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4. bis  22. Januar       Halbinsel Yucatan

Mi

08

Jan

2020

im Golf von Mexiko nach Süden

Erster Halt in Tlacotalpan, einem Unesco-Weltkulturerbe- Städtchen in den Sümpfen. Uebernachtung am Fluss, laut präsenter Polizei kein Problem.

 

Tatsächlich regnet es nun seit über einem Monat mal wieder.

Weg von den Sümpfen in die Hügel mit  Zuckerrohrfeldern, Kakao und viel Dschungel bis wir die Lagune Catemaco erreichen. Hier treffen wir zum ersten Mal auf Maya Skulpturen. Dieser Ort soll ein Kraftort sein und zieht viele Backpacker an. Immer am ersten Freitag im März treffen sich hier Hexen und Schamanen aus ganz Mexiko um ihre Zeremonien abzuhalten.

 

Mit Erlaubnis der Polizei, die während der ganzen Nacht stündlich ihre Runde bei uns vorbei macht, schlafen wir sehr gut, warten aber nicht bis zum März, denn uns zieht es weiter südwärts.

Pemex, der staatliche Mineralölkonzern, hat in einem Gebiet, dass sie grossräumig mit Fabriken bestückt hat, einen über 1000 Hektaren grossen Ecopark erschaffen, um einen Ausgleich zu schaffen. Die  Bevölkerung kann diesen umsonst besuchen. 

 

Wir kommen gegen Abend an und der Park ist geschlossen, da Montag. Also übernachten wir auf dem Parkplatz und besuchen den Park anderntags bei strömenden Regen. Marta begleitet uns durch die Anlage und erklärt uns allerhand. Einige Tiere, die als Haustiere gehalten wurden, sind hier gelandet und werden von den Rangern betreut. Unter anderem ein Tukan, der in Gefangenschaft eher klein geblieben ist und ein Nasenbär, der sich täglich seine Streicheleinheiten von den Betreuern abholt.

 

Ansonsten durchstreifen wir zwar das Gelände, sehen aber keine Tiere, vielleicht liegt es am Regen. "Wann ist hier eigentlich die Regenzeit? "Marta lacht:" Jetzt."

Wir wollen nun endlich den ersten Maya Tempel sehen. Fahren zuerst bei Regenschauer und danach wieder Sonnenschein nach Comalcalco und freuen uns bereits um 16.00 Uhr vor Ort zu sein. Leider darf ab 16.00 Uhr keiner mehr rein in die Anlage, irgendwie doof. Uebernachten können wir da nicht. Also weiter bis Chiltepec, wo wir uns für die Nacht an den Fluss stellen.

Nach einer weniger ruhigen Nacht, wir wurden mit lauter Musik beehrt, fahren wir zuerst rein ins Feuchtgebiet von Tabasco, welches zu den grössten der Welt gehören soll.

 

Nach ein paar Kilometern machen wir wieder kehrt, die Strasse ist nicht so vom Feinsten und eine stündige Bootsfahrt auf dem Fluss soll an die 50 Euro kosten, das ist uns dann doch zuviel.

 

 

Also zwischen Sumpfgebiet und Meer bis zur langen kostenpflichtigen Brücke, rüber nach Ciudad del Carmen, wo wir kurz nach unserer Ankunft tatsächlich den ersten Delfinen bei ihren Spielen mit den Pelikanen zuschauen können.

 

ab hier sind wir auf der Halbinsel Yucatan.

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So

12

Jan

2020

Isla Aguada

Auf der Isla Aguada stellen wir uns mal wieder auf einen Campingplatz, erledigen die Wäsche, Büroarbeiten und wandern der Lagune entlang.

 

Bei unserer Rückkehr von einem unserer Spaziergänge steht doch tatsächlich ein Basler Camper neben uns. Patrizia und Mirko kommen von Kanada her und wollen in ein paar Tagen nach Kolumbien übersetzen.

 

Es ist echt schön sich wieder mal in Schwiizerdütsch auszutauschen, nebst Reiseführern und Tipps. Auch haben wir dank Patrizia, die das Englische sehr gut beherrscht nun eine Mexikanische Autohaftpflichtversicherung, die anscheinend nur online ausgestellt werden kann und obligatorisch ist.

 

Nach zwei kurzweiligen gemeinsamen Tagen trennen sich unsere Wege. Wir fahren weiter der Küste entlang nach Nordosten.

 

In Campeche besuchen wir die Altstadt und ein wirklich trendiges Kaffee bevor wir uns beim Walmart mit neuen Vorräten eindecken. Dort bleiben wir dann auch direkt über Nacht stehen.

 

Wir bekommen von Freunden Bescheid, dass unsere Webseite spinnt. Christian mein Sohn findet den Uebeltäter. Es ist der Counter, der nun entfernt ist und somit keine Störungen mehr auf unserer Homepage verursacht. Die Besucherzahlen sind nun halt nicht mehr ersichtlich.

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Di

14

Jan

2020

Piraten, Totenkult und Flamingos

Hier in der Piratenstadt Campeche gibt es tatsächlich eine Fiatgararage, die Gelegenheit endlich das dauernde Blinken ( Oel wechseln) auf dem Bordcomputer zurückzustellen. Das hat zwar keinerlei Einfluss auf die Fahreigenschaft, aber es nervt gewaltig.

 

Wir besuchen derweil nochmal die historische Stadt, die im Mittelalter immer wieder von ganz berühmten Piraten heimgesucht und schliesslich im Jahr 1663 von denselben in Schutt und Asche gelegt wurde. Da reichte es den Campechern und sie bauten eine Festungsmauer rund um die gebeutelte Stadt und hatten endlich Ruhe.

 

Wie vereinbart kehren wir um 17.00 Uhr, eigentlich bereits eine Stunde vorher, denn das Rückstellen kann ja nicht so lange dauern, zurück zur Garage, warten noch über eine Stunde um dann nach insgesamt sechs Stunden mitgegeilt zu bekommen, das Rückstellen des Computers  bei einem ausländischen Wagen sei nicht möglich, aber sie hätten 3 Liter Oel nachgefüllt. " Hä, das ist aber an und für sich gar nicht gut. Wo ist denn das erst in Kolumbien gewechselte Oel hin?" Wir werden die Sache jedenfalls im Auge behalten und das nervige Blinken weiterhin erdulden.

 

Da bereits Dunkel übernachten wir etwas ausserhalb bei einer Tankstelle mit riesigem Parkplatz für LKW's, wir sind jedoch die einzigen die den 5 Tankwarts und 2 Angestellten im OXXO Shop über Nacht Gesellschaft leisten.

Durch den Dschungel geht die Fahrt weiter nach Norden. Links und rechts tatsächlich nur Bäume, auf zwar schmaler aber gar nicht mal schlechter Asphaltstrasse. 

 

In grösseren und kleineren Abständen kleine Ortschaften, unter anderem das für seinen speziellen Totenkult bekannte Städtchen Pomuch.

 

Sogar Discovery Channel hat hier mal 3 Drehtage verbracht, erklärt und der Friedhofswächter. Zuerst werden die Toten die ersten Jahre "ganz normal" in den Wänden "gelagert". Sind die Knochen vom Fleisch befreit werden diese fein säuberlich und für alle sichtbar in kleinen Altären aufgebahrt. An den Totensonntagen gereinigt und mit neuen Dekorationen und Tüchern versehen. So gibt es ganze Familiengräber. Spannend und anscheinend ziemlich einmalig in Mexiko.

 

Weiter durch den Dschungel bis nach Celestun wo wir uns auf die Flamingos freuen, denn jetzt sind sie da zwecks Ueberwinterung.

 

Aber zuerst sehen wir andere Tiere, was auch nicht schlecht ist.

 

Auf eine Bootstour verzichten wir, denn wir können auch vom Land aus in den Lagunen die Flamingos beobachten.

 

Anschliessend stellen wir uns an der Küste zu einem Restaurant, wo wir nach dem Essen problemlos über Nacht stehen bleiben können.

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Do

16

Jan

2020

Cenoten und Mayas

Wir fahren ins Zentrum von Yucatan auf der Suche nach den sagenhaften Cenoten. Diese wurden vor 45 Mio Jahren durch Meteroiteneinschläge gebildet. Im Umkreis von 100 km gibt es unzählige der kreisrunden Grotten und Höhlen mit dem glasklaren und frischen Wasser, welche von unterirdischen Flüssen gespeist werden. Zum Teil sind sie nur schwer zugänglich. Die leichter zugänglichen werden von den Kreuzfahrttouristen überrannt und interessieren uns daher nicht so sehr.

 

Wir besuchen zwei und auf der schmalen Piste verlieren wir beim Geholpere über Wurzeln und Steine eine Klappe am Womo, was wir aber erst am Ziel merken. Ein freundlicher Ranger bringt sie uns später mit dem Motorrad zum Parkplatz, Danke vielmals.

 

Herrlich ist das Bade im glasklaren Wasser, wenn auch etwas unheimlich, denn urplötzlich  fällt der Grund sehr steil ab und recht grosse Fische tummeln sich ebenfalls im Becken.

Auf der Weiterfahrt es ist bereits wieder Abend, stellen wir uns zu einem Restaurant, lassen uns zuerst bestätigen, dass wir nach dem teuren Nachtessen hier auf dem Parkplatz übernachten können, werden jedoch nach dem Essen und bezahlen inkl. füstlichem Trinkgeld plötzlich eines besseren belehrt. Wir sollen nun auch noch für's Uebernachten bezahlen oder wegfahren. „ Hä?“ Das geht aber gar nicht, dann fahren wir halt weiter.“ Wir sind auf der Ruta Puuc, die wohl von vielen Touristen heimgesucht wird, was von den hier ansässigen geschäftstüchtigen Menschen schamlos ausgenutzt wird.

 

Ein paar Kilometer weiter stellen wir uns auf den stockdunklen Parkplatz bei der Mayaruine Khaba und schlafen diese Nacht, es ist für einmal unter 20 Grad warm, richtig gut.

 

Am Morgen bei Sonnenaufgang taucht die riesige Anlage auf der anderen Strassenseite langsam im Sonnenlicht auf, aber vieles davon ist in der abgeblich ältesten Anlage noch im Urwald verborgen. Wir können die Ruinen fast im Alleingang, für wenig Geld besuchen und überall nach Herzenslust herumkraxeln. Für einmal werden die Krocs gegen die Wanderschuhe getauscht, nicht nur aber auch wegen allfälliger Schlangen.

 

Alois:“ Auch die Mayas beherrschten das genaue Behauen und Einpassen der Steinblöcke.“ Wir sind tief beeindruckt von der Baukunst der Mathematiker, Astronomen, Schriftgelehrten und Ackerbauern ( Mais)  (von 900 bis 1500 n. Chr.)

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Sa

18

Jan

2020

Mexikanische Karibik

Quer über die Halbinsel Yucatan, alles Urwald ringsum, eigentlich nicht sehr interessant, ausser dass plötzlich die Uhr um eine Stunde nach vorne springt und wir an einer Polizeikontrollstelle aufgehalten werden. Wir sind echt perplex, ist uns das doch schon seit Ewigkeiten nicht mehr passiert. Auf die Frage woher, zeigt Alois mit dem Daumen nach hinten, von da und auf die Frage wohin zeige ich mit dem Zeigefinger nach vorne und meine lapidar: „zum Meer“. Der Polizist grinst und meint.“ Na dann Gute Fahrt.“

 

Nach nochmals 200 km sind wir in Majahual in der Karibik, stellen uns zum Leuchtturm und staunen ob des riesigen Kreuzfahrtschiffes, das in diesem ehemals kleinen Fischerdorf am ellenlangen Pier liegt.

Am Morgen staunen wir dann noch viel mehr, als wir 4 Kreuzfahrtschiffe am Pier sehen.

Wir stellen uns auf einen kleinen Campingplatz. Das ganze Dorf ist vollständig auf Kreuzfahrer eingestellt. Tagsüber voll von Touristen mit allerlei Aktivitäten beschäftigt, fällt es um 17.00 Uhr wieder in eine Art Schlafzustand. Am Samstag ist gar nichts los im Dörfchen, denn dann legt gar kein Schiff an.

 

Alois erledigt verschiedene Arbeiten am Camper, während ich die Wäsche „ erledige“, was jedoch die Wäscherei für mich macht. Das eigentlich Anstrengende ist nur das Wiederbeziehen der Betten.

 

Auch können wir mal wieder die Elektrotrottinets gebrauchen, die sind ideal auf der langen Malecon,

 

 

Nach drei Tagen Karibik zieht es uns jedoch trotzdem weiter.

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Mo

20

Jan

2020

Süss-, und Salzwasser

Nur gerade mal Hundert Kilometer weiter stehen wir an der Lagune Bacalar mit dem glasklaren Süsswasser, welches ebenfalls zum Bade einlädt. Was für eine herrliche Erfrischung bei der Hitze.

 

Uebernachten tun wir bei der Festung San Felipe direkt am Hauptplatz von Bacalar. Leider ist dann Montag und somit die Festung für Besucher geschlossen.

 

Also weiter, nochmals an die Karibik nach Chetumal, ganz nahe an der Grenze zu Belice, welchen Grenzübergang wir aber nicht queren. Das letzte Bad in der Karibik.

 

Danach werden unsere Vorräte bei Walmart aufgestockt, wo wir auch gleich über Nacht stehen bleiben.

 

 

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Mi

22

Jan

2020

Nochmals Kultur und Natur auf Yucatan

Bevor wir die Halbinsel Yucatan endgültig verlassen, schauen wir uns die Mayaruine  Kohunlich an, in der Hoffnung auch diese für uns ganz alleine zu haben. Es stehen jedoch bereits 3 Reisebusse auf dem Parkplatz. Aber die Kreuzfahrtpassagiere verlieren sich in der riesigen Anlage. Wir hören nur immer wieder die Pfeife, wenn der Guide die Gruppe zu sich "ruft".

 

Leider lassen sie uns nicht auf dem grossen Parkplatz übernachten, schade denn als die Reisebusse weg sind, ist es zuerst für 10 Minuten absolut still, bevor das Gedröhn der Brüllaffen losgeht. 

 

Auf der kurzen Strecke bis zum nächsten Höhepunkt, der Vulkangrotte mit den Millionen von Fledermäusen, stellt sich unsere Uhr dreimal um. Erstmal eine Stunde zurück, dann wieder eine vor um schliesslich bei einer Stunde zurück zu verharren. Da sieht man nur wie unwichtig den Mexikanern die genaue Zeit ist, ansonsten würde man in dieser Gegend ja verrückt werden. Wann haben wir abgemacht? Welche Zeit gilt nun für die Schule? Wann kommt der Bus, etc.?

 

Auf dem kleinen Parkplatz warten wir bis um 16.30 Uhr, dann werden die Anwesenden registriert und fotografiert und dürfen schliesslich zusammen mit dem Führer die kleine Wanderung zur Höhle unter die Wanderschuhe nehmen.

 

Dort wird gewartet, fast eine Stunde tut sich nämlich gar nichts. Wir starren runter zur Höhle und fühlen uns fast schon ein bisschen verarscht, aber dann geht es los.......,.

 

Zuerst nur ein paar und dann flirrt und sirrt die Luft, die Millionen von Fledermäusen verursachen einen gewaltigen Wind, schrauben sich in die Höhe und verschwinden auf einer langen und breiten " Strasse" nach irgendwo auf Futtersuche.  Wieder mal Hühnerhautfeeling. Nach einer guten Viertelstunde ist der Spuk vorbei und wir fahren zum nächsten Dorf, wo wir bei einem kleinen Hotel für die nächste Nacht stehen können und die heutigen Erlebnisse verarbeiten.

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