20. Februar bis 1. März      Dakhla - Tan Tan

Mo

20

Feb

2017

Tag der " Nötigungen" in Dakhla

Die Polizei holt auch am Morgen keine Fiches ab. Lieber Ingolf, sorry, aber ich sehe mich leider genötigt deinen Gästebucheintrag zu löschen, denn mein Compi meldet mir, dass deine Homepage eine Phishingseite sein könnte. Alois meint zwar, das sei nicht nötig, es sei sicher wegen deiner Frage nach den Fiches, aber ich bin nun mal ein Internetschisser. Nun zu deiner Frage bezüglich Fiches: Das ist ein Formular auf dem sämtliche persönlichen Angaben, mit Ausnahme der Bankverbindungen, stehen müssen. So können wir Touristen, als Gäste des Königs, in der Wüste nicht verloren gehen.

 

Ver-, und Entsorgung stehen an, also sehen wir uns genötigt auf den lagunenseitigen Campingplatz zu wechseln.

 

Doch vorher macht es Sinn, im gut dotierten Mini Market die Vorräte aufzustocken. Erst dort stellen wir fest, dass in unserem Seitenfach die Einkaufstasche und die Sicherheitswesten fehlen. „ Die hat wohl der Wind fortgeblasen.“ Alois sieht sich genötigt nach dem Einkauf nochmals zurück an unseren Uebernachtungsplatz zu fahren um nach dem Verschwundenen zu fahnden. Natürlich finden wir nichts. Ich:“ Die sind vom Winde verweht.“ Alois:“ Nein ist nicht möglich, die hat sicher jemand geklaut und wir können sie auf dem Markt wieder käuflich erwerben.“ „ Glaub ich nicht, ich habe niemanden am Camper gesehen.“ Alois:“ Sowas geht schnell.“

 

Wir schreiben die Westen ab, fahren nochmals in die Stadt, genehmigen uns bei den Lastwägelern eine Tajine, ein Teller Linsen und ein Liter Coca Cola für insgesamt 38 Drh. Alois:“ Wer sagt‘s denn, je länger im Land, desto günstiger.“

 

Draussen auf dem Campingplatz findet Alois wiederum einen windgeschützten Platz mit freier Sicht auf die Lagune. Geschützt hinter der Mauer ist es mit 27 Grad sommerlich warm.

 

Und oh Wunder die Westen sind wieder, nein falsch, immer noch da, und zwar da wo sie immer waren, lediglich im Fach runtergerutscht.

 

Später gibt es leckere Käsemakkaroni im Omnibackofen nach einem Rezept von Doreen, www. Kasteninblau.de

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Mi

22

Feb

2017

Beim km 25 vor Dakhla

Mit frischem Wasser versorgt geht es wieder raus in die Freiheit.

 

Nach dem Marktbesuch verlassen wir Dakhla.

 

Beim bekannten km 25 stehen sie dann doch, die vielen Camper. Die jungen Wilden mit ihren Kiteboarden und die Pensionisten, die sich zumeist für längere Zeit eingerichtet haben. Franzosen, Italiener, Deutsche, Schweizer, Spanier, Holländer und vereinzelte andere. Meist schön in den jeweiligen Gruppen.  

 

Der wunderschöne Strand und das saubere angenehm warme Wasser in der Lagune sind einfach herrlich.        

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Mi

22

Feb

2017

Beim km 25 auf der Halbinsel Dakhla

Ich habe mir ja geschworen keinen Routen mehr in den Reisebericht einzufügen, da meine Routen der letzten Reisen einfach auf wundersame Weise verschwunden sind. Natürlich passte uns das nicht wirklich. Dank der Anregung von Cornelia aus Sarmenstorf hat sich Alois nun die Mühe gemacht, er hat ja Zeit, die Routen fotografisch festzuhalten und so kann ich sie im Reisebericht ( auf der Webseite in der linken Spalte) jeweils nachträglich einfügen. Im Blog kann ich das nicht, da wir recht planlos unterwegs sind und wir nie genau wissen wo wir als nächstes sein werden.

 

Es ist heute angenehm windstill bei einer Temperatur von 23 Grad. Wir zügeln mit  unseren Stühlen dem Schatten nach ums Womo rum und haben so nebst anregenden Gesprächen auch interessante Einblicke in das Camperleben von den Dakhla-Ueberwinteren.

 

Sie schützen sich mittels Planen gegen den Wind und die Blicke von Neugierigen und packen Steine um ihre „ Parzelle“ auf dem Freistehplatz. Eigentlich müsste hier alles grün sein, denn die meisten leiten das Grauwasser in gegrabene Löcher unter das Womo ab. Weiter vorne wird das Grundwasser ( Abwasser?) nach oben gepumpt, wo es die Camper in ihre Kanister abfüllen. Perfektes Receycling?

 

Die Entsorgungsstelle für die Toiletten ist vorne an der Strasse in der Nähe des Polizeikontrollpostens.

 

Wir wundern uns, warum im schönen Lokal keine Gäste sitzen. Nach dem Genuss eines Milchkaffees für je 20 Drh. wissen wir es. Wir haben in Dakhla weniger für ein Mittagessen bezahlt, als hier für zwei Kaffees.

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Do

23

Feb

2017

Doch nicht Mauretanien

Nach reiflicher Ueberlegung kommen wir zum Schluss, dass der südlichste Punkt unserer Reise erreicht ist. Die Vorstellung die ganzen Kilometer plus die zusätzlichen 850 km von Mauretanien bis Laayounne auf demselben Weg zurückzulegen wie auf der Hinfahrt ist für Alois ein Graus, auch wenn sich der Blickwinkel von Süden her verändert. Dazu kommen die Schilderungen des Deutschen Paares, welche in Mauretanien nichts Gutes erlebten . Schade zwar, denn wann kommen wir schon mal wieder in diese herrliche Gegend.

 

Die Westsahara ist einfach toll. Wer Wüste mag ist hier sicher am richtigen Ort. Steinwüste, Sanddünen, riesige topfebene Gebiete wechseln sich mit hügeligem Gelände ab. Schroff abfallende Küsten mit wildem Meer, dazwischen Strände, Lagunen mit kleinen Fischerdörfchen und einige erstaunlich moderne Städte.

 

Die Menschen sind ausnehmend freundlich. Nepper und sonstige Abzocker gibt es nicht und schon gar keine unerwünschten „ Guides“ die einem irgendwas zeigen wollen, was man auch ohne sie gesehen oder gefunden hätte. Keine um Geschenke bettelnden oder gar agressive Steine werfende Kinder. Vielleicht liegt es daran, dass die Bonbon- Camper nicht bis hier runter fahren. Wir sind auf jeden Fall rundum begeistert. Sogar der Wind hat sich in den letzten beiden Tagen merklich gelegt, was zwar nicht den Surfern, aber uns sehr wohl gefällt.

 

Gut ausgeruht und mit Lust auf wieder mal etwas mehr grün werden wir voraussichtlich morgen unsere Reise retour nach Norden antreten.

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Fr

24

Feb

2017

In der Westsahara nordwärts, erstmal bis Boujdour

Unsere Navi zeigt uns an, dass es 300 km bis zum nächsten Kreisel und unserem Tagesziel sind. Verfahren nicht möglich, es gibt nur eine Strasse nach Norden. Kaum auf der N1 verbrauchen wir mit Gegenwind 16 l/100km Diesel.

 

Die abgehenden Pisten sind mal einfacher und mal künstlerischer gestaltet und diese führen zumeist „weiss Allah wohin.“

 

Als sich die Landschaft verändert meint Alois:“ Da liegen Abermillionen von Aquariumssteinen rum, wäre doch eine gute Geschäftsidee.“  Bis wir ausgerechnet haben, was es da so zu verdienen gäbe und wie das zu machen wäre, liegen bereits die nächsten hundert Kilometer hinter uns.

 

Angekommen beim Kreisel in Boujdour, vorbei am Leuchtturm, suchen wir ein Restaurant, in dem es Couscous gibt, aber wir sind zu spät dran, das Freitagsessen ist überall weggegessen.

 

Auf dem Campingplatz klage ich mein Leid. Der Betreiber lacht:“ Kein Problem, morgen bekommen Sie ihr Couscous.“

 

Nach dem Gesang des Muezzin kommt „Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht“. Für mich eine der wohl besten Fastnachtssendungen. So scharf, dass einem oftmals das Lachen im Hals stecken bleibt.

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Sa

25

Feb

2017

Auf Einkaufstour in Boujdour

Da wir heute das versprochene Couscous erwarten, bleiben wir einen weiteren Tag in Boujdour.

 

Ein Spaziergang durch die Stadt ist wie immer eine Entdeckungsreise. Wir sind hier im Moment wohl die einzigen Touristen. Später sitzen wir in einem Kaffee und schauen dem Geschehen auf der Strasse zu, wobei wir uns durchaus bewusst sind, dass auch wir selber genauestens unter die Lupe genommen und katalogisiert werden. Man könnte es auch gegenseitiges Begaffen nennen, was es nicht weniger spannend macht.

 

In einem Fotogeschäft entdecken wir nebst vielen anderen, ein handliches Damengerät, das im Moment noch über eine fleckenlose Linse verfügt. Während der Fotoapparat geladen wird, werden wir mit Tee, Kaffee, interessanten Informationen über die Westsahara und den guten König, sowie einem Film über eine Tourigruppe in Mauretanien verwöhnt. Mauretanien hätten wir nun also auch gesehen. Für 1100 Drh. wechselt der Fotoapparat den Besitzer. „ Danke Schatz, mal sehen wie lange es dauert, bis sich die ersten Flecken auf die Linse schleichen.“

 

Um 17 Uhr wird uns das feine Couscous ans Womo geliefert, lecker, lecker und für morgen bleibt sogar noch was übrig. Kein Bild vom Couscous, da verschwommen, muss wohl zuerst üben, aber wird schon werden.

 

Später stellen sich noch ein kleiner Bus und ein grosses Wüstenfahrzeug zu uns auf den Campingplatz.

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So

26

Feb

2017

Der Tag des Kamels

Auf den nächsten 200 km immer geradeaus in der Westsahara von Boujdour nach Foum Oued, quert vor uns eine grosse Kamelherde die Strasse. Ich krieg mich fast nicht mehr ein. Ich will das mit meinem neuen Gerät filmen und fotografieren. Da ich bereits zuvor nichts Besseres zu tun hatte, als die Strasse zu filmen meint der der Fotoapparat „ Speicher ist voll“. Also rein ins Womo und alles auf den Compi rüberspitzen, Speicher löschen und schon ist die Herde in weiter Ferne. Ich bekomme kleinere Schreikrämpfe. Alois ändert am Fotoapparat die Auflösung, damit der Speicher nicht so schnell voll ist. Der Kamelhirte schenkt Alois beim Vorbeigehen noch einen schön eingewickelten Stecken und wir fahren weiter. „ Ist ja so, wie wenn bei uns eine Rinderherde über die Strasse läuft.“ „ Wie man’s nimmt, aber das wird wohl auch der Grund sein, warum die anderen Autos nicht anhalten und die Leute auf der Strasse rumspringen wie  Rumpelstilzchen.“

 

Kurze Zeit später, die nächste Herde. Schnell halten und nach draussen eilen. Es  stürmt mich fast weg, dementsprechend wackeln die Kamele durchs Bild und die Fotos sind sämtliche quadratisch, was soll denn das? Zum Glück macht Alois einige Aufnahmen mit der „alten“ Kamera, sonst hätten wir überhaupt nichts Gescheites.“ Du musst eben das Stativ nehmen.“ „ Bei dem Sturm nützt auch das Stativ nichts.“

 

Diskutierend geht die Fahrt weiter. Kurz vor Marsa fahren wir über die Phosphat- Förderbänder, die das Material vom 100 km entfernten Boukra ans Meer befördern. Es ist das grösste Abbaugebiet der Welt. 75% vom Weltmarkt wird hier gefördert. Auch die Schweiz importiert pro Jahr 10‘000 Tonnen. Die Hälfte in Form von Dünger und der Rest in Form von Futtermitteln. Uebrigens keine besonders gesunde Sache für die Arbeiter.

 

In Foum Ouada finden wir nach längerer Sucherei, (die Koordinaten leiten uns mal wieder irgendwo ins Nirwana), letztendlich unter Mithilfe von Google Maps, den nicht sehr schönen aber dafür riesigen Campingplatz Nils. Der Betreiber ist sehr nett und sucht mit uns, wir sind die einzigen Camper, einen einigermassen sturmfreien Stellplatz aus.

 

Um 20.00 Uhr fährt ein Polizeiauto, wie immer mit Blaulicht, auf das Gelände und die drei überaus freundlichen königlichen Polizisten heissen uns in Marokko willkommen und beschäftigen sich danach 10 Minuten mit unseren Pässen.

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Mo

27

Feb

2017

Begegnungen und eine Riesenüberraschung auf dem Weg ins Landesinnere nach Es Smara

In Marsa wird unsere Gasflasche nochmals gefüllt und dann geht es über die 2-spurige Strasse, vorbei an Dünen, in die Garnisonsstadt Laayoune. „ Woher kommen den plötzlich die vielen Auto?“ „ Die fahren wohl immer nur zwischen Laayoune und der Küstenstadt hin und her.“

 

Mitten in der Stadt hält ein Polizist den ganzen Verkehr auf, um uns den Weg zum Mechouar Platz mit der grossen Moschee Mouley Abd es aziz zu erklären. Beim Mittagessen sitzen Uno Soldaten in der Nähe. „ Du da ist ja ein Schweizer.“ „ Grüezi.“ Er wendet sich uns zu. Er ist bereits ein Jahr in der Westsahara und wird in 14 Tagen zurück in die Heimat fliegen. Wir erfahren Interessantes über die momentane Lage und sind nach seinen Erläuterungen nochmals froher nicht ins Grenzgebiet Marokko- Mauretanien gefahren zu sein.

 

Beim Fotografieren der grossen Moschee, werden wir von einem Mann aufgefordert dies nicht zu tun. Zwei Passanten wollen von ihm wissen, was das soll? Das Fotografieren sei doch kein Problem. Während die Männer noch streiten, machen wir uns von dannen. 

Seit Tanger sind wir nun erstmals abseits der N1 und der Küste. Auf den nächsten 200 Km ins Landesinnere über die N5 ist die Strasse zwar schmal aber super gut zu befahren. Wenig Verkehr, einige Polizeikontrollen, Kamele, Ziegen, Schafe und die Landschaft.... plötzlich grün. „ Hier muss es vor kurzem geregnet haben.“  Das Grün, Gelb, Violett ist einfach fantastisch, wir können uns beinahe nicht sattsehen. „So sieht das also aus, wenn die Wüste blüht.“ Es weht nur noch ein laues Lüftchen und mit 27 Grad ist es vor dem Camper eine Affenhitze.

 

Beim Kontrollposten vor Es Smara fragen uns die Polizisten, ob wir in die Stadt reinwollen. „ Nein, erstmal zum Campingplatz, der 14 km von Es Smara entfernt liegt.““ Wieso denn, die Stadt ist schön und ihr könnt euch doch vor ein Hotel stellen.“

 

 

Also rein in die ehemalige Karawanenstadt mit seiner von Arkaden gesäumten Hauptstrasse. Es Smara gilt als Hauptstadt der Nomaden. Die Hotels sind klein und wir sehen keine Möglichkeit uns davor zu stellen.

 

Beim Busbahnhof gibt es viel Platz. „ Ist es hier gut um für die Nacht zu stehen?“ Der Polizist verneint. „ Ihr stellt euch am besten vor die Hauptwache, dort gibt es einen sicheren grossen Parkplatz.“  Das ist ja gut und recht, aber wie finden?

 

An der Tankstelle gibt es auch einen grossen Platz. „ Können wir hier für die Nacht stehen?“ „ Nein nicht sicher, stellt euch neben das Kommisariat, dort gibt es einen grossen Parkplatz und da seid ihr gut bewacht.“  Er zeigt uns die Richtung.

 

Nach mehrmaligem Fragen, auch beim Militär, stehen wir endlich, es dunkelt bereits, vor der Hauptwache und haben keine Lust mehr uns ins Getümmel zu werfen. Nach dem kurzen Gespräch mit den Polizisten ziehen wir uns in unser Womo zurück.

 

Morgen ist auch noch ein Tag. Um 21 Uhr ist es immer noch 25 Grad warm, kühlt über Nacht jedoch auf 15 Grad ab.

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Di

28

Feb

2017

Querung des zu unserem Glück wieder trockenen Oueds zum Campingplatz

Wohl die Hälfte der Einwohner Esmara`s bestehen aus Militär und Polizei. Auf uns wirken sie aber nicht bedrohlich. Wir zwei Schwitzenden staunen höchstens über die Männer in ihren immer sauberen und adretten Uniformen. Anders sieht es wohl für die 100‘000 Flüchtlinge aus, die sich immer noch ausserhalb der Stadt, für uns unsichtbar hinter Erdwällen aufhalten.

 

 

Zuerst mal zu Fuss das Städtchen erkunden. Arkaden links und rechts des breiten Boulevard. Gut so, denn es ist bereits wieder ganz schön heiss. An den beiden einzigen Bancomaten die nicht „out of order sind“, stehen die Menschen Schlange. Alois stellt sich hinten an und nach einer Viertelstunde haben wir die obligaten 2000 Drh, (200 Euronen). Mehr geht Dank unseren Banken, die schliesslich auch noch was verdienen wollen, nie. Zum Glück sind die täglichen Ausgaben klein. Der Liter Diesel kostet in der Westsahara gerade mal 7.45 Drh. Im Rest von Marokko 9.25 Drh.

 

Später fahren wir mit dem Camper durch die Stadt, Alois hat in einem kleinen Laden Cola zero entdeckt und deckt sich für die nächsten Tage damit ein. 

 

So nun aber raus aus Es Smara auf den 16 km entfernten Campingplatz Smara hinter dem Oued. Vor zwei Monaten hatten sie hier sehr starke Regenfälle und der 4.5 km breite Flusslauf war ein Riesensee. Während 14 Tagen gab es für Autos kein Durchkommen. Mit Helikoptern wurden die Menschen und Güter transportiert. Nun sind die Strassenarbeiter fleissig am Werk. Sowieso werden im ganzen Land die kaputten Brücken und Strassen jeweils in Kürze hergerichtet und passierbar gemacht.

 

Auch der originelle Campingplatz hat einiges vom grossen Regen abbekommen. Der Besitzer erklärt uns während der Besichtigung, das bis nächstes Jahr zum grossen Saharafest, das erstmalig in Es Smara stattfinden wird, alles hergerichtet sein wird und das Terrain, das er dazugekauft hat, planiert und für Reisende bereitstehen wird. Er ist an der Organisation des Festes beteiligt und meint, dass Fotografen eingeladen werden würden, die Reise und Unterbringung werde dann von ihnen übernommen, ob ich Interesse an einer Einladung hätte. Er hält mich wohl für eine professionelle Fotografin, mit der grossen Kamera. „ Alois sollen wir uns einladen lassen?“  Da aber das Bluffen nicht zu meinen Stärken gehört und wir sowieso nicht wissen, wo wir nächstes Jahr sein werden, verneine ich dankend und lächelnd. „ Wobei es wäre ja schon schön.“

Später hören wir die Vögel zwitschern, die Insekten summen, das Klatschen von Alois „ Fliegentätscher“ und von Zeit zu Zeit mal einen vorbeidonnernden Lastwagen. Den Italiener in seinem Womo sehen wir nie vor der Tür.

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Mi

01

Mär

2017

Wieder raus aus der Westsahara

Am Morgen bekommen wir frisches Brot ans Womo kredenzt und werden später aufs Herzlichste verabschiedet. Bis zum nächsten Mal „ Inshalla“.

 

Wer denkt, die Wüste ist langweilig, täuscht sich gewaltig. Wir entdecken immer wieder Interessantes. Schafherden, Esel, Kamele, Nomaden, Blüten am Wegesrand, abgehende Pisten, spektakuläre Steinformationen, spannend geladene Lastwagen, immer mal wieder kleine Siedlungen und Polizikontrollen.

 

Diese Kontrollen sind für uns immer wieder ein Ereignis, wohl weniger für die Lastwagenchauffeure. Während unsere Pässe mit den Fiches verglichen und mit einigen, immer wieder anderen Details ergänzt werden, haben wir Zeit mal so eine Lastwagenkontrolle zu beobachten. Sicher 10 verschiedene Papiere, inklusive Fahrtenschreiber möchte der Polizist sehen. Er inspiziert die Ladung, die Bremse und was weiss ich noch alles. Wir fahren bereits wieder weiter, während der Chauffeur immer noch geduldig alles macht, was der Beamte von ihm möchte.

 

Am Nachmittag verändert sich das Gelände wird bergiger, wir verlassen die Westsahara und erreichen Tan Tan, wo wir über Nacht bleiben möchten. Auf der Hinfahrt Richtung Süden, hat es hier Bindfäden geregnet.

 

Nach mehreren Stadtrundfahrten stehen wir zwischen Hotel, Polizeiposten und Königspalast. „ Hier könnt ihr nicht stehen, wegen des Palastes.“  „Ojeh, was machen wir da?“ „ Ihr könnt an die Küste, dort gibt es schöne Campinplätze.“ „ Da waren wir schon, wir möchten das schöne Tan Tan ansehen.“ „ Ihr könnt euch draussen vor der Stadt beim Polizeiposten hinstellen.“ Das ist aber weit vom Centrum, wir wollen doch das schöne Tan Tan sehen.“ Ihr könnt euch hier ums Eck direkt vors Hotel stellen, das geht.“ „OK“. Wir stehen in der Kurve. Alois Begeisterung hält sich in Grenzen. „ Hier werden wir nachts vermutlich von einem Lastwagen gerammt, hier  bleib ich nicht.“ Nach einem Kaffee im Hotel geht also die Reise weiter Richtung Guelmim.

 

 

Auf einer Passhöhe bei einem verlassenen Cafe kann man laut Führer gut stehen. Es bläst uns fast aus den Schuhen aber ich beginne mit Kochen. Da hält ein Lastwagen, der Chauffeur eilt zu uns, fragt ob wir über Nacht stehen bleiben wollen. Wir bejahen. Er meint, das sei gar nicht gut. Vor kurzem haben die hier Autos mit Steinen kaputt gemacht. Ihr fahrt besser ins 15 km entfernte kleine Dorf. Dort gibt es Restaurants und einen Gardien. Dort seid ihr sicher.“ „ Danke vielmals.“

 

Er fährt in die eine und wir in die andere Richtung weiter. Wirklich hat es in der kleinen windstillen Ortschaft verschiedene Restaurants und viele Lastwagen. Wir lassen das Risotto, Risotto sein und genehmigen uns leckeres gegrilltes Lamm. 

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