26. April bis 3. Mai       Monsaraz (P)- Salamanca ( E)

Mi

26

Apr

2017

Wasch-, und Putztag

Der Himmel zeigt sich nicht von seiner besten Seite. Guter Tag für Hausarbeiten.

 

In Evora keine Besichtigung. Das einzige was wir ausgiebig geniessen, sind die Wasch-, und Trockenmaschine beim Intermarché. Während die Maschinen sich der Wäsche annehmen, nehme ich mich dem Sand in den Kästen an. Nach zwei Stunden ist die ganze Wäsche wieder sauber, trocken und versorgt.

 

Danach fahren wir weiter nach Redondo auf den nicht sehr schönen, aber für unsere Zwecke idealen Stellplatz.

 

Ich nehme mir den Wohnraum und das Cockpit, Alois den Camper von unten und den Zwischenboden vor. Einige Schäden kommen zutage und wie erwartet hat sich die halbe Sahara bei uns eingenistet. Die Plackerei lohnt sich auf jeden Fall, ist doch der Camper nun wieder um einiges leichter.

 

 

Die Aussenhaut des Womos lassen wir so wie sie ist, denn am Wochenende werden wir, vorausgesetzt die Wetterprognose stimmt von oben gewaschen.

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Do

27

Apr

2017

Elvas

Weiter geht die Fahrt nach Nordosten. Die Landschaft ändert sich. Zwar gibt es immer noch viele Oliven, aber auch Zedernwälder und andere Landwirtschaft. Nicht nur die Augen ( Magerwiesen, schöne Flusslandschaften, Adler), auch die Nase ( Blumen, Gräser, Kräuter) und die Ohren ( Vogelgezwitscher, Insektenbrummen)  kommen auf ihre Kosten. 

 

Das Ziel Elvas ist dann doch schnell erreicht. Ein Parkplatz irgendwo ausserhalb der Mauern auch. Rein durchs Tor und Staunen über die grösste erhaltene Bollwerk-Befestigungsanlage der Welt. 

 

Wir finden alles was wir sehen wollen, nur raus aus dem Städtchen, resp. den Mauern finden wir Dank den verwinkelten Gassen nicht mehr. " Mal ufe, mal abe, mal links, mal rechts". Alois meint:" So geht das nicht. Das ist die letzte Stadtbesichtigung für lange Zeit." "Stell dir vor, wir würden hier wohnen, wir wären gertenschlank." " Wer will schon gertenschlank sein?"  Zum Glück habe ich das Eingangstor fotografiert und so können wir uns den Ausweg aus dem Labyrinth von freundlichen Einwohnern erklären lassen.  

 

Eigentlich möchten wir weiter nach Norden fahren, dort soll es morgen noch nicht regnen. Aber Hallo, beim Wegfahren entdecken wir das Aquädukt, entscheiden uns um und stellen uns für die Nacht zu anderen Campern neben eben dieses. "Was für ein Ausblick, heute ist die Sonne schliesslich noch da und heiss ist es auch. Was interessiert uns also das Morgen?"

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Fr

28

Apr

2017

Marvao und ruhiges Plätzchen am Stausee

Elvas ist schön, aber es gibt noch viele weitere schöne Orte im Alentejo.

 

Die Strasse ist zum Teil recht schmal und nach einigen Kilometern soll es etwas geben, wo es mit unserem 3.20 m hohen Camper kein Durchkommen gibt. Umdrehen oder weiter? Wir fahren weiter. „ Da ist er ja, der kleine Tunnel.“ Beratschlag hin und her. „ Geh nach vorne und rufe, wenn es nicht gehen sollte.“ „ Ich sehe das doch nicht.“ „ Soll ich gehen und du fährst?“ Natürlich marschiere ich durch den Tunnel, sehe die Versuche der anderen Verkehrsteilnehmer und würde am liebsten die Augen schliessen. Mach ich dann doch nicht und siehe da, es klappt ohne einen Kratzer.

 

Vorbei an weiteren hübschen Städtchen mit Burgen auf Hügeln schrauben wir uns schliesslich hoch bis nach Marvao. Stellen uns auf den extra für Wohnmobile hergerichteten Platz, geniessen die Aussicht von hier und erklimmen dann das Städtchen mit seiner riesigen Festung. Wenn man es nicht mit eigenen Augen sehen täte, würde man es nicht glauben. Durch die schmalen Gässchen fahren tatsächlich Autos. Da heisst es dann nur noch, stell dich in einen Hauseingang, sonst geht gar nichts mehr.

Die Festung ist wirklich riesig. Für 1.50 Euro dürfen wir rein und alles anschauen. Alois:“ Wie die wohl die ganzen Steine hier rauf geschafft haben?“ „ Mit Muskelkraft und vermutlich im Frondienst.“

 

Nach dem leckeren Mittagessen, ich wiederum Schwein mit Muscheln und Kartoffeln kehren wir gesättigt und zufrieden zum Camper zurück. Wohnmobil steht dicht gedrängt an Wohnmobil. Ich: „ Auf Kuschelcamping steht mir nun ganz und gar nicht der Sinn, lass uns von hier wegfahren.“ „ Ich will aber nicht, bin müde und sowieso ist nach vorne ja eine tolle Aussicht:“ Ich setze mich durch. Wir fahren.

 

Nähe Nisa, im Naturschutzgebiet am Stausee gibt es einen Wohnmobilstellplatz. Nach einer halben Stunde sind wir am Ziel. Siehst du hier gibt es bedeutend mehr Platz und absolut kein kuscheln. Man kann sich auf den befestigten Platz mit bester Sicht auf den See stellen oder auch ein bisschen weiter unten, via Piste direkt an den See. Dort stehen verstreut bereits andere Mobile. „ Lass uns hier auf dem befestigten Platz bleiben, vielleicht regnet es ja morgen und wir kommen von da unten nicht mehr weg.“ Alois möchte das nicht, lässt sich aber von mir überreden.

 

Wir können auch hier Adler, Reiher, Störche und viele kleine Vögelchen beobachten. In der Nacht zwitschert es immer noch, müssen Nachtigallen sein. Habe solch schönes Konzert bis anhin nur in Banovci/ Slowenien gehört.

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Sa

29

Apr

2017

Naturpark am Stausee

Nach einem etwas längeren Spaziergang, man könnte hier stundenlang wandern, wenn man denn wollte, setzt Alois sich dann doch durch und meint:“ Hier gefällt es mir, hier bleibe ich.“

 

Ich ärgere mich mal wieder grauenhaft über die „Superänderungen“, die Jimdo über Nacht an der Homepage vorgenommen hat. Nichts geht mehr wie es soll. Die Anfrage bezüglich Problemen, die sich für mich ergeben, sind zwar schnell beantwortet, helfen mir aber nicht wirklich weiter. Wieso können die nicht einfach mal was lassen, das gut funktioniert?

 

In der Nacht sind die Wolken weg. Sternenhimmel bei nur noch 10 Grad. Sogar die Heizung springt an.

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So

30

Apr

2017

Doch mal Regen

Es regnet tatsächlich, doch nach zwei Stunden ist der Spuk bereits wieder vorbei. Das Auto ist nicht nass genug geworden um sauber zu werden. 

 

Am Nachmittag scheint die Sonne bereits wieder so warm, dass die anwesenden Kinder sich ins kühle Nass stürzen können.

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Mo

01

Mai

2017

Belmonte

Das Internet ist grottenschlecht, dafür das Wetter um so besser. Also weiter nach Norden.

 

Das Alentejo liegt hinter uns. Wir passieren Obstplantagen und die bereits roten Kirschen an den Bäumen gelüsten uns enorm. " Soll ich ein paar klauen?" Alois:" Wart nur, wir bekommen heute sicher noch welche."

 

Tatsächlich gibt es ein paar Kilometer weiter, welche zu kaufen. 10 Euro kostet uns das Vergnügen. Aber den erntefrischen, süssen Früchte können wir einfach nicht widerstehen.

 

Wir erreichen Belmonte, wo es auf einem gemischten Parkplatz, extra ausgeschildert vier kostenlose Camperstellplätze gibt. Ver-, und Entsorgung vor Ort. In der Nähe gibt es einen Intermarché mit den bereits bestens bekannten Waschmaschinen. 

 

Das historische Zentrum von Belmonte mit seiner Burg, die heute geschlossen ist, gefällt uns sehr gut. Auch die Aussicht ist wieder ganz gewaltig.

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Di

02

Mai

2017

Guarda und Castelo Rodrigo

Schnell sind wir in Guarda, der auf 1000m ü.M höchstgelegenen Stadt Portugals. Auch hier gibt es Historisches zu bestaunen. Alois:“ Wollen wir hier über Nacht bleiben?“ „ Lieber nicht, es hat viel zu viele Autos und die fahren wie überall in Portugal durch die kleinsten Gässchen und sowieso irgendwie alle zu schnell.“

 

Also raus aus der Stadt und über die kurvige Strasse nach Figueiras de Castelo Rodrigo. Castelo Rodrigo ist bereits 500 v. Christus bewohnt, später mal römisch, maurisch, spanisch, mit den dazugehörigen Zerstörungen, bis es schliesslich portugisiesch wurde. Im 12 Jhd. wurde Castelo Rodrigo von König Alonso der Status einer Kleinstadt verliehen.

 

Den ganz speziellen, feinen Mandeln, die rund um die Stadtmauer wachsen, von Hand geerntet und verarbeitet werden, können wir ebenso wenig widerstehen, wie dem Rosmarinhonig aus der Gegend.

 

 

Hier ist es schnuselig, klein und ruhig. Bis um 22 Uhr fährt so jede Stunde mal ein Auto vorbei, ansonsten hören wir nur die Grillen zirpen, Vögel zwitschern und ab und zu mal einen Hund bellen.

 

Dies ist unsere letzte Station in Portugal, aber wir kommen sicher wieder. Portugal ist einfach nur toll. Ab Morgen geht es weiter durch den Norden von Spanien

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Mi

03

Mai

2017

Salamanca

Morgens um 10 Uhr sind bereits sechs Reisebusse in Castelo Rodrigo eingetroffen. Wir fahren weiter.

 

Im Naturpark können wir die Adler beim Turteln beobachten. Einfach nur schön.

 

In Barca d'Alva treffen wir auf die Douro, deren Mündung ins Meer wir im Dezember in Porto erleben durften. Auch begegnen uns wieder die Menschen aus den Reisecars, die hier in ihre Flusskreuzfahrtschiffe zurückkehren.

 

Nun liegt Portugal hinter und Spanien vor uns. Zuerst noch hügelig. Nochmals stoppen wir um die Adler zu beobachten die keine Grenzen kennen. Danach nur noch flach und mit intensiver Landwirtschaft auf riesigen Flächen. 

 

In Salamanca werden wir fast erschlagen von den vielen grossen Bauwerken und den vielen Menschen, dem grössten Teil davon Touristen. Unserer erster Weg führt uns in Internetgeschäft, bereits nach einer Viertelstunde sind wir mit solchigem ausgerüstet und somit wieder mit der Welt verbunden. 

 

Mit wunden Füssen kehren wir beim Sonnenuntergang zurück ins Womo.

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