25. - 28.10.2015   Sarmenstorf bis San Sebastian

Sonntag, 25. Oktober Sarmenstorf bis irgendwo am Doubs in Frankreich

 

In unseren Gefilden wird es definitiv zu kalt, das Reisewetter ist gut und so fahren wir los Richtung Süden, haben doch die Zugvögel bereits einen rechten Vorsprung, den es einzuholen gilt.

 

Interessanterweise sind in unserem Alkoven immer noch diverse Effekten, die trotz neuer Box und Entrümpelung nirgendwo sonst Platz gefunden haben.

 

Nach der eher hektischen Fahrt bis zur französischen Grenze, (  die Schweizer sind einfach zu gestresst) fahren wir durch die wunderschöne  herbstliche Region Franche Comte und den französischen Jura. Am Doubs auf dem kleinen bereits geschlossenen Municipal Camping direkt am Fluss lässt es sich wunderbar übernachten.  Nachts legt sich klammheimlich Nebel über das Tal. 


 

Montag, 26. Oktober Irgendwo am Doubs  bis Oradur sur Glane


Mittags strahlt wieder die Sonne und die Tankanzeige leuchtet. Wir wollen nicht auf der Schnellstrasse teuren Diesel tanken. Sind dann aber doch gezwungen für 10 Euro Sprit zu füllen, damit wir nicht auf offener Strecke stehen bleiben. In Oradur sur Glane beim Supermarkt gibt es den Diesel 14 Cts günstiger, na geht doch.


Die Kriegs- Gedenkstätte möchten wir uns nicht ansehen, sehen wir doch genügend zukünftige solche Stätten im TV. Alois:“ Alle Waffen die gegen Menschen eingesetzt werden, sollten nach hinten losgehen, dann würde dieser Irrsinn schnell ein Ende finden.“


Um 19.00 Uhr ist dann der Stellplatz mit 26 Fahrzeugen komplett voll. Uns wird es ein wenig mulmig. Bestimmt sind alle unterwegs nach Portugal.

 

Dienstag 27. Oktober     Oradur sur Glane  bis Hondarribia (E)

 

Beizeiten machen wir uns auf den Weg. Da am Nachmittag Regen aufkommt, haben wir keine Lust frühzeitig einen Uebernachtungsplatz zu suchen und fahren durch bis Biarritz. Oh Schreck oh Graus, ein Stellplatz ist voll und den anderen gibt es nicht mehr. Die restlichen, reichlich vorhandenen Parkplätze haben alle eine Höhenbeschränkung bis 2.10 m,  also nichts für Womos. Auch in Saint de Luz gibt es kein Plätzchen für uns. Camper überall verpönt. Das sind ja gute Aussichten!


Schliesslich finden wir doch noch einen freien Stellplatz. Karte reinstecken, Geld zahlen, jetzt müsste ein Code zum Einfahren erscheinen….nichts, nochmals Geld zahlen….. immer noch nichts. Also wegfahren. Alois: „Wenn die mir jetzt Geld abziehen, wehe denen.“


Nach den heutigen insgesamt 101 Kreiseln, Alois hat das Blinken aufgegeben, landen wir, ohne dass wir es merken in Spanien und finden in der ersten Ortschaft ennet der Grenze auf einem grossen Parkplatz beim Yachthafen, inzwischen ist es 19.30 Uhr, endlich einen Uebernachtungsplatz. Ich: „ Brrr…Es ist kalt.“  Alois:“ Kann nicht sein, wir sind doch jetzt in Spanien.“

 

 


Mittwoch, 28. Oktober    Hondarribia  bis San Sebastian


Das Gas ist alle. Kein Problem, wir haben ja eine zweite Flasche. Alois:“ Ich zeige dir jetzt mal wie das mit dem Umschalten funktioniert.“  Aber so einfach ist das auch für ihn nicht. Nach etlichem rumprobieren……….und dem Studium der Gebrauchsanweisung………..drücke c und d , funktioniert die Duomatic endlich und ich habe es natürlich immer noch nicht kapiert, dafür merke ich jetzt, dass ich in Sarmenstorf vergessen habe, den Kühlschrank auf Gas umzustellen. So läuft dieser seit Sonntag nur auf  12 Volt. Das Gefriergut ist zum Glück noch steinhart. „Ich habe es  ja gesagt, es ist eben doch kalt.“

 

Vor dem Mittag erreichen wir den Stellplatz in San Sebastian. „ Hätte mir einer vor ein paar Jahren gesagt, dass ich mal zu den bombenlegenden Separatisten ins Baskenland fahre, hätte ich ihn glatt für verrückt erklärt.“ Alois:“ Stimmt,  als ich vor Jahren mit dem Motorrad hier war, wimmelte es von schwer bewaffneten Militärs und Ordnungshütern die alle paar Kilometer Kontrollen durchführten.“ Jetzt ist alles ruhig und wir sind bei weitem nicht die einzigen Touristen.


Fahrräder runter und über die guten Radwege ins Zentrum. Schliesslich möchten wir uns ja spanisches Internet zulegen. Nach der Stadtrundfahrt und dem sehr einfachen Mittagessen, wir sind in Spanien und da ticken bekanntlich die Uhren anders,  (gegessen wird erst um 14.00 Uhr / Siesta bis 17 Uhr), kehren wir unverrichteter Internetdinge zurück zum Womo. Daran müssen wir uns zuerst wieder gewöhnen.

Gegenüber vom Stellplatz gibt es ein Kaffee mit Wifi. Ist auch gut.

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