16. bis 21. März           Tata - Zagora

Do

16

Mär

2017

Foum Zguid

Nach 11 Tagen an denen wir nicht am Strom hingen und keinen Kilometer gefahren sind, haben wir nur mittels Faltsolarmodul immer noch 57% Batterieladung und das obwohl wir bei den Elektrogeräten nicht geknausert haben.

 

Die marokkanische Gasflasche ist leer, aber wir haben ja noch zwei prallgefüllte wiederbefüllbare Gasflaschen, also die Marokkanische raus und die in der Garage verstaute, nicht fest verbaute rein ins Fach und anschliessen.

 

Ueber die wenig befahrene Strasse N12 geht die Fahrt weiter, vorbei am tiefeingeschnittenen Oued Tissent . Sobald wir die selbige Oase mit den kleinen Wasserfällen erreichen, staunen wir einmal mehr über die gute Infrastruktur und die vielen Menschen, die hier leben.

 

Nach weiteren 60 km In Foum  Zguig, das in früheren Zeiten nur per Piste erreicht werden konnte, haben wir auf dem Campingplatz in der Palmerie unser Tagesziel erreicht.

Wir freuen uns auf die Schafkottletten im Dorf. Leider sind die ausverkauft und so „begnügen“ wir uns mit Rindspiesschen und Pommes. Der Wirt, der sich an Alois zu erinnern scheint, kredenzt einen Kaffee und lädt uns anderntags zu Kaffee und Orangensaft ein. „ Wollt ihr an das Saharafestival in M’hmid, das heute begonnen hat und drei Tage dauert?“ „ Vielleicht, mal sehen.“

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Fr

17

Mär

2017

Steinwurf, Mechanikerbesuch in Zagora und Nomadenfestival in M'hamid

Das Wetter hat gedreht. Es ist windig und der Himmel entsprechend sandgeschwängert. Ein deutsches Pärchen, mit Fahrrädern und Zelt unterwegs, startet über die Piste zum Lac Iriki nach M’hmid. Der Herr meint:“ Wir werden das Saharafestival verpassen, bis M‘hmid brauchen wir sicher 3 Tage.“  „ Na dann gute Reise. Für uns ist die Piste nichts, wir nehmen die neue Strecke der N12 über Zagora.“ Hätten wir ein Bimobil……

 

Kurz nach Foum Zguid fliegt ein Stein an unser Womo. Alois bremst, setzt zurück steigt aus und will wissen, welcher der Jungs den Stein geworfen hat. Ein Mann redet streng auf die Kinder ein, entschuldigt sich, da der Steinewerfer nicht zu eruieren ist. Wir begutachten die Delle und fahren weiter.

 

Vorbei an zahlreichen Feldern, wir können leider nicht erkennen, was da angebaut wird, schlucken wir immer wieder Sand und die Sicht ist schlecht. Trotzdem erreichen wir Zagora. Essen in „ unserer“ Pizzeria bei Omar ich Couscous da Freitag und Alois Pizza, da genug vom Couscous.

 

Nun suchen wir die Garage von Ali Nassir die im Kohlbach Führer erwähnt wird. Alois hat beim Zurücksetzen auf einer Piste in der Westsahara, die hintere Hydraulikstütze abgedrückt. „ Ich hab dem Stäbler ja gesagt, die hänge zu weit nach unten, doch der meinte das sei kein Problem, da jeweils die Räder zuerst das Hindernis überwinden. Beim Rückwärtsfahren stimmt das naturgegeben nun mal nicht. Da haben wir extra ein Auto ausgesucht mit genügend Bodenfreiheit, der meint wohl wir machen Clämping und fahren nur auf Autobahnen.“ In der Garage kennen sie das Problem, wir seien nicht die ersten, denen das passiert sei. Sie entfernen die Aufhängung und binden die Stütze nach oben. So können wir, bis das Teil geflickt ist, ohne Probleme nach M’Hamid zum Festival fahren. Wir sehen uns nächste Woche wieder.

Auf der 100 km langen nun zweispurigen Strecke nach M’Hamid sind erfreulicherweise nur noch 30 km nicht fertiggestellt. Wir werden genau da wo die Bauarbeiten im Gang sind und wir auf eine staubige Piste ausweichen müssen,  von der Polizei auf die Seite gescheucht und es passieren uns ca. 10 schwarze Autos mit schwarzen Nummern. Wohl wichtige Leute, die das Festival besuchen und wiederum schlucken wir Sand. Danke vielmals.

 

Alois möchte auf den Campingplatz auf dem Hügel. Ich nicht:“ Bei diesem Wind, ist das ja ein Unding.“ Schon fährt uns ein Mofa vor und will uns zum Camping ennet des Oued führen. Alois: „ Ich will auf den Hügel.“ „ Nix gut, viel Sand.“ „ Ja, ja meine Frau will da auch nicht hin.“  Wir fahren in die Palmerie ennet dem Oued und stellen uns windgeschützt hinter Mauern. Schon bei unserer Ankunft möchten uns verschiedene Leute eine Tour in die Wüste verkaufen. „ Haben wir schon mal gemacht und einmal reicht.“

 

Es sind viele Marokkaner und fast ebensoviele Touristen zum Festival gekommen. Im Städtchen gibt es Verkaufsstände aus allerlei Regionen und auch sonst das was es immer gibt auf den Märkten. Der Dromedar Auftritt ist eher enttäuschend. Ein paar Tiere mit ihren Reitern versammeln sich im Oued und galoppieren dann mitten in die Menschen, machen kehrt und das Spiel beginnt von Neuem, na ja.

 

Wir streifen durch die Ortschaft, essen im Restaurant, Fressstände wie bei uns gibt es keine, eine Marktlücke, unterhalten uns mit Italienern, die mit ihrem Jeep in der Wüste in Mauretanien waren:“  War wunderschön, hatten nur mechanische, aber sonst keine Probleme. Steine haben wir erst in Boujdour in der Westsahara abbekommen, habe den Kerl an der Gurgel gepackt, obwohl er nur das Sandblech getroffen hat. Aber das geht ja gar nicht, was glauben die denn.“

 

Später lässt der Wind nach. “ Siehst du, wir hätten uns gut auf den Hügel stellen können.“

 

Bei Dunkelheit laufen wir zurück auf den Campingplatz und hören aus der Ferne das Konzert der auftretenden Bands.

 

Fortsetzung folgt....

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Sa

18

Mär

2017

Unser zweiter Tag am Nomadenfestival in M'hamid

Morgens wieder Sturm. Ich bin heilfroh stehen wir nicht auf dem Hügel.

 

Heute sehen wir mehrheitlich Touristen in M'hamid. Die Camper, die Rucksacktouristen, die geführten Jeeptouristen und die Aussteigercamper, alle meistens einen Guide im Schlepptau, der was anzubieten hat. Programm gibt es tagsüber keines oder zumindest merken wir nichts davon.

 

Dann doch noch einen Höhepunkt: Die Kamele traben auf leisen Sohlen durch M'hamid und zurück, dies fast unbemerkt und ohne Zuschauer. 

 

Ich weiss jetzt auch wieder mal, warum die Frauen hier Kopftücher tragen. Sie schützen sich nicht nur vor der Sonne, nein vorallem vor dem Wind. Ohne gibt es Ohrenschmerzen. Wie ein Marokkaner lachend erklärt:" Ja, ja gibt Couscous in den Ohren."

 

Abends gibt es dann doch wieder Konzert auf der Bühne. Wir bleiben im windgeschützten " Zuhause" und hören von hier aus.

 

Alles in allem hätten wir uns das Nomaden Festival locker sparen können. 

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So

19

Mär

2017

Und wieder zurück nach Zagora

Am Vormittag trudelt Edith Kohlbach ein. Sie besucht jeweils die deutsprachigen Camper, die sich in ihrer Nähe aufhalten. Wir kennen uns vom Silversterevent von vor 4 Jahren persönlich. Der Touristenrückgang habe sich dieses Jahr wieder gefangen aber die Touristenzahlen stagnieren auf tiefem Niveau. Nach einem kurzem Plausch fährt sie hinaus zum Erg Chegaga.

 

M'hamid leert sich schnell nach dem Nomaden Festival, auch wir verlassen den Ort, nicht nur weil sie auf dem Campingplatz, gleich neben unserem Womo die Kehrichtverbrennung starten.

 

Kurzen Zwischenstopp zu Kaffee und Kuchen. Das Lebenswerk von Isolde wird von einem jungen Marokkaner weitergeführt. Ihre Erben, Verwandte in Deutschland, lassen nichts von sich hören.

 

Hier treffen wir auch einen Marokko-Schweizer. Im Winter führt er jeweils ein kleines Gästehaus in Zagora und im Sommer arbeitet er in der Schweiz." Wenn ihr in Zagora seid, kommt doch bei mir auf einen Tee vorbei." Visitenkarte und Victorinox-Taschenmesserchen wechseln den Besitzer. " Wir werden kommen, Inshalla."

 

In Zagora führt uns der Weg zuerst nochmal in die Garage von Ali Nassir, wo wir nach reiflicher Ueberlegung, Zusatzfedern für hinten bestellen. Alois:" Hätte unser Auto 5 cm mehr Bodenfreiheit gehabt, hätten wir den Schaden nicht gehabt."

 

Nun aber auf den uns bestens bekannten Camping Oasis Palmerie, wo uns bei Ankunft wie immer Tee kredenzt wird. Morgen werden wir zügeln, denn sie erwarten 22 Wohnmobile und der ganze Platz wird von dieser Reisegruppe belegt sein.

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Mo

20

Mär

2017

Einladung ins Riad de Rève

Nach dem Zügeln auf den Campingplatz „Les Jardin des Zagora“, treffen wir per Zufall wieder auf Abdeslam Elballi. Uns fällt erst jetzt auf, dass wir den Marokko- Schweizer bereits vor drei Jahren kennengelernt haben. Damals konnten wir seiner Einladung in sein kleines Gästehaus nicht folgen, da wir es schlicht und ergreifend in den Gassen von Zagora nicht gefunden haben.

 

Er lädt uns zum Abendessen in sein „ Riad de Rève “ ein und erklärt uns genau den Weg. Wir nehmen die Einladung gerne an. Mit den Fahrrädern machen wir uns auf den Weg und finden diesmal das gemütliche, ruhige Gästehaus fast auf Anhieb.

 

Simone und Emilie sind heute mit dem Jeep aus dem verregneten Marakkech angereist, morgen geht ihre Tour weiter in die Wüste mit Kamelreiten und Uebernachtung am Erg Chegaga. Nach einer Woche werden sie bereits wieder in Deutschland sein. Simone meint:„ Wir betrachten diese Reise als Schnuppertour und werden uns bei Gelegenheit sicher mehr Zeit nehmen für diese so fremde und doch so schöne Welt.“

 

Wir werden toll verwöhnt, mit allem was die Küche hergibt. Es ist ein wirklich kurzweiliger, interessanter und lustiger Abend. Danke vielmals Abdeslam. Erst gegen Mitternacht fahren wir zurück auf unseren Campingplatz. Ich ganz marokkanisch, ohne Licht. „ Es wäre wohl nicht schlecht, wenn wir die Lichtanlage mal einem Velomech zeigen würden.“ „ Ja das machen wir, aber zuerst ist morgen der Automech an der Reihe.“

 

Während des Tages 30 Grad warm, sinkt die Temperatur heute Nacht auf schon fast heizwürdige 10 Grad ab. 

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Di

21

Mär

2017

Beim Automechaniker Ali Nassir in Zagora

Früh raus, denn wir haben bereits um 10 Uhr den Termin bei Ali Nassir in der Werkstatt. Sofort machen sich die Männer ans Werk und nach 2 ½ Stunden ist die hydraulische Stütze wieder da wo sie hingehört und funktionsfähig. Auch die Zusatzfederung ist montiert. Die fleissigen Mechaniker haben Hand in Hand gearbeitet und gute Arbeit geleistet. Alois: “ Jetzt gefällt mir das Womo wieder, hätten wir die Federn vorher gehabt, hätten wir den Schaden nicht gehabt.“ „ Findest du wirklich, dass die Bodenfreiheit jetzt grösser ist?“ „ Um 5 cm, aber das reicht .“

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