Erkenntnisse dieser Reise

Es hat sich doch einiges geändert, seit unserer Reise vor einem Jahr.

 

Es waren viel mehr Wohnmobile unterwegs. Die allermeisten halten sich jedoch im Westen in Küstennähe auf, über Monate fest stationiert. Anscheinend gab es Wartelisten auf einzelnen Campingplätzen. Die Entscheidung zuerst über die Mitte Marokkos nach Süden zu fahren, war richtig. Auf allen von uns angefahreren Campingplätzen fanden wir ohne Probleme Platz. Ab März fuhren die ersten zurück nach Europa und so gab es auch am Atlantik wieder genügend freie Plätze. Was wir noch nicht so kannten, die Nationalitäten spielen anscheinend auch unter Campern eine immer grössere Rolle. Wir als Minderheit, hatten jedoch weder mit den einen noch mit den anderen Probleme. Die Franzosen nannten uns oftmals " nos petits Suisse", was wohl so viel heisst wie, ihr stellt für uns keine Bedrohung dar! Uns soll es recht sein. 

 

In diesem Jahr ist wieder viel gebaut worden. Viele Strassen, vorallem Einfallstrassen in Ortschaften wurden ausgebaut. Die Ortschaften sind im allgemeinen sauberer und die Landschaften mit "blühenden Plastikbäumen" zurückgegangen. Weniger Frauen beim Waschen an den Bächen und Kanälen beobachtet, vermehrt Waschmaschinen vorhanden. In den Läden, auch in den ganz kleinen wird das Angebot grösser. Wir haben weniger bettelnde Kinder erlebt und aufdringliche Führer ganz selten. 

 

Touristen werden von der immer sehr freundlichen Polizei jederzeit zuvorkommend behandelt und an den Kontrollposten vor den Ortschaften einfach durchgewunken, sofern es kein Fehlverhalten gibt. Radarmessungen werden flächendeckend, in einigen Regionen alle 30 km durchgeführt. Immer sieht man an diesen Stellen diskutierende Autolenker und Polizisten, denn die Bussen sind extrem hoch und wohl nicht nur die Touristen handeln diese nach Möglichkeit runter.

 

WLAN ist an den meisten Orten vorhanden und steht nach wie vor gratis zur Verfügung (Cafés, Restaurants, Campings).  

 

Alois war in diesem Jahr nicht so zufrieden mit dem Wetter. Viel Wind und Sturm und sogar, wenn auch selten, Regen. 

 

Wir durften wieder fast ein Vierteljahr in diesem schönen, abwechslungsreichen Land mit seinen freundlichen Menschen verbringen, welche sich jedes Problems und Problemchens annehmen, als wäre es das ihre. Kreative Lösungen finden sich fast immer und geholfen wird einem überall und zwar schnell. 

 

Marokko, wir werden sicher wieder kommen, Inshalla!