31.12.2012 bis 03.01.2013

Montag 31.Dezember 2012

 

Wir versammeln uns  in der Kasbah Sahara Service, lernen Edith Kohlbach und die Teilnehmer kennen und essen als Gruppe gemeinsam Z'Mittag. Danach geht's recht rassig zu den verschiedenen Jeep's und Geländewagen. In jedes Auto werden mindestens 6-7 Personen verfrachtet. Bei uns zuhause sitzen zuhinterst höchstens die kleinen Kinder, aber hier haben auch gestandene Männer zuhinterst Platz. Die nächsten 2 Stunden sind sehr abenteuerlich, staubig und ruppig.

 

Nach der Ankunft im Biwak im Erg Chegaga werden die Zelte verteilt und zum Teil die Betten gezügelt. Es herrscht ein rechtes Durcheinander bis alle ein Zelt und Bett haben, da wir ja auch nicht die einzige Gruppe sind. In jedem von unseren Zelten gibt es eine Chemietoilette und einen grossen Tank mit Wasser, von dem brauchen wir aber nicht viel, denn auf das Duschen in der Kälte verzichten wir gerne. Katzenwäsche tut es auch.

 

Es gibt eine Bar mit vielen alkoholischen Getränken, dies haben wir seit unserer Ankunft in Marokko so nicht mehr gesehen. Wir trinken Weisswein, essen Nüssli und schon geht die Sonne unter. Es wird schnell dunkel und kalt, wir sind froh um unsere warmen Sachen und das Lagerfeuer und lassen uns vom Trommeln einlullen.

 

Im Zelt gibt es Suppe, danach Hammel und Couscous und Orangen zum Dessert. Bald ist es Mitternacht nach Mitteleuropäischer Zeit und wir stossen mit dem Sekt an und wünschen uns gegenseitig ein gutes neues Jahr, aber nicht alle machen da mit, denn eine Stunde später (Marokkanische Zeit) stossen wir draussen wieder mit Sekt auf das neue Jahr an. Es wird getanzt, vorallem um sich warm zu halten. Es beeilt sich niemand ins Bett zu kommen, wegen der zu erwartenden Kälte im Zelt.

 

Dienstag 01. Januar 2013

 

Wir schlafen dann aber doch recht gut und in Ermangelung einer Uhr, die haben wir bei unserer Abreise in der Schweiz in den Kasten verbannt, schlafen wir auch recht lange, ist unser Zelt doch weit hinten im Camp und alles ruhig. Auf jeden Fall haben schon fast alle gefrühstückt, bis wir erscheinen, da es um 9.00 Uhr mit den Geländewagen losgehen soll. Wir frühstücken in aller Ruhe denn abgefahren wird erst um 11.00 Uhr.

 

Wieder quetschen wir uns in die Geländewagen und schlagen uns die Köpfe und Beine und sonstwas überall an. Blaue Flecken sind vorprogrammiert. Nach 1 Stunde erreichen wir eine Nomadenfamilie, die uns Tee kredenzt. Allerlei Selbsthergestelltes wird zum Verkauf angeboten und einige von uns sind schnell beim Verhandeln. Der Nomade hat 2 Frauen und etliche Kinder, wieviele ist nicht zu eruieren. Etliche Ziegen und Hühner gehören auch noch dazu. Hier ist es so toll und schön, dass es eine Planänderung gibt. Alles Essen und die Tische und Stühle werden vom Camp hierhergebracht und es wird vor Ort gekocht, sehr lecker.

 

Am Nachmittag geht es "holtertipolter" wieder zurück zu unserem Camp, wo die Kamele schon warten um eine Runde in die Dünen mit uns zu machen. Wieder geht's bergauf und bergab. Eigentlich haben schon die meisten von uns genug vom Schaukeln, aber was solls, schliesslich haben wir es bezahlt, also wird's gemacht.

 

Mittwoch, 2.Januar 2013

 

Diese Nacht stelle ich den Handy-Wecker, denn ich will am Morgen der Rückreise nicht hetzen müssen, aber auch heute haben wir viel Zeit, bevor es losgeht mit den Jeeps. Leider werden wir wieder in die Autos gequetscht, obwohl unserer Ansicht nach genug Autos rumstehen. Nach der Rückkehr in M'Hamid löst sich die Gruppe schnell auf und auch wir vedrücken uns auf den Campingplatz wo wir erstmal eine ich warme und Alois nur noch kalte Dusche nehmen. Danach gibt es einen Begrüssungstee. Ich wasche meine Wäsche mit der Maschine, welch ein Luxus. Zum Z'Nacht gibt es dann "Aelplermagaronen" mit Karottengemüse.

 

Fazit: Es war ein einmaliges Erlebnis, sicher unvergesslich. Das Pistenfahren brauchen wir (ich) wohl nie mehr. Das Schlafen im Biwack brauchen wir wohl  beide nicht mehr. Wir haben ganz liebe Menschen kennengelernt. Alles in allem ein eindrückliches Abenteuer ohne Wiederholungsgefahr. Wir stellen fest, dass wir doch eher zur Gattung der Weicheier gehören!!! Mit dem zeitlichen Abstand kommt vielleicht auch mehr das Romatisieren.

 

Ulli, Sus, Franz, Marianne,Yvonne
Ulli, Sus, Franz, Marianne,Yvonne

Am Abend treffen wir uns noch auf einen Weisswein und den AHV-Panettone bei uns im Camper und lassen die Reise Revue passieren. Heute wird es aber nicht spät, denn alle sind recht erschöpft,  von den letzten 2 Tagen.

 

 

Mittagessen im Berberzelt
Mittagessen im Berberzelt

Donnerstag, 3.Januar 2013

 

Trotz starkem Wind mit Sandstürmchen, machen wir einen Spaziergang durch's Dorf und sind froh, dass es in den Dünen windstill war. Wir verstehen jetzt auch besser, was all die Tücher sollen, sowohl bei den Frauen wie bei den Männern. Wir versuchen uns auch so zu schützen vor dem Sand.

 

Nachher geniessen wir in einem Oasenrestaurant ein leckeres Mittagessen, das Franz sehr umsichtig geordert hat, mit vorheriger Preisabsprache. Es gibt marokkanischen Salat, Couscous mit Huhn, Orangensalat und Tee und das alles für 6 Euro pro Person. Ein gelungener Abschluss!!!!