1.Juli bis 6. Juli           Sibiu - Constanza

Freitag, 1. Juli   Sibiu

 

Nach der Stadtbesichtigung in Sibiu, stellen wir uns am hinteren Eingang des Zoos auf den Parkplatz und erholen uns vom ausgedehnten Gelaufe und der Hitze.

Die Dorfjugend erkennt schon nach kurzer Zeit, dass Alois ein guter Velodoktor ist. Verschiedene Räder bringt er wieder in Schuss.

Irgendwo in der Nähe wird auch diese Nacht ein Fest gefeiert. Die Musik begleitet uns bis in den Schlaf hinein.

 

 

 

Samstagvormittag , 2. Juli Freilichtmuseum in Sibiu

 

Ein sehr schönes und gepflegtes Areal. In fast jedem Haus werden wir begrüsst und erhalten die nötigen Erklärungen.

 

Für Alois ist vieles aus der eigenen Jugend bekannt. Kurzerhand wird ihm die Sense überreicht und er kann zeigen, dass er das Gras schneiden immer noch beherrscht.

 

 

Heute findet auf dem Gelände ein ungarischer Gulaschwettkampf statt, mhhhhh wie das duftet. Das urtümliche Mittagessen, das wir dann später im Restaurant einnehmen liegt uns den ganzen Nachmittag auf.

Samstagnachmittag, 2. Juli Transalpina zum ersten

 

 

Wir könnten jetzt nach Norden fahren, aber entscheiden uns wiederum dagegen. Es geht weiter zur Transalpina, dem höchsten Pass Rümäniens mit 2145m.

 

Das Wetter in den Bergen sieht nicht sehr gut aus, wir verpassen jedoch den Campingplatz unten im Tal und landen schliesslich bei der Luftseilbahn zum Wasserfall. Es beginnt zu regnen und ist richtig kalt, überhaupt nicht schön. Ab hier dürfen die nächsten 14 km nur bei Tag gefahren werden.

 

Wir fahren die 16 km zurück ins Tal, wo wir den Campingplatz nun finden. Ein schöner Platz. Hier treffen wir auch das deutsche Pärchen wieder, dass wir in Turda bei der Salzmine zum ersten Mal kurz gesehen haben. 

Sonntag, 3. Juli Translapina zum Zweiten

 

Morgens starten wir bei Sonnenschein erneut in die Berge.

Auf der Passhöhe stellen wir uns für 8 Lei auf den grossen Parkplatz und geniessen die Aussicht ins Tal und die vielen Autos die sich hocharbeiten. Eigentlich könnten wir hier oben übernachten. Zumal sich nach einem einzigen lauten Donnerkrachen die Himmelschleusen öffnen. Ich: „ Unsere Toilettenkasette lässt sich nicht mehr öffnen.“  „ Alois: „  Oh je, ist ja klar in dieser Höhe ist grosser Druck drauf. Bleibt uns also nichts anderes übrig als wieder ins Tal runter zu fahren, denn ohne Toilette geht gar nicht.“ Beim Bezahlen des Parkplatzes sind wir froh über den Druck in der Kasette, denn 8 Lei kostet das Parken pro Stunde.

 

Auf der Südseite dauert die Abfahrt um einiges länger. Alois meint: „ Da chunsch ja dä Schisser über, bi däne viele Ränk.“ Erst im Tal lässt der Regen nach.  Wir stellen uns auf einen Lastwagenparkplatz und schlafen bis uns die Sonne weckt.

 

 

Montag, 4. Juli Bukarest

 

Die Berge liegen hinter uns und die ebene Walachei vor uns.

 

Auf den zahllosen Feldern werden Kartoffeln und Zwiebeln geerntet und in den Ortschaften wird  frisches Obst und Gemüse aus den Gärten angeboten. Zahlreiche Pferdefuhrwerke sind unterwegs. Aber auch Industrie gibt es in dieser Region.

 

In Bukarest angekommen fahren wir rein ins Zentrum, viel Verkehr und kein Parlamentspalast in Sicht, also fahren wir schliesslich entnervt auf den Campingplatz, der etwas ausserhalb liegt.

 

Mal schauen, vielleicht radeln wir morgen ins Zentrum.

 

Dienstag, 5. Juli Bukarest

 

Mit den Fahrrädern geht´s dann nur bis zum riesigen Einkaufszentrum. Dort steigen wir um in den Bus, der uns nach einmaligem Umsteigen ins Zentrum trägt. Ist sicherer als mit dem Velo.

 

Alles sehr weitläufig und pompös. Das Parlamentsgebäude, anscheinend zweitgrösstes nach dem Pentagon und die kleine Altstadt, bei der Hitze reicht das. Mit schmerzenden Füssen:" Ich lauf keinen Meter mehr," setzen wir uns für 30 Lei ins Taxi, das Doppelte das am Ziel auf dem Taxameter steht, lassen wir uns zurück zum Einkaufscenter fahren. "Da hat uns mal wieder einer über´s Ohr gehauen," so Alois. " Na ja, sind ja nur etwa 7.50 Euro. " " Schon, schon, ist aber kein Grund uns auszunehmen."

 

Auf dem Campingplatz ist unterdessen eine grosse Gruppe junger Leute eingetroffen. Wird wohl weniger ruhig diese Nacht. Denkste, sind Pfadfinder, total diszipliniert und ruhig in der Nacht. Jedoch geben die Hubschrauber lange, lange keine Ruhe, jede halbe Stunde kurvt einer über unseren Kopf, bis weit in die Nacht hinein.

Mittwoch, 6. Juli Bukarest - Constanta

 

Ich will nicht von Bukarest wegfahren, ohne die umgestürzten Statuen von Lenin und Co im Schlossgarten vom Mogosoaja-Palast gesehen zu haben. Den Palast mit seiner riesigen Gartenanlage finden wir schnell, aber wir können laufen und suchen soviel wir wollen die Statuen sind unauffindbar. Endlich fragen wir zwei ältere Herren nach Lenin. Die lachen und meinen:" Wurden weggebracht, sind jetzt irgendwo im Wald." 

 

Also ab an´s schwarze Meer. Bis kurz vor Constanta eine endlose Ebene mit riesigen Feldern, vorallem Sonnenblumen und einer Bahnlinie, die wohl keine einzige Kurve macht.

Die Ebene nach Fetesti liegt zwischen zwei Flussarmen der Donau und eine alternative Brücke ausser der Autobahn gibt es nicht. Kurz vor dem Meer wird es hügelig, aber die Sonnenblumenfelder werden nicht weniger.

 

Die Altstadt von Constanta ist schnell gefunden und dank seiner " Grösse" in  nützlicher Frist besichtigt. " So sollten alle Städte sein." Am Yachthafen lässt es sich wunderbar übernachten.