4. bis 10. Mai     Salamanca (E) - Pau (F)

Do

04

Mai

2017

Toro

Das Pärchen aus Dresden, das sich gestern zu uns auf den Parkplatz gesellt hat, ist morgens weg und unterwegs nach Portugal. So wie der Himmel aussieht und die Wetterprognosen sich präsentieren, hätten wir ebenfalls Lust uns wieder dorthin zu wenden. Aber auch heute wird es an die 30 Grad warm, wenn auch nicht so sonnig.

Wir fahren nach Toro. Auf den Sandsteinfelsen gelegen ist das Städtchen bereits von weither sichtbar.

„ Was ist denn da los?“ Das Fernsehen, Polizei und einige Zuschauer stehen am Tor zum historischen Zentrum. Wir warten mit. Alois:“ Da kommt sicher der König, oder zumindest ein Minister.“  Es kommt eine Frau, die Gratulationen entgegennimmt. Die Gruppe läuft durch das Zentrum und es ist wieder ruhig und beschaulich in den Gassen.

 

Von oben sieht Alois ein Stellplätzchen für uns an einem kleinen Wäldchen.“ Da werden wir übernachten.“ Nach zweimaligem Anfahrtsversuch geben wir auf, fahren weiter und finden an einem anderen Wäldchen in der Nähe von Tordesillas ein passendes ruhiges Uebernachtungsplätzchen.

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Fr

05

Mai

2017

Aranda de Duero

Der Himmel sieht spannend aus und wir etwas zu weit nach Norden geraten. Also nehmen wir eine kleine Strasse, die uns quer Richtung Osten nach Aranda de Duero führt. Sehr wenige Tiere auf den Weiden, dafür umso mehr Reben, die noch kein bisschen grün sind. Ob das an der Höhe liegt? Immerhin 800m ü.M. oder am Norden.

 

Immer wieder treffen wir auf den Duero, der in Portugal zum Douro wird. Bei unserer Ankunft in Aranda de Duero beginnt es auch passend zu regnen. Also heisst es warten, bis wir die Besichtung der Stadt in Angriff nehmen.

 

Regenpause, also schnell raus, rüber über die Brücke und rein in die Altstadt. Die Besichtigung wird für uns ungewohnt stressig. Die Wolken rasen über den Himmel und wir zurück zum Camper. Entgegen Alois Prognosen werden wir nicht nass.

 

 

Die ganze Nacht über immer wieder Geprassel aufs Womo und Abkühlung auf 11 Grad. Die Heizung springt an.

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Sa

06

Mai

2017

Canon del Rio Lobos

Kurz vor Soria:“ Was sind denn das für Riesenvögel auf diesem Acker?“ „ Geier!“  Wir stoppen und staunen. Leider hält auch ein anderes Fahrzeug, nur viel näher an den Tieren und diese machen sich, zwar langsam und gemächlich vom Acker. Ziehen ihre Bahnen immer höher, bis der ganze Zauber nach einer Viertelstunde Geschichte ist.

 

Was nun? Eigentlich wollen wir ja nach Soria um endlich mal richtig einzukaufen, gehen aber erst mal im nächsten Restaurant essen, entscheiden uns nach dem üppigen Menu umzudrehen und ins Canon del Rio Lobos zu fahren, wo es noch mehr davon zu sehen gibt.

 

Es lohnt sich wirklich. Hohe Felsformationen links und rechts. Auf dem hintersten Parkplatz, darf man nach dem Löhnen von 5 Euros über die Nacht stehen. Viele verschiedene Wanderwege bieten sich an. Wir laufen zur Eremitage neben einer grossen Grotte. Immer wieder drehen Geier über uns ihre Kreise. Natürlich auch kleinere Vögel. Anscheinend soll es im kleinen ruhigen Flüsschen Fischottern geben, doch von diesen sehen wir nichts.

 

Um 20.00 Uhr macht uns der Parkwächter darauf aufmerksam, dass wir die Stützen beim Womo hochfahren müssen. „ Danke, machen wir doch sofort.“ Alois ist nicht begeistert davon, zumal ein Spanier neben uns, nach dessen Wegfahrt auf seine Keile fährt. Ich:“ Egal, wir lassen sie oben.“ Alois:“ Aber wir stehen doch schräg und die Türe klemmt.“  Die Stützen bleiben über Nacht oben!

 

In der Nacht gehen die Temperaturen bis auf 3 Grad runter.

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So

07

Mai

2017

Sonntag, alle Läden geschlossen

Morgens fährt tatsächlich die Guardia civil ihre Runde über den Stellplatz, sie schauen sehr genau, interessieren sich aber nicht für den Spanier mit seinen Keilen. Alois:“ Das ist es doch was mir auf die Nerven geht, es sind einfach nicht alle Menschen gleich.“ „ Ja, ja.“

 

Sobald die Sonne richtig da ist steigen die Temperaturen bei strahlend blauem Himmel auf 20 Grad. Bei der Wegfahrt, bestaunen wir, fast auf Augenhöhe, die letzten Geier in den Felsen vom Canon del Rio Lobos.

 

Nun aber nach Soria zum Einkaufen. Es ist Sonntag und die Läden haben geschlossen. Wenigstens bekommen wir für unter einem Euro Diesel. Wir erstehen Brot an der Tankstelle fahren weiter nach Agreda.

 

 

Auf dem Stellplatz, der etwas ausserhalb des Städtchens liegt ist die Luft dann erst mal draussen. Wir mögen nicht mal rein nach Agreda, ruhen uns einfach nur aus, verdauen die Eindrücke vom Canon del Rio Lobos und freuen uns später über das Wahlergebnis in Frankreich. 

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Mo

08

Mai

2017

Arguedas im Navarra

Heute unbedingt mal einkaufen. Das Navi führt uns zwar auf Nebenstrassen, aber doch an den Ortschaften vorbei. Also rein nach Corella und rein in die engen Gassen zum Dia, wo wir alles bekommen, was wir so brauchen.

 

Mit frischem Proviant erreichen wir Arguedas mit seinen Höhlenwohnungen. Heute sind die Wohnungen leer und zum grössten Teil verfallen. Wir fragen uns, wie die Bewohner der oberen Höhlen wohl nach Hause gekommen sind. Spannend ist es allemal und heiss auch, so an die 30 Grad.

 

Auf dem Weg zum Kaffee im Zentrum, kreisen über uns an die zwanzig Greifvögel, wahrscheinlich haben sie Ausgang aus dem nahegelegenen Greifvogelpark in Senda Viva.

 

Wären keine keine Camper im Ort, wären die Restaurants und Gassen in Arguedas wohl sehr leer. Woran erkennt man einen Camper? An den Crocs.

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Di

09

Mai

2017

Bardenas reales und Sos del rey catholica

Eine Rundweg ermöglicht es auch den Womos in die „Wüste Bardenas“ zu fahren. Wir sind begeistert und klettern, wie die anderen Touristen in den Felsen rum.

 

Auf der Weiterfahrt immer wieder Tafeln mit dem Hinweis Militärgebiet „ Gelände betreten verboten“.  5 Minuten später erschrecken wir ganz gewaltig, Eurofighter fliegen über uns hinweg und werfen Bomben auf irgendwelche Ziele ca. 500 m neben uns ab. „ Mein Gott, hoffentlich wissen die wo sie ihre Dinger abwerfen müssen.“ Alois:“ Das wissen die schon, aber hoffentlich sind die auch treffsicher.“  „ Schau mal die Greifvögel reagieren überhaupt nicht, ziehen ihre Bahnen einfach weiter.“ Wir starren fasziniert dem Treiben zu. Ich: “ Lass uns endlich wegfahren, die fliegen ja direkt über unsere Köpfe hinweg. Alois: „ Das ist aber echt spannend, “ nimmt das I-Pad und beginnt zu filmen.

 

Nach einer Stunde verlassen wir die Region Navarra.

 

Wir sind uns wieder mal bewusst, wieso wir mit dem Rhythmus der Spanier nicht viel anfangen können. Die Läden sind von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr geschlossen, das gesamte Leben kommt zum Erliegen, nicht mal ein Brot können wir käuflich erwerben. Alois:“ Das Ganze hat aber auch Vorteile, keine Autos auf den Strassen zwischen 14.00 Uhr und 16.30 Uhr, so haben die kurvige Strasse ganz für uns allein.“

 

Nach einer weiteren Stunde erreichen wir, ohne Brot, unser nächstes Ziel Sos del rey catholica in der autonomen Region Aragon. Eines der schönsten Städtchen Spaniens, sogar mit autofreier historischer Altstadt. Aber bevor wir das Städtchen erobern wird zuerst mal gekocht, denn auch die Essenszeiten verschieben sich bei den Spaniern um Stunden.

 

 

Um 19.00 suchen wir immer noch den Schatten in den Gassen. Doch pünktlich um 22.00 Uhr prasselt der Regen auf’s Camperdach. Die Wetterprognosen sind heutzutage einfach gewaltig genau.

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Mi

10

Mai

2017

Ueber die Pyrenäen nach Pau

Wir wollen beizeiten losfahren, damit wir ohne Regen über die Berge nach Frankreich kommen. Um 09.00 Uhr weckt uns der Hüter des Parkplatzes und zieht die 5 Euro für’ s Uebernachten ein.

 

Kein Regen, aber ein schwarzer Himmel. Ich:“ Wollen wir wirklich durch das Valle del Roncal, um nach Frankreich zu gelangen?“ Alois:„ Ja natürlich, ich will was haben von den Pyrenäen.“  

 

Wir sind bald wieder im „ Kanton“ Navarra und befahren das reizvolle Valle del Roncal. Mit wenig Verkehr, lange entlang des Baches, vorbei an hübschen Bergdörfern erreichen wir in 1700 m ü.M. die Passhöhe und fast gleichzeitig Frankreich.

 

Wieder im Tal, in Aramits beim Intermarche Wäsche erledigen und einkaufen.

 

In Oloron französische Simkarte fürs Internet kaufen. „ Müssen wir uns nicht registrieren lassen?“ Non, non schauen sie das Internet funktioniert.“ „OK“  Wir wundern uns zwar, aber was soll‘s, es muss ja nur funktionieren.

 

In Pau stellen wir uns auf den grossen Parkplatz beim Zentrum. Erst jetzt regnet es kurz und wir können genau eine Stunde das Internet nutzen, danach ist Schluss. Orange verlangt eine Identifikation, reagiert nicht auf unsere Versuche uns zu identifizieren. Also morgen nochmals ein Geschäft  aufsuchen. „ Irgendwie ist das schon ärgerlich.“ „ Zumal wir noch gefragt haben, bezüglich Registrierung.“ „ Ein kleines Schlitzohr, der Verkäufer.“ „ Oder er versteht ganz einfach nichts von der Materie.“ „ Oder wir verstehen nichts vom Identifizieren.“ „ Egal, morgen wissen wir mehr.“

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