Erkenntnisse dieser Reise

Allgemeines

Wir haben einen sehr heissen Sommer erlebt. 3 Monate fast immer Temperaturen über 30 Grad, waren wir stets auf der Suche nach Gewässern, was wir auch meistens gefunden haben. Unser Kühlschrank, wenn mit Gas gelaufen, konnte der Hitze nichts entgegensetzen, einzig das Gefrierfach lieferte uns noch kalte Getränke und keine zerlaufene Butter. 

 

Ueberall gibt es LPG Tankstellen, was für unsere befüllbaren Gasflaschen ideal war.

 

Für sämtliche Länder die wir bereist haben brauchten wir kein Visum, was wir als sehr angenehm empfunden haben. 

 

Die Menschen sind in jedem der bereisten Ländern sehr freundlich und hilfsbereit. Zum Teil sind sie sogar mit dem Auto vorgefahren um uns den Weg zu zeigen, wenn die Verständigung nicht geklappt hat.

 

Hätten wir die Erlebnisse in Kiew nicht gehabt, wäre die ganze Ostreise eine einzige freudige Erfahrung gewesen. Aber solche Dinge passieren ja auch in Spanien oder Bern!

 

 

Ungarn

In Ungarn fühlen wir uns wie Zuhause. Kennen wir doch bereits die schöne Landschaft, die Menschen und haben da auch Freunde und Verwandte die wir immer gerne wieder besuchen. Ausserdem erledigen wir da bei jeder Fahrt unsere zahnärztlichen Anliegen.

 

Rumänien

Hat sich seit unserer letzten Reise vor 12 Jahren ganz schön verändert. Es ist modern geworden. Die Strassenverhältnisse sind richtig gut. Wir haben beim ersten Mal fast keine Touristen angetroffen, was sich stark verändert hat. Vom Donaudelta waren wir echt überrascht und begeistert. 

 

Moldawien

Ein Land das sich lohnt zu bereisen. Es gibt zwar null Campingplätze, war aber kein Problem. Wir konnten überall stehen, wo es uns gefiel. Die Sehenswürdigkeiten sind zum Teil schwer zu finden, da vielfach nicht ausgeschildert. Dank Trescher haben wir aber fast alles gefunden, was wir gesucht haben. Die Menschen sind freundlich und sehr hilfsbereit, aber nie aufdringlich. Immer wieder gab es für uns kleine Geschenke von Menschen, die fast nichts haben. Die meisten sind Selbstversorger, haben Gärten und Tiere. Wegen der Hitze, immer über 30 Grad haben wir fast täglich einen Stellplatz an irgendeinem Gewässer gesucht und gefunden, nicht immer war das Wasser sehr klar, aber immer erfrischend.

 

Ukraine

Ein riesiges Land. Wir haben ja nur den Süden und den Westen bereist und so schon wahnsinnige Strecken zurückgelegt. Die Landwirtschaft ist wie in Moldawien vorherrschend.

 

Der Krieg im Osten ist allgegenwärtig. Plakate mit Militärs sind alle paar Kilometer aufgestellt, die Ukrainer sind wirklich grosse Patrioten und würden wohl alles für ihr Land tun.

 

Die reichen Leute können sich hier alles erlauben und machen das auch, wer arm ist hat halt Pech gehabt. Das wurde uns mehr als einmal erklärt.

 

Wer auf östliche Oldtimer abfährt kommt vor allem im Süden des Landes voll aus seine Kosten. Aber auch Luxusautos haben wir in Kiew in Massen gesehen. Wahnsinnige Gegensätze.

 

Die Menschen sind hier ganz anders als in Moldawien. Ebenso hilfsbereit aber viel direkter. Wir wurden oft angesprochen, woher wir kommen, wieso wir in die Ukraine kommen und ob es uns gefällt. Viele haben ebenso den Wunsch zu reisen. Wir haben einige schöne Bekanntschaften gemacht und neue Facebook Freunde gefunden. Es gibt fast in jedem Lokal W-Lan und in den Städten gibt es oftmals flächendeckend freies Internet. 

 

Die Strassen, vor allem im Süden der Ukraine sind noch sehr schlecht. Schlaglöcher über viele Kilometer hinweg. Touristen gibt es nur aus dem eigenen Land, Moldawien (haben kein Meer), Polen, Russland und Weissrussland. 

 

Weiter im Norden werden die Strassen besser, aber es gibt viele Spurrinnen, die ebenso die volle Konzentration beim Fahren erfordern. Erstaunt hat uns, dass die Autofahrer, die sehr sportlich unterwegs sind, in den Städten vor jedem Fussgängerstreifen halten und die Passanten die Strasse queren lassen. Die Frauen sind sehr gestylt und meistern mit ihren Stöckelschuhen jede Unebenheit. 

 

Einzig das schöne Kiew hat bei uns schlechte Gefühle hinterlassen. Schade, schade, denn es ist wirklich eine einmalige Stadt. 

 

Der Westen der Ukraine ist fast wieder sehr westlich, zwar schöne Städte, aber auch wieder mehr Ver-, und Gebote.

 

Polen

Wir haben dieses Mal nur Kleinpolen gesehen. Wir waren erstaunt über die sehr guten auch Nebenstrassen und die vernünftigen Autofahrer. Keine verrückten Ueberholmanöver, hatten wir anders in Erinnerung. Auch die Anwesen sind alle sehr gepflegt und wir haben in diesem Teil des Landes keine Armut gesehen. Dafür gibt es sehr viele Sehenswürdigkeiten. Wir überlegen uns bereits, ob wir nächsten Sommer dieses schöne Land bereisen sollen.