreisen."  Er meint.:" Ich bin einfach gut." Ich meine:" Sie sind der Beste." Die umstehenden Offiziere lachen.

 

Wir bekommen unsere Effekten zurück, werden auf die Immigration begleitet, wo noch einige Formalitäten, Fotos und Fingerabdrücke erledigt werden müssen.

 

Dann geht es mit dem Gefängniswagen zurück, diesmal ohne Handschellen . Die begleitende Beamtin entschuldigt sich für die Umstände die sie uns bereitet haben. Ich meine, dass das ja alles unsere Schuld war. Sie verneint und wünscht uns schöne Ferien.

 

Zurück beim Womo schneidet sie die Etiketten weg und gibt sie mir zur Erinnerung. Die umstehenden Officers lachen:" You are free!"  Wir dürfen nach 10 aufreibenden Stunden aus dem Zollareal rausfahren.

 

Was ich noch unbedingt erwähnen möchte ist, dass ausser dem dicken Officer, der uns die Handschellen verpasst und zum Auslieferungsverfahren gebracht hat, alle sehr freundlich waren und uns immer wieder beruhigend angelächelt haben.

 

Wir fahren nach Brawley, wo wir uns auf den Walmart Parkplatz stellen Freuen uns unendlich über die wiedergewonnene Freiheit und haben uns entschlossen, nicht nach Alaska zu fahren, denn ein solches Erlebnis brauchen wir wirklich nicht mehr, sondern uns ein paar Wochen in den USA aufzuhalten, um danach wieder nach Mexiko zurück zu kehren.

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Fr

01

Mär

2024

Tecate

Uns wurde von Freunden empfohlen den kleinen Grenzübergang in Tecate zu nehmen.

 

Bald erreichen wir diese Grenzstadt, werden dort von der Polizei aufgehalten, mit der Begründung, wir hätten ein Stopschild überfahren und das koste uns jetzt eine Busse von 3800 Peso. Kurze Diskussion, kurzes Telefonat vom Motorradpolizisten und er lässt uns gegen ein kleines Trinkgeld  weiterfahren. Alois:" Das fängt ja gut an."

 

Schnell sind wir am Zoll und werden nach dem ESTA gefragt. "Wir mussten das bis jetzt nie im Vorfeld machen, können wir das nicht hier erledigen." " Nein, leider nicht, das muss Online geschehen." Die nette Beamtin, die letztes Jahr die Schweiz besucht hat, möchte uns helfen, kurz vor Abschluss stürzt das Programm ab. Sie beginnt wieder von neuem, da kommt ein anderer Officer und erklärt, er gäbe uns noch genau 10 Minuten, dann müssten wir zurück nach Mexiko. Natürlich klappt es nicht. Die nette Beamtin meint noch, " fahrt nach Mexicali, das ist ein grösserer Grenzübergang und dort wird euch sicher geholfen." Das Tor geht auf und wir fahren raus.

 

Beim Weiterfahren in Richtung Mexicali beratschlagen wir hin und her. Ist es besser die ganzen Alaska Pläne fallen zu lassen? Sollen wir es in Mexicali wirklich nochmals probieren? Wollen wir überhaupt noch in die USA? Fragen über Fragen.

 

In Rumorosa stellen wir uns zu einem tollen Restaurant mit eigener Bäckerei. Nach dem etwas teuren Abendessen, erstehen wir ein echt feines Baguette. 

 

Danach versucht Alois ein ums andere Mal das Esta zu machen und stürzt jedes Mal ab.

 

Es stürmt heftig, die Temperatur fällt auf unter 5 Grad. Ausläufer des Blizzard, der in Kalifornien tobt.

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Do

29

Feb

2024

Valle Guadeloupe

Nach ein paar ruhigen Tagen blicken wir ein letztes Mal auf den Pazifik und wenden uns  ins hügelige Landesinnere.

 

Wir sind wieder auf der Weinroute und peilen Valle Guadeloupe. Wir wollen keines der verschiedenen Weingüter besuchen, im Gegenteil wir stellen uns zu einer Bierbrauerei. Ich freue mich über die kulturelle Aneignung, nebst 6 verschiedenen Biersorten gibt es auch feine Bretzel mit Wurst und Senf.

 

Schade nur, der Himmel ist bedeckt und es ist kühl und windig.

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Mi

28

Feb

2024

Ensenada

Rein in die Stadt. Viel Verkehr und auch hier viel Sand. 300 Tausend Einwohner leben rund um den Hafen. Kreuzfahrschiffe legen auch hier an.

 

Wir finden ein herrliches Plätzchen an einem kleinen Naturschutzgebiet am Rande von Ensenada. Hinter den Dünen erstreckt sich ein viele Kilometer langer Strand auf dem sich in den Morgenstunden die Strandläufer tummeln. Das gar nicht scheue Erdhörnchen, das in einer Riesenhöhle lebt ist in den nächsten Tagen unser Nachbar. 

 

Leider zeigt sich 3 Tage lang  die Sonne nicht gross und es ist kühl. Wir sind froh um unsere Jacken.

 

Die Polizei, die von Zeit zu Zeit ihre Runde dreht, winkt uns jeweils freundlich zu und der Hubschrauber fliegt in regelmässigen Abständen die Küste ab. Schulklassen bekommen  Naturkundeunterricht. 

 

Das Zentrum ist sehr amerikanisch angehaucht.  Wir lassen das Oel wechseln, besuchen den " Hörlidieb" um uns auf die Sommermonate vorzubereiten und lassen ansonsten die Seele baumeln.

 

Einer der interessanten Dinge auf der Baja sind die Verkehrskreuzungen. Auf allen 4 Seiten Stopschilder und wer zuerst kommt, hat Vorfahrt. Funktioniert erstaunlich gut und ist günstiger und besser als Kreisverkehre, sogar bei grossem Verkehrsaufkommen. Ueberhaupt wird in Mexiko auf den Strassen auf jeglichen Teilnehmer, ob Auto, Fussgänger, 2 Radfahrer, viel Rücksicht genommen, leicht gehupt wird höchstens wenn einer bei Grün schläft.

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Sa

24

Feb

2024

Weinregion Mexikos

Am Morgen besucht mich für einmal nicht ein Hund.

 

Später versucht ein Gruppe Jugendlicher erfolglos, jedoch gut gelaunt Fische zu fangen.

 

Wir packen zusammen und queren das staubige Lazaro Cardenas. Der Verkehr nimmt zu, denn das Land ist nicht nur grüner sondern auch dichter besiedelt und in den Ortschaften ist die Luft jeweils sandgeschwängert.

 

Das grösste Weinanbaugebiet Mexikos liegt vor uns. Es ist gleichzeitig die älteste Weinregion Amerikas, haben doch die Spanier bereits im 17.Jhd. die Reben gebracht. Anscheinend kann der Wein problemlos mit dem Kalifornischen mithalten, ist ja auch nicht weit weg.

 

Nach dem passieren einer weiteren Militärkontrolle, wenden wir uns vor Ensenada auf die Halbinsel und richten uns oberhalb der Klippen für die Nacht ein.

 

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Fr

23

Feb

2024

San Quintin

Am Morgen kommen Leute an den Strand, die zwischen den nach der Flut angeschwemmten Steinen Dinge suchen. Was wohl? Sie füllen grosse Säcke damit. Ach so schwarze geschliffene Steine sammeln sie ein. Ich interessiere mich mehr für die Meeresschnecken.

 

Schliesslich fahren wir wieder über die nicht so geniale Piste rauf auf die Strasse.

Die Landschaft ist nun richtig grün. Bäume säumen die Strasse und Felder links und rechts. Kurz vor Lazaro Cardenas biegen wir ab nach San Quintin.

 

Bei der alten Mühle stellen wir uns auf den grossen fast leeren Parkplatz. Auch hier wieder ein Vogelparadies und ein Winterkurort  für Alaska Wildenten. Scheint ein Ausflugsort zu sein, so schön wie alles gestaltet ist.

 

Immer noch geht eine steife Brise und wir sind froh, dass im Restaurant geheizt wird. Der Kellner erklärt uns, das neben Erdbeeren, Blaubeeren, Himbeeren, verschiedenen Gemüsen, das wichtigste Exportgut die fleischigen Tomaten sind. Es seien die besten von ganz Mexiko, erklärt er stolz. 

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Mi

21

Feb

2024

Minen oder doch nicht.

Das Wetter wird schlechter. Wir möchten uns aber doch noch die Turquise Minen anschauen, die im IOverlander so schön beschrieben werden.

 

Da stehen wir nun beim Cafe und schauen in die Tiefe. Wo sind sie denn? Der Chef vom Cafe kommt daher und fragt zuerst und erklärt dann, dass die Leute immer wieder Steine gestohlen hätten und so blieben die Minen nun geheim. Schade, wir wollen nichts stehlen nur schauen. In Marokko, hätten wir schnell eine Tour angeboten bekommen, hier nicht.

 

Wir gehen ins Cafe, der Chef erklärt uns verschiedene Steine und zeigt uns Fossilien. Wir werden dann auch noch mit 2 Steinen beschenkt. Nach einer Stunde und feinen Rühreiern fahren wir weiter.

Die Landschaft hat sich unterdessen auch wieder verändert. Die grossen Felsen sind weg.

 

In Rosaria, einer staubigen Ortschaft bekommen wir alles was wir brauchen, Gas, Wasser, Diesel und können unsere Wäsche erledigen. Nach 2 Stunden geht die Reise weiter.

 

Die Sonne strahlt wieder vom Himmel. Nach 30 Kilometern nehmen wir eine Piste und plagen unser Womo ein weiteres Mal, aber da es trocken ist, haben wir ausser dem Gerumpel keine Schwierigkeiten runter an die Küste zu kommen.

 

Wir essen die vom Wäscherei Chef geschenkten Guayaba, die wie säuerliche Aepfel schmecken. Ich mag sie, Alois nicht.

 

Dann hören wir nur noch das Meer rauschen und die Dunkelheit hüllt uns ein.

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Di

20

Feb

2024

Wandmalereien

Nach dem wunderschönen Sonnenaufgang zieht es uns weiter. Dieses Mal haben wir keine Delfine gesehen, im Gegensatz zu vor 4 Jahren.

 

Zurück auf der Ruta 1 fahren wir gegen Norden.  Die Landschaft verändert sich dahingehend, dass riesige Steinblöcke zwischen den Kakteen liegen. Wir legen einen Zwischenstopp bei einem Truckstop ein. Bereits das Gebäude ist sehenswert.

 

Wir sind nicht die Einzigen die einen Halt einlegen. Eine Gruppe Motorradfahrer, Schweizer, Deutsche, Oesterreicher und Belgier tun es auch. Sie sind in Los Angeles gestartet, fahren runter bis an die Südspitze und werden nach 17 Tagen wieder an ihrem Ausgangspunkt sein. Alois:" Manchmal vermisse ich das Töfffahren schon."

 

Bei den Höhlenmalereien der Cochimies machen wir den nächsten Halt und erklimmen den felsigen Berg. Alois:" Du hast doch gesagt, es sei kalt." Hier zwischen den Steinen ist nichts davon zu spüren. Doch in der kleinen Höhle herrscht ein tolles Klima.

 

Einige Kilometer weiter suchen wir uns ein Plätzchen für die Nacht. Ups, es ist weich, wir sinken ein, bloss weg von hier. Näher an der Strasse stehen wir dann auf festem Boden und richten uns für die Nacht ein.

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Mo

19

Feb

2024

Bahia de los Angeles

Weiter geht die Fahrt durch den Kakteenwald. Nach 10 Kilometern wenden wir uns nach Osten. Die Strasse ist erstaunlich gut und wir staunen über die blühende Wüste.

 

Nach 65 Kilometern erreichen wir die Küste. Die letzten 10 Kilometer sind dann nicht mehr so gut. In der Bucht stellen wir uns mit den anderen Womos auf das schmale befestigte Band. 

 

Das Wasser ist absolut klar, aber für uns etwas zu kalt.

Wir haben mal wieder den Grill in Gebrauch genommen und dafür einiges aus der Garage genommen.

 

Am Morgen staunen wir nicht schlecht, unser Karton mit den 6 Litern Milch, der unter dem Wagen lag, ist weg. Alois:" Jetzt habe ich doch gedacht, hier unter den Campern wird nichts geklaut." Ich:" Zum Glück konnten sie all das andere nicht brauchen, da wäre der Verlust ungleich grösser gewesen." 

 

Nun gut, wir fahren etwas zurück und stellen uns ganz alleine zwischen die Büsche.

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Sa

17

Feb

2024

Im Kakteenwald

In der Nacht habe ich vergessen den Wechselrichter für den Starlink abzuschalten. Am Morgen sind zwar die Batterien bei weitem nicht leer, aber die Spannung ist mal wieder auf 13 abgefallen, also geht gar nichts mehr.

 

Da wir auch den Wassertank füllen müssen fahren wir schweren Herzens weiter. Wieder geht es rüber an die andere Küste. 

 

In der Mitte der Baja stellen wir uns in den Kakteenwald um zu übernachten. Es ist absolut ruhig. Lediglich wenn ein Lastwagen, was selten vorkommt, vorbeifährt wird die Stille gestört.

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Fr

16

Feb

2024

Beim alten Leuchtturm

Um 06. 00 Uhr werde ich wach. Gestern wäre es eine Stunde später gewesen. Mit der Ueberquerung auf die Baja Norte haben wir in eine neue Zeitzone gewechselt.

 

Die ersten Fischer wassern ihre Boote. Die Muschelsucher stehen auch im seichten Wasser. Auch ein Traktor fährt raus. Der Himmel ist wolkenverhangen, nix mit schönem Sonnenaufgang. Dafür ist es bei 13 Grad absolut windstill.

 

Zwei Stunden später strahlt wieder die Sonne vom Himmel. Wir unterhalten uns mit unseren " Nachbarn" Karl und seiner Frau. Er spricht ein wenig Deutsch. Sie kommen aus Georgia und sind auf dem Weg nach Süden. 

 

Die Schnepfen setzen sich an den reich gedeckten Tisch und die Fischer kehren um 13.00 Uhr zurück, ebenso wie der Traktor. Danach herrscht wieder Stille , dafür frischt der Wind etwas auf.

Um 16.00 Uhr ist es vorbei mit der Ruhe. 2 Gruppen sind angekommen. Die Asiaten lieben das Kuscheln, wir eher nicht. Vielleicht werde ich dann am Morgen nicht von den Fischern geweckt und dieselben haben genügend Parkplätze.

 

Wir fahren 300 m weiter auf die andere Seite des Leuchtturms und es kehrt wieder Ruhe ein. 

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Do

15

Feb

2024

Guerrero Negro

Es ist immer noch kühl im Norden der Baja. Wir verbringen also noch mal 2 Tage in der Oase.

 

Aber dann drängt es uns doch nach Norden, brauchen wir doch wieder Gas und in San Ignacio gibt es anscheinend keines.

 

Sofort sind wir wieder von Kakteen umgeben. Wir passieren die obligate Militärkontrolle. Die Strasse ist zum Teil recht schmal und die LKW's donnern an uns vorbei, irgendwie unheimlich. Neben der Strasse ist alles sandig. Es ist nicht empfehlenswert nach rechts auszuweichen. Die Landschaft ist flach. Praktisch keine Häuser, bis auf die Ortschaft Villa Alberto, wo wir das Gas füllen und unsere Vorräte aufstocken.

 

Weiter geht es  durch die Ebene. Nach 160 km erreichen wir Guerrro Negro. 

Wir wenden uns nach Westen und unser Womo quält sich einmal mehr über eine 10km lange Wellblechpiste, diesmal durch Marschland. Ein weiteres Vogelparadies.

 

Wir stehen schliesslich beim alten Leuchtturm und richten uns ein.

 

Unter uns wimmelt es von Schnepfen, die sich am Abend auf dem schmalen trockenen Strandabschnitt für die Nacht niedergelassen haben.

 

Die Dünen auf der anderen Seite des Wassers sind für uns leider unerreichbar.

 

Ein anderes Womo findet sich ein, der Wind lässt nach und bald ist es stockdunkel und absolut ruhig. Wir schlafen herrlich.

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Di

13

Feb

2024

Lagune San Ignacio

Auch am Montag hat es für uns noch zu viel Wind. Wir warten einen weiteren Tag. Andere fahren raus.

 

Am Dienstag Morgen um 8.30 Uhr wagen wir es auch auf's Boot. Doch zuerst bekommen wir eine kleine Theoriestunde. Paula erklärt uns, dass diese Lagune und der Ojo de Liebre zusammen die grösste Kinderstube der Grauwale bilden. Es dürften jeweils maximal 16 Boote raus zu den Walen fahren. Kommen die Wale ans Boot dürfen lediglich 2 Boote drum herum tümpeln.

 

Zuerst geht es in rasantem Tempo 20 Minuten raus zum Eingang der Lagune.  Dort stehen bereits 2 Boote, die von den Walen umgeben sind. Wir warten in einiger Entfernung. Dann sind wir dran. Mit Lärm und Wassergeplantscher machen wir die Riesentiere auf uns aufmerksam. Sie kommen ran und bringen ihre Baby's zu uns ans Boot, ergreifend. Einer der riesigen Grauwale schiebt unser Boot an, wenn das nur gut geht. Es geht gut. Nach Eineinhalb Stunden geht es in eben so rasanter Fahrt zurück auf den Ecocamping Antonio.

Nach diesem eindrücklichen Erlebnis packen wir zusammen und machen uns auf den Rückweg. Diesmal testen wir auch die Pisten neben der Hauptpiste. Alois:" Wenn die die Piste abstossen würden, wäre die Strecke wunderbar zu bewältigen. Nach einer Stunde haben wir die 17 km Piste geschafft.

 

Auf der Teerstrasse ohne Topes, erreichen wir die Oase von San Ignacio, verköstigen uns im Dorf und stellen uns auf " unseren" kleinen Camping am Wasser. Dieser ist jetzt besser besetzt, doch unser Plätzchen ist frei.

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So

11

Feb

2024

Kontrastprogramm

Am Sonntag wagen wir es wieder an die Küste, diesmal an den Pazifik.

 

Sofort sind wir in der Wüste. Es gibt immer wieder kleine Weiler und Ranchos. Aber hauptsächlich Kakteen. Die ersten 40 Kilometer fahren wir auf der Teerstrasse.

 

Dann sind wir auf der Piste. Alois:" Hier ist ihnen wohl der Teer ausgegangen." Ich:" Meine Idee war wohl nur halb so gut." Es knackt unter dem Auto je länger je mehr. " Irgendwas ist wohl nicht mehr in Ordnung." " Sollen wir umdrehen?" Alois:" Nee, jetzt sind wir schon mal hier und fahren auch weiter."

 

Das Farbenspiel der " Tümpel" links und rechts der Piste ist unglaublich. Dann erwischen wir noch die falsche Piste und machen einen Umweg durch das Wüstendorf.

 

Aber schliesslich stehen wir nach 22 km Pistengerüttel auf dem Ecocamping Antonio an der Lagune von San Ignacio.

 

Der Sturm ist gewaltig und nirgendwo gibt es ein windstilles Plätzchen rund ums Womo. Uns und den anderen zwei Campern bleibt nichts anderes als sich ins Innere zu retten.

 

Alois:" Vielleicht hätten wir doch besser noch einen Tag in der Oase ausgeharrt."

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Sa

10

Feb

2024

Oasenfeeling

Weitere 2 Nächte verbringen wir auf diesem gemütlichen, ruhigen Campingplatz.

 

Am Freitag kommt zuerst der Metzger, ein Kanadier der bereits seit 5 Jahren hier eine Fleischerei betreibt und danach der Mann mit den Früchten, einfach super. Eigentlich fehlt jetzt nur noch der Bäcker, aber der kommt leider nicht.

 

Uns fällt ein Mal mehr auf, dass sicher 90% der Reisenden mindestens einen Hund mit sich führen. Die jedoch eigentlich immer friedlich sind. Der Gärtner ist dann damit beschäftigt, jeweils die Häufchen ein zu sammeln.

 

Ein Fischer mit Familie hat innerhalb einer halben Stunde gute Beute gemacht.

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Do

08

Feb

2024

Zu Fuss ins Dorf San Ignacio

In Ermangelung eines fahrbaren Untersatzes nehmen wir die 3 km nach San Ignacio per pedes in Angriff. Zum Glück ist es nicht heiss. 

 

Ausser Vögeln sehen wir auf dem Weg lediglich ein paar Pferde. Der Fussweg ist teilweise abgebrochen. Man kann sich gut vorstellen was die Regenfälle anstellen. Die Feuerwehr sieht nicht gerade vertrauenserweckend aus.

 

Wir treffen im Dorf die Deutschen, die wir bereits am Playa Ligüi zum ersten Mal gesehen haben. Der Mann lacht:" Wir sind auf dem Campingplatz Paraiso stationiert, ist nur 5 Minuten vom Zentrum entfernt." Na ja, dafür stehen sie nicht so schön am Wasser.

 

Wieder zurück legen die wir Füsse hoch und geniessen die untergehende Sonne.

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Mi

07

Feb

2024

Seele baumeln lassen

Ein guter Ort die Seele baumeln zu lassen. Es ist zwar kühl, nachts fallen die Temperaturen auf 10 Grad und tagsüber gehen sie nicht über 18 Grad. Doch der Regen ist vorbei und die Sonne ist auch wieder da.

 

Wir mögen den Dattelkuchen und sind nicht die einzigen. Auch die Taucherli kommen immer wieder an Land um sich die runtergefallenen Datteln einzuverleiben.

 

Andere Reisende kommen an und sind wohl mehr als wir kältebeständig. Einer springt mit seinem Hund ins Wasser, brrrr...Sogar eine Katze haben sie dabei. Wir denken es müssen Blogger sein, die Videos machen.

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Di

06

Feb

2024

San Ignacio oder doch Marokko?

Es stürmt, sandstürmt sogar und ist kalt. Die Kaltfront aus Kalifornien ist jetzt tatsächlich angekommen. Am Nachmittag soll es regnen. Wir machen uns vom Acker, weg von der Küste.

 

Wir kommen auf 500m ü.M durch die Wüste, vorbei am Vulkan Tres Virgenas. Bald schon sehen wir im Inland die Oase vor uns, die von einer unterirdischen Quelle gespeist wird.

 

Nach dem Besuch von San Ignacio, fahren wir zurück und stellen uns auf den Campingplatz Kadakamaang. Wir wähnen uns in Marokko.

 

Dann regnet es in Strömen und wir flüchten ins Innere unseres Häusschens. Hier möchten wir die Kälte und den Sturm, der an der Küste tobt, abwarten.

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Mo

05

Feb

2024

Snow Birds und Santa Rosalia

Schade, wir brauchen Wasser und Gas, also verlassen wir den ruhigen Strand.

 

Wir freuen uns auf den nächsten Streckenabschnitt. Snowbirds die sich den Winter in Kanada und den USA ersparen. Herrlich die Ausblicke, einfach nur toll. Um jede Kurve eine neue wunderschöne Bucht mit glasklarem Wasser.

Vorbei an der Oasenstadt Mulege, erreichen wir Santa Rosalia.

 

Woher kommt den plötzlich der viele Verkehr? Die Bergbaustadt einstmals von den Franzosen gegründet, "gehört" jetzt zu über 90% den Koreanern und ein bisschen den Kanadiern. Vor allem Kupfer und Zinn wird abgebaut.

 

Eines der bekanntesten Bauwerke ist die metallene Kirche gestaltet von Eiffel, die nach der Weltausstellung in Paris nach hierher verfrachtet wurde.

 

Nach dem Erkunden des Pueblo Magico, stellen wir uns etwas ausserhalb auf den grossen Parkplatz am Meer, wo auf der anderen Seite der Strasse Tag und Nacht gearbeitet wird.

 

In der Nacht frischt der Wind auf und entwickelt sich zu einem veritablen Sturm. Gar nicht angenehm.

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So

04

Feb

2024

Nach Norden an die Bahia de Concepcion

An Loreto vorbei geht es in die Berge. Aber zuerst gibt es eine Militärkontrolle. " De donde vienen?" " Loreto" "a donde van?" " Rosalia" " Adelante". Alois:" Was soll das nützen?" Ich: " Richtig Marrokanisch" 

 

Die Landschaft ist durchaus interessant und reizvoll, einige lange Geraden und viele Kurven erwarten uns. Dann sind wir an der langen Lagune, wohl eine der reizvollsten Strecken auf der Bahia erwartet uns.

 

Eine kurze Piste und wir stehen direkt am Wasser, wo wir den Abend geniessen und eine ruhige Nacht verbringen.

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Sa

03

Feb

2024

Nochmal Playa Ligüi

Am Morgen sieht es in Loreto so aus. Ist jetzt das Unwetter aus Kalifornien bereits angekommen? Sind das die Vorboten?

 

Nach 2 Stunden sieht der Himmel dann wieder so aus. Ein paar Wale ziehen draussen vorbei und wir packen zusammen. 

 

Fahren nochmals an die hübsche Bucht in Ligüi und finden unser Plätzchen unbesetzt.

 

Am Samstag gesellt sich noch ein Deutsches Pärchen an den Strand.

 

Interessanterweise fällt der Strom bei einem Spannungsabfall auf 13 einfach aus, obwohl die Akkus noch zu 60% geladen sind und in der Beschreibung steht, dass es einen Alarm bei 10 gibt. Ist was mit unseren Batterien nicht in Ordnung? Wechselrichter also aus und warten bis die Spannung wieder steigt. 

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