9. bis 10. April Safi

Mittwoch, 9. April

 

Keine 200m vom Parkplatz weggefahren, steht da schon der Gurtenpolizist und will uns auf die Seite winken. Synchron greifen wir nach den Gurten, er erkennt uns, lacht und winkt uns weiter.

 

Der Küste entlang ist zwar die Strasse teilweise löcherig, aber wunderbar erlebnisreich. Zuerst ein grosses Waldgebiet, danach wechseln sich eindrückliche steil ins Meer abfallende Felsen mit landwirtschaftlich genutzten Flächen ab. Leider gibt es nur sehr selten die Möglichkeit anzuhalten um zu fotografieren. Was uns jedoch auffällt ist die Sauberkeit. Keine Abfälle und Plastiksäcke zieren die Strassenränder und Felder. 

 

Safi. Ein riesiges Industriegebiet, mit Phosphatfabriken vor der riesigen Stadt. Uns ist jedoch nur die Medina mit dem berühmten Töpferhügel von unserer Reise vor 13 Jahren in Erinnerung geblieben, alles andere haben wir aus unserem Gedächtnis ausradiert. Der Mensch, das seltsame Tier. 

Wir parken nahe der Medina und wissen sehr schnell wieder, wieso wir Safi, die von den Portugiesen gegründete Hafenstadt nochmals besuchen möchten. Die Medina mit dem teilweise überdachten Souk ist gefällig. Die Stadtmauer, das überallem thronende Schloss  und der Töpferhügel sind einzigartig. Die Töpferwaren von Safi werden im ganzen Land verkauft.

 

Ausländische Touristen verirren sich nur wenige hierher. Wir treffen einige Schulreisen an und ansonsten nur Einheimische, oder Marokkanische Touristen. Wir werden in keiner Weise bedrängt und können in Ruhe alles erkunden.

 

Hoch über der Stadt, mit Sicht über den Hafen und Medina stellen wir uns auf den Campingplatz. Speziell sind die vielen Pfaue, die sich majästetisch über den Platz bewegen und natürlich auch die entsprechenden Geräusche von sich geben. Aber die schlafen ja nachts, manchmal.

 

Wie immer erledige ich die Anmeldeformalitäten. Der Rezeptionist möchte nur den Pass vom Mann. Ich verwickle ihn in eine längere Diskussion, über das wieso. Das Hausmädchen hört aufmerksam zu und kichert die ganze Zeit. Er bringt mich nach einer Viertelstunde doch noch dazu den Pass rauszurücken, nachdem ihm eingefallen ist, dass nur die Männer unerlaubte und schlimme Dinge tun und dann von der Polizei gesucht werden müssen. Frauen seien immer brav!

 

 

Donnerstag, 10. April

 

Gemütlicher Tag zum trödeln

 

Waschen. computern, kochen, Pfauen beobachten, lesen, neue Reisepläne schmieden.