Das Klacken ist weg und der Motor läuft wieder rund. Wir nehmen die ersten Kilometer der 2000 km Strecke unter die Räder. Bald stehen wir still auf der Autobahn. 3 Stunden dauert es, bis wir weiterfahren können. Eine Massenkarambolage von LKW's hat den Stau verursacht. Wie immer sind wir froh, nicht die Vordersten gewesen zu sein.
Nach einer staubigen Pistenfahrt, stehen wir an einem der zahlreichen Seen auf über 2000m. Pferde, Kühe, Schafe, Ziegen, sehr viele verschiedene Vogelarten und ein paar sehr freundliche Landwirte sind während der nächsten 3 Tage unsere Besucher.
Ich mache meine Uebungen und umkreise das Womo um endlich zu genesen.
Während des Tages liegen die Temperaturen bei 23 Grad, nachts um 5 Grad.
Nun aber weiter. Wir bleiben den ganzen Tag auf über 2000 m, fahren eine Strecke, die wir noch nie benutzt haben, alles ohne Autobahn und durch kleine Dörfer.
Schliesslich stehen wir in einem Dörfchen mit einem kleinen See. Später kommen nacheinander die Hirten mit Kühen und Pferden, die sich am Wasser laben.
Auch hier verbringen wir eine ruhige, kalte Nacht.
Wir haben langsam genug von den kalten Nächten und wollen runter, aber zuerst geht es noch über 100 km auf der viel belebten und bebauten Höhe weiter.
Der Himmel bedeckt sich und beim Runterfahren nach Cordoba, kommt stockdicker Nebel und Regen auf. Nächtigen tun wir in Cordoba bei einer Tankstelle.
Jetzt aber runter an den Golf von Mexiko. Unterwegs überholen wir immer wieder Prozessionen der Mayas. Einer läuft jeweils mit einer Fackel voraus, oftmals barfuss. Das begleitende Fahrzeug oder der Car, fahren entsprechend langsam.
In Coatzacoales stellen wir uns für die Nacht an den Malecon und geniessen die frische Meeresbrise.
Nach einer Uebernachtung in Villahermosa peilen wir Atasta an.
Atasta ist bekannt für seine Garnelen, die in grossen Mengen am Strassenrand angeboten werden.
Hier stehen wir an der schönen Lagune wo wir tagsüber aber auch in der Nacht schwitzen. Wir fragen uns, was uns eigentlich lieber ist, Hitze oder Kälte?
In Ciudad del Carmen decken wir uns mit neuen Medikamenten ein, ist mein Problem mit der Wirbelsäulenverengung doch immer noch vorhanden, obwohl ich täglich Uebungen mache, Geduld, Geduld ist gefordert. Wir bleiben gleich über Nacht da.
Unser nächstes Ziel, lediglich 30 km weiter ist die Isla Aguada. Wir waren schon mehrfach hier und es hat uns jedesmal ausserordentlich gut gefallen. Doch jetzt haben sie absolut verdient den Titel Pueblo Magico erhalten. Es ist ausserordentlich sauber, ganz vorne am Malecon, aber auch in den hinteren Strassen, super.
Hier sieht man die Sonne aufstehen und am Abend untegehen. Wir bleiben 2 Nächte.
Die nächste Etappe ist phänomenal. Immer entlang des Golf von Mexiko, mutet die Region richtig karibisch an.
In Campeche, das wir diesmal nicht erkunden können, geht es mir doch immer noch nicht viel besser, stehen wir am Malecon.
Dann geht es ins Landesinnere. Bis Merida ist die Strecke noch interessant. Wir übernachten bei Soriana. Alois hat nun nach einer dummen Bewegung, die Hexe gepackt. Eine hinkt und der andere läuft schräg in der Gegend herum. Das hat uns gerade noch gefehlt. Doch Alois macht alles, damit es ihm schnell wieder besser geht.
Eigentlich möchten wir in Valladolid die Tage überbrücken, bis wir in Cancun die Familie empfangen. Doch das Wetter ist nicht so erbaulich. Der dortige Campingplatz ist in der Wiese und wir werden da eher versumpfen. Also weiter auf dem langweiligsten Teil unserer Reise schnurgerade durch den Urwald, neben uns die Mayabahn.
Wir haben es geschafft. Wir sind in Cancun und stellen uns nach 3 Wochen zum ersten Mal wieder auf einen Campingplatz, wo wir einige Hausarbeiten erledigen können. Alois geht es glücklicherweise wieder besser und bei mir, langsam, langsam....
Auf jeden Fall haben wir die 2000km hinter uns und freuen uns nun auf Julia, Thomas und Lara, die sich ebenfalls auf die Wärme und das Meer freuen.
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