15. bis 19. September Budapest - Trichkow bei Sofia

Montag, 15. September  Budapest - Lakitelek

 

Erstaunlich, wir kommen ohne Probleme weg von unserem Standplatz in Budapest.

 

Kaum aus der Stadt raus:" Schau da hat es ein Einkaufszentrum, hier können wir noch unsere Einkäufe tätigen". Metro kennen wir nicht wirklich. Sind aber eher irritiert über die grossen Gebinde und die Hubstapler, die sich zwischen den Regalen bewegen. Sieht nach einem ungarischen CC aus. Mein Sohn klärt uns später auf, dass Metro international ist. Wir lassen uns jedoch nicht beirren und freuen uns über die günstigen Preise. 3 Paar Sandalen bieten sich auch noch an, die alten sind vom vielen Wasser hinüber. An der Kasse: " Karte". " Nix Karte, cash". "Metrokarte". " Nix, Cumuluskarte, wir Tourist, zahlen cash." Ein Uniformierter kommt dazu. "Metrokarte!" " Nix, verstehen, Tourist, zahlen bar." Alois zeigt sein Geld. Die Kolonne hinter uns wird immer länger und die ersten scharren bereits mit den Füssen. Der Uniformierte zeigt uns eine Metrokarte. Haben wir selbstverständlich nicht, wir wollen ja bar zahlen. Irgendwann wird es ihnen zu blöd und der Uniformierte hält seine Karte hin. " Na, geht doch." Zufrieden verlassen wir den Metroladen und überlegen uns, ob wir das in der nächsten Stadt wiederholen sollen. Lassen es dann aber bleiben. Wir möchten ja die Gastfreundschaft der Ungarn nicht überstrapazieren.

 

In Lakitelek gibt es ein grosses Hallo. So eine herzliche Familie. Wir fühlen uns sofort daheim. Werden verwöhnt ohne Ende und sind uns sicher, dass wenn wir eine Woche bleiben würden, sicher 10 kg schwerer und ich ein Alki wäre. Stefan macht seinen sehr guten Weisswein selber, auch den Schnaps brennt er selber und sein Fleisch wird auch selber gemetzget und verarbeitet. Einfach mhhhhh.....

 

Lakitelek ist ein Sommerferienort. Ein 1000qm grosses Naturreservat schliesst sich an, mit einem wunderbar romantischen Flussarm des Tiska.Verschiedene Thermen in nächster Nähe.

 

Wir übernachten auf dem Campingplatz. Gehört ganz uns allein. Schlafen herrlich.

Alles wieder trocken
Alles wieder trocken

Dienstag, 16. September Lakitelek

 


Endlich scheint mal wieder die Sonne und die nassen Blachen trocknen gut auf dem Betonplatz, des Campingplatzes.

 

Eigentlich möchten wir ja heute weiter nach Serbien, lassen uns aber sehr schnell überreden noch einen Tag hier zu verbringen. Werden vor dem Haus von Julias Familie übernachten.

 

Der Besuch in der Therme, Lara bäbelen, die vielen interessanten Gespräche, das gute Essen und der feine Wein lassen den Tag im Nu vergehen.

 

Mittwoch 17. September  Lakitelek - Novisad

 

Nach dem gar nicht so leichten Abschied und mit vielen Vorräten beschenkt, fahren wir nach Serbien.

 

In Novi Sad finden wir ein tolles Uebernachtungsplätzchen zuoberst auf der Festung. Herrlicher Blick über die Stadt und die Donau. Einzig ein paar Liebespärchen finden ebenfalls den Weg hierher. Wir schlafen göttlich und völlig ungestört.

Donnerstag 18. September Novisad - Vrniacka Banja

 


Das Navi findet in Serbien nur die Autobahnen. Fahren wir doch einfach der Donau entlang bis vor Belgrad, dort können wir ja wieder die Autobahn nehmen.

 

Liebliche, beschauliche, hügelige Landschaft. "Ups, was ist denn das, eine Zollstation mitten in Serbien?" " Nein Schatz, du hast uns in die verkehrte Richtung gelotst, das ist Kroatien!" Wir passieren also innerhalb von einer halben Stunde zweimal die Grenze und nehmen danach sobald als möglich die Autobahn Richtung Belgrad und um Belgrad herum. Es ist uns nämlich auch nicht möglich die Verkehrsschilder zu entziffern. Nichts mit den Sehenswürdigkeiten von Serbien. Schade.

 

Mutig fahren wir dann doch nochmals von der Autobahn weg, um in Vrnjacka Bania, einem Badekurort zu übernachten. Auf Alois 40-jähriger Jugoslawienkarte gibt es dort einen Campingplatz. Gibt es aber jetzt nicht mehr. Also übernachten wir mitten in der Stadt auf dem überwachten Parkplatz. Es ist viel los hier, Beizen, Läden und Marktstände. Wir geniessen den Abend in den Gassen. Bewacht, lässt es sich danach gut schlafen. 

Freitag, 19. September Vrnjacka Banja - Trichkow bei Sofia( BG)

 

Nach dem deftigen Frühstück im Cafe nebenan, geht,s zwischen den recht imposanten Bergen und durch etliche Tunnels Richtung Bulgarische Grenze.

 

Beim letzten Mal war der Grenzübertritt recht mühselig. Vielleicht Dank der EU ist das heute problemlos. Sogar das Navi hat wieder seinen Dienst aufgenommen.

 

Nach Sofia rein möchten wir nicht und suchen uns im hügeligen Hinterland einen kleinen Campingplatz ausserhalb der Grossstadt. Wir trauen der Sache nicht mehr recht, da auch das Zufahrtsträsschen immer schmaler wird. Aber oha: Der Platz ist zwar mini und etwas verwahrlost, aber der Satellit funktioniert, Strom gibt's, WC, warme Dusche und sogar gratis W-Lan und das für 10 Euro. Wir sind zufrieden.