29.November bis 01.Dezember 2012

Donnerstag 29.November 2012

 

Nach der Gorge du Ziz und dem Stausee wird die Landschaft wieder flach. Wir passieren Er-Rachidia, das wir überhaupt nicht wiedererkennen, alles ist neu und modern. Zum Glück erkennen wir wenigstens die blaue Quelle in Meski wieder. Auf diesem früher einzigen Campingplatz weit und breit, haben wir vor 11 Jahren schon gezeltet. Die Quelle wurde von den Legionären gefasst und wird zum Baden genutzt. Vorallem im Sommer herrscht anscheinend Hochbetrieb, wenn sich die Jugend am Pool tummelt. Jetzt ist es ruhig, bis auf die Händler, die bereits die Teppiche ausrollen, bevor wir richtig geparkt haben. Alois erhandelt für sich ein Wickeltuch für den Kopf und für mich schönen Schmuck. Wein und ein "Tschuttiliebli" wechseln dafür den Besitzer. Eigentlich gehören auch noch Turnschuhe dazu, aber die sind nicht mehr auffindbar. "Wer hat denn die geklaut"? Auch andere Schuhe sind scheinbar spurlos verschwunden. Was es nicht alles gibt. Also muss noch Bares dazu. Das Geschäft ist dem entsprechend nicht mehr sooooo gut.

Freitag 30.November 2012

 

Heute schwingen wir uns aufs Velo. Nach Er-Rachidia sind es nur ca. 18 km und die Strecke recht eben. Es gibt sogar eine Fahrradspur. "Die Autobahn in Spanien ist jedoch bedeutend sicherer für Velofahrer",  findet Alois. Es wird fröhlich überholt und höchstens gehupt, ob Fahrrad oder Eselfuhrwerk sich in den Weg stellen. Wenn dann die Autos mit 100 kmh auf einen zurasen ist das schon ein bisschen unangenehm. Aber es lohnt sich sicher, denn ich hab Lust auf Couscous und das gibt es immer am  Freitag, dem Feiertag der Muslime. Ein passendes Restaurant finden wir schnell. "Ja, ja es gibt Couscous, einen Moment ich frage schnell". Wir werden an den Tisch gesetzt und leider, leider gibt es genau und ausgerechnet heute kein Couscous sondern Tajjine. Na ja...war auch gut. Noch kurz eingekauft im Markt und retour nach Meski.

Samstag 1.Dezember 2012

 

Eine der beeindruckendesten Strecken erwartet uns heute. Die Fahrt durch das Tafialet, der längsten zusammenhängenden Oase von ganz Marokko. Oben Wüste und unten im Tal des Ziz grün ohne Ende und schöne kleine Dörfer.

Eigentlich möchten wir in Erfoud nochmals Station machen, bei einem laut den Handbüchern hochgelobten Campingplatz. Jeglicher Luxus ist dort vorhanden. Leider ist der Platz sehr windig und macht auf uns einen etwas trostlosen Eindruck, darum fahren wir weiter nach Rissani und danach über die neue Strasse direkt zu den Dünen wo wir "dank" eines Schleppers eine durchaus nette und günstige Auberge mit angegliedertem Campingplatz finden. Während uns der freundliche "Cousin" des Besitzers den obligaten Tee serviert, sind wir schon am Studieren, was er wohl noch alles im Schilde führt. Heute anscheinend nichts mehr, also geniessen wir die letzten Sonnenstrahlen und die absolute Ruhe.