19. bis 27. September    Krakau - Orsingen

Dienstag, 20. September               Krakau - Camping Molo in Osiek

 

 

Beim Weiterfahren peilen wir eine LMC- Werkstatt in Bierun an. Wir möchten uns erkundigen, ob es in Polen eventuell doch noch Fenster für unseren „Oldtimer“ gibt. Gibt es nicht, aber die Lampen links hinten ( hat Alois kaputtgefahren) und rechts hinten ( hab ich geschafft) werden an Ort und Stelle  und in Windeseile für wenig Geld ersetzt. Unser Camper ist wieder ein bisschen ganzer.

In der Werkstatt empfehlen sie uns einen neuen Campingplatz mit Hotelanbindung ganz in der Nähe von Auschwitz. Wir fahren hin und staunen nicht schlecht, dass wir für 12 Euro einen tollen Platz mit Strom und allem drum und dran vorfinden. Wir sind die einzigen Camper, aber im Hotel ist einiges los, also fühlen wir uns nicht einsam und essen im dazugehörigen Restaurant sehr lecker und preiswert. Es gefällt uns hier so gut, dass wir noch eine Nacht anhängen.

 

 

Leider ist nicht alles so gut. Wir bekommen heute von der Versicherung Bescheid, dass die Fahrräder interessanter Weise seit einem Jahr nicht mehr in der Police vermerkt sind und wir bei einfachem Diebstahl sowieso keinen Anspruch auf Ersatz haben. Alois:“ Jetzt verstehe ich die Welt nicht mehr, wir haben doch diese Versicherung dank deren Ueberredungskunst nur wegen der teuren Räder gemacht und überhaupt was heisst hier einfacher Diebstahl? Die Diebe brauchten schweres Werkzeug um die Kette kaputt zu kriegen und wir waren auf einem bewachten Parkplatz mit Webcam, also die ruf ich gleich mal an.“ Gesagt, getan. Der nette Mensch von der Agentur kann leider nichts für uns machen. „ Aber ich werde die Sachbearbeiterin ausschimpfen, denn bis vor einem Jahr waren die Fahrräder tatsächlich noch in der Police drin, wahrscheinlich hat diese einfach vergessen die Räder auf die neue Police zu übertragen, hätten sie diese mal genauer gelesen.“            „ Herzlichen Dank, das hilft uns ja unwahrscheinlich viel weiter und sowieso, was heisst einfacher Diebstahl? Auf der Videoauswertung sind die 3 Diebe sehr gut zu sehen, bei ihrer Arbeit.“  „ Ah, ja wissen sie denn wer die Diebe sind?“ „ Die Namen und Adressen kennen wir natürlich nicht.“ „ Ja, wenn sie die hätten, hätten sie eine Chance, das wir zahlen.“ „Hääää? Dann hätten wir das Rad ja wieder.  „ Nun gut, wir werden die unnütze Versicherung , die sie uns aufgeschwatzt haben auf jeden Fall jetzt kündigen.“ Für das hat der Versicherungsmensch Verständnis.

Mittwoch, 21. September 

 

Fast unbemerkt treffen wir in Tschechien ein. Zuerst mal einen Bankomaten ansteuern und Kronen ziehen.  

 

 

Auf der Weiterfahrt staunen wir über einen schrägen Kirchturm, den wir von der Strasse aus sehen. Also umkehren und sich die Sache genauer ansehen.

 

 

Wir sind nicht die einzigen die davor stehen und danach auch drin Mühe haben gerade zu stehen.

 

Schiefe kirche St. Peter von Alcantara

Kostel Sv. Petra z Alkantary - KarvináDem Steinkohlenabbau fielen Dörfer und Städte zum Opfer Von der ehemaligen Stadt Karviná künden nur noch bescheidene Reste des ehemaligen Reichtums Zu einem Unikat wurde die hiesige Barockkirche St Peter von Alcantara Sie entstand 1759 und sank später durch den Bergbau mehr als 37 Meter unter das einstige Niveau ab und neigte sich um 6,8 Grad nach Süden Die einzelnen Wände haben unterschiedliche Verkrümmungen Deshalb wird der seltene Bau zu Recht das „tschechische Pisa“ genannt.

Mittels unseres Campingnavis steuern wir einen Campingplatz in Hlucin an. Das Navi schickt uns auf die falsche Seite des Sees und so fahren wir diesem entlang bis zum Platz, der leer und anscheinend bereits geschlossen ist. Auf jeden Fall lässt sich niemand blicken. Wir stellen uns wieder mal ganz alleine auf den schönen Platz und stecken den noch funktionierenden Strom ein.

Mal sehen vielleicht zeigt sich ja morgen früh jemand.

Donnerstag, 22. September Brno ( Brünn)

 

Wir warten auf dem Campingplatz bis nach 10 Uhr, es lässt sich niemand blicken und so verlassen wir den Platz am See ohne schlechtes Gewissen.

 

Die Fahrt geht weiter durch hügeliges Land mit sehr viel Landwirtschaft. Die Strassen sind gut aber sehr viele der Häuser sind in einem schlechten Zustand. Ganz anders als in Polen.

 

 

In Brno gibt es eine schöne Altstadt. Laut Navi mit einem Stellplatz sehr zentral gelegen. Nichts ist. Am angegebenen Ziel gibt es lediglich normale Parkplätze, welche alle besetzt sind. Also rauf zum Schloss, aber auch da gibt es nichts. Nach fast einstündigem Rumgekurve in der Stadt, fragen wir uns: Wer will schon Brno sehen? Fahren wir halt zum 8 km entfernten Campingplatz am See. Der ist geschlossen, inkl Tor. „ Was jetzt?“

 

Ein Stück weiter gibt es eine Pension mit Restaurant und vielen zwar schrägen aber immerhin Parkplätzen. Nach dem nicht gerade guten Nachtessen dürfen wir hier übernachten.

23. - 25. September    Donau von Krems bis Passau

 

Schnell mal sind wir in Oesterreich und können die Beschilderungen nicht nur lesen, sondern verstehen sie auch. Wir wollen unbedingt nochmal der Donau entlang.

Zweimal übernachten wir in der Wachau. Einmal bei Krems, abends ist der Parkplatz leer und morgens ist ein ganz schönes Gewusel, bedingt durch die aufgestellten Marktstände.

 

Das zweite Mal stellen wir uns auf einen Stellplatz und es ergeben sich interessante Gespräche über Reisepläne mit anderen Wohnmobilisten.

 

Weiter der Donau entlang bis Passau. Wir finden den Stellplatz am Hafen. Leider ist er etwas weit von der Stadt weg und wir mögen nicht mehr mit dem Bus ins Zentrum fahren, vielleicht ein anderes Mal. 

26./27. September     Passau bis nach Orsingen

 

Wir wollen bei unserem LMC- Meister vorbei um zu schauen, was sich Fenster-, und Lichtleistenmässig machen lässt an unserem Oldtimer. Er würde Fenster eines anderen Herstellers und ein Stopplicht ebenfalls eines anderen Herstellers bestellen und diese an unser Mobil anpassen.

 

Uebernachtet wird in Kempten und dann dem Bodensee entlang nach Orsingen. Nun ist unsere Reise beendet und wir möchten den nächsten Monat der Familie widmen, bevor wir uns hoffentlich wieder auf Fahrt Richtung Süden begeben.