06.01.2013 bis 07.01.2013

Sonntag 06. Januar 2013

 

Dreikönigstag, na ja eigentlich merken wir nichts davon, wären da nicht die Düfte, Kamele, die Esel, die Oasen, die Menschen mit ihren Gewändern, den Tüchern, der unwahrscheinlich blaue Himmel und die Wüste. Also Dreikönigstag live auch ohne Kuchen.

Ausflug zum alten Oasendörfchen Agadir Lehne. Wir finden das Bewässerungssystem nur dank der Hilfe eines freundlichen Einwohners der uns zum Hüter der Wasseruhr führt. Dieses System bewährt sich seit mehr als 500 Jahren. Das Wasser, das nicht zur Bewässerung der Oasenparzellen gebraucht und bezahlt wird, läuft in den kleinen See mitten in der Oase.

Montag 07.Januar 2013

 

Tata morgens um 08.00 Uhr. Auf dem Stellplatz ist es noch sehr ruhig. Die meisten schlafen noch. Auch für die Touris ticken die Uhren in Marokko anders.

Es gibt viele Franzosen, die sich hier auf dem Betonplatz für Monate einrichten, für mich nur schwer nachvollziehbar, auch wenn der Platz sehr zentral gelegen ist und die Stadt Tata über einen unwahrscheinlichen Charme und auch Komfort verfügt. Hier in der Umgebung würde es sich sicher rentieren einen schönen Campingplatz mit Palmengarten zu bauen.

 

Abends um 20 Uhr ist die Welt für mich nicht mehr so in Ordnung. Ich will mir wieder die Haare nachfärben und schneiden lassen, nach meiner guten Erfahrung in Bouarfa. Tatsächlich finden wir einen Damensalon, leider ist der noch geschlossen am Morgen und auch wieder am Nachmittag, später soll er offen sein, erklären mir die Mädchen vom Geschäft gegenüber. Also wieder hin um 16.00 Uhr. Die Coiffeuse versteht mein Anliegen nicht und ich traue ihr auch nicht so recht, ist das Geschäft doch sehr klein und primitiv, also lasse ich mein Vorhaben bleiben.

 

"Leider" findet Alois noch einen anderen Damensalon und wir machen uns auf den Weg dorthin. Ich habe mich entschieden nur die Haare nachzuschneiden, ohne färben, denn auch dieses Geschäft mit nur einer Coiffeuse ist sehr einfach gehalten, obwohl es noch 2 Kundinnen drin hat.

 

Ich setze mich auf den Stuhl und die "Coiffeuse" nimmt einen Wasserspray, spritzt mir die Haare ein, jetzt hätte ich noch flüchten können habe es aber nicht getan, also nimmt das Drama seinen Lauf. Ritsch, ratsch nicht mal gerade rund um den Kopf, nach 3 Minuten ist die Prozedur beendet. Erinnerungen an Kindheitserlebnisse werden wach. Ich gebe ihr die geforderten umgerechnet 2 Euros und flüchte aus dem Laden. Na ja , habe ich doch geglaubt die Kopftücher seien zum Schutz vor Männerblicken, aber jetzt weiss ich es definitiv besser.