27. bis 30. März Tafraout

Donnerstag, 27. März

 


Wir haben uns für Tafraout im Antiatlas entschieden. Das Wetter ist gut und der Ort im Tal mit den ganz speziellen roten Felsgebilden ist wirklich sehenswert. 

 

Die Reise geht durch hügeliges Gebiet, mit vielen beschaulichen Dörfern, vereinzeltelten Bauernhöfen. Arganienbäumen zu Tausenden, ohne Ziegen darauf und vielen Schaf- und Ziegenherden. Viele andere Wohnmobilisten haben die gleiche Idee und so entscheiden wir uns, wie andere auch bei einer Weggabelung, den kürzeren nur 42 km langen Weg nach Tafraout einzuschlagen, obwohl die Strasse scheinbar gesperrt sein soll, wenn die fahren wird es wohl passen und ein bisschen Abenteuer ist immer schön.

 

Die ersten 15 km auf der Baustellen- Schotterpiste sind ja noch "lustig", aber dann wäre es eigentlich genug. Alois:" Was für eine Schnapsidee, die Abenteuerlust ist mir schon lange vergangen, es ist einfach nur anstrengend." Nach weiteren 15 km ist die Strasse wieder asphaltiert, wenn auch einspurig und es geht, nach einer Mittagsrast bestehend aus Brot und Oelsardinen flott weiter zum Ziel. 

 

 

Angekommen in Tafraout stellen wir uns auf die freie Stellfläche vor den Toren der Stadt. Wir möchten ja auch wieder mal testen, ob die Stromversorgung mittels Solaranlage funktioniert.

 

Beim Gang in die Stadt fahren uns Marianne und Ulli mit ihrem Zebra entgegen. "Oh wie schön, Ihr seid ja noch da."  Das Problem mit ihrer Seilwinde soll noch behoben werden und der Spezialist kommt morgen nach Tafraout. Sie stellen sich ebenfalls auf den freien Stellplatz.

 

Wir machen derweil einen Spaziergang durch die Stadt.

 

Abends bei einem Glas Wein, gibt es vieles zu erzählen: Lustiges, Trauriges und Spannendes, was das Leben halt so mit sich bringt. 

Freitag, 28. März

 

Wolken am Morgen, was soll denn das? Wir wollen doch unsere Batterie solartechnisch aufladen. Es wird während des Vormittags nicht besser, sondern schlechter. Wir brechen die Uebung ab und fahren mit dem Camper zum vereinbarten Mittagessen mit Marianne und Ulli nahe der Werkstatt.

 

Die ersten Tropfen fallen und ebenso die Temperatur. Jacken und Socken werden hervorgeholt. 

 

Beim Zebra haben sich noch weitere Mängel gezeigt, unsere Freunde entscheiden sich, diese in der Werkstatt beheben zu lassen und übernachten die nächste Zeit direkt bei der Garage. 

 

Im Restaurant sitzen wir draussen unter der Markise, denn drinnen ist es eher noch kälter. Wir schmieden Reisepläne für die nächsten Jahre, bis wir ganz durchfroren zum Camping Tazka fahren. 

 

Eva und Christian, die bereits seit gestern hier sind, empfehlen uns, den Camper nahe bei der Rezeption zu installieren, damit wir WLan haben. Danke! 

 

Die nächsten Stunden verbringen wir im geheizten Camper, tauen auf und schauen fern. 

 

Eva und Christian leisten uns am Abend  bei einem Glas Sekt Gesellschaft. Wir nehmen die Verschiedenheiten Schweiz/ Oesterreich unter die Lupe. Informativ und humorvoll. 

 

Die ganze Nacht prasselt der Regen runter und starker Wind macht die Sache auch nicht besser!

 

 

Samstag, 29. März

 


Die Berge sind schneebedeckt. Eigentlich ist das ja keine Ueberraschung, bei dieser Kälte.

 

Mit Hilfe von Eva sehe ich nun endlich auch mal den Löwenkopf. Wer viel Phantasie hat, sieht um sich herum Elefanten, Buddas und und und....... Aber eben ich sehe eigentlich nur schöne, bizzarre Felsformationen.

 

Am Nachmittag, das Wetter ist wieder besser, schauen wir nach Marianne und Ulli. Verschiedene Womos stehen vor der Garage und es wird fleissig an ihnen gewerkelt. Am Zebra geht gar nichts. " Wir mussten in Tiznit noch Material kaufen, aber morgen wird gearbeitet, garantiert!" 

 

Um 19.00 Uhr wird uns, das am Vormittag bestellte Couscous geliefert. Mhmmmm fein. Morgen zum Z'Mittag gibt es die Reste.

 

Die Nacht ist sternenklar, der Muezzin ruft zum Nachtgebet, einfach herrlich. Wir fühlen uns pudelwohl

Sonntag 30. März

 

Es herrscht hier eine gewisse Unsicherheit, Sommerzeit in Marokko ja oder nein? Leider gibt es an den Minaretten keine Uhren. Bis am Abend sind wir uns sicher, Sommerzeit; jetzt jedenfalls nicht, also sind wir gegenüber Europa nun 2 Stunden im Rückstand. 

 

Zwei Erlebnisse mit Landsleuten:

 

Da fährt doch gestern ein Aargauer 4x4 Wohnmobil auf den Campingplatz. " Grüezi, wir haben seit 2 Monaten keinen Aargauer mehr gesehen" " Ich bin umzingelt von Aargauern", knurrt der junge Mann. Ups....... Die junge Frau freundlicher:" Wir sind auch seit 2 Monaten im Land und haben bisher einen Zürcher und einen Waadtländer gesehen." " Na, ja dann lass ich euch mal lieber, tschüüüüüüsssss "

 

Heute fährt dann tatsächlich ein Luzerner Wohnmobil auf den Platz, nette und kontaktfreudige Mitmenschen. Sie begleiten uns zum Nachtessen ins Restaurant Kasbah, So verbringen Rita, Roland, Marianne, Ulli und wir einen lustigen Abend.

 

Morgen fahren wir voraussichtlich nach Irherm, das noch etwas weiter in den Bergen liegt und danach an die Küste nach Agadir. Insallah!