2. bis 11. März     Malta Teil 1

Fr

02

Mär

2018

Malta wir kommen

Mit dem Wecker sind wir heute früh auf. Um 08.00 Uhr stehen wir vor der Fähre und können alsbald reinfahren.

 

Pünktlich um 09.Uhr legt der Katamaran ab und scheint mit seinen 30 Knoten nur so über die Wellen zu fliegen. Ich hätte mir das Reisekaugummi kauen sparen können. Nach nur 90 Minuten legen wir in Valletta an. Das Reinfahren in den Hafen mitten in der Stadt ist echt beeindruckend.

 

Vom Schiff runter werden wir gefragt, ob wir Haustiere mitführen. Tun wir nicht und so dürfen wir raus aus dem Hafengelände.

 

Wir halten uns links nach Mdina. Schnell sind wir auf der zweispurigen, richtungsgetrennten Strasse raus aus der Stadt, gut um sich an den Linksverkehr zu gewöhnen. Bei den anschliessenden Kreiseln, hätte ich wohl bereits meinen ersten Crash verursacht, Alois fährt sehr konzentriert und meistert das " Falschfahren" problemlos.

 

Gut vorbereitet wie wir wieder mal sind, wissen wir nicht so recht wohin wir uns denn nun wenden sollen und landen da wir uns in Mdina wiederum links gehalten haben in Dingli. Das Städtchen wirkt etwas ausgestorben. Ein Kaffee finden wir nicht, also decken wir uns im Lebensmittelgeschäft mit einem Laib Brot ein.

 

" Schau, da geht es zum Cliff Dingli, das tönt gut."  " Ja da können wir vespern."  Jetzt kommt es nicht mehr aufs Linksfahren an, denn die Strasse ist zum Teil so schmal, dass sie zur Gänze von einem Auto ausgenutzt wird.

 

Tatsächlich sind die Klippen atemberaubend, weshalb wir uns den tollen Ausblick mit vielen anderen teilen. Soviele Touristen in Bussen und Mietautos haben wir schon lange nicht mehr gesehen.

 

Ein Stück weiter, stellen wir uns, nachdem wir an zwei schönen Plätzchen mit den am Boden liegenden Tafeln "privat no parking", erst nach dem Aussteigen konfrontiert wurden, schlussendlich doch direkt an die Klippen, ganz ohne Tafel und geniessen die Blicke in die Tiefe und die Weite. Gegen Abend sind wir dann alleine und haben Musse die heutigen Eindrücke zu verdauen.

 

Gps lat. 35.84516    long 014.39686     246m ü.M.  keine Ver-, und Entsorgung.  

 

Jetzt habe ich fast vergessen zu schreiben, dass wir heute bei 23 Grad zum ersten Mal wieder geschwitzt haben beim Wandern, trotz mässigem Wind.

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Sa

03

Mär

2018

Prähistorische Tempelanlage und blaue Grotte

Heute wird der Himmel nicht blau. Es scheint, dass der Saharasand über der Insel liegt. Es ist entsprechend diesig.

 

Wir fahren zu den  prähistorischen Hagar Qim Tempeln. Lange Parkplätze für Busse direkt vor dem Eingang. Im Winter also kein Problem mit dem Womo. 

 

Eine sich selbsterklärende Einführung mittels 3D - Film ist im Preis inbegriffen. Die Besichtigung der zum Teil rekonstruierten Anlage und zum Schutz vor Wind und Wetter überdachten Anlage lohnt sich allemal.

 

Ein paar Kilometer weiter befindet sich die blaue Grotte. Von der Strasse oben haben wir einen spektakulären Blick in die Tiefe.

 

Mit der guten Erfahrung bezüglich Parkplätzen fahren wir danach zuversichtlich runter zum kleinen Dörfchen. Aber hier ist das Parken nicht so einfach, alles voll. Zum Glück fährt ein Kleinbus weg, dessen Platz wir übernehmen können.

 

Die diversen Restaurants und Kaffees sind gut besucht, auch fahren einige kleine Boote zu der blauen Grotte. Wir verzichten darauf, trinken Kaffee und fahren weiter.

 

Zufälligerweise treffen wir auf einen der 5 Lidl, die es auf der Insel gibt und decken uns mit frischen Lebensmitteln ein.

 

Eigentlich ist unser Ziel der Campingplatz in Zurrieq, kommen aber wegen der engen Strassen im Städtchen, nicht durch und stellen uns schliesslich ziemlich entnervt in eine ruhige Sackgasse in der Nähe des Meeres.

 

Gps  lat. 35.82223   long  014.46312    keine Ver-, und Entsorgung

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So

04

Mär

2018

Marsaxlokk

Heute bräuchten wir unbedingt Wasser. Kein Tropfen mehr im Tank. Seit unserer Ankunft in Malta nirgendwo einen Brunnen oder sonst eine Möglichkeit des Tankfüllens entdeckt. 

 

Ansonsten haben wir gelernt. Suchen uns auf Google maps die Strassen mit Busstationen aus, denn wo die durchkommen, sollte es für uns auch kein Problem sein.

 

Im Hafen von Birzebuggia versuchen wir unser Wasserglück zuerst. Wir staunen über einen  Riesencamper, aber einen funktionierenden Wasserhahn gibt es nicht. 

 

Dann schauen wir uns halt mal die Ghar Dalam Cave an. Hätten wir uns schenken können. Viele,viele Knochen im Museum und eine ganz kleine Höhle die begangen werden kann. Parkplätze gibt es genug, Wasser keines.

 

Schnell sind wir im "beschaulichen" Fischerort  Marsaxlokk und ohne es zu wollen mit dem Womo mitten im Sonntagsmarkt an der Promenade, ohjee, ohjeee und so viele Menschen.

 

Wieder zurück beim Städtchenanfang finden wir dann doch noch einen Parkpkatz und schmeissen uns ins Getümmel. Nicht viel Fischmarkt, eher viel Ramsch, wie überall auf der Welt.

 

Ein Restaurant reiht sich ans nächste. Ueberall werden Fischmenues angeboten, aber alle sind proppevoll. Entdecken wir einen leeren Tisch und sind gewillt diesen zu besetzen, werden wir nach unserer Reservation gefragt. Dann halt nicht, wir kehren beim Chinesen ein, der uns herzlich Willkommen heisst und haben Dank Bags sogar noch genug für das Nachtessen.

 

Im Hafengelände gibt es Wasserhähne die funktionieren. Wir warten bis sich der Trubel und die Marktstände auflösen, fahren nochmal  quer durch das Städtchen, füllen endlich den Tank und stellen uns dann vorne an den Hafen.

 

Gps. lat.  35.83931    long  014.54827    Wasser am Hafen vorhanden. 

 

Morgen werden wir uns das dann hoffentlich tatsächlich beschauliche Städtchen, nochmals in Ruhe ansehen.

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Mo

05

Mär

2018

Spannend, spannend

Am Vormittag scheint Marsaxlokk wirklich beschaulich. Die Promenade ist leer, keine Marktstände, wenige Touristen, wenige Autos. Einige leere Tischchen und Kellner, die versuchen uns in ihr Restaurant zu locken.

 

Eine Stunde später ein ganz anderes Bild. Reisebus um Reisebus fährt zur Promenade, entlädt ihre Fracht und die Wirte buhlen um die neuen Gäste. In allen möglichen Sprachen, wird unter Mithilfe der Reiseführerin, das Essen geordert. 

 

Zum Glück haben wir unseren Mittagsfisch bereits bestellt. 

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Di

06

Mär

2018

St.Thomas Bay

Damit wir den St.Peters Pool erreichen, müssen wir mal wieder die "Busstrecke" verlassen. Stehen kurz darauf beim Fort Delimare, wo es ebenfalls schöne Uebernachtungsplätze gäbe. Wir machen uns zu Fuss in Richtung Ziel auf. Ankommen tun wir nicht, kläffende Hunde raten uns zur Umkehr. Da wo der offizielle Wanderweg ist, haben wir jedoch keine Parkmöglichkeit.

 

Also fahren wir weiter nach Marsascala, wo wir uns einmal mehr in den engen Strässchen im Zentrum wiederfinden. Endlich raus aus der Stadt und runter zum St.Thomas Bay. Alois:" Entspanntes Fahren ist anders."  

 

Die Bucht ist wunderschön und es gibt enorm viel Platz für unser Womo. Ein Malteser ist ebenfalls mit seinem Camper hier. Im Gespräch erfahren wir einiges über Malta. " Ihr könnt euch hinstellen, wo es euch gefällt, es ist generell erlaubt." Wir wollen wissen, wie es denn auf Gozo sei mit dem Camper. " Kein Problem, ich fahre auch rüber und es ist wesentlich entspannter, viel weniger Verkehr," und lachend setzt er hinzu: "Ausser am Sonntag."  Wir bekommen noch weitere wertvolle Tipps für unseren Aufenthalt in Malta und Gozo. 

 

Gps: lat. 35.85109   long  014.56365  keine Ver-, und Entsorgung

 

Im Städtchen selber ist nicht viel los. Im Sommer ist das sicher ganz anders.

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Mi

07

Mär

2018

Kalkara

In Marsakala suchen wir die alten Salinen, entdecken jedoch nur noch kleine Teile davon. 

 

In wenigen Minuten erreichen wir danach Kalkara, wo wir einen für uns tollen Uebernachtungsplatz finden. Seit wir wissen, dass wir uns überall hinstellen dürfen, macht das Finden derselben noch viel mehr Spass.

 

Wir stehen im Schutze der riesigen Mauer. 

Gps.  lat. 35.88847   long. 014.52513    Wasser am Hafen, öffentliche Toilette in der Nähe 

 

Wir machen uns auf das Städtchen zu erobern. "Hügeli uf, Hügeli ab" und Festungen wo hin sich der Blick wendet. 

 

Von der Strandpromenade aus fährt der Bus Nr 3 rein nach Valletta. Mit diesem werden wir wahrscheinlich morgen die Hauptstadt Maltas anfahren und unseren Camper hier stehen lassen.

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Do

08

Mär

2018

Valletta

Wir nehmen den Bus Nr.3 rein nach Valletta. Auf dem Busterminal vor dem Eingang zur Altstadt steigen wir eine halbe Stunde später wieder aus. Ich:" ist doch super organisiert das Bussystem." 

 

Versehen mit einem Plänlein stürzen wir uns ins Getümmel. Die St.Johns Kathedrale müsen wir uns unbedingt von innen ansehen. Wir sind dann aber doch nicht so sicher ob uns dieser Prunk wirklich gefällt.

 

In den Seitengassen gibt es weniger Volk und ebenfalls vieles zu entdecken. Verhungern muss man nicht in Valletta. Auf allen Plätzen und Gassen Kaffees und Restaurants zu moderaten Preisen. 

 

Nach ein paar Stunden haben wir genug gesehen und stellen uns auf das richtige Gate im Busterminal. Die Zeit ist um, die Zeittafel schaltet um und wir stehen immer noch leicht belämmert da. Ein junger Schweizer meint:" Ich bin sogar in den falschen Bus eingestiegen und jetzt wieder zurück in Valletta. Ihr müsst die ganzen Gates ablaufen, denn die Busse halten nicht an den vorgegeben Stellen." Ich: " Na super." Alois " Jetzt weiss ich wieder, wieso ich öffentliche Verkehrsmittel nicht mag."  Mit viel Fragen erwischen wir nach einer weiteren halben Stunde den richtigen Bus und sind froh wieder im beschaulichen Kalkara zu sein.

 

Der Ausflug in die Kulturhauptstadt hat sich aber auf jeden Fall gelohnt. Die Stadt ist überschaubar, gepflegt, interessant und liegt sehr schön auf der Landzunge.

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Fr

09

Mär

2018

Vittoriosa

Die Mauern hinter uns,interessieren uns nun doch sehr. Vor allem der Inquisitor's Palace , eine der dunkelsten Seite der christlichen Religiosität. Sehr bedrückend.

 

Beim Mittagessen lassen wir die Eindrücke nochmals Revue passieren, das totale Kontrastprogramm zur gestrigen St.John's Kathedrale.

 

Marsch nach vorne zur Spitze der Landzunge bis zur Festung St. Angelo, die wir jedoch nicht besichtigen, danach laufen wir zwischen den Mauern runter zum Grand Harbour, wo wir die Riesenyachten der Gutbetuchten und Steueroptimierer bestaunen.

 

Wieder hoch, quer über die Landzunge, geht's runter in unsere Bucht.

 

Eigentlich möchten wir weiterziehen, stellen jedoch fest, dass wir für heute genug getan haben und legen die Beine hoch.

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Sa

10

Mär

2018

Selmun Palace

Heute haben wir einiges zu tun.

Dank Google machen wir in Premboke eine LPG Tankstelle aus, die auf unserem Weg liegt. 

Ebenso Dank Google peilen wir danach in Buggiba eine Wäscherei an.

In Mosta finden wir den Lidl,ebenfalls Dank Google. So alles erledigt. Internet ist wirklich eine gute Sache.

 

Die Parkplatzfinde in Mosta ist nicht ganz einfach. Schliesslich stehen wir am Rande der Stadt und laufen rein ins Zentrum zur Kirche Rotunde, die wir uns unbedingt ansehen wollen. Bekannheit erlangte sie im zweiten Weltkrieg, als sie von einer Fliegerbombe getroffen wurde, die jedoch nicht explodierte. Niemand wurde damals ernsthaft verletzt. 

 

Wieder an der Küste finden wir oberhalb von der St. Paul's Bay beim Selmun Palace unseren idealen Uebernachtungsplatz mit Blick auf das Bauwerk.

 

Gps. lat. 35.95915   long  014.38086    keine Ver-, und Entsorgung

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So

11

Mär

2018

Mellieha Bay

Heute bläst ein kräftiger aber heisser Wind. Wir verlassen das Plateau oberhalb der St.Paul Bay und sind nach einer knappen Viertelstunde in der Landenge an der Mellieha Bay.

 

Da gibt es doch tatsächlich einen Parkplatz nur für Womos und da sind sie ja auch, die Maltesischen Camper. Wir stellen uns dazu.

 

Gps. lat. 35.95915   long  014.38086  öffentliche Toilette in der Nähe.  Kostenlos

 

Eine wunderschöne Bucht mit kristallklarem Wasser.

 

Am Strand tummeln sich die Sonntags Ausflügler. Sogar ins für mich zu kalte Wasser wagen sich einige. Nachdem ich die Quallentafel mit den entsprechenden Behandlungsmethoden gesehen habe, ist meine Lust auf Meerwasser sowieso nur noch minim.

 

Laut Maltesischem Gesetz, Artikel sowieso, ist " oben ohne" am Strand verboten. Ist sogar in Deutsch angeschlagen.

 

Am Abend sind wir dann auf dem Parkplatz nur noch zu dritt. Die anderen Wohnmobilisten müssen wohl morgen wieder an die Arbeit. Auch die restlichen Ausflügler verschwinden nach und nach, genauso wie der Wind und Ruhe kehrt ein.

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