24.Dezember bis .....  Gythio

Mittwoch, 24. Dezember Gythio Bay Camping

 

Erstmal auf das Dach klettern, der Stewi muss runter, denn Kleider waschen ist angesagt. Zur Feier des Tages für einmal ganz locker und entspannt mit der Campingplatz eigenen Waschmaschine. 


Auf die Räder und ab, äh... rauf und danach wieder runter in die Stadt. Weihnachtsmann suchen und der Fähre nachwinken, die Chris und Walter nach Kreta schippert.

 

Den Abend verbringen wir zwar ohne "Mailänderli", aber doch mit Kerzenlicht, in friedlicher Zweisammkeit in unserem rollendem Heim.

Weihnachtsfeiertage 25./26. Dezember Gythion


Das Wetter hält sich wacker. Noch kein Regen, aber es bläst ein frischer Wind.


Am Weihnachtstag, fast ganztätig Diskussionen über Gott und die Welt mit unserem deutschen Nachbarn. Wir sind uns nicht ganz einig und ich bin des nachts noch am Studieren, wie ich ihm besser Paroli hätte bieten können. 


Am Stefanstag erfahren wir, dass Werni unser Bekannter aus der Türkei, ganz in der Nähe ein Bungalow gemietet hat. Nichts wie hin und letzte Reiseberichte austauschen. Er erklärt uns, wie man ohne die Hauptstrasse zu benützen, nach Gythion kommt.


Falsch abgebogen, dafür schöne Ausblicke auf die Stadt. Wir treffen bei einer Olivenfabrik wieder auf den richtigen Weg. Von der anderen Strassenseite aus macht Alois ein paar Fotos. " Schau, der winkt uns zu, vielleicht will er uns die Fabrik zeigen." Weit gefehlt, das A... gibt uns zu verstehen, dass wir sofort verschwinden sollen und keine Fotos machen dürfen!?


Alle Läden sind zu, ausser der Bäckerei. Dort gibt es leckeren Hefezopf, wenigstens das.


Da kehren wir halt in einem griechischen Restaurant ein. Das Essen ist mehr teuer als gut.


Oh, wie vermissen wir die Türkei.




Samstag, 27. Dezember

 

Heute ganzer Tage Sonnenschein, aber nur noch 15 Grad, Tendenz sinkend.

Alois: "Wieso schaust du immer die Wetterprognosen, die stimmen ja doch nicht."  Zum Glück!

 

Die Läden haben geöffnet und wir können in der Stadt unsere Vorräte auffüllen, denn das Regenwetter wird bestimmt kommen. Eine griechische Telefon- Sim-Karte brauchen wir auch noch. Der Laden ist zwar offen, eine Registrierung zur Zeit aber nicht möglich. Wir sollen morgen noch mal kommen. 

Sonntag, 28. Dezember

 

Es klappt mit der Sim-Karte und wir sind nun stolze Besitzer einer griechischen Telefonnummer. Ein Anruf in die Schweiz kostet uns ab jetzt nur noch 90 Cent pro Minute.

 

Der morgendliche blaue Himmel ändert ab Mittag schnell seine Farbe und wir beeilen uns unter Dach zu kommen. Dabei haben wir bedeutend mehr Glück als unsere belgischen Nachbarn, bei denen das Dach undicht ist.


Später bläst es uns fast vom Platz. Es rüttelt und schüttelt am Camper. Der Satellit und die Markise sind schon lange eingeholt und wir hören Schweizer Radio per Internet.

 Montag, 29.Dezember

 

Nach der stürmischen und regengepeitschten Nacht, stellen sich 3 Womos von den vordersten Plätzen mit Meersicht und hohen Bäumen heute auch nach hinten, zwischen die kleineren Olivenbäume. Der Engländer setzt sich gleich mal in den Sumpf und muss mit dem Traktor wieder aus seiner misslichen Lage befreit werden, bevor er sich auf festem Boden installieren kann.

 

Kein Regen heute. Wir besuchen Heinz auf dem Nachbarscamping. Er hat sich, nachdem er weite Teile der Welt gesehen hat, hier vor 2 Jahren ein herziges " Heimetli" geschaffen. In der Schweiz ab-, und in Griechenland angemeldet. Bei Kaffee und Guetzli erzählt er uns von seinen verschiedenen Reisen und seinem Leben bei den doch recht zugeknöpften Griechen. Er hat nur wenige Freunde, dafür sehr gute. Es gehe lange bis die Einheimischen einen ins Herz schliessen, aber dann.....

Langsam bilden sich auch unter und neben unserem Camper Wasserlachen
Langsam bilden sich auch unter und neben unserem Camper Wasserlachen

Dienstag, 30. Dezember

 

Es regnet heute nur einmal, äh zweimal. Die 10 Grad Marke wird nicht geknackt. In der Regenpause um die Mittagszeit fahren wir die 2 km zum nächsten grösseren Supermarkt. Wir verplempern die Zeit und eine halbe Stunde später, beim Verlassen des Ladens, regnet es wieder. Nass aber mit frischen Fleischvorräten und Sekt kommen wir zum Camper zurück. Heute verlassen wir unser rollendes Heim nur noch zum rauchen. Wenigstens stürmt es nicht. Alois:" So jetzt reicht es mit den Regenfotos, du machst ab jetzt keine mehr." 

Mittwoch, 31. Dezember

 

Während wir noch überlegen, ob wir trotz der Kälte (6 Grad) auf's Rad steigen und nach Gythion reinfahren sollen, bekommen wir Besuch von Werni. 

 

Bei Wein und Gesprächen vergeht der Nachmittag wie im Fluge.


Ganz herzlich danken wir für die Gästebucheinträge. Leider haben wir keine Möglichkeit euch darauf zu antworten, was wir sehr gerne tun würden. Bitte Elke/ Otto und Nicole schreibt uns doch mal über Kontakt an, dann haben wir eure E-Mail Adresse und können euch persönlich schreiben.

Donnerstag, 1. Januar 2015

 

Immer noch 6 Grad kalt, wenigstens kein Wind und kein Regen. Heinz der Dauercamper vom Nachbarsplatz erzählt, dass er nun den 3. Winter hier verbringt und noch nie Schnee auf den benachbarten Hügeln gesehen hat. Auf dem mit 2400m höchsten Berg des Peleponnes wohl, aber..... Na ja es muss wohl doch an uns liegen.

 

Ich will mit der griechischen Sim-Karte meinen Eltern telefonieren. Funktioniert nicht! Hat der Verkäufer das Guthaben auf sein Telefon geladen, oder ist irgendwas nicht freigeschaltet? Wir werden es bei einem Besuch in Erfahrung bringen. 

 

Die Berner, die eigentlich gestern nach Kreta rüberwollten( Fähre fuhr nicht wegen Sturm), sind dann runter nach Neapoli an die Spitze der Halbinsel gefahren und heute bereits wieder zurück. Es war dort grauenhaft stürmisch und bitterkalt. Die Strassen teilweise mit Steinsbrocken blockiert. Das ganze wäre gar nicht lustig gewesen.

 

Wir möchten uns ja auch noch diesen Teil ansehen, vorallem Monemvasia. Ab Morgen soll das Wetter besser, am Samstag und Sonntag auch wärmer werden. Mal sehen, irgendwie sind wir vor Kälte ganz erstarrt und überhaupt nicht abenteuerlustig gestimmt. 

 Freitag, 2. Januar

 

Die Sonne scheint, der Wind weht heftig, 10 Grad Kälte, Tendenz steigend.

 

Alois:" Schau mal, da trägt einer kurze Hosen." " Muss ein Schotte sein."" Nee, nee ist ein Landsmann." So sind die Wahrnehmungen verschieden, sogar bezüglich Temperaturen. Wir jedenfalls ziehen uns warm an, bevor wir losfahren nach Gythion.

 

Das Vodafongeschäft ist erst wieder um 17.30 Uhr geöffnet, Mittagspause. Solange wollen wir nicht warten. Der Supermarkt ist offen. " Lass uns noch Geld holen am Bankomaten, wer weiss, wie lange da noch was rauskommt. Die Griechen heben zurzeit möglichst viel Geld ab, weil sie nicht wissen, wie sich die politische Lage entwickelt." Alois:" Ja, wer weiss, vielleicht kommen beim nächsten Bezug bereits Drachmen raus."

 

Auf dem Heimweg, Abstecher auf die kleine Insel. Museum geschlossen. Zum Leuchtturm kein Zutritt. Also zurück an die Wärme.

 

Der Truma-Boiler will nicht mehr anspringen. Liegt das jetzt am zur Neige gehenden Gas, oder ist da was kaputt? Zum Glück gibt es auf dem Campingplatz heisse Duschen und unser Heizöfeli läuft mit Strom.

 Samstag, 3. Januar

 

Die 10 Grad Marke wird heute knapp geknackt. An der prallen Sonne ist es sogar fast ein bisschen warm, vorallem mit der dicken Jacke. Wir erfahren, dass es vor 9 Jahren letztmals Schnee und eine solche Kälte in dieser Gegend gab. 

 

Kein Trumaproblem. Tatsächlich reichte ganz einfach der Druck der praktisch leeren Gasflasche nicht mehr aus für den Boiler, interessanterweise funktionierte der Herd noch. Eine neue Gasflasche ist schnell gekauft. Alois:" Hast du nicht gesagt, der griechische Anschluss passt ebenso wie der türkische, auf das deutsche System?" " Ja doch, sowas habe ich gelesen." Natürlich passt er nicht. Ein freundlicher Norweger auf dem Campingplatz ist schnell zur Hand mit einem Adapter. Das "geopferte"  zurecht geschnittene Stück Schlauch aus Alois Ersatzteilkiste ist zu dünn. In der näheren Umgebung ist kein passender Schlauch zu finden. Zum Glück ist die 2. Flasche noch nicht leer. Nun heisst es sparsam sein, bis Alois die zündende Idee hat, ansonsten ist bald ausgekocht. 

 

Wir bleiben auf jeden Fall vorläufig hier, wo wir am Strom hängen.

 

Das Telefonproblem löst sich dafür von selbst. Die Sim-Karte funktioniert im Geschäft und selbstverständlich auch nachher, tadellos. So peinlich.

 

Chika bewacht die Wäsche
Chika bewacht die Wäsche

Sonntag,4. Januar

 

Richtiges Wäschewetter. Zwar keine Sonne, aber warmer Wind. Nach zwei Stunden ist alles trocken. Einfach wunderbar.

 

Alois wollte gestern einen bestimmten Artikel lesen, war leider nur als registrierter Facebooker möglich. Also hat er sich kurzerhand angemeldet und ist fasziniert hängengeblieben. Mal alle unsere Kinder gesucht, gefunden, angeschrieben und zu Freunden gemacht. Wir haben uns sehr gefreut zu sehen, was sie so erleben und die Fotos zu betrachten.

 

Heute nun verbringt Alois den grössten Teil des Tages damit, Bekannte ausfindig zu machen um sie zu Freunden zu machen. Nicht so einfach, da nebst der ungewohnten Handhabung der Seite auch das Internet immer mal wieder ausfällt. Aber immerhin hat er es bis abends bereits auf 11 Freunde gebracht. " Da musste lange arbeiten, bis du das im wahren Leben schaffst."

Kein Regenbild. Es schneit!
Kein Regenbild. Es schneit!

Montag, 5. Januar

 

Trotz Unterwasserstimmung, fahren wir mit dem Camper nach Gythio und irren den halben Tag in den Wasserlachen rum, auf der Suche nach einem passenden Gasschlauch. Werden nicht fündig, gibt es nicht! Dafür besitzen wir jetzt einen eigenen Adapter für die griechische Flasche. Alois:" Was schaust du so komisch?" " Ich hab nasse und kalte Füsse, die neuen türkischen Stiefel sind nicht dicht. Wir haben uns wirklich den besten Tag für unseren nicht sehr erfolgreichen Ausflug ausgesucht!"

 

Wieder zurück, staunen wir nicht schlecht, es beginnt tatsächlich zu schneien. Leider sieht man es auf dem Foto nur sehr schlecht.

 

Wetterbericht: Ab morgen zwar kühles aber strahlend schönes Wetter für eine Woche! Der Mond zeigt sich um 19.00 Uhr auf jeden Fall schon mal von seiner besten Seite.

 

 Dienstag, 6. Januar "Wasserweihe"

 

Heute morgen um 8.00 Uhr - 3,8 Grad! Das gestrige Wasser auf der Wiese ist gefroren. Die Berge rund um uns zeigen sich im schönsten Licht und mit der Sonne wird es schnell wärmer.


Fast alle die wir bisher auf dem Campingplatz kennengelernt haben, haben irgendein Problem:


Bei Heinz hat sich die Velohalterung vom Camper gelockert. Er hat dies zum Glück gemerkt und ist jetzt auf der Suche nach einer neuen, etwas grösseren Metallplatte zur Befestigung der Halterung. Wir haben gestern im Zuge der Gasschlauchsuche, nach so einem Ding gesucht, resp. versucht irgendjemanden dazu zu bringen so ein Teil zu fertigen. Nichts zu machen. Die Griechen sind nun mal keine Türken oder Marokkaner. Nachdem sie uns von Geschäft zu Geschäft geschickt haben, meinte einer lapidar:" Versucht es mal in Sparti." Danke.

Am Nachmittag beim Wein mit Werni stellt sich raus, dass er morgen nach Sparti fährt. Fortsetzung folgt...


Alois wollte nicht glauben, dass unser Surface Tablet den Geist aufgegegeben hat und hat schliesslich nach erfolgloser Suche in der Türkei das passende Ladekabel von der Schweiz aus schicken lassen. Vor 3 Wochen ist dieses auf die Reise gegangen und tatsächlich heute hier angekommen. Das Tablet funktioniert wieder tadellos! Ein Problem gelöst. 


Alois bringt dem liebenswürdigen Norweger sein griechisches Gasventil retour und kommt mit einem passenden Stück Gasschlauch zurück. Warum in die Ferne schweifen, wenn die guten Norweger sind so nah. Problem halb gelöst, die Flasche ist noch nicht angeschlossen. Fortsetzung folgt.......


Unsere neuen deutschen Nachbarn sind fast gaslos. Sie müssen morgen nach Kalamata fahren ( 100 km) um die deutschen Flaschen in der Petrostation befüllen zu lassen. Unsere leere deutsche Flasche können wir mitgeben. Fortsetzung folgt....


Am 6. Januar ist ein ganz besonderer Feiertag in Griechenland. Die Wasserweihe. Ein Pope wirft im Hafen ein Kreuz ins Meer und junge Männer tauchen nach dem Ding. Der glückliche Finder bekommt einen ganz besonderen Segen. Wir möchten diesen Brauch live sehen und.........sind zu spät am Hafen. Aber es lohnt sich allemal, denn die Bevölkerung ist locker und frohgestimmt.


Abends organisiert der Camping im Aufenthaltsraum ein kleines Fest. Essen und Getränke werden offeriert. Noch ein Brauch: Kuchen mit einer eingebackenen Münze wird aufgeschnitten und verteilt. Der glückliche Finder, "unser" freundlicher Norweger, soll nun im kommenden Jahr sehr viel Glück haben. Wohlverdient!


Ein gelungener, erfolgreicher Tag.

Mittwoch, 7. Januar

 

Auf eine klirrend kalte Nacht, folgt ein strahlend schöner Tag. Später kann ich sogar an der Sonne sitzen und lesen, ohne dass ich mich einpacken muss wie ein Eskimo.

 

Das Anschliessen der griechischen Flasche ist schnell erledigt, nun "pfust" griechisches Gas durch den "norwegischen" Schlauch. 

 

Werni kann die Metallplatte für Heinz neuen Velohalter in Sparti besorgen. Ein heute neu auf dem Platz eingetroffener ehemaliger Ingenieur meint jedoch, dass diese zu schwer und zu gross für das Wohnmobil ist. Er wird sich morgen diesem Problem "professionell" annehmen. Fortsetzung folgt......

 

Unsere deutschen Nachbarn fahren schon beizeiten nach Kalamata. Erst nach Einbrechen der Dunkelheit kehren sie zurück und schwärmen von ihrem tollen Tagesausflug. Das Befüllen der Gasflaschen sei ruckzuck gegangen, zwei Mitarbeiter hätten wohl den ganzen Tag nichts anderes gemacht, als Flaschen abzufüllen. Wir haben nun Gas in Hülle und Fülle.

 

Kaum ist die Sonne weg, wird es wieder eiskalt, brrr......