31. Januar bis 06.Februar Sarmenstorf (CH) bis Ceuta ( E)

31. Januar  Abfahrt Sarmenstorf

 

Noch " schnell" die Fahrräder festgezurrt und mit der tollen, neu erstandenden Schutzhülle versehen,( kann sein, dass wir die ordnungsgemässe Verhüllung irgendwann schaffen!) und schon kann es losgehen bis... die vergessen gegangene Satellitenschüssel am Scheunendach hängenbleibt und sich danach nicht mehr ganz  flach legen lässt. 1. Zwischenstopp im benachbarten Wohlen. Der Schaden ist zum Glück nur minim und kann in Kürze behoben werden.

 

Jetzt aber los. Das Wetter ist super und die Strassenverhältnisse optimal. Da sich das schnell ändern kann, fahren wir bis nach Nimes, wo wir auf der Autobahnraststätte das Nachtlager aufschlagen. 

1. Februar Nimes

 


Alois hat zur Zeit einen sehr leichten Schlaf, deshalb hört er wie um 04.00 Uhr ein Schelm in unser Womo eindringen will. Mit lautem Rufen weckt er nicht nur mich, sondern verscheucht auch den Möchtegerndieb. Glück gehabt, denn den Riegel an der Tür auf der Fahrerseite hat er bereits irgendwie geöffnet. Gar nicht mehr müde, machen wir uns von dannen.

 

Regen in Barcelona, aber das kennen wir ja bestens. Im Mc Donald's ( WiFi) machen wir uns schlau über die Wetteraussichten. Ab Tarragona soll's besser sein. Tatsächlich in Cambrils auf dem Campingplatz scheint die Sonne! 

 

Die Nacht ist unruhig. Es stürmt gewaltig. Das Womo wird ganz schön durchgeschüttelt.

 

2. Februar Spätzle Fritz 

 


Mit Seiten- oder Gegenwind geht's weiter. Ein Abstecher nach Tortosa am Ebro. Kurze Tour durch die Stadt und auf den Hügel, bei bissigem, kaltem Wind.

 

Danach suchen wir den Spätzle Fritz. Nach langem Rumgekurve durch die Mandarinenplantagen werden wir fündig. Geniessen ein letztes Mal für längere Zeit Schweinsbraten mit Spätzle.

 

Auf dem Stellplatz stehen ein paar schöne Kaliber. Interessanterweise kehren die Grösstwohnmobilsten mit gut gefüllten Plastiksäcken aus den Mandarinen-Plantagen zurück, tia,tia......!

3. Februar Totana

 

Kein Wind mehr, dafür bedeckter Himmel und immer noch richtig kalt. Heutige Etappe bis nach Totana. Mandarinen und Orangen links und rechts des Weges. Alois fragt sich, wer die alle essen soll und ist reuig, dass er gestern nicht zumindest ein kleines Säcklein gefüllt hat. Unser Tomtom will die Koordinaten aus dem Campingführer nicht annehmen. Trotzdem finden wir einen, wenn auch anderen Campingplatz. Im Supermarkt gibt es dann auch noch Mandarinen für Alois.

04.Februar Bolnuevo bei Mazzaron

 

Gerade noch rechtzeitig erreicht uns die Email von Bernd. Wir haben ihn im letzten Winter in Marokko kennengelernt.

 

30 km von unserem Uebernachtungsplatz Totana entfernt, verbringt er in Bolnuevo auf dem Campingplatz die Wintermonate am Meer.

 

Der 600 Parzellen-Campingplatz ist voll besetzt. Wir dürfen uns neben der Rezeption installieren, zusammen mit anderen Campern, die auf einen freien Platz auf dem Campingplatz warten.

 

Die Freude Bernd wiederzusehen ist gross. Neuigkeiten werden ausgetauscht und natürlich auch viel gelacht.  

 

Alois hat die Möglichkeit Boule zu spielen und klagt danach über Muskelkater vom vielen Bücken.

 

Der erste richtig warme Tag. Abends um 21.00 Uhr immer noch 15 Grad.

 

Einmal mehr sind wir uns des Privilegs bewusst, die Reise nach Lust und Laune zu gestalten und den Gegebenheiten anzupassen.

05. Februar Torre del mar

 

Eigentlich möchten wir bis Marbella durchfahren, aber es bläst uns beinahe von der Bahn und so retten wir uns in Torre del Mar auf den Campingplatz. 

 

Alois:" Mich nimmt nur Wunder, was alle an Spanien finden, wir hatten noch nie richtig gutes Wetter hier!" Ich:" Na ja, sags niemanden, aber vielleicht liegt es wirklich an uns!" Zur Beruhigung aller, wir fahren morgen weiter.

 

Bei kühlem und diesigem Wetter, aber wenigstens ohne Sturm verbringen wir den Abend im warmen, heimeligen rollenden Heim.

6.Februar Ceuta 

 

Morgens grosse Aufregung auf dem Campingplatz. Alles ist auf den Beinen. In der Nacht, sind dreiste Diebe durch den schützenden Maschendrahtzaun eingedrungen und haben mehrere Fahrräder, Küchen und vieles mehr zusammengeklaut. Das alles im bewachten Areal! 

 

Einen kurzen Zwischenstopp legen wir in Marbella ein, möchten wir doch nochmals gute Bratwürste im " Manni's Treff " geniessen. Er meint, dass er nicht mehr bei Vox zu sehen sein wird. Lieber steht er am Grill.

 

Mit den Fährbilletten von Carlos, samt Kuchen und Apfelsekt machen wir uns unverzüglich auf zum Hafen von Algeciras.

 

Beim Rückwärts-Einparken auf der Fähre, der Einweiser klappt unseren rechten Rückspiegel ein, fuchtelt wild herum und hetzt, passiert das Malheur, wir fahren gegen den Stahlträger. KRCHCHCH... Die Markise und die untere Ecke des Womos sind kaputt. Ein Uniformierter ist sofort zur Stelle und nimmt den Schaden schriftlich auf, zwecks Uebernahme der Kosten. Sind nun gespannt, ob das klappt.

 

In Ceuta wird dann erst mal der Schaden genau begutachtet und das Womo mit Hilfe von Klebeband auf "Marokkostyle" getrimmt.

 

Ueber Nacht bleiben wir auf der spanischen Seite stehen. Starker Regen und Sturm bescheren uns eine unruhige Nacht. Ein grösseres Wohnmobil stellt sich in unseren Windschatten. Alois überlegt, ob er sich seinerseits eine Weile in dessen Schutz stellen soll. Es bleibt beim Gedanken.