27.Februar Skoura bis Ait Benhaddou

Donnerstag 27. Februar


Strasse der Kasbahs


Die berühmte Kasbah Amerhidil, abgebildet auf dem 50 Dirham Schein, ist seit Generationen im Besitz der Familie Naciri. Ein Gästehaus und ein Museum sind darin integriert. Eine Besichtigung der prächtigen Lehmburg in Skoura ist wirklich lohnenswert.

 

Auf der Weiterfahrt sehen wir beidseits der Strasse noch viele halbverfallene malerische Kasbahs. 

 

In der sehr modernen Stadt Ouarzazate, entdecken wir einen grossen schönen marokkanischen Supermarkt. Hier gibt es einfach alles, von einem gut sortierten Lebensmittelangebot, über Elektogeräte bis hin zu Möbeln. Wir erstehen den gesamten Bestand an " Salzstängeli"  und füllen damit unser Lager für Alois auf. Wer weiss schon, wann sich dafür die nächste Gelegenheit bietet.

 

Ansonsten lassen wir die Stadt, die wir bereits auf unserer letzten Reise besichtigt haben, links liegen. 

 

 

Natürlich lasse ich mir diesmal die Atlas Filmstudios nicht entgehen. Zwar sind die Kulissen zum Teil recht verstaubt, wen wundert's. Ist aber sehr interessant, wurden und werden hier doch etliche bekannte Filme gedreht. Hinten die abenteuerlichen Gerüste und vorne die imposanten Fassaden, welche wir "mutig" besteigen. 

 

Rom, Aegypten, China, Jerusalem, alles ganz nah beieinander.

 

 

Ait Benhaddou.

 

Wir fahren auf den grossen Parkplatz, wo wir über Nacht stehen bleiben werden. 

Kaum ausgestiegen, laufen wir Abdoul dem " Schakal" in die Arme. Alois hat ihn sofort wieder erkannt, ist er doch im Reiseführer von Erika Derr als lustiger und sehr kompetenter Führer erwähnt.

 

Natürlich lassen wir uns eine Führung durch ihn nicht entgehen. Seine Ausführungen sind informativ, lebendig und die Liebe zu seiner Stadt in jedem Wort und jeder Geste spürbar. Die Karawanenstrasse hat hier durchgeführt. Mit diesen trieben die Dörfler zwar einen regen Handel, mussten sich aber mittels Ksar auch vor Diebstählen und Ueberfällen derselben schützen.

 

 

Da es schon gegen Abend ist, hat der Besucherstrom nachgelassen. Pro Tag kommen ungefähr 500 Besucher. Hier treffen sich nicht nur die Kulturfan's um das 800 Jahre alte Unesco Weltkulturerbe zu bestaunen, nein auch die Filmfan's . Die Mauern dienten nämlich auch als Kulisse für etliche Kinofilme. Vom " Gladiator" bis zu "James Bond". 

 

Nach der Besichtigung lädt uns Abdoul noch zu einem Tee ein, zeigt uns den Stall       ( seine Frau ist beim Ausmisten!) und sein grosszügiges Wohnhaus.

 

Der Parkwächter an der Mauer, möchte dann nebst 25 Drh. auch noch ein Bier. Nee, nee, Allah willl das nicht und ich möchte gut bewacht werden. Gute Nacht!