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16. bis 27. Juli              San Matias - Rurrenabaque

Di

16

Jul

2019

Ohne Gas wieder in Bolivien

Wir möchten nicht noch einen Tag bei dem Lärm am schönen See verbringen und dislozieren zum Cuiaba Fluss in ein kleines Fischerdörfchen, dass zum Ausflugsziel der Brasilianier geworden ist.

 

Eine Fischbeiz reiht sich an die andere. Wir stellen uns an den Fluss und geniessen ein Completo.

 

Wir werden bald von interessierten Einheimischen umringt und unser Womo von aussen und innen inspiziert. „ Braucht ihr Wasser? Braucht ihr sonst irgendwas?“ „ Ausser Gas haben wir alles.“ „ Da können wir euch leider auch nicht helfen.“

Am Montag peilen wir die Gasabfüllstation an. Leider können sie uns da auch nicht helfen. „ Fahrt dem Gaswagen nach, der fährt zu einer anderen Abfüllstation.“ „ Können sie uns nicht direkt befüllen.“ Der Gaswagenfahrer lacht:“ Nein leider nicht.“ Da soll noch einer sagen, wir halten einfach einen Gaswagen an und schon ist die Sache erledigt.

 

 

Wir fahren noch zwei weitere Abfüllstationen an, mit dem gleichen Ergebnis. In Brasilien ist es nicht erlaubt an den Gasabfüllstationen die Flaschen zu füllen!

Die 220 km zurück nach Caceres sind schnell gefahren. Hier müssen wir uns bei der Polizei den Ausreisestempel aus Brasilien holen, dann an einem anderen Ort im Zentrum bei der Aduana noch die Autoausreisepapiere. Das geht alles recht flink.

 

Nun die 80 km zur Brasilianisch-Bolivianischen Grenze auf einer sehr schönen wenig befahrenen Asphaltstrasse.

 

Wir kommen an so etwas wie die Grenze. „ Ihr müsst im 7 km entfernten San Matias bei der Polizei den Einreisestempel für Bolivien holen, dann bei der Aduana am andern Ende des Städtchens die Einreisepapiere für’s Auto besorgen. Dann Kopien machen und hierher zurückkommen,“ so verstehe ich das. „ Na dann bis morgen.“ „ Nein, nein das soll heute noch geschehen.

 

Ueber die Ripio-Piste geht es zuerst vorbei an einem Militärposten, unsere Pässe werden kontrolliert und alles in ein grosses Buch geschrieben.

 

 

Auch die Polizei finden wir schnell. Die Dame ist wie bei unser letzter Einreise nach Bolivien sehr mürrisch. Eigentlich sind das die einzigen Damen, die wir in Bolivien bis jetzt mehr als unfreundlich erlebt haben.

 

Dann durch das Oertchen zur Aduana. Wieder werden unsere Angaben in ein Buch eingetragen, bevor sich das Tor für uns öffnet und……. wir staunen. Hier im Gebäude sitzt der selbe Zöllner wie schon an der Grenze. „ Ich habe euch doch erklärt, dass ihr Kopien mitbringen sollt.“ „ Ach so.“ „ Haben sie denn keinen Kopierer.“ „ Leider nein, im Dorf gibt es Copy-Shops.“

 

Wir sind ja nicht von gestern, machen die verlangten Kopien auf unserem mitgeführten Drucker. Er staunt zwar als wir nach 5 Minuten bereits wieder vor ihm stehen, schaut sich die Kopien sehr genau, fast schon mit der Lupe an, findet nichts, was er kritisieren könnte und erledigt dann den Papierkram erstaunlicherweise durchaus freundlich. Wir bezahlen keinen Cent, so wie es andere Ein- und Ausreisende beschrieben haben.

 

Wir sind nun wieder in Bolivien und haben vergessen vor lauter Gas, Gas, Gas den Tank mit Brasilianischem Diesel zu füllen.

 

Fahren zurück, stellen uns an den Hauptplatz von San Matias, werden sofort angesprochen, woher, wohin und informiert, dass heute in San Matias das Fest der Carmen gefeiert wird. Umzüge und die Militärmusik, beigleitet von lauten Knallern marschieren an uns vorbei.

 

Ich bin echt glücklich mich wieder in meinem bescheidenen Spanisch unterhalten zu können.

 

Wir erkunden das recht dunkle Städtchen, laden neues Guthaben auf die Bolivianische SIM-Karte bevor wir uns mit immer noch ein bisschen Restgas schlafen legen. Natürlich können wir auch jetzt mit der Bolivianischen Karte keinen Hotspot errichten und mein Reisebericht muss auf ein W-Lan warten.

Nachdem wir unseren Tank mit dem ganz korrekt verrechnten Ausländerpreis gefüllt haben ( für Bolivianer ist der Treibstoff subventioniert), nehmen wir 300 km Erdpiste unter die Räder.

 

Zuerst noch durchs Bolivianische Pantanal, mit den gleichen Brücken und den gleichen Tieren. Ich weiss ehrlich gesagt nicht, wann und ob überhaupt ich mal wieder in ein Gewässer steige und nun wo wir gehört haben, dass es im Halwilersee auch einen Kaiman gibt, erst recht nicht.

 

Dann geht es auf und ab über Hügel. Der Frühling zeigt sich immer mehr, es blüht in violett, gelb und weiss.

 

Vorbei geht es in jedem kleinen Dörfchen an vier Militärposten. Kein Wunder schliesslich fahren wir die ganze Strecke entlang der Brasilianischen Grenze. Wir werden von den freundlichen Jungs jeweils gefragt woher und wohin und unsere Angaben werden sorgfältig in ihr Buch eingetragen. Alois:“ Das nächste mal sage ich aus New York und nach Sidney, denn wo sollen wir sonst herkommen, schliesslich ist das die einzige „Strasse“.“

 

 

Gut durchgeschüttelt nicht gerührt und vollständig eingestaubt, sowohl unser Interieur wie wir, erreichen wir das Städtchen San Ignacio bei vollständiger Dunkelheit, wo zuerst mal 22 Bol Strassenmaut fällig werden, bevor wir uns glücklich auf den kleinen Campingplatz von Ruedi dem Schweizer und seiner Bolivianischen Ehefrau Miriam stellen. Seine Schwester Heidi ist übrigens im Mai auch aus der Schweiz hierher ausgewandert.

 

Der heutige Stromausfall, der nur 3 bis 4 x jährlich vorkommt ist schnell vorbei und wir können unseren Kühlschrank per Strom kühlen. Die warme Dusche im wunderschönen Bad geniessen wir in vollen Zügen, haben wir doch in den letzten Tagen um Gas zu sparen nur noch kalt geduscht.

 

Den Abend verbringen wir mit Gesprächen mit Ruedi und dem jungen französischen Pärchen, das wir bereits einmal kurz in Porto Jofre getroffen haben, bevor wir „groggy“ ins Bett fallen um von Staub, Krokodilen und Militärs zu träumen. 

 

Uebrigens gibt es hier in San Ignacio nur in sehr wenigen Restaurants W-Lan, welches dann auch noch grottenschlecht ist. Die Bilder werde ich bei besserer Internetverbindung nachliefern.

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Fr

19

Jul

2019

San Ignacio de Velasco

Wir verbringen drei friedliche Tage in San Ignacio de Velasco auf dem kleinen Camping, mit dem Wäscheservice von Miriam und dem leckeren von Ruedi selbst hergestellten Brot, das reissenden Absatz auch bei den Einheimischen findet.

Der neue grössere Campingplatz gleich nebenan, der mit allen Schikanen ausgestattet ist, wird in den nächsten Wochen fertig gestellt und bezugsbereit sein. Wir lassen uns den Baufortschritt in allen Einzelheiten zeigen und erklären. Heidi wird die Gäste da betreuen.

Das Zentrum mit der schönen Kirche ist ganz nahe und da ist immer was los. Der See ebenfalls. Mag man in der Hitze, oder in der Dunkelheit nicht mehr laufen, nimmt man sich für 3 Bob ein Mototaxi und ist schnell da wo man hin will.

Nachdem Alois feststellt, dass die Bolivianische Gasflasche in unser Fach passt und Ruedi alle Hebel in Bewegung setzt, damit wir die richtigen Anschlüsse bekommen, sind wir einfach nur happy. Unser Kühlschrank wird kalt bleiben, der Ofen kann in den Bergen geheizt werden, wir werden da auch warm duschen können, der Kochherd wird in Betrieb bleiben und geht uns in Bolivien das Gas aus, tauschen wir die Flasche einfach gegen eine Neue aus.

Gleich nebenan wohnt Christa Frei S, die vor 40 Jahren aus der Schweiz nach Bolivien ausgewandert ist. Sie hat in San Ignacio den Mädchen Musikunterricht gegeben und inzwischen vier Bücher über‘s Auswandern geschrieben. Beim Kaffee weiss sie viel Interessantes zu erzählen. Den Camping haben Ruedi und Miriam von ihr übernommen, aber sie verfügt noch über 3 hübsche Fremdenzimmer, welche sie gerne an Feriengäste vermietet.

Gut erholt, mit frisch gewaschener Wäsche und dem Kühlfach gefüllt mit leckerem Brot, heisst es Abschied nehmen von den liebenswerten Leuten, denen das Wohlergehen ihrer Gäste wahrhaft eine Herzensangelegenheit ist. 

Tschüss Ruedi, Miriam und Heidi.

 

Wir wünschen euch mit eurem neuen Campingplatz viel Glück und sehr viele auch so zufriedene Gäste wie wir es waren.

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Sa

20

Jul

2019

El Puente

Nach weiteren 336 km vorbei an Concepion erreichen wir schliesslich bei anbrechender Dunkelheit El Puente, wo wir uns mit deren Erlaubnis gegenüber der Polizeistation auf den Hauptplatz stellen und für die Nacht einrichten.

 

Da hält ein Pickup hinter uns. Louis erklärt uns, dass er in 4 km Entfernung  einen viel schöneren Platz auf der Rancho los Siervos an der Lagune kenne, der in Zukunft touristisch genutzt werden würde und wir könnten dafür doch Werbung in der Schweiz machen.  Wir sollen ihm einfach nachfahren.

 

Macht man das in einem fremden Land? Wir machen es und werden nach einer wilden Fahrt über einen Feldweg und durch mehrere Zäune am See von José dem Besitzer des 2‘000 ha grossen Anwesens herzlich mit einem leckeren Drink begrüsst.

Wo wir stehen, sehen wir erst richtig am nächsten Morgen, einfach atemberaubend der Blick aus meinem Schlafzimmerfenster.

Verwöhnt werden wir am Morgen mit Büffelmilch, Büffelkäse, Pancakes und Büffelmilchbrotaufstrich, einfach nur lecker.

 

Eine ganze Filmcrew ist Vorort. Eine Bolivianische Familie die in Genf lebt, wird bei all ihren Aktivitäten gefilmt. Uns wird bei all diesen Filmaufnahmen auf diesem schönen Flecken gar nicht langweilig.

 

 

Unser Womo wird ebenfalls kameratechnisch festgehalten und wir müssen einige Sätze in unserer Sprache ins Mikrofon sprechen. Nach dem diese dahingestottert sind, werden wir in der Hängematte gefilmt und anschliessend mit einem feinen Z’Mittag belohnt.

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So

21

Jul

2019

Trinidad

Noch eine Nacht verbringen wir am schönen See, bevor wir uns wieder auf den Weg machen. Leider wissen wir nicht wo und wann wir im Internet erscheinen werden. „ Aber herzlichen Dank für die tolle Gastfreundschaft, uns hat es sehr gut bei euch gefallen.“

Nach weiteren 300 km erreichen wir Trinidad, fahren mit vielen anderen vorallem Mofas über die Sandpiste an den See und stellen unseren Camper in der Badi neben den in der Schweiz wohnhaften Heidi und Horst.

 

Ihr Camper war auf der letzten Fahrt  der „ Grande America“ mit an Bord und liegt jetzt auf dem Grunde des Atlantiks. Zum Glück hatten sie ihn, nicht wie wir, versichert. Nun haben sie sich in Urugay ein altes Womo gekauft und kurven mit diesem in Südamerika rum.

 

Wir verbringen zusammen einen spannenden Abend mit interessanten Gesprächen.

Leider hat es hier erstmals richtig viele Moskitos und ich bin ohne es richtig zu merken total verstochen. In der Nacht merke ich es dann wohl und muss mich mehrfach mit Fenistil einreiben, damit ich nicht die Wände hochgehe. Aber Heidi hat mich ja eigentlich gewarnt.

 

 

Auch traue ich mich noch, wenn auch nur kurz in den warmen trüben See.

 

 

Nach der herzlichen Verabschiedung, machen wir zuerst eine Stadtbesichtigung von Trinidad. Hier hingen früher in den Bäumen des zentralen Platzes, Faultiere. Heute sehen wir lediglich eine Mädchengruppe, die mit Musik das „ Marschieren“  übt. Die Mädchen erinnern uns etwas an den Karneval.

Di

23

Jul

2019

Flussüberquerung und Piste, Baustellen und nochmals Piste

Aber dann wollen wir eiligst weiter; ist doch für die nächsten Tage Regen angesagt und Regen und Piste geht gar nicht.

 

Zuerst heisst es jedoch einen Fluss zu überqueren. Ich hätte wohl an Ort und Stelle wieder kehrt gemacht, doch Alois schaut sich das Ganze an und meint:" Wo so grosse Busse durchkommen, kann das für uns kein Problem sein."

 

Wir kommen dann auch gut auf der anderen Seite an und freuen uns auf die Teerstrasse und die Brücke, an der wir Flussdelfine zu sehen bekommen sollen.

 

Kaum stehen wir da, zeigen sich auch ein paar. Luftsprünge vollbringen sie jedoch nur, wenn ein LKW durchfährt und die ganze Brücke erbebt. " Schade, da schaffe ich es natürlich nicht ein Foto zu schiessen." Alois:" Aber wir haben sie ja springen gesehen"

Nach 50km schönster Asphaltstrasse erreichen wir San Ignacio de Moxxos. Das Städtchen ist berühmt für sein Jahresfest, das Ende Juli stattfindet. " Seid ihr wegen des Festes gekommen?"  " Nein, wir wollen weiter, über eine Woche hier warten, geht gar nicht."

 

Auch hier hat der Schweizer Archikekt Hans Roth, wie alle andern Jesuitenkirchen der Missionesgemeinden die Kirchen restauriert und lässt sie wieder  in ihrer ursprünglichen Pracht erstrahlen.

 

Ab da gibt es dann wieder Piste und zusätzlich Baustelle. Eine Chinesische Firma hat sich hier angesiedelt und ist wie verrückt am Strasse bauen. Lastwagen um Lastwagen passieren uns. Staub, Staub und nochmals Staub. Alois:" Wir sind wohl einfach ein Jahr zu früh hier."

 

Nach knapp 200 km Piste, es ist bereits vollständig dunkel, geben wir auf und stellen uns nach dem Tanken, mit Erlaubnis des Tankwartes für die Nacht auf sein Gelände.

Um 7 Uhr ist tagwacht. Es wird heftigst an unsere Türe geklopft und verlangt, dass wir sofort wegfahren, wollen sie unter unserem Womo doch den Lehmboden wischen.

 

Das Wischen des immerzu anfallenden Staubes scheint sowieso das liebste Hobby der Bolivianer zu sein. Es staubt, es wird gewischt, es staubt und es wird gewischt. So geht das den ganzen Tag.

 

Na ja uns soll es recht sein. Die nächsten 50 km geht es noch über Piste, aber ohne Baustellen bis nach Yuma, wo es, wir haben nun die Anden links von uns, welch Wunder auf den nächsten 100 km Asphalt, Richtung Norden ,bis ans Ende der " Zivilisation" ins Amazonasbecken geht.

 

Rurrenabaque am Rio Beni ist ein Treffpunkt für Backpacker, Abenteurer und sonstige Touristen, welche mehtägige Touren in den Dschungel unternehmen. Im Madidi Nationalpark soll es die grösste Artenvielfalt von Tier und Pflanzen geben.

 

Wir finden kein Hotel das Platz für unser Womo hat und so stellen wir uns ans Wasser.

 

Wir knüpfen bereits regen Kontakt mit den sehr aufgeschlossenen Indios, welche uns für Aerzte halten. Eine Dame sitzt bereits auf unserem Stuhl und wartet auf ihre Behandlung.

Alois:" Kannst ja mal fragen, wo sie der Schuh drückt, bist ja schliesslich Krankenschwester?"  Ich drücke ihnen mein Bedauern aus und erkläre, dass wir leider keine Aerzte sind. Da meinen die Leute:" Aber euer Auto sieht so aus. In welcher Mission seid ihr denn hier?" " In gar keiner. Wir wollen einfach euer schönes Land ansehen und die netten Menschen kennen lernen."

 

Nachdem die Indios uns verlassen haben, gesellen sich drei Polizisten auf Motorrädern zu uns und wollen unsere Pässe sehen. " Hier dürft ihr nicht stehen, das ist verboten." " Wo sollen wir uns denn mit unserm grossen Gefährt hinstellen?" Weiter den Fluss entlang, hinter die Brücke." Alois:" In 10 Minuten sind wir weg."  Die Menschen, die unterdessen weg waren, kommen zurück und wollen wissen, was die Polizisten von uns wollten. " Wir dürfen hier nicht stehen." " Was für ein Quatsch, die wollen bloss Geld. Hier ist es überhaupt nicht verboten zu stehen." Sie regen sich furchtbar auf, während wir zusammen packen und eine der Frauen redet noch auf einen andern Polizisten ein. Eine andere Frau erklärt uns, dass es vier Blocks weiter oben ein Hotel mit einem grossen Parkplatz gibt, auf dem wir sicher Platz finden.

 

Und so stehen wir nun beim Hotel Amazonico, wo wir für 50 Bob gut aufgehoben sind. Der Regen hat am Nachmittag eingesetzt.

 

Neben uns stellt sich ein Chinesischer Lastwagen mit drei Männern hin, einer davon ist ein Asiate. Sie beliefern die hiesigen Geschäfte mit Chinesischer Ware und laden uns spontan zum Nachtessen ein, nachdem sie unser rollendes Heim bewundert haben.

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Fr

26

Jul

2019

Rurrenabaque

In der Nacht kracht’s und dann öffnen sich die Himmelsschleusen so richtig und die Temperaturen gehen in den Keller. Wir haben hier im Amazonasbecken Boliviens gerade noch 15 Grad, brrrr, und die Hügel liegen im Nebel, während sich die Europäer mit Temperaturen um die 40 Grad rumschlagen, verkehrte Welt.

 

Unsere Nachbarn verteilen ihre Ware in den kleinen Geschäften von Rurrenabaque, während wir im Ort rumstreifen. Sogar die hier sehr gut gepflegten und gehegten Hunde tragen warme Kleidung. Unzählige Touranbieter, Restaurants, Hotels und Hostels reihen sich aneinander.

 

Ich kaufe Tabletten und Salbe in einer der zahlreich vorhandenen Apotheken von Rurrenabaque, gegen das Beissen der unzähligen Mückenstiche die ich mir in Trinidad eingehandelt habe. Tatsächlich tritt eine Besserung fast sofort ein.

 

Wir erkundigen uns bei verschiedenen Anbietern, wo wir am besten eine eintägige Tour zu den Flussdelfinen buchen sollen. Aber das hat ja noch Zeit, denn wir wollen auf unserer Tour warmes und sonniges Wetter. Nicht so wie der Australier, der seine 3-tägige Tour bei Regen und Kälte in Angriff nehmen muss.

 

 

Die Händler neben uns, fahren los nach la Paz. Wir erfahren, dass es in den Bergen ziemlich viel geschneit hat und sind froh, dass wir uns Zeit lassen können, bevor wir wieder in die Anden fahren werden.

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Sa

27

Jul

2019

Doch keine Delfine

Das Wettter wird dann doch nicht viel besser. Wir müssten die 100 km Piste nach Santa Rosa zum Fluss, wo wir das Boot besteigen könnten, mit einem Jeep zurücklegen. Drei Stunden Fahrt auf der nassen, schmalen Erdpiste, die von den Autos während des Regens mit tiefen Furchen durchsetzt wurde. Ausserdem ist es sehr teuer, für einen Tag käme uns das auf 300 Euro zu stehn. Und wie gesagt ist der Himmel bedeckt. Baden mit den Delfinen im Fluss wo ebenfalls Piranhas und Kaimane zuhause sind, ist wohl ebenfalls nichts für mich, auch wenn das viele andere Touristen machen. Alois:" Ja, ja die würden dann sagen, bis jetzt ist nie etwas passiert, du bist die absolute Ausnahme."

 

Also lassen wir es bleiben, bekommen Besuch von den lebhaften Schwestern, die sich fast nicht mehr von uns und unserem rollenden Heim trennen wollen. Alles wollen sie ausprobieren und wissen. Wer weiss, vielleicht werden sie mal begeisterte Camper.

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