Puebla, Dia de los muertos

Auch hier in Mexiko wurde die Uhr auf Winterzeit umgestellt. Also sind wir immer noch genau 7 Stunden im Rückstand zur Schweiz.

 

Fast 600 km Autobahn haben wir an einem Tag unter die Räder genommen, Mexiko City grossräumig umfahren um uns schliesslich im Zentrum von Puebla auf dem bewachten Parkplatz für die Nacht einzurichten.

 

Puebla die wohl spanischste Stadt Mexikos ist alleweil ein Halt wert. Da es bereits Nacht ist bis wir uns auf die Pirsch machen, können wir die gekachelten Häuser und die vielen Kirchen leider nicht fotografisch festhalten. 

 

Die Stadt ist voll von wunderbaren Altären mit feinen Esswaren und Getränken zu Ehren der Verstorbenen. Diese wohl einmalige Tradition gefällt uns sehr gut. Kommen doch die Verstorbenen an diesem Tag zu den Lebenden um den Tag gemeinsam zu begehen. Wollt ihr diesen Kult besser verstehen, schaut euch den Disney Film " Coco" an. Ich habe ihn mit meinen Enkeln gemeinsam angeschaut, sehr ergreifend und wirklich schön.

Morgens um 6 Uhr geht die Reise weiter. Auch auf der Autobahn geht es rauf und runter, durch Kakteen bedeckte Berge. Schliesslich zahlen wir für die insgesamt knapp 1000 km bis Oaxaca 62 Euro Maut. Die Alternative auf der " normalen" Strasse durch Dörfer und über Topes und mit noch mehr rauf und runter, ist nichts für uns, würde sie doch auch viele Stunden mehr Fahrt bedeuten.

 

Wir durchqueren Oaxaca, fahren rein nach El Tule und staunen nicht schlecht. Hier sind der berühmte Baum und die grosse Kirche immer noch grossräumig abgesperrt. Es darf nicht gefeiert werden. Die Friedhöfe sind an diesen ganz wichtigen Feiertagen ab 14.00 Uhr geschlossen, Alkohol trinken verboten.

 

Oaxaca war letztes Jahr ganz geschlossen, keiner durfte sich bewegen, keiner rein, keiner raus. Unsere französischen Freunde waren hier eingesperrt, während ich weiss nicht genau 3 oder noch mehr Monaten. Als sie dann endlich raus durften sind sie auf direktem Weg nach Veracruz geflohen, von wo aus sie ihr Auto nach Europa verschifften. Nun sitzen sie im streng überwachten Frankreich mit dem Präsidenten, der sich im Krieg mit einem Virus wähnt, jedoch immer mehr eher im Kriegszustand mit seiner eigenen Bevölkerung befindet, auch wenn die riesigen Demonstrationen, die im Mainstream nicht gezeigt werden, nach wie vor, wenigstens von Seiten der Massnahmegegner, friedlich verlaufen.

 

Nun gut wir stellen uns auf den sehr schönen Campingplatz, wo sich nebst Stefan, der bereits seit einem Jahr hier weilt, welch freudige Ueberraschung auch Anke und Wolfgang, die wir bereits in Paraguay kennen lernen durften und bei Charly wieder getroffen haben, ein Deutscher mit dem Fahrrad unterwegs, ein Schweizer Pärchen, Brasilianer,  Amerikaner und Kanadier aufhalten. 

 

Morgen wird sich Stefan an die Arbeit machen um unser Womo wieder in Schuss zu bringen.

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Kommentare: 1
  • #1

    Claudia (Dienstag, 09 November 2021 13:00)

    Eindrückliche Bilder und interessanter Reisebericht. Danke, weiterhin gute Fahrt �und liebe Grüsse aus der Heimat �