31.Januar bis 02.Februar 2013

Die Holzbrücke in Ouzoud
Die Holzbrücke in Ouzoud

Donnerstag, 31.Januar 2013

 

Damit wir in die Schlucht von l'Oued-el- Abid einfahren können , müssen wir zuerst die schmale Holzbrücke in Ouzoud passieren.

Der Schlosser mit seinem Werk
Der Schlosser mit seinem Werk

Beim Vorbeifahren das Gestell nicht vergessen. Es ist vollbracht und wir und der Meister sehr zufrieden. Einzig die Zügelei ins Womo ist eine Herausforderung.

Geschafft!
Geschafft!

Am unteren Ende der Schlucht, nach einer spannenden Fahrt :"Soll ich wieder aussteigen und und fotografieren, wie du die Brücke überquerst?" " Nein bleib sitzen, ich bin schon froh, wenn wir heil rüberkommen!"

 

Blick Richtung Fkih-Ben-Salah in die grüne, landwirtschaftlich gut genutzte Ebene.

 

In der Stadt im Marjiane decken wir uns mit Essbarem ein, da wir davon ausgehen diese Nacht frei zu campen.

Freundliche Kinder und zufriedene Tiere auf der Strecke
Freundliche Kinder und zufriedene Tiere auf der Strecke

Den ganzen Tag sehen wir kein Wohnmobil. Sind also nicht auf einer Touristenstrecke.

 

Auch das ist Marokko. Könnte ebensogut im Thurgau sein.

In dieser Gegend gibt es sicher keinen Campingplatz, also fahren wir auf einer kleinen Piste ins Feld hinein.

 

Natürlich kommt ein Schäfer mit seinen Tieren vorbei. In Zeichensprache gibt er uns zu verstehen, dass wir zurück in Richtung Strasse fahren sollen. So viel Unfreundlichkeit sind wir uns in Marokko gar nicht gewohnt. Wir fahren also ca. 100 m zurück und installieren uns.

 

Oh, Schreck, schon wieder funktioniert der Kühlschrank nicht mit dem Gas und wir haben so viel eingekauft. Fleisch, Käse, Sahne, Joghurts, Butter, etc. Also erstmal alles ins Gefrierfach, denn dieses wird wohl etwas kälter bleiben.

 

 

Zum Glück funktioniert der Strom für den Fernseher. Internet ist nicht.

 

Unser Schlafplatz
Unser Schlafplatz

Es ist bereits dunkel, da klopft es an den Camper. Draussen steht eine Frau mit Mädchen und Baby, bewaffnet mit Taschenlampe. Sie spricht gut französisch und erklärt mir, dass ihr Mann ihr gesagt habe, dass wir mit dem Camper völlig ungeschützt ständen. Sie habe Angst um mich und wir möchten doch zu ihnen auf den Bauernhof kommen, dort seien wir sicher. Sie würde uns auch gerne etwas kochen. Aha, der Mann war ja gar nicht unfreundlich, sondern nur besorgt...

 

Da wir wissen, dass die Marokkaner sich immer gerne hinter Mauern aufhalten und es fast nicht verstehen können, wenn jemand frei steht, machen wir uns keine Sorgen.

 

"Danke vielmals für ihre Freundlichkeit, aber wir haben bereits gekocht, es gibt Spaghetti Bolognese und wir stehen gerne hier, wenn wir dürfen." Wir schenken ihr noch ein Sennenchutteli und die freundlichen, besorgten Frauen machen sich auf den Rückweg.

Freitag, 01.Februar 2013

 

Wir haben herrlich geschlafen und die Kinder winken und  rufen am Morgen vom nahegelegenen Bauernhof "Alles klar?"

 

Die nächste grosse Stadt ist Oued Zem mit 100'000 Einwohnern. Wir peilen die Autowaschanlage an und lassen uns mit dem Industriestaubsauger, die Ablagerungen im Gassystem des Kühlschrank's raussaugen. Der Kühlschrank springt sofort wieder an mit Gas. Supi!

 

Die netten Autowäscher kennen auch einen gute Werkstatt für neue Pneu's. Schnell werden wir uns einig und nach 1/2 Stunde verfügen wir über 2 neue Räder vorne.

 

Auch heute begegnen wir keinem Wohnmobil. Wir durchqueren 2 kleine Schluchten, landwirtschaftlich gut genutzen Regionen, Korkwälder, kleine Ortschaften und lassen uns kulinarisch verwöhnen.

 

Die entgegenkommenden Autos sind fast alle beflaggt und Bilder des Königs zieren sie. Haben wohl die Marokkaner beim Fussball gewonnen?

 

Bei der Durchfahrt durch Ben-Slimane staunen wir nicht schlecht. Die Strassen sind beflaggt, die Polizei und das Militär kontrolliert die Strassen und es wimmelt von Menschen. War hier wohl der König zu Besuch? In einem Strassenkaffee erfahren wir, dass der König morgen erwartet wird. Wir überlegen noch, ob wir wohl bleiben sollen um ihn zu sehen, entscheiden uns aber dagegen. Es gibt keinen Campingplatz und wir würden womöglich noch als Terroristen festgenommen.

 

Weiter Richtung Bouznika plage. Dort gibt es zwar einen Campingplatz, aber die wollen uns nicht, also stellen wir uns frei direkt ans Meer.

 

Diesmal funktioniert der Kühlschrank mit Gas. Auch das Internet, aber nur ganz kurz, denn der Strom ist sehr schnell alle. Unser Camper hat wohl doch noch einige Unausgereiftheiten, die das freie Stehen für mehr als eine Nacht schwierig machen. Was wohl die anderen Camper besser machen oder haben?

 

Auch hier kommt eine Frau die uns einen schönen Tag wünscht, uns willkommen heisst und sich über ein paar Rappen freut. Danach haben wir für den Rest der Nacht Ruhe und nur das Rauschen des Meeres begleitet unseren Schlaf

Samstag 02.Februar 2013

 

Wir möchten heute Rabat besuchen. Fahren auch in die Stadt, aber schliesslich nur quer durch. Es hat soviel Verkehr und das Wetter wird immer schlechter. Also verschieben wir die Kultur auf den nächsten Besuch in Marokko.

 

Mitten in der Stadt Kenitra tummeln sich die Störche und lassen sich vom Lärm der Autos und dem Gehupe überhaupt nicht stören.

 

Wieder mal lassen wir die Autobahn, Autobahn sein. Wir fahren auf Nebenstrassen, denn es scheint ja wieder die Sonne, aber mit dieser Buckelpiste, haben wir dann doch nicht gerechnet. Zum Glück erreichen wir unser Ziel auf der richtigen Seite der Lagune und finden den Campingplatz in Moulay Bousselham trotz Dunkelheit auf Anhieb.