25. Juli  bis 4. August      Sucevita (Ro) - Chisinau (MD)

Montag, 25. Juli Sucevita bis…..

 

Unsere Wege trennen sich. Schwester und Schwager fahren nach Süden und wir nach Osten. Moldavien ist nicht mehr weit weg und wir schon recht gespannt.

 

 

Die Landschaft wird wieder weit und flach. Auch sieht hier alles viel vertrockneter aus, so als ob es schon seit langem nicht mehr geregnet hat. Erstaunlicherweise gibt es neben den einfachen Behausungen auch sehr grosse und schöne Neubauten, zum Teil noch im Rohbau. „ Die sind wohl in Westeuropa am Geldverdienen und bauen sich davon grosse Häuser,“ so ich. „ Ha,ha verdienen ist gut,“ so Alois.

Die rumänische Grenze liegt vor dem Stausee, hier wird nochmals ein Brückenzoll fällig. Die Grenze zur Republik Moldau liegt ennet der Brücke. Die UDSSR und Rumänien haben in den 70er Jahren den Stausee als Gemeinschaftswerk erbaut und sich die Kosten und Erträge geteilt.

 

Eine Grenzerin kommt rein ins Mobil, einführen darf man weder Fleisch, noch Milchprodukte .  Ich versuche sie vom Kühlschrank abzulenken mit dem begeisterten Zeigen unseren Schlafplatzes, uff sie geht wieder raus. Auch den Inhalt des Alukoffers wollen sie begutachten. Ueberlegend schaut ein Grenzer nach oben zur Top-Box, entscheidet sich dann aber dagegen rauf zu klettern um auch diesen zu überprüfen.

 

 

„ Wie lange wollt ihr in der Republik Moldau bleiben?“  „ So 3 Wochen.“ Ich zeige ihr den Führer und schaue weiterhin begeistert in die Gegend. Da kommt eine andere Grenzerin dazu. „ Wie lange wollt ihr in Moldavia bleiben?“ Die können sich anscheinend nicht vorstellen, dass sich jemand länger als nötig in ihrem Land aufhält. Pro Jahr kommen ca. 10´000 Touristen ins Land und dabei der kleinste Teil aus Westeuropa. „ 3 Wochen, wir freuen uns sehr auf Moldavia.“ Wieder wedle ich vor ihrem Gesicht mit dem Führer rum. „Das kostet 14 Euro Strassengebühren .“  „ Wir haben keine Euros, möchten in Lei bezahlen.“ Alois wird in die Wechselstube geschickt wo er die ganzen rumänischen Lei in moldawische Lei umwechselt und die 14 Euro werden ihm dort sofort abgezogen. Mir drückt die Zöllnerin ein grosses frisch ausgedrucktes Dokument in die Hand und meint,  ganz von meiner Begeisterung angesteckt:“ Ihr dürft jetzt 4 Wochen in der Republik Moldau bleiben, gute Reise und auf Wiedersehen.“ Winke, winke und good bye.

Wir sind drin und wenden uns sofort Richtung See, wo wir, denkt man sich den Abfall weg, ein schönes Plätzchen für die Nacht finden. Auch hier gibt es noch Gleichgesinnte. Ein Bad im lauwarmen See, einfach herrlich.

 

 

Später am Abend, wir sind beim Nachtessen, klopft es an den Camper und eine junge Frau fragt nach Salz. Wir helfen natürlich gerne aus und staunen nicht schlecht, als sie uns eine halbe Stunde später ein Brot mit lecker gegrillten Fischchen überreicht, mmmhhhhhh….. 

Dienstag, 26. Juli      Stausee Costeti bis hinter Edinet

 

Wir tauchen ein in Moldawien, das Land der schwarzen, fruchtbaren Erde. Kein Wunder das 80% der Fläche landwirtschaftlich genutzt wird. Sonnenblumenfelder, Kornfelder, Maisfelder und Obstplantagen so weit das Auge reicht. Keine Berge aber alles sehr hügelig. Rauf und runter mit dem Camper auf guten und schlechten Strassen. Es ist heiss und staubtrocken. Die Zunge klebt am Gaumen und der Hals ist kratzig. 

 

Auf einmal wird das Verkehrsaufkommen grösser und kurz darauf erreichen wir die erste grosse Stadt Edinet. Kaffee trinken, Eis essen alles unter 2 Euro.  Einkaufen im Supermarkt. Es gibt einfach alles, von Lindt, über Tschibo, Persil, etc. etc. Wir füllen die Vorräte auf und zahlen keine 20 Euro. Die Tankstellen sind immer sehr schön und es gibt deren viele, der Liter Diesel kostet 65Ct.. In diesem Land bleiben wir.

 

 

Hinter Edinet stellen wir uns für die Nacht in ein Seitensträsschen. Von Zeit zu Zeit ruckelt ein Pferdewägelchen vorbei und einige Hunde wollen wissen wer da angekommen ist, ansonsten ist es still.

Mittwoch, 27. Juli   Edinet bis Macareuca

 

Wir suchen die Vila Mindic. Ein Gutspark der im 19. Jahrhundert von einem Polen zusammen mit einem Schweizer Architekten Alexander Bernardazzi erbaut wurde. Von den Russen enteignet wurde es zwischenzeitlich für Jugendlager genutzt. Nur nach mehrmaligem Nachfragen und dem Fahren über Schotterpisten werden wir fündig. Es ist alles sehr verwildert, obwohl sich vor ein paar Jahren eine polnische Institution interessiert hat für das 16 Hektar grosse Gelände mit dem See, dem Tempel und dem einer Pagode nachempfundenen Haupthaus. Auch wurde ihnen finanzielle Unterstützung zugesagt, aber leider ist dann doch noch nichts mehr passiert.

 

Bei Drochia bewundern wir die geschlossenen Himmelfahrtskathedrale, staunen über den Russenmarkt, der mit Vama ( Grenze) gekennzeichnet ist. In der Innenstadt erwarten uns dann breite russische Boulevards und gute Restaurants.

 

 

Wir fahren weiter bis in das kleine Dorf Macareuca und finden das ziemlich marode Holzkirchlein von 1793, versteckt hinter der grossen steinernen Kirche. Wir suchen uns einen Platz am See. Zwar teilen wir uns das Gewässer mit den Kühen und sonstigem Getier, aber es ist ja so heiss und die Einheimischen scheuen sich auch nicht davor ins Nass zu steigen, also schliessen wir uns ihnen an und bleiben stehen über Nacht. 

Donnerstag, 28. Juli Macareuca bis Soroca

 

Zum Kloster Rudi zieht es uns. Von der Kirche geht der Weg steil bergab. Wollen doch mal sehen wie es um die nächste Kurve aussieht und lassen den Camper bei der Kirche stehen. Schliesslich sind wir nach vielen Kurven bergab und einem Fussmarsch von einem Kilometer beim Kloster. Natürlich ohne Geld und noch durstiger als zuvor. Alois findet dann für den Rückweg eine „ Abkürzung“. Wir kraxeln mit unsern Crogs den Hang hoch und erreichen nach einer Stunde unseren Camper wieder. Im ersten Tante Emma Laden, gibt es in jedem Dörfchen mindestens einen, erstehen wir uns einen eiskalten Radler und Eiscreme. Das haben wir uns mehr als verdient.

 

Durch Rudi führt ebenfalls der Struve- Bogen, aber auch dieses Denkmal finden wir erst nach mehrmaligem Nachfragen.

 

Nun aber auf nach Soroca an den Dnister.  Wir stellen uns für die Nacht an den Stadtrand, direkt an den Fluss und schauen den Fischern zu. Bei unserer Rückkehr zum Mobil, empfiehlt uns ein Polizist im Stadtzentrum zu übernachten, dies sei sicherer. Also fahren wir zurück zur Festung und stellen uns für die Nacht dorthin. Bis nach Mitternacht herrscht hier Remmidemmi, aber dann wird´s es ruhig.

 

Freitag, 29. Juli  Soroca bis Rezina

 

Am Morgen werden wir von allen Seiten bestaunt und machen uns vom Acker. Zuerst den Hügel hoch zur Fotosession der Zigeunerpaläste. Die einen sind wohl ewige Baustellen, sprich Bauruinen, aber die anderen sehen formidabel aus.

 

Nochmals einkaufen im Supermarkt und die Reise kann weitergehn nach Saharna. Auch hier soll am Dnister ein schönes Kloster stehen. Auf dem Weg gibt es gutes und günstiges Mittagessen. Auch der Camper wird wieder mal zum glänzen gebracht.  Hält bloss nicht lange an, denn schon bald schlucken wir wieder Staub, schade.

 

Der Weg zum Kloster ist gesperrt, ausgerechnet von der Hochzeitsgesellschaft die wir 30 km vorher schon getroffen haben. In dieser Hitze mögen wir nicht hochlaufen und so stellen wir uns an die Dnister, geniessen ein Bad und dann den Abend. 

Samstag, 30. Juli   Rezina bis Tipova

 

Auf der anderen Seite des Flusses liegt das abtrünnige Transnistrien. Wir wissen, dass es mit dem Auto zu aufwendig ist nach drüben zu fahren. Trotzdem fahren wir an die Grenze und geben uns ganz naiv. " Wieso gibt es hier eine Grenze?" Der Grenzer spricht französisch mit uns:" Was wollen sie dort drüben?" "Schauen, wie es aussieht." " Aber es ist nicht so schön wie hier und sie müssen drüben eine Strassengebühr bezahlen." " Ach soo, dann bleiben wir halt hier, Danke und auf Wiedersehn."

 

So jetzt aber zum schönsten Ort von ganz Moldawien. Auch das will erarbeitet werden. 15 km Schotterpiste. Unterwegs treffen wir auf zwei Jungs die einen platten Reifen haben. Alois hilft gerne und nach einer halben Stunde geht die Fahrt weiter. " Ist doch gut, dass du so allerhand dabei hast."

 

Hinten beim Kloster in Tipova stellen wir uns in die erste Reihe und ruhen uns zuerst mal aus. Es ist immer noch eine brüllende Hitze so gegen die 40 Grad und in unserem Kühlschrank herrscht eine angenehme Wärme. Einzig im Tiefkühlfach herrscht Kühlschranktemperatur.  Zum Glück gibt es auch hier wie überall bei Tante Emma kalte Getränke und Schokoladeneis.

 

Später werden die Turnschuhe montiert und dann geht es hinunter ins Höhlenkloster. Bereits im 11. Jhrd. lebten hier die ersten Mönche. Bis heute werden die Höhlen von den Mönchen bewohnt.

 

Heute treffen wir hier auch die ersten deutschen Touristen an. Viktor mit seinem Sohn, aus Villingen-Schwenningen. Sie sind bis Chisinau geflogen und nun mit den Fahrrädern und dem Zelt unterwegs nach Bukarest. Sie stellen ihr Zelt auch hier auf.

 

Den Abend verbringen wir gemeinsam beim Spaghettischmaus und dem Austausch von Reiseerlebnissen. Leider gibt es kein Foto. Schlicht und einfach vergessen.

Sonntag, 31. Juli  Tipova bis Churchi

 

Frühzeitig Tagwacht, aber nur kurz für ein paar Fotos, dann wieder in die Heja.

 

Später, wahrscheinlich zu spät, Viktor und Stefan kommen uns bereits nassgeschwitzt entgegen, sie wollen noch etliche Kilometer machen mit dem Rad, machen wir uns auf in die Schlucht.

 

Irgendwo verpassen wir einen Trampelpfad, sind am Fluss unten und müssen  wieder raufkraxeln, damit wir an den höchsten Wasserfall ( 16m) von Moldawien gelangen. Die kalte Dusche tut so richtig gut. Leider sind wir wieder total verschwitzt bis wir beim Camper angelangt sind. Wir können uns nun bei Ninja warrior  im TV anmelden, so gut trainiert sind wir unterdessen!

 

Nun fahren wir zum Kloster in Churchi. Das schönste in ganz Moldawien. Es ist Sonntag und unzählige Hochzeitspaare lassen sich in den zwei Kirchen trauen und machen Fotos rund um das Kloster.

 

Im kleinen Teich unterhalb des Klosters können wir uns anschliessend etwas abkühlen. In der Nacht ist es hier auch sehr ruhig.

 

Montag, 1. August      Kloster Churchi bis Ivancea

 

Es ist einfach ein paar Grad zu heiss. Alois peilt sofort den nächsten See an. In Ivancea werden wir fündig.

 

Zuerst stehen wir so ziemlich alleine da. Im Laufe des Tages kommt eine Gruppe Zigeuner, die sofort Kontakt zu uns aufnimmt. Sie bieten uns Bier und Zigaretten an! Wir bringen unseren Schnaps und so wird es richtig lustig bis ihr Chef sie zurückpfeift. 

 

Später kommen Familien dazu und eine Gruppe eines Sommerlagers zum Baden. Eine Familie setzt sich auf ihrer Decke nah zu uns. Sie fragen nach Salz, scheinen die Bewohner Moldawiens immer zu vergessen, und schenken uns im Gegenzug geröstete Maiskolben und Melone.

Dienstag, 2. August      Invancea bis Hrusova

 

Wollen wir wirklich weiter. Ja, schliesslich möchten wir nach Orhei vecchi, die grösste Sehenswürdigkeit Moldawiens. Hier in der Rautschleife haben sich seit der Steinzeit immer Menschen angesiedelt. Es gibt Ausgrabungen von Thermen, verschiedene Höhlenkloster, die berühmte Marienkirche und einen Agrogutshof mit Pension der internationalen Standards entspricht.

 

Ausserdem gibt es einen ausgewiesenen Campingplatz! Der sich jedoch als nur für Zelte geeignet entpuppt. Die Besitzerin würde zwar sogar die Aeste des Nussbaumes schneiden, doch Alois entdeckt zum Glück gerade noch rechtzeitig eine Stromleitung, die zu tief hängt. 

 

Also weiter nach Hrusova. Hier gibt es laut Internet einen Camping mit Spa. Freu, freu. Leider zu früh. An der Rezeption meinen sie lapidar:“ Kein Camping, ihr könnt auf dem Parkplatz stehen.“ Langsam werde ich pampig:“ Aber morgen in Chisinau gibt es ganz sicher einen Stellplatz, das habe ich irgendwo gelesen.“ „  Was soll´s wir haben ja alles was wir brauchen.“ „  Ja, aber ich möchte wieder mal ausgiebig duschen, einen kalten Kühlschrank und Strom zum Versauen.“

 

 

Es wird plötzlich dunkel und ein gewaltiges Gewitter entlädt sich über uns. Mal wieder Regen nach langer Zeit der Trockenheit und etwas Abkühlung. So schön.

Mittwoch, 3. August  Hrusova bis Chisinau

 

Wieso finde ich den Stellplatz nicht im Internet? Seltsam, seltsam. Macht ja nichts fahren wir mal rein nach Chisinau.

 

Eine Iveco Werkstatt. Da können wir die kaputten Birnen am Camper ersetzen lassen und ein Oelwechsel steht auch an. Das ist aber gar nicht so einfach. Einer setzt sich zu uns ins Auto und dirigiert uns in eine andere Werkstatt. Die Birne ist schnell ersetzt. Aber der Stecker, der durch die Vibrationen kaputt gegangen ist, muss gelötet werden. Sogar eine neue Lampe können sie organisieren. Es dauert seine Zeit bis die Elektronik erledigt ist.

 

Jetzt soll Alois in die Werkstatt reinfahren für den Oelwechsel. Alois:" Die Einfahrt ist zu niedrig." " Komm, komm. Stopp, stopp." Jetzt lassen sie die Luft aus den Pneus raus. " So fahr rein." Stopp, stopp."  Luft wieder rein und der Oel-, und Oelfilterwechsel wird draussen gemacht.

 

Das Ganze dauert 3 Stunden und kostet uns knapp 100 Euro. Währenddessen habe ich Zeit und Musse wieder mal am Reisebericht zu arbeiten.

 

In der Zwischenzeit rufe ich bei Mirtours an. Sie fahren jeweils mit den geführten Touren nach Chisinau, wo sie 3 Tage bleiben, die müssen mir doch sagen können, wo der Stellplatz ist. " Wir stellen uns jeweils ca.30 km nordwestlich vor ein Hotel." Die Chefin gibt mir die Koordinaten. " Jetzt haben wir aber was gut bei ihnen." " Ich werde ihr Entgegenkommen in meinem Reisebericht erwähnen." Was ich hiermit gemacht habe.

 

Wir möchten aber nicht mehr raus aus der Stadt. So kurven wir in Chisinau rum auf der Suche nach einem geeigneten Parkplatz. Vor dem Bahnhof im Zentrum werden wir fündig. Die vorbeifahrende Polizei fragen wir vorsichtshalber ob das in Ordnung ist. " Ja, ja, kein Problem."

 

Kaum stehen wir, sind bereits die ersten Kinder samt Hund im Camper. Später ein Zigeuner, der uns Parfüm verkaufen will. Alois beglückt die Kinder mit Salzstengeli und den Zigeuner mit Klamotten.

 

" Meinst du, wir können uns hier vom Camper wegbewegen." " Natürlich, und jetzt gehen wir meinen Geburtstag feiern." In einer Pizzeria lassen wir uns mit feinen Gerichten verwöhnen und es ist bei unser Rückkehr zum Womo, tatsächlich noch alles da.

Donnerstag, 4. August   Chisinau

 

Am Morgen strömen die Menschen, die von der Bahn und den Bussen kommen an unserem Camper vorbei. Einige bleiben sogar stehen und schiessen ein Foto von unserem Heim. Viele Camper gibt es wohl nicht zu bestaunen in Moldawien. Wir haben auch noch keinen gesehen seit wir in Moldawien sind.

 

Die Armut und der Reichtum sind so nah beieinander, dass es einem fast friert. Tolle Autos und klapprige Karossen. Einkaufstempel, Restaurants vom schönsten und daneben Menschen die die Waren auf den Boden zum Verkauf auslegen. Auf dem Lande fällt das viel weniger auf, da sind doch die meisten gleicher.

 

Nachdem sich Alois einen neuen, guten Chisinauerhaarschnitt verpassen lassen hat, laufen wir mit unserem Reiseführer los und finden tatsächlich die Sehenswürdigkeiten von Chisinau. Aber wir haben nicht daran gedacht wie gross das Zentrum und wie heiss es ist. Wir müssen  immer mal wieder eine Pause einlegen um das Schwitzwasser zu ersetzen.

Für den Rückweg leisten wir uns ein Taxi. Zum Glück hab ich das Momunemt vor dem Bahnhof fotografiert, so weiss der Fahrer sofort wohin er muss. Alles noch da am und im Camper.

 

 

Glücklicherweise haben wir noch genügend Wasser zum Duschen, zum Abwaschen brauchen wir ja keins und so können wir noch eine Nacht hier stehen bleiben. Auch abends gibt es wieder viel Besuch und Staunende die den Daumen hochhalten. Für einmal sind also wir die Exoten und ein Foto wert.

 

Wir haben hier von der Stadt sehr schnelles und freies W-Lan. So können wir im Camper die Bilder und die Berichte hochladen. In den Parks gibt es sogar Steckdosen, viele Leute sitzen mit ihren Computern im Schatten und hängen am Strom.

Freitag, 5. August Chisinau

 

Nachts um 3 Uhr bekommen wir Besuch. Mit Hilfe einer Räuberleiter tastet ein Mann neben Alois Kopf durch das geöffnete Alkovenfenster. Die Räuber gehen wohl davon aus, dass wir im tiefen Schlaf , schnarch, schnarch liegen. Alois ist sofort wach und das einzige was der Einbrecher zu fassen kriegt ist eine Trainerhose und die beiden machen sich vom Acker. Alois:“ Jetzt wollte gerade einer durchs Alkovenfensterlein einsteigen.“  Ich: „ Das geht doch gar nicht, wir sind so weit oben und das Fenster so schmal.“ Sofort bin ich wieder eingeschlafen und gebe die entsprechenden Geräusche von mir.

 

Alois setzt sich nach unten. Kurze Zeit später machen sich wohl dieselben Räuber an den Fahrrädern zu schaffen.  Mein Göttergatte verscheucht sie. Zum Glück hat Alois einen leichten Schlaf und hat auch wohlweislich sämtliche Aussenfächer mit Schlüssel und die Fahrräder zusätzlich mit einer Kette gesichert. Ich bekomme von all dem nichts mit.

 

Einziger Verlust eine Trainerhose. Glück gehabt.