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Schön dass ihr uns besucht. Viel Spass beim Nachlesen unserer Abenteuer.

14. bis 29. März 2022     Florida

Di

15

Mär

2022

Der Sonnenstaat

Wir sind in Florida dem Sonnenstaat.

 

Die Küstenstrasse ist wiederum nicht so gescheit. Quält sich doch auch hier der Verkehr nur langsam über Brücken und durch die Städte. Ein bisschen wie Cote D'Azur im Hochsommer. 

 

Wir flüchten zwischen dieselbe und die Interstate auf die 90er. Die Landstrasse erweist sich als richtige Wahl. Kein Stress, keine Hektik.

 

Die Häuser, zumeist Farmen sind wieder " normaler", die Dörfer wieder kleiner und der Frühling zeigt sich auch langsam aber sicher. 

 

Kurz vor Talahassy stellen wir uns auf einen einfachen Campingplatz direkt am See. Wir bezahlen die 11.25 Dollar inkl. Steuer und geniessen die Wärme, die Ruhe und die Tiere um uns rum. 

Aber was soll denn das, wir sind doch im Sonnenstaat. Am Morgen schüttet es wie aus Kübeln. 

 

Da gibt es nur eines, Flucht auf die Halbinsel Florida. Wir fahren den ganzen Tag und die nächsten 400 Kilometer regnet es immer noch. Nur mal kleine Abschnitte, die in uns die Hoffnung auf Besserung schürt. 

 

Eigentlich möchten wir ins Adler Naturreservat, aber bei diesem Regen? Wir fahren weiter und stellen uns schliesslich in Crystal City, wäre ein schöner Ort bei schönem Wetter, hinter die Tankstelle und lassen den Regen weiter auf uns prasseln. Nach ganz kurzen Verschnaufpausen, legt der Regen umso mehr wieder zu, sogar Blitz und Donner begleiten uns in die Nacht. Wenigstens ist es hier wärmer und wir brauchen die Heizung nicht mehr.

 

Auch hier können wir direkt vor unserer Haustüre Vögel beobachten die einen Höllenlärm verursachen und sich vom Regen nicht beeindrucken lassen.

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Do

17

Mär

2022

St. Petersburg

Der Himmel ist immer noch mit schwarzen Wolken bedeckt, aber der Regen ist weg und die Temperaturen steigen stündlich.

 

Wir müssen höllisch aufpassen, dass wir nicht auf eine Tollstrasse gelangen, denn wir sind nach wie vor nicht im Besitz eines elektronischen Zahlsystems. Aber auch auf den normalen Strassen dauert die Fahrt nach Tampa nicht länger.

 

Wir fahren rüber nach St. Petersburg, einer vorgelagerten Insel die mit 2 Brücken verbunden ist. Die die wegführt ist eine Mautstrasse, welche aber anscheinend auch mit Cash bezahlt werden kann, wir werden uns dann überraschen lassen. In Westeuropa hätte dieser Ort wohl bereits einen neuen Namen bekommen.

 

Hinter einem Cracker Barrel gibt es extra ausgewiesene Parkplätze für Womos und Trucker, super wir übernachten hier mit einigen anderen.

 

Anderntags geht es in einem Wohnquartier direkt zur Münzwäscherei. Topes, aber nicht so halsbrecherische wie in Mexiko um den Verkehr ruhig zu halten. Die Wäscherei ist gegen alle Seite offen, was wirklich auf den Sunshine State hindeutet.

 

Die Temperaturen kratzen inzwischen an der 30 Grad Grenze und in der Nacht gehen die auch nicht mehr unter die 20 Grad. In den nächsten Tagen soll es auch so bleiben.

In St. Petersburg peilen wir einen Zahlparkplatz an, auf dem wir auch übernachten könnten. Elektronisches Zahlsystem mit passender App. Wir versuchen irgendwo bar zu bezahlen, geht nicht. Dann halt nicht, wir stellen uns 100 m weiter, auf den riesigen Gratisparkplatz beim Stadion, wo wir auch übernachten könnten und machen uns auf den Weg die Stadt zu erkunden

 

Sehr beeindruckend, neue riesige 50 stöckige Hochhäuser, neben alten auch zum Teil grossen Gebäuden. Sehr weitläufig. Aber es gibt Trolleys, die in der Stadt rumkurven «for free». Wir steigen ein und sollen eine Maske aufsetzen. Wir sind im Begriff wieder auszusteigen, aber der Chauffeur überreicht uns eine Maske. Ueberall auf der Welt sind es die gleichen Rest-Massnahmen, wohl damit die Plandemie nicht in Vergessenheit gerät, obwohl hier in Florida der Gouverneur verkündet hat, dass endlich mit diesem Theater Schluss sein soll und die Masken in die Tonne gehören. Ansonsten sehen wir praktisch keine Gesichtswindeln.

 

 

Sehr mondän, viele teure Autos kurven rum. Der Yachthafen ist ebenfalls beeindruckend. Grüne Oasen, viele Restaurants, Beautysalons, Hotels, Boutiquen, aber keine Einkaufsläden, wo man Getränke kaufen kann. Alles wird «do go»in Bechern verkauft.

 

 

Es ist der St. Patrick Day, viele laufen in grün rum und es wird getrunken was das Zeug hält.

 

Schliesslich haben wir genug gesehen, wollen hier weg und stellen uns ein paar Kilometer weiter auf den Wallmartparkplatz, wo wir sofort von einem Securityman darauf aufmerksam gemacht werden, dass das Uebernachten auf diesem Privatgelände nicht erlaubt ist. « Fahrt zum anderen Supermarkt eine Meile weiter, dort ist der Parkplatz öffentlich und da könnt ihr problemlos übernachten". Was wir dann auch machen.

 

Erstaunt sind wir, dass es bereits wieder Vollmond ist.

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Sa

19

Mär

2022

Nette Begegnung mit Europäern

Kein Problem, es gibt tatsächlich ein Zahlhäusschen vor der Brücke. Die Ueberquerung kostet uns 1.50 Dollar, was uns echt wie ein Schnäppchen vorkommt, nach den sonstigen Preisen in Florida.

 

Wir wählen uns einen Beach Parking auf einer kleinen langen Insel aus. Wir sind nicht die einzigen die den Weg hierher finden. Der Parkplatz ist um 15.00 Uhr noch sehr voll. Nach 17.00 Uhr leert er sich von den Strandgängern und wir können uns ein schönes Plätzchen zwischen den Büschen ergattern.

 

Auf der einen Seite geht die Sonne unter, auf der anderen Seite türmen sich die Gewitterwolken. Es blitzt und donnert und dann ist der Spuk auch schon wieder vorbei.

In der Dunkelheit, die nicht ganz so schwarz ist, dank des Vollmondes, drehen « Spinner» mit ihren Autos auf dem sandigen Parkplatz ihre schnellen Runden. Zum Glück stehen wir etwas geschützt. Um 23.00 Uhr ist auch dieser Spuk vorbei.

 

Der andere Camper, der sich etwas weiter hinten für die Nacht niedergelassen hat, entpuppt sich als  Europäer, der mit Frau und 4 Kindern unterwegs ist. Er hat mit diesen bereits eine Tour von Brüssel bis nach Tokio gemacht. Auf dieser Reise gegen Osten, seien sie von viel mehr Herzlichkeit begleitet worden. Einen Blog dazu gibt es auch. www.sixglobetruckers.com. Hier in Florida gibt es nicht viel Kontakt mit den Menschen und alles, aber auch wirklich alles sei sehr teuer für eine Familie. Zwei ihrer Kinder sind inzwischen in der Pubertät und seien echt anstrengend. Wir können sie beruhigen, das geht auch vorbei, nur Geduld. Später werden die Kinder wahrscheinlich ganz begeistert von dieser Reise sprechen und alles andere vergessen haben.

 

Wir queren Fort Myers, fahren etwas in die Mitte der Insel, wo es wieder ruhiger wird und wir unbehelligt eine ruhige Nacht verbringen.

 

Nun geht es in die Everglades, wo wir vermutlich gar kein Internet mehr haben, denn bereits hier ist es schwierig die Seite hochzuladen.

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So

20

Mär

2022

Everglade City

Wir schaffen es nicht bis zu unserem Ziel, denn wir " verplempern" die Zeit unterwegs.

 

Wir merken am Morgen, dass wir uns bereits in den Everglades befinden. Es soll wilde Tiere geben, welche wir natürlich nur auf den Schildern sehen. Ansonsten fühlen wir uns noch nicht so evergladisch.

 

Dann halt einen kurzen Abstechen nach Everglade City, eine kleine Stadt mit vorallem Tourismus und verschiedenen Tourenangeboten. Die Pelikane sind schon speziell.

 

Weiter wieder auf der Indianer Route, dem Tamiami Trail peilen wir das Visite Center des Big Cypress National Preserve an und decken uns mit neuem Kartenmaterial ein. Wir erkunden die Stege und Wege drumherum, entdecken einen prächtigen Alligator, dem die Fischer sein Mittagessen wegschnappen und füllen danach an einer Dumpstation unseren Wasservorrat auf. 

 

Nun sind wir für unseren Tripp gut ausgerüstet. Stehen darf man nirgends frei und die Route führt uns knapp an Miami vorbei, denn mitten durch die Everglades führt keine Strasse für uns. 

 

Ueberall auf der Streecke gibt es Tourenangebote, kleine Indianersiedlungen die meist eingezäunt sind und spezielle Parks für die Touristen. 

 

Es wird bereits wieder abend und wir stellen uns in Florida City  zum Cracker Barrel, wo es ausgewiesene Parkplätze für Womos gibt. Wir sind wiederum nicht die einzigen, die diese Gratisplätze benutzen. Das Restaurant ist gut besucht, günstig und auf Familien ausgerichtet. Wir sind am Essen, als das Gewitter losbricht. Es schüttet mal wieder, was das Zeug hält und hört auch nach einer Stunde nicht auf. Wir sind klitschnass bis wir im Camper sind und können uns heute die Dusche ersparen.

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Di

22

Mär

2022

Everglade Nationalpark Frust?

Wir sind am Eingang zum Everglade Nationalpark. Vor uns fährt tatsächlich die Familie ein, die wir vor ein paar Tagen an der Beach gesehen haben und seither nicht mehr. Uebrigens sehen wir sie danach auch nicht wieder. Wir löhnen 30 Dollar und dürften nun 7 Tage im Nationalpark bleiben.

 

Wir fahren die 60 km zum südlichsten Punkt, am Meer wo wir uns auf einen der beiden Campingplätze stellen wollen. Die Fahrt ist nicht sehr interessant, ausser ein paar Vögeln, Buschwerk, Sümpfen und sehen wir nichts besonderes.

 

Nun gut da unten wird es wohl toll sein. Es gibt viele Angebote, aber im ganzen Park keine Schnellboote, was wir nicht unsympathisch finden.

 

Der Campingplatz sei geschlossen, wir können hier nicht übernachten. Nun gut oder eben nicht gut. Wir spazieren über das Gelände, versuchen Seekühe im trüben Wasser zu entdecken. Sind froh ein Seeadlernest mitten im Zentrum beobachten zu können, sehen rüber zur Strasse die nach Key West führt und schauen zu, wie die Kanuten versuchen aus ihren Booten zu steigen.

 

Auf dem Rückweg peilen wir jeden Parkplatz mit braunen Tafeln an, sind aber mehr als enttäuscht, wir sehen vielleicht mit viel Glück mal einen Reiher, das war's.

 

Nun der andere Campingplatz ist offen und uns wird, nach dem Bezahlen von 25 Dollar ein Platz zugeteilt. Sofort umrunden wir den kleinen See, der sehr klar ist in der Hoffnung nun endlich Alligatoren zu sehen. Nichts ist, lustige Schmetterlinge oder vielleicht auch Libellen bekommen wir zu hunderten zu Gesicht.

 

Nun wir grillen und müssen uns der Krähe erwehren, die sich auf unseren Tisch setzt um auch etwas ab zu bekommen.

 

Alois will die E- Trottinets, die seit Argentinien nie mehr in Betrieb waren, laden, aber es tut sich nichts. Ist wohl wie mit allem, braucht man es eine gewisse Zeit nicht, ist es tot.

Noch etwas mehr Frust.

Die Sonne scheint und wir fahren Richtung Ausgang des Parks. Die letzte, resp. die erste Ausfallstrasse vom Eingang ausgesehen, nehmen wir ebenfalls noch unter die Räder. Ehrlich gesagt mit wenig Hoffnung. Doch die führt viel weiter ins Land hinein. Wir landen zuerst bei der militärischen Basis von den 60er Jahren mit den Cruise Missiles, die man besichtigen darf und bekommen die entsprechenden Erläuterungen. Na ja, damals wurde ein nuklearer Krieg verhindert, aber auch nur weil sich die Parteien zusammen gesetzt und Kompromisse geschlossen haben.

 

Dann nehmen wir noch die andere Strasse und landen auf dem Royal Palm Park. Endlich das was wir uns vorgestellt haben. Es gibt lange Stege und Wege, Seen und Flüsschen, Vögel und Alligatoren. Wir kommen hier voll auf unsere Rechnung und der Frust ist nur mehr an einem kleinen Ort. 

 

Trotzdem gilt es zu sagen, dass wir alles in allem enttäuscht sind vom Park, den wir uns ein bisschen wie das Pantanal in Brasilien oder den Ibera Nationalpark in Argentinien vorgestellt haben.

 

Wieder draussen fahren wir entlang von grossen Plantagen, wo allerlei angepflanzt und geerntet wird. Uebrigens werden hier Arbeitskräfte auf Spanisch gesucht und fast alle Angebote sind ebenfalls aus Lateinamerika.

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Fr

25

Mär

2022

Miami

Ich als alter Miami Vice Fan möchte mir die berühmte Stadt ansehen. Viele Strassen, viele Brücken, viele Hochhäuser, viele Tollstrassen auf der wir dann wieder landen, ohne es zu wollen und 2 Meilen benutzen, bevor wir wieder runterkommen.

 

Strasse gesucht, die ohne Toll über das Wasser auf die Beach führt. Nun auch hier sehr viel Verkehrsstau und fast keine Möglichkeit am Wasser zu parken. Endlich finden wir einen Parkplatz und können einen Blick auf den Strand und das Meer werfen. 

 

Die Strassen zur Miami Beach werden vom Donnerstag bis Sonntag von 00.00Uhr bis 06.00 gesperrt und es herrscht dann eine Ausgangssperre. Nicht wegen Corona, sondern wegen der Studenten, die hier ihren Frühlingsurlaub verbringen, die Sau rauslassen und bereits einige Polizisten bei Zusammenstössen verletzt haben. Jetzt schlafen sie wohl noch.

 

Dann nur schnell raus aus der Stadt, was gar nicht so einfach ist. Wir haben das Gefühl im Kreise zu fahren, da überall die gleichen Hochhäuser, Brücken, Strassen  und Staus herrschen.

 

Wir kommen vorbei am grossen Stadion, wo gerade das Miami open stattfindet mit ziemlich viel Publikumsverkehr.

 

Ein freundlicher Herr erklärt uns, wo wir auf der Westpalmbeach über Nacht am Strand stehen können.

 

Wir haben keine Lust mehr, übernachten hinter einem Cracker Barrel, was sich als gar nicht so schlecht erweist. Gibt es doch einen kleinen Teich mit interessanten Vögeln. Die Cracker Barrels wurden 1969 gegründet, um die Shelltankstellen an den Autobahnausfallstrassen zu befruchten. Unterdessen gibt es sie auch an den " normalen" Strassen. Sie sind alle gleich, auf Old getrimmt und mit Geschenkeladen versehen. Hinter diesen Restaurants gibt es immer Stellplätze für Womos, die auch gerne nicht nur von uns benutzt werden. Wegen Rassendiskriminierung waren sie in den 90ern ein paar Mal in den Schlagzeilen.  

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Mo

28

Mär

2022

Entlang der Küste Richtung Norden

Weiter der Küste entlang Richtung Norden. Es wird richtig ländlich.

 

Auf einem Campingplatz bekommen wir keine Unterkunft, da wir keine grossen Vorplaner sind, haben wir natürlich nicht vor reserviert. Was soll's. Einige schöne Plätzchen gäbe es schon, leider nur für tagsüber.

 

Orlando lassen wir links liegen, haben wir doch genug von grossen Städten und Vergnügungsparks brauchen wir auch nicht. Adrenalin hatten wir genug mit dem Verkehr. Uebrigens ist gerade in diesen Tagen ein 14jähriger Junge tödlich verunglückt, als er 131m aus einer Freefall Bahn fiel.

 

Wir geniessen die relative Ruhe, bewundern die verschiedenen Verkehrsteilnehmer und stellen uns für die nächste Nacht in Melbourne halt wieder hinter ein Cracker Barrel.

 

In Daytona Beach stellen wir uns schliesslich für 2 Tage auf einen Campingplatz. Wieder mal ist grillen angesagt, Stühle und Tischchen raus und einfach etwas ausruhen und die Beine hochlegen, bevor wir nach Sankt Augustine fahren, die für sich in Anspruch nimmt, die älteste Stadt der USA zu sein um uns wieder ins Getümmel zu wagen.

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Di

29

Mär

2022

St. Augustine

Wir erreichen St. Augustine und stellen uns auf den Parkplatz für grosse Fahrzeuge.

 

Man könnte die historische Altstadt mit einem Bähnchen erkunden, aber es ist alles gut überschaubar und so gut belaufbar, dass wir uns per pedes auf die Erkundigung machen.

 

Irgendwie was zwischen Ecomuse und Disney. Es ist alles sehr hübsch und proper. Nach einigen Stunden und dem Besuch der Prohibitionskitchen haben wir genug gesehen und verlassen die Stadt um an einem ruhigen Oertchen zu übernachten.

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