Kälte, Hitze und Tropenregen

6 Grad Kälte am Morgen. Wir fahren weiter auf der Panamericana nach Osten.

 

Am Strassenrand stehen Soldaten, die wahlweise den Daumen hochhalten oder salutieren. Wir haben uns sagen lassen, dies bedeutet, dass die Strasse, (Region?) Rebellenfrei ist und gefahrlos befahren werden kann. So sympathisch das wirkt, ist es auch ein bisschen unheimlich.

 

Unsere Oelanzeige blinkt. Alois." Kann doch nicht sein." Er kontrolliert den Oelstand. Entwarnung, das System macht uns lediglich darauf aufmerksam, dass nach 80'000 km ein Oelwechsel fällig ist. Da wir, wie von vielen Südamerika Reisenden empfohlen, früher und öfter das Oel gewechselt haben, ist das Blinken zwar nervig, aber für uns irrelevant.

 

Kurvig führt die Strasse, die bei den gestrigen Regenfällen von Steinen und Schutt der bröckelnden Berge übersät ist und an vielen Stellen von fleissigen Arbeitern bereits wieder freigemacht wird bergab und bergan. 

 

Zuerst noch karg kommen wir plötzlich in eine andere Klimazone, üppig grün, nach zwei Stunden ist es auf 600 m.ü.M 31 Grad heiss. Endlich, so kennen wir Kolumbien aus Reportagen.

 

Wir stellen uns auf die Wiese bei einer Badi. Der Leidensdruck ist aber zu wenig gross, um ins gutbesuchte Bassin zu steigen. Lieber schwitzen wir bewegungslos im Schatten.

 

Gegen abend beginnt es zu tröpfeln, wir entscheiden uns uns auf festen Grund zu wechseln. Eine gute Entscheidung, denn kurz danach, es ist bereits dunkel öffnen sich die Himmelsschleusen, reissende Bäche um uns und unter uns. Wir erleben unseren ersten veritablen Tropenregen. "Abkühlen" tut es jedoch in der Nacht lediglich auf 25 Grad.

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