9. Februar Fes

Es fällt uns nicht schwer Chefchaouen zu verlassen, denn das Wetter ist mehr als bescheiden. Kalt, regnerisch und neblig.

 

Schon nach kurzer Zeit bessert sich dieses und wir geniessen eine herrliche Fahrt durch die Hügel. Korkeichenwälder, Olivenhaine, Orangenplantagen, grüne Wiesen und Aecker. Die Ziegen, Schafe, Esel und Kühe können es sich gut gehen lassen. Ueberall fleissige Bauern bei der Arbeit.  

 

In Fes entscheiden wir uns gegen den Campingplatz, liegt der doch recht weit ausserhalb der Medina, wir fahren direkt auf den überwachten Parkplatz an der Stadtmauer.

 

 

Fes, die älteste der vier Königsstadte, mit über einer Million Einwohner, anzufahren, war meine Idee. Vor 13 Jahren bei unserem letzten Besuch, haben wir uns in den Gassen der Medina total verirrt und sind in ein touristenloses Viertel geraten, in dem wir ganz und gar nicht willkommen waren. Ja, wir bangten damals sogar um unser Leben. Ohne die Hilfe einer jungen Frau, wären wir vielleicht sang- und klanglos von der Bildfläche verschwunden. Dieses Trauma möchte ich nun endlich verarbeiten. Heisst es doch in jedem Führer, die Stadt sei problemlos ohne Führer zu bewältigen.

 

Wir stürzen uns also ins Gewühle aber vermeiden es gefliessentlich irgendwo eine Abzweigung zu nehmen, die touristenlos oder allzuschmal ist. Kurz das Trauma ist überwunden und wir können morgen getrost weiter Richtung Süden fahren. 

 

Alois:" Ich bring dem Nachtwächter noch ein Bier." Ich:" Bist du sicher, dass er dann noch in der Lage ist gut zu wächtern?" Er lässt es bleiben.