Dakhla

Es ist merklich kühler heute so um 20 Grad. Mit dem Wind fühlt es sich richtig kalt an. Seit Boujdour brauchen wir dank immer noch starkem Rückenwind nicht mal 10l Diesel auf 100 km. Wie wird es wohl auf der Rückfahrt sein?

 

Dakhla liegt auf einer Halbinsel und wer erwartet es sei ein verschlafenes Nest täuscht sich gewaltig. Breite Boulevards, grosse Plätze, Promenaden, Flugplatz, Fussballarena, Schwimmhalle, eine katholische Kirche, ein grosser Hafen, sehr sehr viele Neubauten, noch viele mehr im Bau oder in Planung. Der König macht, gemäss Erzählungen, viel Geld locker, damit sich Marokkaner aus dem Norden hier ansiedeln.

 

Beim Kaffee treffen wir zwei junge Deutsche, die gerade aus Mauretanien zurückgekehrt sind. Sie wollten eigentlich nach Senegal, aber haben in Mauretanien mit den Menschen und mit den Steine werfenden und klauenden Kindern schlechte Erfahrungen gemacht. Sie seien abgezockt und mehrfach mit den Preisen über den Tisch gezogen worden. 40 km vor der Grenze zu Senegal haben sie entnervt kehrt gemacht. „ Bleibt bloss in Marokko, ist viel besser. Kennt ihr die Kohlbach, ist alles Schmarren, was die da so über Mauretanien geschrieben hat.“

 

Wir durchforsten Dakhla bis zum „ Fischerdorf“ im Süden. Ich denke was im Norden  in der Nähe der grossen Städte die zum Teil ummauerten „ Beduinendörfer sind, sind hier im Süden die „ Fischerdörfer“. Es tut richtig weh neben den Palästen und tollen Autos, dieses zu sehen. Alois meint zwar:“ Die vielen neuen Wohnungen die gebaut werden, sind sicher für diese Menschen.“ „ Na, ja.“

 

Wir machen kehrt und setzen uns am Atlantik an den Plage Oum Bouir, schön windgeschützt direkt neben das Polizeigebäude. Es ist Sonntag und viele Einheimische finden sich hier ein zum Picknicken. Ein lustiges Treiben. Im Restaurant Hacienda können wir der feinen Patisserie einfach nicht widerstehen.

 

 

Bis 21.00 Uhr ist noch keiner gekommen, die Fiches abzuholen. 

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Kommentare: 1
  • #1

    Marianne + Uli (Mittwoch, 01 März 2017 16:37)

    Hallo ihr beiden, schön zu sehen, dass es euch so gut geht! So weit südlich haben wir uns bisher nicht getraut. Sind gespannt, wie ihr weiter fahrt, vielleicht doch bis zum Senegal? Haben letztes Jahr in Ouzoud zwei Einzelreisende getroffen, die ganz entspannt aus Mauretanien gekommen waren.
    Wir sind z.Z. noch in Bern und amüsieren Luana, weil Ihre Eltern, anderweitig beschäftigt sind. Ganz liebe Grüße und weiter gute Fahrt. M+U