15. bis 19. März Sidi Ifni

Samstag 15. März 

 

Wir kommen aus dem Tal raus und was sehen wir...... nicht sehr viel, denn schon wieder ist die Luft geschwängert vom Sand. Mir ist die Lust auf den plage blanche vergangen. Dort im Freien, direkt am Meer mit viel Sand........Alois lässt sich schweren Herzens überreden. Ich bin nur froh, wenden wir uns direkt nach Sidi Ifni.

 

Der Himmel klart mehr und mehr auf, je mehr wir uns der Küste nähern. Es riecht nach Meer, einfach herrlich.

 

Dieses Mal stellen wir uns nicht zuvorderst ans Meer. Wir suchen uns einen Campingplatz etwas weiter zurück, damit wir dem Wind nicht so arg ausgesetzt sind. 

 

Beim ersten Ausflug in die Stadt, erleben wir das Training der Reiter. Morgen wird wohl ein Fest steigen in Sidi Ifni.

Sonntag 16. März

 

Doch kein Fest. Die Reiter haben wohl nur geübt für irgendwann.

 

Die Stadt liegt richtig schön erhöht. Die nicht mehr überfüllten Campingplätze, es sind doch schon viele Europäer auf dem Rückzug, befinden sich unten nahe des Meeres. Zum Glück haben wir E-Bikes, so ist die Höhe schnell übewunden. 

 

Das Guthaben auf der Marokkanischen Telefonkarte ist bereits alle. Doch nicht 15 Stunden, wie wir ursprünglich verstanden haben, sondern wahrscheinlich 150 Minuten. Also wieder laden. 15 Franken für 150 Minuten international telefonieren ist ja auch eher nachvollziehbar. Mit unserer Schweizer Karte, wäre dieser Betrag in 3 Minuten verplappert.

 

Jetzt aber Hunger auf Fisch. " Wo sind sie denn die Fischrestaurants" " Es riecht doch nach gebratenem Fisch". " Lass uns runter ans Meer fahren"." Nee will ich nicht". Also heute kein Fisch, vielleicht morgen, Inshalla!

Montag 17. März

 

Heute bläst ein starker Südwind, heiss und heftig. Alles was nicht niet- und nagelfest ist fliegt durch die Gegend.

Alois sucht seine Clocks. "Wir stehen falsch, die ganzen Schätze fliegen zu den anderen Womos", meine Clocks trägt wohl schon ein Franzose"  Er wird nicht fündig.

 

Dafür finden wir heute die Fischrestaurants beim Markt. Gestern sind wir ungefähr 3 m daran vorbeigefahren. Das kommt davon, wenn man so schnelle E-Bikes hat. Nach dem Schuheinkauf, geniessen wir feinen grillierten Fisch und sonstiges Seegetier.Vor lauter Hingerissenheit vergessen ein Beweisfoto zu machen," müssen" also morgen nochmals hin. 

 

Bei unserer Rückkehr überreicht uns der Nachbar Alois Clocks. " Alois du hattest recht, aber es war nicht Absicht, er hat die gleichen wie du." "Hab ich's doch gewusst".

 

Am Nachmittag beruhigt sich der Sturm. Bei Ebbe lässt es sich gut um die Felsen herum am Strand entlang spazieren. Versteckt in den Felsen, vergnügt sich die Dorfjungend, also machen wir kehrt, möchten ja nicht stören.

 

Fischplatte für Fr. 3.50
Fischplatte für Fr. 3.50

Dienstag 18. März

 


Wie versprochen, haben wir uns nochmals "geopfert" , damit wir das Foto nachliefern können.

Mittwoch, 19. März

 

Heute möchte ich zu den berühmten Felsentoren nahe Sidi Ifni. Aber zuerst stärken wir uns im Restaurant Nomad.

 

Nach genauer Abklärung, wo denn nun die Tore sind, schwingen wir uns auf die Räder und fahren die hügeligen 10 km nach Norden. Dann stechen wir hinunter zum Meer, die letzten 500 m zu Fuss zum Plage legzira. Dem Strand entlang bis zu den Toren ist es auch noch einen Kilometer. Es ist gewaltig laut. Rauschen, Kieselrollen und Gischt erfüllen die Luft. Das Wasser ist ja gar nicht kalt, hätte ich doch die Badehose eingepackt.

 

" War etwas viel für mich, bin total geschafft" so Alois. " " Aber toll war es schon, gäll."" Na ja muss mich jetzt aber ausruhen" sagt's und schläft eine Runde.